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Markus Krall und Florian Homm über den Wirtschaftscrash und anstehende Inflation

Redaktion

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Inflation löst Geld in Rauch auf? Markus Krall sieht die Hyperinflation kommen

Markus Krall und Florian Homm gelten als zwei der bekanntesten „kritischen Begleiter“ der Abläufe an den Finanzmärkten in den letzten Jahren. Diverse „Leitmedien“ stellen sie seit geraumer Zeit mit in die Ecke der „Crash-Propheten“, die immer alles nur schwarz sehen. Derzeit schreibt aber komischerweise kein Leitmedium kritisch über diese „Crash-Propheten“. Aber gut.

Markus Krall sieht die Inflation kommen

Markus Krall und Florian Homm unterhalten sich im folgenden aktuellen Video über den nun beginnenden Wirtschaftscrash, und vor allem über das Thema Inflation. Laut Markus Krall (hier im Gespräch mit Max Otte) sei wichtig zu beachten, dass es ausgehend von China (FMW: Die Werkbank der Welt) einen totalen Kollaps der Lieferketten gebe. Die nun wieder hochgefahrene Produktion in China werde aber im Rest der Welt auf relativ wenig Nachfrage treffen. Das aber grundsätzlich geschrumpfte Warenangebot sei das Problem. Die Politik werfe nämlich eine steigende Geldmenge dagegen. Das bedeute Inflation.

Die bisherige Geldmengenausweitung der letzten Jahre habe sich niedergeschlagen in einer Inflation bei den Assets (Aktien, Immobilien). Bei den Verbrauchern habe es bislang eine versteckte Inflation gegeben, so Krall. Denn die extrem steigenden Mietkosten seien im Warenkorb zur Berechnung der Inflation viel zu gering berücksichtigt worden. Und jetzt würde laut Markus Krall bei den Basisprodukten des alltäglichen Gebrauchs (Nudeln etc) das Angebot sinken, aber die Nachfrage steigen. Also stehe auch dort die massive Inflation an! (FMW: Das kann man auch anders sehen!). Nicht dieses Mal, aber in diversen anderen Videobeiträgen spricht Krall sogar von der bevorstehenden Hyperinflation.

Dem Problem der Inflation würden die Notenbanken mit Gelddrucken entgegentreten. Das sei verrückt, so Markus Krall. Florian Homm ist im Gespräch eher der zustimmende Part, Markus Krall ist hier der Wortführer. Die beiden reden auch über das Thema Gold und dort anstehende interessante Szenarien! Teil 2 des interessanten Gesprächs will Florian Homm am Donnerstag veröffentlichen.

Übrigens: Bezüglich der nun anrollenden Inflation kann man auch eine ganz andere Meinung haben. Denkanstöße und konkrete Gegenargumente dazu finden Sie hier.

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3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    Columbo

    1. April 2020 13:46 at 13:46

    Markus Krall vertritt hier(Minute 21:50) die Meinung, die einzige Möglichkeit der Zentralbanken, eine neue Währung aufzusetzen, wäre ihr Gold. Die Alternative, eine Zwangsbeleihung von Immobilien sei zu unpopulär.
    Das beinhaltet aber die große Gefahr eines Goldhandelsverbotes und einer Zwangsabgabe von Gold wie damals in den USA.
    Wenn Staaten/Zentralbanken Gold für eine Währungsreform benötigen, dann werden sie sich dieses auch in irgendeiner Form vom Bürger holen, da besteht kein Zweifel.
    Insofern ist Goldbesitz in einem derartigem Szenario ein großes Risiko.
    Deshalb rät er auch nur zu einem relativ geringen Goldanteil am Vermögen. Er kennt dieses Risiko, sagt aber kein Wort davon. Verständlich, wäre nicht gut für seine Firma.

  2. Avatar

    Andreas. M.

    1. April 2020 17:37 at 17:37

    Ich habe irgendwo gelesen oder gehört, dass beim letzten Goldverbot nur ein Drittel der Menschen ihr Gold abgegeben haben. Der Rest war nicht abzugreifen, wie auch? Die Leute sind ja nicht blöd. Mein Steuerberater hat sein Gold ins Ausland gebracht.

    Ein Goldhandelsverbot auf der ganzen Welt?

    Mich würde mal interessieren, wie denn die Leute dann abgefunden werden, der Kurs dürfte ja ganz lukrativ sein, bezogen auf das dann neue Geld.

    Markus Krall empfiehlt dessentwegen keine 50% Goldanteil im Portfolio, weil er sich als neuer Geschäftsführer bei der Degussa verdächtig machen würde. Zudem weiß er, dass der Goldmarkt viel zu klein ist, so dass er ihn nicht puschen müsste. Er weiß ziemlich genau, in welche Richtung das Ganze läuft und es bedarf keinerlei weiterer Stimuli, zumal ein Portfolioanteil von bereits 10 % in jedermanns Portfolio den Markt sprengen würde.

