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Markus Krall: Zinsen unterscheiden Mensch und Tier

Redaktion

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Markus Krall hat einen signifikanten Satz geprägt: „Der Zins unterscheidet den Mensch vom Tier“. Damit beschreibt der Ökonom Krall die Bedeutung der Zeitpräferenz für Mensch und Gesellschaft: anders als bei Tieren, die alle verfügbare Nahrung sofort konsumieren, hat der Mensch die Fähigkeit, Verzicht zu üben, um auch am nächsten Tag noch etwas zu essen zu haben. Der Zins wiederum aber ist der Faktor, der diese „Zeitpräferenz“ bepreist – und jene belohnt, die sparen, um dann investieren zu können in Produkte, die andere brauchen.

Wer wie die Notenbanken aber den Zins abschafft, der schafft unterschiedslosen Konsum, so Markus Krall: es macht keinen Sinn, nicht schon heute alles zu konsumieren, weil eine Einteilung des Vorhandenen sinnfrei erscheint – oder bei Negativzinsen sogar als nachteilig. Das Resultat ist, dass eine zinslose Wirtschaft im Hier und Jetzt ihre Substanz verbraucht – auf Kosten der Zukunft.

 

Markus Krall und die „bürgerliche Revolution“

Einer der zentralen Ursache der aus Sicht von Markus Krall falschen Richtung, die Wirtschaft und Gesellschaft derzeit gehen, ist das Wahlrecht. Krall plädiert daher für eine strenge Begrenzung der Amtszeit von Politikern, die faktisch auf eine Aufhebung des Berufs-Politikertums hinaus läuft. Dazu meint Krall, müsste man das Wahlrecht konsequent von Transferleistungen entkoppeln: nur wer keine Transferleistungen in Anspruch nehme, dürfe wählen – um damit eine Politik zu unterbinden, bei das Wahlrecht mit einer Transfer-Mentalität verknüpft sei und die gewählten Politiker nicht für das Allgemeinwohl handeln, sondern nur für das Wohl  ihrer Wähler-Klientel (etwa für Rentner). Ein ziemlich radikaler, wohl nicht umsetzbarer Vorschlag von Markus Krall..

Krall ist bekanntlich auch ein harscher Kritik der (staatlichen) Medien hierzulande. Man muß nicht seiner Meinung sein, aber Krall ist ein radikal freiheitlicher Denker, der durchaus einige Mißstände anspricht, über die zu diskutieren sich lohnt. Er sieht als rechts-konservativer Denker in Deutschland einen „Kulturmarxismus“ am Werk, der zur herrschenden Doktrin vor allem der deutschen Medien geworden sei.

All das sei Folge wie auch Auslöser unser wirtschaftlichen Krise, die bislang durch steigende Vermögenspreise (Wohlstandsillusion)  kaschiert werde, aber unausweichlich auf uns zu komme mit dann politischen Verwefungen. Faktisch seien die Deutschen bereits enteignet, weil die Anleihen, Pensionsansprüche etc. nichts mehr wert seien, so Markus Krall in diesem sicher kontroversen Interview bei „Tichys Einblicke“:

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Markus Krall über den Zins und die Demokratie

Foto: Esther Neumann
http://de.wikimannia.org/Markus_Krall

17 Kommentare

17 Comments

  1. Avatar

    Ice 9

    30. Dezember 2019 16:34 at 16:34

    Er hat ja mit einigem Recht, aber das ist eine schlechte Metapher, es gibt genügend Tierarten, die Vorräte anlegen, dazu gehören Eichhörnchen, Hamster, Mäuse, Bären und verschiedene Vogelarten. Nur mal so bemerkt zur Ehrenrettung der Tierwelt, die sich in so manchem Lebensbereich intelligenter anstellt, als der Mensch, der sich selber viel zu wichtig nimmt.

