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Markus Krall: Zinsen unterscheiden Mensch und Tier

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Markus Krall hat einen signifikanten Satz geprägt: „Der Zins unterscheidet den Mensch vom Tier“. Damit beschreibt der Ökonom Krall die Bedeutung der Zeitpräferenz für Mensch und Gesellschaft: anders als bei Tieren, die alle verfügbare Nahrung sofort konsumieren, hat der Mensch die Fähigkeit, Verzicht zu üben, um auch am nächsten Tag noch etwas zu essen zu haben. Der Zins wiederum aber ist der Faktor, der diese „Zeitpräferenz“ bepreist – und jene belohnt, die sparen, um dann investieren zu können in Produkte, die andere brauchen.

Wer wie die Notenbanken aber den Zins abschafft, der schafft unterschiedslosen Konsum, so Markus Krall: es macht keinen Sinn, nicht schon heute alles zu konsumieren, weil eine Einteilung des Vorhandenen sinnfrei erscheint – oder bei Negativzinsen sogar als nachteilig. Das Resultat ist, dass eine zinslose Wirtschaft im Hier und Jetzt ihre Substanz verbraucht – auf Kosten der Zukunft.

 

Markus Krall und die „bürgerliche Revolution“

Einer der zentralen Ursache der aus Sicht von Markus Krall falschen Richtung, die Wirtschaft und Gesellschaft derzeit gehen, ist das Wahlrecht. Krall plädiert daher für eine strenge Begrenzung der Amtszeit von Politikern, die faktisch auf eine Aufhebung des Berufs-Politikertums hinaus läuft. Dazu meint Krall, müsste man das Wahlrecht konsequent von Transferleistungen entkoppeln: nur wer keine Transferleistungen in Anspruch nehme, dürfe wählen – um damit eine Politik zu unterbinden, bei das Wahlrecht mit einer Transfer-Mentalität verknüpft sei und die gewählten Politiker nicht für das Allgemeinwohl handeln, sondern nur für das Wohl  ihrer Wähler-Klientel (etwa für Rentner). Ein ziemlich radikaler, wohl nicht umsetzbarer Vorschlag von Markus Krall..

Krall ist bekanntlich auch ein harscher Kritik der (staatlichen) Medien hierzulande. Man muß nicht seiner Meinung sein, aber Krall ist ein radikal freiheitlicher Denker, der durchaus einige Mißstände anspricht, über die zu diskutieren sich lohnt. Er sieht als rechts-konservativer Denker in Deutschland einen „Kulturmarxismus“ am Werk, der zur herrschenden Doktrin vor allem der deutschen Medien geworden sei.

All das sei Folge wie auch Auslöser unser wirtschaftlichen Krise, die bislang durch steigende Vermögenspreise (Wohlstandsillusion)  kaschiert werde, aber unausweichlich auf uns zu komme mit dann politischen Verwefungen. Faktisch seien die Deutschen bereits enteignet, weil die Anleihen, Pensionsansprüche etc. nichts mehr wert seien, so Markus Krall in diesem sicher kontroversen Interview bei „Tichys Einblicke“:

Markus Krall über den Zins und die Demokratie

Foto: Esther Neumann
http://de.wikimannia.org/Markus_Krall

17 Kommentare

17 Comments

  1. Avatar

    Ice 9

    30. Dezember 2019 16:34 at 16:34

    Er hat ja mit einigem Recht, aber das ist eine schlechte Metapher, es gibt genügend Tierarten, die Vorräte anlegen, dazu gehören Eichhörnchen, Hamster, Mäuse, Bären und verschiedene Vogelarten. Nur mal so bemerkt zur Ehrenrettung der Tierwelt, die sich in so manchem Lebensbereich intelligenter anstellt, als der Mensch, der sich selber viel zu wichtig nimmt.