  3. Avatar

    Columbo

    1. April 2020 21:40 at 21:40

    Wenn die (deutsche) Notenbank 3.400 Tonnen und die (deutschen) Bürger 9000 Tonnen Gold haben und der Staat/Notenbank möchte laut Krall mittels Gold eine neue Währung(für mich ohnehin eine absurde Idee) erschaffen, dann sollte Herr Krall die Goldbesitzer fairerweise warnen, daß Staat/Notenbank den Bürgern ihr Gold im öffentlichen Interesse wegnehmen wird. Er weiß das, er ist ja nicht dumm, aber er verschweigt es. Ich habe das Wort „Goldverbot“ noch nie von ihm gehört, während andere, wie Daniel Stelter, diese Gefahr offen aussprechen. Aber der ist ja auch nicht im Goldhandel tätig.

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Dirk Müller über das Börsenjahr 2021: „Mit Gas und Bremse durch den Markt“

Claudio Kummerfeld

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Bulle und Bär - Dirk Müller will mit Gas und Bremse durchs Jahr kommen

Dirk Müller hat in einem aktuellen Interview über das Börsenjahr 2021 gesprochen, aber auch über die Corona-Restriktionen und den Bitcoin. Beim Thema Corona ist er der Meinung, dass die Beschränkungen nach einer flächendeckenden Impfung und rückläufigen Infektionszahlen nicht verschwinden würden. In welcher Form genau es weitergehe, könne er auch nicht sagen, aber gewisse Arten von Einschränkungen im Alltag würden dauerhaft bestehen bleiben. Dirk Müller erwähnt in dem Zusammenhang die auch bei der Grippe ständigen Mutationen und jährlich neuen Impfungen, um sich dagegen zu schützen. Corona käme dauerhaft als neues Risiko hinzu.

Dirk Müller über das die Aktienmärkte in 2021

Immer weiter steigende Börsenkurse sind laut Dirk Müller auch im Börsenjahr 2021 möglich, auch dank der Notenbanken. Aber, so seine Worte, alle Welt glaube es gehe an der Börse jetzt nur noch nach oben. Man frage sich nur noch, wie kräftig die Kursgewinne im Jahr 2021 ausfallen werden. Aber ein großer Börsencrash sei jederzeit möglich. Was dafür exakt der Auslöser sei, könne man vorher nie sagen. Ein Problem für die Aktienmärkte sei aktuell das Ansteigen der Anleiherenditen in den USA (aktuell 1,09 Prozent). Diese würden laut Dirk Müller unabhängig von der Politik der Notenbanken anziehen, weil die Inflationserwartungen in den USA zunehmen. Es stehe für 2021 eine Sektorenrotation bevor. Das Anlegergeld verlasse die Tech-Aktien. US-Banken würden interessanter werden, aber auch Branchen wie der Flüssiggas-Sektor. Er gehe mit Gas und Bremse durch das kommende Börsenjahr. Man solle für weiter steigende Kurse offen sein, aber mit Absicherung.

Bitcoin

Und was ist mit dem Bitcoin? Wochenlang war der Kurs ja kräftig gestiegen, dann wieder deutlich gefallen (hier unsere aktuellste Berichterstattung). Dirk Müller bleibt bei seiner bisherigen Meinung. Der Bitcoin sei eine eindeutige Zockerei, dahinter stehe kein echter Wert. Er könnte kräftig verlieren, aber auch unendlich weiter steigen.

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EZB: Auf der Spur der wahren Gründe für das große Gelddrucken

Claudio Kummerfeld

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Die EZB-Zentrale in Frankfurt

Wir alle hören es seit Jahren und nehmen es zur Kenntnis. Offiziell betreibt die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Geldpolitik (Zinsen und Anleihekäufe), um die Inflation von der Null-Linie in Richtung 2 Prozent zu bekommen. Und Bürger und vor allem Unternehmen sollen durch die Banken in der derzeitigen Krise günstige Finanzierungsbedingungen erhalten. Daher flutet man alles und jeden mit Notenbank-Euros, und die Banken können dem braven Mittelständler noch günstigere Kredite anbieten? So kommt die Wirtschaft in Schwung, und letztlich auch die Inflation? So geht natürlich die offizielle Story. Und tatsächlich?

Viele Beobachter der EZB-Politik behaupten oder meinen erkannt zu haben, dass es Frau Lagarde und vorher Mario Draghi in Wirklichkeit darum ging, mit günstigen Finanzierungskonditionen und mit massiven Anleihekäufen die Südländer in der Eurozone am Leben zu erhalten. So wolle man die Eurozone als Konstrukt zusammenhalten. Auch wir bei FMW haben uns in den letzten Jahren diverse Mal zu diesem Thema geäußert. Nach der gestrigen PK von Christine Lagarde ist uns der Kommentar von Dr. Jörg Krämer aufgefallen, dem Chefvolkswirt der Commerzbank. Man kann ihn also ruhig als seriöse Quelle bezeichnen.