    • Avatar

      Michael

      30. Dezember 2019 18:46 at 18:46

      @Ice 9, ich habe es mir nicht getraut zu schreiben, um die fast heiligen anerkannten Wirtschaftsprofis nicht zu kompromittieren. Aber eine derart dämliche Argumentation habe ich tatsächlich zuvor noch nie gehört oder gelesen. Kaum ein Tier frisst, bis es kotzt oder platzt, außer dem Menschen, wenn es um Gewinne oder Fastfood geht. Hunde vergraben den Rest ihrer Beute, Katzen jagen täglich aufs neue. Kein Vogel frisst sich so fett, dass er nicht mehr abheben kann, kein Raubtier tötet mehr, als es aktuell an Hunger verspürt. Insekten pflegen Vorratskammern und Arbeitskräfte für Notsituationen. Fast alle Tierarten treffen Vorsorge für schlechte Zeiten, sei es in Form von Winterspeck oder Vorräten. Und kaum ein Tier vernichtet Gesellschaftsmitglieder oder andere Arten und Rassen aus Spaß oder gar wirtschaftlichen, religiösen oder politischen Motiven.

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    Altbär

    30. Dezember 2019 19:28 at 19:28

    Ich zum Beispiel als Bär muss mir im Hefbst den Speck anfressen ,dass ich den Winter überstehe.
    Wenn der Klimawandel wirklich kommt, werde ich das auch nicht mehr machen.
    Noch zum Vergleich Tier u.Mensch. Ein Hund zum Beispiel vergisst nie eine schlechte Erfahrung.
    Die Börsianer machen exact die gleichen Fehler die zur Krise in 2008 führten.Er ist so dumm, das diesmal die Dimensionen noch um ein x-faches grösser sind. ( Anleihen,Immos u.Aktien.

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    sabine

    30. Dezember 2019 20:49 at 20:49

    @Michael: „kein Raubtier tötet mehr, als es aktuell an Hunger verspürt“. Das ist Quatsch, oder um mit Ihren Worten zu sprechen, dämliche Argumentation der heiligen Forumsteilnehmer hier!
    a) Äquatornähe: Ein Löwe tötet nur, was er fressen kann. Nicht mehr. Vorrat macht auch gar keinen Sinn, da es verfault bis er wieder Hunger hat. So auch Krokodile usw.
    b) Nordpol: Die Eisbären töten erstmal alles, was sie erwischen können. Huskys (Huskies) auch. Ein Problem, wenn die hiesige Schoßhund-Huskies mal erwachen und in einen Hühnerstall einfallen. Erstmal alles tot. Das macht auch Sinn, da Schneestürme oft Wochen dauern können. Bis dahin wäre aber der Eisbär verhungert. Insofern kann er währendessen immer mal etwas auftauen und fressen.
    c) Ein Teil der Winterbevorrater (Eichhörnchen) und auch Speckanfresser würden sich aber nie Gewalt antun und auf direkt Hungerstillendes bewußt verzichten, um damit sich etwas zu leisten. D.h. nicht, daß sie sich also überfressen müßten, was sie nicht tun. (Außer Ratten und Stadtvögel, die unser Fastfood- und denaturiertes Fressen fressen.)
    Das Eichhörnchen frißt sich zuerst satt und dann erst bevorratet es den Winter.

    Markus Krall ist eine Perle unter den heiligen Wirtschaftsfachidioten.

    • Avatar

      Michael

      30. Dezember 2019 22:01 at 22:01

      @Holzhacker-Sabine,

      A) Alpennähe: Die süddeutschen Amazonen hacken und verheizen alles an Holz trotz konstanter Plustemperaturen
      B) Der Winter am Nordpol und auch in Süddeutschland ist milder, als erwartet. Die Schneestürme dauern maximal 8 Stunden pro Winter an, die Eisschollen tauen, die Permafrostböden tauen, Wolf und Bär versinken im Schlamm oder im Nordmeer.
      C) Eichhörnchen halten grundsätzlich seit jeher keinen Winterschlaf und legen daher schon immer Vorräte für den Winter an, wenn die Natur keine Nahrung mehr hergibt. Dazu vergraben die Tiere Samen, Nüsse oder Pilze im Boden, meist in der Nähe von Baumstämmen.
      D) Markus Krall ist eine wahre Perle, die ein weiteres Jahrtausend in ihrer Muschel reifen sollte.