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      Michael

      30. Dezember 2019 18:46 at 18:46

      @Ice 9, ich habe es mir nicht getraut zu schreiben, um die fast heiligen anerkannten Wirtschaftsprofis nicht zu kompromittieren. Aber eine derart dämliche Argumentation habe ich tatsächlich zuvor noch nie gehört oder gelesen. Kaum ein Tier frisst, bis es kotzt oder platzt, außer dem Menschen, wenn es um Gewinne oder Fastfood geht. Hunde vergraben den Rest ihrer Beute, Katzen jagen täglich aufs neue. Kein Vogel frisst sich so fett, dass er nicht mehr abheben kann, kein Raubtier tötet mehr, als es aktuell an Hunger verspürt. Insekten pflegen Vorratskammern und Arbeitskräfte für Notsituationen. Fast alle Tierarten treffen Vorsorge für schlechte Zeiten, sei es in Form von Winterspeck oder Vorräten. Und kaum ein Tier vernichtet Gesellschaftsmitglieder oder andere Arten und Rassen aus Spaß oder gar wirtschaftlichen, religiösen oder politischen Motiven.

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    Altbär

    30. Dezember 2019 19:28 at 19:28

    Ich zum Beispiel als Bär muss mir im Hefbst den Speck anfressen ,dass ich den Winter überstehe.
    Wenn der Klimawandel wirklich kommt, werde ich das auch nicht mehr machen.
    Noch zum Vergleich Tier u.Mensch. Ein Hund zum Beispiel vergisst nie eine schlechte Erfahrung.
    Die Börsianer machen exact die gleichen Fehler die zur Krise in 2008 führten.Er ist so dumm, das diesmal die Dimensionen noch um ein x-faches grösser sind. ( Anleihen,Immos u.Aktien.

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    sabine

    30. Dezember 2019 20:49 at 20:49

    @Michael: „kein Raubtier tötet mehr, als es aktuell an Hunger verspürt“. Das ist Quatsch, oder um mit Ihren Worten zu sprechen, dämliche Argumentation der heiligen Forumsteilnehmer hier!
    a) Äquatornähe: Ein Löwe tötet nur, was er fressen kann. Nicht mehr. Vorrat macht auch gar keinen Sinn, da es verfault bis er wieder Hunger hat. So auch Krokodile usw.
    b) Nordpol: Die Eisbären töten erstmal alles, was sie erwischen können. Huskys (Huskies) auch. Ein Problem, wenn die hiesige Schoßhund-Huskies mal erwachen und in einen Hühnerstall einfallen. Erstmal alles tot. Das macht auch Sinn, da Schneestürme oft Wochen dauern können. Bis dahin wäre aber der Eisbär verhungert. Insofern kann er währendessen immer mal etwas auftauen und fressen.
    c) Ein Teil der Winterbevorrater (Eichhörnchen) und auch Speckanfresser würden sich aber nie Gewalt antun und auf direkt Hungerstillendes bewußt verzichten, um damit sich etwas zu leisten. D.h. nicht, daß sie sich also überfressen müßten, was sie nicht tun. (Außer Ratten und Stadtvögel, die unser Fastfood- und denaturiertes Fressen fressen.)
    Das Eichhörnchen frißt sich zuerst satt und dann erst bevorratet es den Winter.

    Markus Krall ist eine Perle unter den heiligen Wirtschaftsfachidioten.

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      Michael

      30. Dezember 2019 22:01 at 22:01

      @Holzhacker-Sabine,

      A) Alpennähe: Die süddeutschen Amazonen hacken und verheizen alles an Holz trotz konstanter Plustemperaturen
      B) Der Winter am Nordpol und auch in Süddeutschland ist milder, als erwartet. Die Schneestürme dauern maximal 8 Stunden pro Winter an, die Eisschollen tauen, die Permafrostböden tauen, Wolf und Bär versinken im Schlamm oder im Nordmeer.
      C) Eichhörnchen halten grundsätzlich seit jeher keinen Winterschlaf und legen daher schon immer Vorräte für den Winter an, wenn die Natur keine Nahrung mehr hergibt. Dazu vergraben die Tiere Samen, Nüsse oder Pilze im Boden, meist in der Nähe von Baumstämmen.
      D) Markus Krall ist eine wahre Perle, die ein weiteres Jahrtausend in ihrer Muschel reifen sollte.