EZB hält Bedingungen für Südländer günstig

Er hat seinen Kommentar betitelt mit der Headline „Was Günstige Finanzierungsbedingungen wirklich bedeuten“. Er zielt auch auf die oberflächlichen Gründe der EZB ab, nämlich Kreditkunden in der Wirtschaft zu günstigen Konditionen zu verhelfen. Es sei interessant zu beobachten, wie stark Christine Lagarde das Konzept der „günstigen Finanzierungsbedingungen“ betont habe. Sie folge dabei einem „holistischen Ansatz“ und habe verschiedene Zinsen im Blick – etwa die für Kredite an Unternehmen oder private Haushalte. Tatsächlich aber (so Jörg Krämer) dürfte es der EZB aber vor allem darum gehen, die Renditeaufschläge der Anleihen der besonders hoch verschuldeten Staaten zu begrenzen. So lasse sich beobachten, dass die EZB im Rahmen ihres PEPP-Programms immer dann mehr Staatsanleihen kaufe, wenn die Risikoaufschläge steigen (siehe Grafik). Zitat Jörg Krämer:

Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg habe ein EZB-Vertreter gesagt, dass die EZB sogar bestimmte Höchstwerte für die Risikoaufschläge einzelner Staatsanleihen bestimmt habe. Offenbar sieht es die EZB als ihre Aufgabe an, die Währungsunion zusammenzuhalten, solange die hoch verschuldeten Staaten nicht ihre Hausarbeiten machen und damit latent die Existenz der Währungsunion gefährden.

Endet diese Politik der EZB, wenn das Corona-Aufkaufprogramm PEPP Anfang 2022 endet? Nein, Jörg Krämer glaubt, dass das Aufkaufen auch danach weitergeht, optisch eben nur über ein andere Vehikel. Die EZB werde dann das „normale“ Kaufprogramm namens APP aufstocken, und zwar von 20 auf 30 bis 40 Milliarden Euro pro Monat. Begründen dürfte sie dies unter anderem mit einer merklich unter zwei Prozent liegenden Inflation. Und ja, so möchten wir von FMW anmerken: So läuft es schon seit Jahren. Die Inflation, die ist einfach zu niedrig, deswegen muss man Billionen an Euros drucken und immer weitere Teile der Anleihemärkte aufkaufen. In Wirklichkeit will man, so nehmen wir es auch an, nur weiterhin gewährleisten, dass Italien, Griechenland, Spanien und Co sich so günstig wie nur irgend möglich immer weiter verschulden können.

EZB kauft mehr Anleihen um Spreads zu senken

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So sichern Sie Ihr Depot optimal ab – Werbung

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Lieber Börsianer,

die Aktienmärkte eilen von einem Rekord zum nächsten. Das Virus wühlt zwar weiterhin, und tatsächlich eilt auch die Anzahl der Covid-Neuinfektionen weltweit von einem Rekord zum nächsten. Wir vertrauen allerdings auf die Kraft des Impfstoffes und sehen die Volkswirtschaften dieser Welt nächstens befreit.

Bei so viel Euphorie beschleicht allerdings den ein oder anderen Börsianer ein ungutes Gefühl. Sie haben also das Bedürfnis Ihr Depot, Ihre Buchgewinne einmal zumindest teilweise abzusichern. Im Folgenden erkläre ich Ihnen, welche drei goldenen Regeln Sie berücksichtigen müssen, damit die Absicherung auch wirklich greift.

Das Absichern oder Shorten eines Depots ist kein Hexenwerk. Allerdings sind wir als Börsianer natürlich eher geeicht auf steigende Kurse und Chancen. Mit anderen Worten: Shorten zählt bei den meisten von uns nicht zur ersten Begabung.

Das sind die drei goldenen Regeln:

– Fassen Sie immer punktuell und kurzfristig zu!
– Definieren Sie Ihren Depotschwerpunkt und vergessen Sie Einzelaktien!
– Legen Sie eine prozentuale Absicherungsquote fest!

Was sagen uns diese Regeln konkret?

Zu 1. Ein Short – ganz gleich ob als Optionsschein, Short-ETF oder Zertifikat – ist kein Pkw-Anschnallgurt, den wir fortwährend zur Anwendung bringen. Erfolgreiches Shorten verlangt eine kurzfristige Marktmeinung. Solche Instrumente kaufen wir immer punktuell und lediglich für wenige Wochen oder Monate. Andernfalls verzichten wir auf Geld und Rendite. Dabei sind weniger die laufenden Kosten eines Short-ETFs oder eines Optionsscheins das Problem. Sondern: Shorts – egal in welcher Form – bringen uns Verluste, wenn der Markt entgegen unserer Prognose doch steigt. Zudem fehlt uns das Kapital für den Short auf der Aktienseite. Zu Deutsch: Ein unsauber gesetzter Short wird schnell zum doppelten Renditekiller.

Zu 2. Das ist offensichtlich: Wenn von 20 Ihrer Depotpositionen 15 aus dem DAX stammen, sichern Sie nicht gegen den S&P 500 oder NASDAQ-Index ab, sondern natürlich gegen den DAX. Als kluger Börsianer kennen Sie den Schwerpunkt Ihres Depots und erwerben dazu passend einen Short. Ganz wichtig: Vergessen Sie…..

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