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    Quintus

    31. Dezember 2019 11:01 at 11:01

    @Michael und Sabine
    A) konstante Plustemperaturen???? seit Tagen Frost, gestern Dauerfrost im Schatten, nachts -8 Grad
    wohlgemerkt Voralpenland, nicht IN den Bergen.
    B) Der Winter hat erst begonnen und sie kennen bereits die erhöhte Durchschnittstemperatur dieses Winters
    für den Nordpol und Süddeutschland?
    C) korrekt
    D) Dr. Markus Krall wirft sehr oft seine Perlen vor die Säue

    Hmm, was wäre wenn sie Beide Recht hätten, aber nur teilweise? Wie immer gilt hier die „Goldene Mitte“.
    Herr Markus Krall legt BERECHTIGT den Finger in die Wunde hat aber auch gleichzeitig ein wenig Kritik verdient. Warum? Nun, würde die Wirtschaft sich frei entfalten können würde diese wieder aufblühen?
    Wohl kaum, dem stehen leider fundamentale Entwicklungen entgegen.
    Dies ist begründet durch die demographische Entwicklung und daraus resultierend haben wir ein ECHTES Nachfrageproblem. Obendrein befinden wir uns in der letzten Transformationsstufe der Arbeitshistorie.

    Bislang vermochte es die Menschheit immer wieder, in neuen Nischen und Feldern Arbeit zu finden. Vom „Jäger und Sammler“ zum „Bauern und Viehzüchter“, zum „Industriearbeiter“, und schlussendlich zum „Dienstleister“.

    Aber – nach dem „Dienstleister“ ist kein neues Tätigkeitsfeld mehr in Sicht!!
    Wir alle stehen jetzt buchstäblich mit dem Rücken an der Wand!
    Jeder Arbeitsplatz der jetzt verloren geht, wird nicht mehr an anderer Stelle
    neu geschaffen werden können, weil es keine neuen Arbeitsfelder mehr gibt!
    Ich rede wohlgemerkt von einer gesamtwirtschaftlichen Entwicklung also der Masse der Arbeitsplätze.
    Wir haben mittlerweile rund 70% der arbeitenden Menschen im Dienstleistungssektor( Dienstleistungen ALLER Art) Wo wollen sie all diese Menschen unterbringen, wenn nicht in eigentlich überflüssigen Dienstleistungen?
    Um nicht missverstanden zu werden: Natürlich gibt es sogenannte Wirtschafszyklen wie z. B. prozyklisches Verhalten (z. B. Schweinezyklus), oder den länger laufenden Kondratjeff-Zyklus. Aber diese
    Zyklen greifen auf kürzeren Zeiträumen.

    Diesen Zwiespalt erklärt Frau Ulrike Herrmann in ihrem Buch „Der Sieg des Kapitals“ ausführlich. Eingebettet in einer ganzheitlichen Betrachtung des Kapitalismus stehen wir einer unheilvollen Entwicklung entgegen. In ihrem zweiten Buch wird dieses noch näher erläutert: „Kein Kapitalismus ist auch keine Lösung“

    In spannender Erwartung ihrer KONSTRUKTIVEN Kritik.

    Mit freundlichen Grüßen
    Quintus

    • Avatar

      Michael

      31. Dezember 2019 13:21 at 13:21

      @Quintus, gleich vorab: Meine Kritik bezog sich auf die hirnrissige Behauptung anders als bei Tieren, die alle verfügbare Nahrung sofort konsumieren, hat der Mensch die Fähigkeit, Verzicht zu üben, um auch am nächsten Tag noch etwas zu essen zu haben. Dies dürfte hinreichend widerlegt sein.