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    Quintus

    31. Dezember 2019 11:01 at 11:01

    @Michael und Sabine
    A) konstante Plustemperaturen???? seit Tagen Frost, gestern Dauerfrost im Schatten, nachts -8 Grad
    wohlgemerkt Voralpenland, nicht IN den Bergen.
    B) Der Winter hat erst begonnen und sie kennen bereits die erhöhte Durchschnittstemperatur dieses Winters
    für den Nordpol und Süddeutschland?
    C) korrekt
    D) Dr. Markus Krall wirft sehr oft seine Perlen vor die Säue

    Hmm, was wäre wenn sie Beide Recht hätten, aber nur teilweise? Wie immer gilt hier die „Goldene Mitte“.
    Herr Markus Krall legt BERECHTIGT den Finger in die Wunde hat aber auch gleichzeitig ein wenig Kritik verdient. Warum? Nun, würde die Wirtschaft sich frei entfalten können würde diese wieder aufblühen?
    Wohl kaum, dem stehen leider fundamentale Entwicklungen entgegen.
    Dies ist begründet durch die demographische Entwicklung und daraus resultierend haben wir ein ECHTES Nachfrageproblem. Obendrein befinden wir uns in der letzten Transformationsstufe der Arbeitshistorie.

    Bislang vermochte es die Menschheit immer wieder, in neuen Nischen und Feldern Arbeit zu finden. Vom „Jäger und Sammler“ zum „Bauern und Viehzüchter“, zum „Industriearbeiter“, und schlussendlich zum „Dienstleister“.

    Aber – nach dem „Dienstleister“ ist kein neues Tätigkeitsfeld mehr in Sicht!!
    Wir alle stehen jetzt buchstäblich mit dem Rücken an der Wand!
    Jeder Arbeitsplatz der jetzt verloren geht, wird nicht mehr an anderer Stelle
    neu geschaffen werden können, weil es keine neuen Arbeitsfelder mehr gibt!
    Ich rede wohlgemerkt von einer gesamtwirtschaftlichen Entwicklung also der Masse der Arbeitsplätze.
    Wir haben mittlerweile rund 70% der arbeitenden Menschen im Dienstleistungssektor( Dienstleistungen ALLER Art) Wo wollen sie all diese Menschen unterbringen, wenn nicht in eigentlich überflüssigen Dienstleistungen?
    Um nicht missverstanden zu werden: Natürlich gibt es sogenannte Wirtschafszyklen wie z. B. prozyklisches Verhalten (z. B. Schweinezyklus), oder den länger laufenden Kondratjeff-Zyklus. Aber diese
    Zyklen greifen auf kürzeren Zeiträumen.

    Diesen Zwiespalt erklärt Frau Ulrike Herrmann in ihrem Buch „Der Sieg des Kapitals“ ausführlich. Eingebettet in einer ganzheitlichen Betrachtung des Kapitalismus stehen wir einer unheilvollen Entwicklung entgegen. In ihrem zweiten Buch wird dieses noch näher erläutert: „Kein Kapitalismus ist auch keine Lösung“

    In spannender Erwartung ihrer KONSTRUKTIVEN Kritik.

    Mit freundlichen Grüßen
    Quintus

    • Avatar

      Michael

      31. Dezember 2019 13:21 at 13:21

      @Quintus, gleich vorab: Meine Kritik bezog sich auf die hirnrissige Behauptung anders als bei Tieren, die alle verfügbare Nahrung sofort konsumieren, hat der Mensch die Fähigkeit, Verzicht zu üben, um auch am nächsten Tag noch etwas zu essen zu haben. Dies dürfte hinreichend widerlegt sein.