      Was den Winter betrifft: Meteorologischer Winteranfang
      ­In der Meteorologie beginnen die Jahreszeiten jedoch schon am ersten Tag des Monats, in den die jeweilige Sonnenwende oder Tagundnachtgleiche fällt. Nach dieser Definition beginnt der Winter auf der Nordhalbkugel also jedes Jahr am 1. Dezember.
      Meteorologen verwenden diese Definition, um vier Jahreszeiten von konstanter Länge zu erzeugen und so die statistische Vergleichbarkeit von Wetteraufzeichnungen und Klimadaten über längere Zeiträume zu gewährleisten
      .
      https://www.timeanddate.de/astronomie/winteranfang
      https://www.dwd.de/DE/service/lexikon/Functions/glossar.html;jsessionid=7C3C5BF7091619B37DDAEAC1DC7E3E06.live11044?lv2=101304&lv3=101324

      Der Winter ist also schon zu einem Drittel vorbei und hat nicht erst begonnen. Unabhängig davon war der Dezember 2019 deutlich zu warm:
      https://www.dwd.de/DE/presse/pressemitteilungen/DE/2019/20191230_deutschlandwetter_dezember2019_news.html?nn=16210

      Ich rede aber auch nicht explizit von diesem aktuellen Winter, sondern meinte die Entwicklung der letzten Jahre. Hier habe ich mich wohl etwas missverständlich ausgedrückt.
      https://interaktiv.waz.de/winter-vergleich-deutschland/
      https://www.dwd.de/DE/presse/pressemitteilungen/DE/2019/20190227_deutschlandwetter_winter2018_2019_news.html

      Was Ihre Ausführungen zu den wirtschaftlichen Entwicklungen angeht, könnte dies sehr langfristig betrachtet schon ein Teil einer bzw. eine mögliche Entwicklung sein. Aber so, wie ich nicht die Durchschnittstemperaturen für Januar und Februar 2020 kenne, kann man auch hier nur raten ;)

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      Michael

      31. Dezember 2019 13:26 at 13:26

      Mal wieder waren die Links vom DWD zu lang bzw. konnten wegen der Unterstriche nicht umgebrochen werden. Hier also nochmal ohne die Links, diese dann gesondert weiter unten:

      @Quintus, gleich vorab: Meine Kritik bezog sich auf die hirnrissige Behauptung anders als bei Tieren, die alle verfügbare Nahrung sofort konsumieren, hat der Mensch die Fähigkeit, Verzicht zu üben, um auch am nächsten Tag noch etwas zu essen zu haben. Dies dürfte hinreichend widerlegt sein.

      Was den Winter betrifft: Meteorologischer Winteranfang
      ­In der Meteorologie beginnen die Jahreszeiten jedoch schon am ersten Tag des Monats, in den die jeweilige Sonnenwende oder Tagundnachtgleiche fällt. Nach dieser Definition beginnt der Winter auf der Nordhalbkugel also jedes Jahr am 1. Dezember.
      Meteorologen verwenden diese Definition, um vier Jahreszeiten von konstanter Länge zu erzeugen und so die statistische Vergleichbarkeit von Wetteraufzeichnungen und Klimadaten über längere Zeiträume zu gewährleisten
      .
      https://www.timeanddate.de/astronomie/winteranfang

      Der Winter ist also schon zu einem Drittel vorbei und hat nicht erst begonnen. Unabhängig davon war der Dezember 2019 deutlich zu warm:

      Ich rede aber auch nicht explizit von diesem aktuellen Winter, sondern meinte die Entwicklung der letzten Jahre. Hier habe ich mich wohl etwas missverständlich ausgedrückt.
      https://interaktiv.waz.de/winter-vergleich-deutschland/

      Was Ihre Ausführungen zu den wirtschaftlichen Entwicklungen angeht, könnte dies sehr langfristig betrachtet schon ein Teil einer bzw. eine mögliche Entwicklung sein. Aber so, wie ich nicht die Durchschnittstemperaturen für Januar und Februar 2020 kenne, kann man auch hier nur raten ;)

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      Jan

      13. Januar 2020 21:58 at 21:58

      @Quintus, der Winter ist nun halb vorbei. Wie sieht es aus im Voralpenland, nicht IN den Bergen? Noch immer Dauerfrost? Viel Schnee? Wo liegt die Durschnittstemperatur dieses Winters derzeit?