      Was den Winter betrifft: Meteorologischer Winteranfang
      ­In der Meteorologie beginnen die Jahreszeiten jedoch schon am ersten Tag des Monats, in den die jeweilige Sonnenwende oder Tagundnachtgleiche fällt. Nach dieser Definition beginnt der Winter auf der Nordhalbkugel also jedes Jahr am 1. Dezember.
      Meteorologen verwenden diese Definition, um vier Jahreszeiten von konstanter Länge zu erzeugen und so die statistische Vergleichbarkeit von Wetteraufzeichnungen und Klimadaten über längere Zeiträume zu gewährleisten
      .
      https://www.timeanddate.de/astronomie/winteranfang
      https://www.dwd.de/DE/service/lexikon/Functions/glossar.html;jsessionid=7C3C5BF7091619B37DDAEAC1DC7E3E06.live11044?lv2=101304&lv3=101324

      Der Winter ist also schon zu einem Drittel vorbei und hat nicht erst begonnen. Unabhängig davon war der Dezember 2019 deutlich zu warm:
      https://www.dwd.de/DE/presse/pressemitteilungen/DE/2019/20191230_deutschlandwetter_dezember2019_news.html?nn=16210

      Ich rede aber auch nicht explizit von diesem aktuellen Winter, sondern meinte die Entwicklung der letzten Jahre. Hier habe ich mich wohl etwas missverständlich ausgedrückt.
      https://interaktiv.waz.de/winter-vergleich-deutschland/
      https://www.dwd.de/DE/presse/pressemitteilungen/DE/2019/20190227_deutschlandwetter_winter2018_2019_news.html

      Was Ihre Ausführungen zu den wirtschaftlichen Entwicklungen angeht, könnte dies sehr langfristig betrachtet schon ein Teil einer bzw. eine mögliche Entwicklung sein. Aber so, wie ich nicht die Durchschnittstemperaturen für Januar und Februar 2020 kenne, kann man auch hier nur raten ;)

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      Michael

      31. Dezember 2019 13:26 at 13:26

      Mal wieder waren die Links vom DWD zu lang bzw. konnten wegen der Unterstriche nicht umgebrochen werden. Hier also nochmal ohne die Links, diese dann gesondert weiter unten:

      @Quintus, gleich vorab: Meine Kritik bezog sich auf die hirnrissige Behauptung anders als bei Tieren, die alle verfügbare Nahrung sofort konsumieren, hat der Mensch die Fähigkeit, Verzicht zu üben, um auch am nächsten Tag noch etwas zu essen zu haben. Dies dürfte hinreichend widerlegt sein.

      Was den Winter betrifft: Meteorologischer Winteranfang
      ­In der Meteorologie beginnen die Jahreszeiten jedoch schon am ersten Tag des Monats, in den die jeweilige Sonnenwende oder Tagundnachtgleiche fällt. Nach dieser Definition beginnt der Winter auf der Nordhalbkugel also jedes Jahr am 1. Dezember.
      Meteorologen verwenden diese Definition, um vier Jahreszeiten von konstanter Länge zu erzeugen und so die statistische Vergleichbarkeit von Wetteraufzeichnungen und Klimadaten über längere Zeiträume zu gewährleisten
      .
      https://www.timeanddate.de/astronomie/winteranfang

      Der Winter ist also schon zu einem Drittel vorbei und hat nicht erst begonnen. Unabhängig davon war der Dezember 2019 deutlich zu warm:

      Ich rede aber auch nicht explizit von diesem aktuellen Winter, sondern meinte die Entwicklung der letzten Jahre. Hier habe ich mich wohl etwas missverständlich ausgedrückt.
      https://interaktiv.waz.de/winter-vergleich-deutschland/

      Was Ihre Ausführungen zu den wirtschaftlichen Entwicklungen angeht, könnte dies sehr langfristig betrachtet schon ein Teil einer bzw. eine mögliche Entwicklung sein. Aber so, wie ich nicht die Durchschnittstemperaturen für Januar und Februar 2020 kenne, kann man auch hier nur raten ;)

    • Avatar

      Jan

      13. Januar 2020 21:58 at 21:58

      @Quintus, der Winter ist nun halb vorbei. Wie sieht es aus im Voralpenland, nicht IN den Bergen? Noch immer Dauerfrost? Viel Schnee? Wo liegt die Durschnittstemperatur dieses Winters derzeit?

      • Avatar

        Quintus

        14. Januar 2020 06:44 at 06:44

        @Jan
        Heute morgen 6 Uhr: -3 Grad
        erwartete Höchsttemperatur 9Grad und trocken
        Leider wurden die letzten Tage diese Temperaturen nicht erreicht, aber ich begnüge mich mit den vorhandenen Temperaturen. Als langjähriger Radfahrer freue ich mich über trockene Strassen und Plusgrade.
        Meine PV- Anlage konnte nun im Januar einige Kw ins Netz eingespeisen.
        Ich hoffe ihnen ausreichend geholfen zu haben.
        Mit freundlichen Grüßen
        Quintus

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      Michael

      5. Februar 2020 22:02 at 22:02

      @Quintus
      A) und B)
      Angesichts des extremen Winters und der konstant eisigen Temperaturen benötigen Sie die offiziellen Statistiken vom DWD sicher nicht. Ich kenne und kannte die erhöhte Durchschnittstemperatur dieses Winters, weil ich wie die Börse gelernt habe, nahezu perfekt die Zukunft vorherzusagen 😂

    • Avatar

      Michael

      13. Februar 2020 20:46 at 20:46

      @Quintus
      Und, was sagen Sie zu meiner Winter-Vorhersage für Süddeutschland, nun, da der meteorologische Winter fast vorbei ist?

    • Avatar

      Michael

      7. März 2020 19:26 at 19:26

      @Quintus, Ihr Fokus liegt bekanntermaßen derzeit auf der selbsternanntem Corona-Spezialisten-Identität und der Sammlung umfangreicher Daten und Quellenangaben bezüglich dieser Thematik. Was jedoch relativ nutzlos erscheint, solange keine gesicherten und überprüfbaren Fakten vorliegen.

      Gerne würde ich abschließend auf Punkt B) zurückkehren.
      Ihr damaliger Sarkasmus in Ehren, aber nun liegt die erneute Bestätigung eines längst erwiesenen und ständig verleugneten Trends vor.

      Dezember und Januar hatten wir ja schon, hier abschließend und der Vollständigkeit halber noch der Februar und die Gesamtbilanz des vergangenen Winters:

      Mit einem Plus von 4,9 Grad zweitwärmster Februar in Deutschland seit 1881
      Der Monat war zugleich der zweitnasseste seit Aufzeichnungsbeginn.

      In Deutschland zweitwärmster Winter seit Aufzeichnungsbeginn 1881

      Die Links weiter unten, da sie die Kommentarfeldbreiten sprengen.

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    Ice 9

    31. Dezember 2019 15:07 at 15:07

    @all Mir ging es in erster Linie um diesen oft gehörten herablassenden menschlichen Vergleich mit der Tierwelt. Sebstverständlich sind fast alle Tiere zu Abstraktion und planerischem Verhalten fähig. Wie sollten sie bei ständig wechselnden Bedingungen sonst überleben? Es ist die Borniertheit des Menschen, dass er das nicht erkennen will. Habe, nur mal so als Beispiel, mal eine Doku gesehen, in der ein Wissenschaftler verlautbarte, er hätte 30 Jahre (!) daran geforscht und nun festgestellt, dass sich Affen unterhalten. OMG, jedes Kind, das zu etwas Beobachtungsgabe fähig ist, weiß, dass ALLE Tiere mit ihren eigenen und auch anderen Artgenossen kommunizieren. Und was Dr. Krall betrifft, er ist sicherlich ein kluger Kopf, dessen Ausführungen ich auch gerne zuhöre, aber auch er stellt nicht das Urübel unseres Geldsystems in Frage, nämlich den Zins und Zinseszins, der ja eine Exponentialfunktion darstellt, mit der ein linear wachsendes Wirtschaftsystem rein mathematisch niemals mithalten kann. Auch finde ich nicht, dass alles was sozial auch gleich sozialistisch ist. Mit seiner These der Privatisierung öffentlicher Güter z.B. kann ich überhaupt nichts anfangen. Vieles im Leben ist auch einfach Glückssache, zwei machen genau das selbe, es kommt aber dennoch unterschiedliches dabei heraus. Derjenige, der Erfolg hat, tut natürlich so, als ob er das alles nur aus sich selbst heraus erreicht hätte und dem andereren erzählt man jeder ist seines Glückes Schmied. Letzlich läuft aber alles auf die Gaussche Normalverteilungskurve hinaus.