      • Avatar

        Quintus

        14. Januar 2020 06:44 at 06:44

        @Jan
        Heute morgen 6 Uhr: -3 Grad
        erwartete Höchsttemperatur 9Grad und trocken
        Leider wurden die letzten Tage diese Temperaturen nicht erreicht, aber ich begnüge mich mit den vorhandenen Temperaturen. Als langjähriger Radfahrer freue ich mich über trockene Strassen und Plusgrade.
        Meine PV- Anlage konnte nun im Januar einige Kw ins Netz eingespeisen.
        Ich hoffe ihnen ausreichend geholfen zu haben.
        Mit freundlichen Grüßen
        Quintus

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      Michael

      5. Februar 2020 22:02 at 22:02

      @Quintus
      A) und B)
      Angesichts des extremen Winters und der konstant eisigen Temperaturen benötigen Sie die offiziellen Statistiken vom DWD sicher nicht. Ich kenne und kannte die erhöhte Durchschnittstemperatur dieses Winters, weil ich wie die Börse gelernt habe, nahezu perfekt die Zukunft vorherzusagen 😂

    • Avatar

      Michael

      13. Februar 2020 20:46 at 20:46

      @Quintus
      Und, was sagen Sie zu meiner Winter-Vorhersage für Süddeutschland, nun, da der meteorologische Winter fast vorbei ist?

    • Avatar

      Michael

      7. März 2020 19:26 at 19:26

      @Quintus, Ihr Fokus liegt bekanntermaßen derzeit auf der selbsternanntem Corona-Spezialisten-Identität und der Sammlung umfangreicher Daten und Quellenangaben bezüglich dieser Thematik. Was jedoch relativ nutzlos erscheint, solange keine gesicherten und überprüfbaren Fakten vorliegen.

      Gerne würde ich abschließend auf Punkt B) zurückkehren.
      Ihr damaliger Sarkasmus in Ehren, aber nun liegt die erneute Bestätigung eines längst erwiesenen und ständig verleugneten Trends vor.

      Dezember und Januar hatten wir ja schon, hier abschließend und der Vollständigkeit halber noch der Februar und die Gesamtbilanz des vergangenen Winters:

      Mit einem Plus von 4,9 Grad zweitwärmster Februar in Deutschland seit 1881
      Der Monat war zugleich der zweitnasseste seit Aufzeichnungsbeginn.

      In Deutschland zweitwärmster Winter seit Aufzeichnungsbeginn 1881

      Die Links weiter unten, da sie die Kommentarfeldbreiten sprengen.

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    Ice 9

    31. Dezember 2019 15:07 at 15:07

    @all Mir ging es in erster Linie um diesen oft gehörten herablassenden menschlichen Vergleich mit der Tierwelt. Sebstverständlich sind fast alle Tiere zu Abstraktion und planerischem Verhalten fähig. Wie sollten sie bei ständig wechselnden Bedingungen sonst überleben? Es ist die Borniertheit des Menschen, dass er das nicht erkennen will. Habe, nur mal so als Beispiel, mal eine Doku gesehen, in der ein Wissenschaftler verlautbarte, er hätte 30 Jahre (!) daran geforscht und nun festgestellt, dass sich Affen unterhalten. OMG, jedes Kind, das zu etwas Beobachtungsgabe fähig ist, weiß, dass ALLE Tiere mit ihren eigenen und auch anderen Artgenossen kommunizieren. Und was Dr. Krall betrifft, er ist sicherlich ein kluger Kopf, dessen Ausführungen ich auch gerne zuhöre, aber auch er stellt nicht das Urübel unseres Geldsystems in Frage, nämlich den Zins und Zinseszins, der ja eine Exponentialfunktion darstellt, mit der ein linear wachsendes Wirtschaftsystem rein mathematisch niemals mithalten kann. Auch finde ich nicht, dass alles was sozial auch gleich sozialistisch ist. Mit seiner These der Privatisierung öffentlicher Güter z.B. kann ich überhaupt nichts anfangen. Vieles im Leben ist auch einfach Glückssache, zwei machen genau das selbe, es kommt aber dennoch unterschiedliches dabei heraus. Derjenige, der Erfolg hat, tut natürlich so, als ob er das alles nur aus sich selbst heraus erreicht hätte und dem andereren erzählt man jeder ist seines Glückes Schmied. Letzlich läuft aber alles auf die Gaussche Normalverteilungskurve hinaus.