    Guten Rutsch für alle und ein gesundes und erfolgreiches 2020 !

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Arbeitsmarkt nach Corona: Mehr Staatswirtschaft, weniger Industrie

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Büro-Arbeitsplatz

Verschwörungstheorie? Oder nur eine Vermutung? Das „übliche“ neo-liberale Gelaber, welches den Staat verteufelt, und vor noch mehr Staat warnt? Nein, offizielle staatliche Aussagen vom heutigen Tage zeigen, dass am deutschen Arbeitsmarkt in die Staatswirtschaft deutliche Stellenzuwächse erleben wird, während produzierende Betriebe nicht nur jetzt, sondern auch in 2021 weiter Stellen abbauen wird.

Staatswirtschaft im Aufwind, Industrie im Rückzug?

De facto heißt das: Die Angestellten in der Privatwirtschaft müssen (insgesamt gesehen) durch Steuern und Abgaben immer mehr, mehr und noch mehr erwirtschaften und abführen, damit die immer größere Zahl der Arbeitsstellen im Rahmen der Staatswirtschaft auch bezahlt werden kann! Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), eine Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit, hat heute ihre Prognose für den deutschen Arbeitsmarkt für die Jahre 2020 und 2021 veröffentlicht. Und genau aus diesen Aussagen geht folgendes hervor, auszugsweise im Wortlaut:

Die Zahl der Arbeitslosen steigt laut der IAB-Prognose im Jahresdurchschnitt 2020 um 440.000, im Jahr 2021 könnte sie wieder um 100.000 zurückgehen.

Im Produzierenden Gewerbe gab es insbesondere im zweiten Quartal 2020 einen deutlichen Stellenabbau, der auch 2021 anhalten wird. Im Jahresdurchschnitt 2020 fallen hier 160.000 und 2021 nochmal 60.000 Stellen weg.

Beschäftigungszuwächse erwarten die IAB-Forscher dagegen vor allem im Bereich „Öffentliche Dienstleister, Erziehung und Gesundheit“ (jeweils +190.000 in beiden Jahren).

Wird man im Detail die Neueinstellungen bei Staat und öffentlichen Betrieben (zusammen nennen wir das mal die „Staatswirtschaft“) durchgehen, dann wird man im Einzelfall sicher sagen: Ja, diese neue Stelle ist sinnvoll, und die auch, und die auch, und die da… ja dieser neue Job bei dieser Behörde ist auch notwendig. Zum Beispiel mehr Polizisten, mehr Lehrer, mehr Personal für die Gesundheitsämter, mehr Personal für den Zoll für die Kontrollen bei Schwarzarbeit und Einhaltung der Vorschriften bei Fleischbetrieben, mehr Sozialarbeiter etc. Und so könnte man die Liste sicher endlos fortsetzen.

Nur irgendwer muss all das ja auch bezahlen, zusätzlich zu der immens steigenden Staatsverschuldung, die irgendwann ja auch irgendwer mal bezahlen soll. Unterm Strich, da darf man sich sicher sein, wird es heißen: Wir müssen leider, leider die Steuern erhöhen. Geht eben nicht anders? Oder wird man anstatt die Steuern raufzuschrauben, eher auf indirekte Steuern und Sozialabgaben setzen? Was der Bürger nicht so offensichtlich sieht, tut auch nicht so sehr weh?

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Baugewerbe mit Einbruch bei den Auftragseingängen – kein Grund zur Sorge!

Claudio Kummerfeld

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Baugewerbe mit Rückgang bei den Aufträgen

Das deutsche Baugewerbe verzeichnet einen Rückgang der Auftragseingänge. Krise? Weit gefehlt, so möchten wir meinen. Wie heute offiziell vermeldet wurde, sind die Auftragseingänge im Juli im Vergleich zu Juni um 5,6 Prozent gesunken, und im Vergleich zu Juli 2019 um 4,9 Prozent. In den ersten sieben Monaten des Jahres 2020 sank der reale Auftragseingang im Baugewerbe gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,7 Prozent. Warum diese Rückgänge noch kein Problem sind? Nun, die Aussagen der Statistiker deuten dies an.