    Guten Rutsch für alle und ein gesundes und erfolgreiches 2020 !

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Experte: Finger weg von Deutsche Bank und Commerzbank

Redaktion

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Von

Andre Stagge über Commerzbank und Deutsche Bank

Der Börsenexperte Andre Stagge (hier mehr zu seiner Person) rät als Langfristinvestment ganz klar ab von Aktien wie Deutsche Bank und Commerzbank. Ausführlich bespricht er die Krise der Banken, und warum 2021 wohl kein gutes Jahr für sie werden wird. Auch wenn die Kurse auf den ersten Blick günstig zu sein scheinen. Eine Welle an Kreditausfällen könnte nun anstehen. Das Thema der faulen Kredite, die auch schon vor der Coronakrise da waren, aber jetzt noch deutlich ansteigen dürfen, besprechen wir oft auf FMW (siehe zum Beispiel hier). Andre Stagge geht aktuell darauf näher ein, und bietet eine Art Gesamtüberblick auf die Lage der Bankenbranche in der Krise.

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Verbraucherpreise in Deflation – Rabattschlacht bei Bekleidung

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Geldbörse in einer Klemme

Für die deutschen Verbraucherpreise im Monat Dezember liegen ganz frisch die endgültigen und ausführlichen Daten vor. Weiterhin hängen sie mit -0,3 Prozent in der Deflation. Wie die Details zeigen, passiert genau das was man erwarten darf. Weil alle Daten zeigen, dass die stationären Verkäufer in den Bereichen Bekleidung und Schuhe die großen Corona-Verlierer im Einzelhandel sind, durfte man von einer kräftigen Rabattschlacht ausgehen. Und so kam es auch. Dank Lockdown muss man mit kräftigen Rabatten die Produkte online an die Kunden bringen – Hauptsache man bekommt überhaupt Geld in die Kasse um durchzuhalten?

So kam für den Bereich Bekleidung und Schuhe im Dezember im Jahresvergleich ein deutliches Minus von 5,4 Prozent zustande. Oben drauf kommt ja für alle Endkundenprodukte noch dazu, dass der Dezember der letzte Monat mit reduzierter Mehrwertsteuer dazu. Dieser Faktor wird sich wohl auf alle Segmente ausgewirkt haben – weshalb man aber für Januar mit steigenden Preisen rechnen darf? Die Verbraucherpreise für den Sektor Verkehr lagen mit 2,7 Prozent im Minus. Hier wirken nach wie vor die schwachen Energiepreise.

Grafik zeigt Details der Verbraucherpreise für Dezember

An dieser Stelle zitieren wir auszugsweise die aktuellen Aussagen des Statistischen Bundesamts zum Gesamtjahresvergleich zwischen 2019 und 2020:

Im Jahresdurchschnitt 2020 verbilligten sich vor allem die Energieprodukte

Die Energieprodukte verbilligten sich 2020 gegenüber dem Vorjahr deutlich um 4,8 % nach einem Anstieg um 1,4 % im Jahr 2019. Preisrückgänge gab es insbesondere bei leichtem Heizöl (-25,9 %) und bei Kraftstoffen (-9,9 %). Verantwortlich war neben der Senkung der Mehrwertsteuersätze vor allem der Ölpreisverfall auf dem Weltmarkt in den ersten Monaten des Jahres. Dagegen verteuerte sich Strom um 3,0 %. Ohne Berücksichtigung der Energiepreise hätte die Jahresteuerungsrate 2020 bei +1,1 % gelegen.

Preise für Nahrungsmittel überdurchschnittlich gestiegen

Die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich 2020 gegenüber 2019 überdurchschnittlich um 2,4 %. Im Jahresverlauf hat sich der Preisauftrieb zeitgleich mit der Senkung der Mehrwertsteuersätze abgeschwächt. Deutlich teurer waren im Jahr 2020 Obst (+7,1 %) sowie Fleisch und Fleischwaren (+6,1 %). Günstiger hingegen wurden insbesondere Speiseöle und Speisefette (-4,1 %).