Denn der Auftragseingang im Juni 2020 war aufgrund von Großaufträgen ungewöhnlich hoch ausgefallen. Und der Auftragseingang im Juli 2019 war der höchste jemals in einem Juli gemessene Wert. Von daher war es für den Juli 2020 auch schwer, im Vergleich zu diesem Rekord-Ausgangswert noch mal eine Steigerung hinzulegen. Und aktuell darf man ja auch noch ergänzen, dass im Zuge der Coronakrise verständlicherweise einige wirtschaftliche Abläufe wie Bauaufträge oder Bauanträge bei Ämtern verschoben werden oder sich verzögern. Wenn man das bedenkt, dann sind diese Auftragsrückgänge im Baugewerbe noch eher mild ausgefallen. So schreiben die Statistiker vom Statistischen Bundesamt auch Zitat „Gründe für diese negative Entwicklung sind neben möglichen Einflüssen der Corona-Pandemie auch das sehr hohe Niveau des Vorjahres“.

Die am Anfang des Artikels genannten Prozentveränderungen waren real, saison- und kalenderbereinigt gerechnet. Die nominalen Veränderungen fielen noch viel kleiner aus. Der Auftragseingang im Baugewerbe betrug im Juli 2020 rund 7,5 Milliarden Euro. Das waren nominal (nicht preisbereinigt) 2,5 % weniger gegenüber dem Höchststand im Juli 2019. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sanken die Auftragseingänge in den ersten sieben Monaten 2020 nominal um 0,5 %.

Grafik zeigt Verlauf der Auftragseingänge im Baugewerbe

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Coronakrise und Insolvenzen: Ab 01.Oktober kommt die Pleite-Welle

Markus Fugmann

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Aufgrund der Coronakrise hat die Bundesregierung bekanntlich beschlossen, das Insolvenzrecht zeitlich begrenzt auszusetzen und damit die Pflicht zur Anmeldung einer Insolvenz ausser Kraft zu setzen – gleichwohl droht nun bereits in der nächsten Woche eine massive Pleite-Welle. Denn ab 01.Oktober müssen jene Unternehmen wieder Insolvenz anmelden, die zahlungsunfähig sind – während überschuldete Firmen erst ab 01.Januar 2021 die Pflicht zur Insolvenz-Anmeldung haben.

Wie viele der von der Coronakrise betroffenen Unternehmen in Deutschland müssen dann als ab nächster Woche Insolvenz anmelden? Volker Römermann, unter anderem Fachanwalt für Insolveznrecht, sagt: über 90% der betroffenen Firmen werden dann ab 01.Oktober Insolvenz anmelden müssen, denn so hoch sei die Zahlungsunfähigkeits-Quote bei allen Insolvenzen – Überschuldung und damit die Pflicht zur Insolvenzanmeldung erst ab 01.Januar 2021 sei dagegen bei weniger als 10% der Fall.

Coronakrise: Jetzt kommt der Schmerz!

Das bedeutet: hunderttausende Firmen in Deutschland werden wohl zeitnah Insolvenz anmelden! Das wird viele Arbeitsplätze kosten. Der durch die Coronakrise ausgelöste Schmerz wurde also lediglich in die Zukunft verschoben – und diese Zukunft und damit der große Schmerz kommt nun also im Oktober, „buchstäblich am 01.Oktober“, sagt Römermann im Interview mit Florian Homm. Zwischen Januar und August diesen Jahres war die Zahl der Insolvenzen in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr sogar rückläufig – da hat sich nun viel aufgestaut, was sich nun in einer Pleite-Welle entladen dürfte!

Und der Schmerz geht dann ab 01.Januar 2021 weiter, denn viele Firmen haben in der Coronakrise noch einmal Kredite aufgenommen, seien aber nicht zuletzt dadurch aussichtslos überschuldet, sagt Volker Römermann:

Ab 01.Oktober schlägt die Coronakrise voll durch - es droht eine Welle von Insolvenzen

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