Waren verbilligten sich 2020 gegenüber 2019 um 0,4 %

Waren insgesamt verbilligten sich 2020 gegenüber 2019 um 0,4 %. Unter den Verbrauchsgütern verteuerten sich Tabakwaren (+4,9 %) deutlich, die von der Senkung der Mehrwertsteuersätze ausgenommen wurden. Unter den Gebrauchsgütern verbilligten sich zum Beispiel Telefone (-6,0 %) sowie Geräte der Informationsverarbeitung (-4,4 %).

Dienstleistungen verteuerten sich 2020 gegenüber 2019 um 1,3 %

Die Preise für Dienstleistungen insgesamt erhöhten sich im Jahresdurchschnitt 2020 gegenüber 2019 mit +1,3 % überdurchschnittlich, darunter Nettokaltmieten mit +1,4 %. Bei einigen Dienstleistungen stiegen die Preise deutlich stärker, unter anderem für Dienstleistungen sozialer Einrichtungen (+5,2 %), Leistungen für Friseure und Körperpflege (+4,1 %) sowie für die Wartung und Reparatur von Fahrzeugen (+3,2 %). Die Ursachen hierfür waren vielschichtig, neben der Mindestlohnerhöhung dürfte auch der Aufwand für Hygienemaßnahmen zur Vermeidung von Corona-Infektionen relevant gewesen sein. Günstiger wurden vor allem Fahrkarten im Bahnfernverkehr (-14,9 %), bedingt vor allem durch die bereits seit Jahresbeginn abgesenkte Mehrwertsteuer für Bahnfernfahrten von 19 % auf 7 %.

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Covid-19: Sehen wir bald Peak-Corona? Einiges spricht dafür!

Es gibt einige Aspekte, die durchaus dafür sprechen, dass der Hochpunkt der Infektionen mit Covid-19 bereits überschritten ist!

Wolfgang Müller

Veröffentlicht

am

Sicher klingt es extrem merkwürdig, wenn man mitten im kalten Januar, beim Auftreten von massenhaft Mutationen von Covid-19 und einer noch nicht richtig in die Gänge gekommenen Impfaktion von einem möglichen und baldigen Überschreiten des Höhepunktes der Coronakrise spricht.

Aber es gibt einige Aspekte, die durchaus dafür sprechen.

Covid-19: Impfwelle und Dunkelziffer

Eines vorweg: Gemeint ist damit nicht das Ende der Infektionen, sondern die Zahl der Neuinfektionen, die in der zweiten oder dritten Welle ständig geklettert sind.

Die Zahl der offiziell an Covid-19 Infizierten hat am 7. Januar 2021 mit über 834.000 Menschen ihren bisherigen Höhepunkt erreicht (lt. John-Hopkins-Universität). Seither geht es tendenziell, trotz der Mutationszahlen, nach unten.

Ist der Hochpunkt von Covid-19 bereits überschritten?

Noch muss dies nicht die Wende bei den Infektionen gewesen sein, aber es deutet sich an, dass dies zumindest bald bevorstehen könnte. Dafür sprechen einige Faktoren: Es gibt weitere temporäre Verschärfungen in den Lockdowns (Europa, USA). Der Frühling naht, denn bis zum meteorogischen Frühlingsanfang auf der Nordhalbkugel sind es nur noch sechs Wochen, und die Impfquoten werden demnächst ein Vielfaches der offiziellen Infektionszahlen erreichen. Vor allem, wenn die USA über eine Million Menschen pro Tag impfen, die EU mit ihren 27 Staaten voll einsteigt und viele andere Staaten und die für Februar deutlich erweiterte Impfstoffproduktion anschwillt.

Sonderfall Deutschland

Was Deutschland im Vergleich zu anderen Staaten sehr unterschiedlich macht, ist die Zahl der bisher Infizierten und zugleich die wahrscheinlich niedrigere Dunkelziffer zu anderen europäischen Ländern. Die offizielle Infektionsrate mit Covid-19 liegt aktuell bei gut 2,4 Prozent, während sie in Großbritannien und vielen europäischen Staaten bei vier oder gar fünf Prozent liegt, bei einer gleichzeitig deutlich höheren Dunkelziffer. Das heißt, die Gesamtinfektionsrate läge möglicherweise in Deutschland bei weniger als 10 Prozent der Bevölkerung, während sie in anderen Ländern vielleicht schon über 20 Prozent liegt. Mit großer Auswirkung für die durch die Impfung zu beschleunigende Gefahrenabwehr gegenüber der Pandemie. Vorteil USA, auch wenn es makaber klingt: Wegen einer „offiziellen“ Infektionsrate von 7,5 Prozent, einer vielfach höheren Dunkelziffer, weil sich Teile der Bevölkerung bis zuletzt aus Angst vor beruflichen Konsequenzen nicht haben testen lassen und das Virus weitaus mehr verharmlost wurde, als in Deutschland. Und jetzt Joe Biden mit allem Einsatz 100 Millionen Menschen in sehr kurzer Zeit impfen lassen will.

In Deutschland kommt noch das Gefahrenmoment einer relativ alten Bevölkerung zum Tragen.

Laut statista gibt es derzeit in Deutschland rund 18,1 Millionen Menschen, die 65 Jahre oder älter sind. Ein prozentualer Anteil von rund 22 Prozent an der Gesamtbevölkerung im Lande. Dabei etwa drei Millionen Pflegebedürftige, über zwei Millionen zuhause und mit anderen Familienangehörigen zusammenlebend. Auch die Zahl der über 80-Jährigen liegt in Deutschland bei über fünf Millionen, es leben sogar schon 20 Tausend Hundertjährige in Deutschland.

Aus diesen Zahlen erklärt sich auch die große Fürsorgepflicht der Regierung gegenüber der älteren Bevölkerung.

Hier liegt auch der große Effekt der Impfaktion in Deutschland, denn bis vor Kurzem lag der Anteil der Coronatoten bei den über 70-Jährigen bei 87 Prozent und 70 Prozent bei den über 80-Jährigen. Diese Altersgruppen sollten jedoch in der großen Mehrheit bis in den März geimpft sein.

China und Indien

Ein Drittel der Menschheit (über 2,8 Milliarden Menschen) lebt in diesen beiden Ländern. Und wie sehen die Infektionszahlen aus? China wird sich weiter abschotten (bei unglaublich niedrigen Infektionen) und selbst impfen und im 1,39 Milliarden-Land Indien (mit der halben Bevölkerung unter 20 Jahre) zeigen die Zahlen schon seit Monaten nach unten.

Covid-19 in Indien

Fazit

Natürlich wird es nicht einfach sein, die Menschheit in ihrer Gesamtheit gegen Covid-19 zu impfen. Man weiß auch weder wie lange eine „erimpfte“ Immunität gegen Corona anhält, noch im Entferntesten, wie viele Menschen die natürliche Immunität bereits erlangt haben. Dabei soll die Krankheit bei einem Großteil der jungen Menschen sogar symptomlos verlaufen. Die Zahl der jungen Menschen unter 18 Jahre beträgt weltweit 30 Prozent, immerhin über 2,3 Milliarden Jungbürger.

Aber sollten sich die Impfpläne so umsetzen lassen, wie von den Firmen und den Ländern mit ihren Gesundheitsbehörden geplant, wird sich rasch Peak Corona einstellen. 750.000 Neuinfektionen, mit abnehmender Tendenz gegenüber Millionen täglicher Impfungen, zunächst bei den „Vulnerablen“, Peak Corona eben, auch wenn die Pandemie nicht so schnell erledigt sein dürfte. Was sind da nicht alles für Fragen offen, in Richtung Immunität, Übertragbarkeit und so weiter, aber aus meiner Sicht gibt es ein gewaltig helles Licht am Ende des Tunnels, zumindest für Covid-19.

Der Peak bei Covid-19 könnte bereits überschritten sein!

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