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Markus Krall: Zombies kippen bald, und Misstrauensvotum gegen Politik

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Markus Krall über das anstehende große Gewitter für die Volkswirtschaft

Markus Krall ist schon seit mehreren Jahren wohl der große Mahner schlechthin, wenn es um den möglichen wirtschaftlichen Kollaps, den Banken-Crash und die anstehende Inflation geht. Von vielen großen Medien als Crash-Prophet in die Witze-Ecke gestellt, kann Degusssa-Chef Markus Krall seine Thesen aber konkret begründen. Wenn wir seine Kommentare immer wieder mit Artikeln begleiten, betonen wir stets: Die Analysen sind glasklar und gut nachvollziehbar. Dennoch muss man nicht alle möglichen Folgen des großen Zusammenbruchs inhaltlich teilen, die Markus Krall anspricht. Und die Dimension eines wirtschaftlichen Kollaps, die er anspricht, auch das kann man auch so oder so sehen.

Markus Krall mit aktuellem Kommentar

Diese Woche hat Markus Krall sich zur aktuellen wirtschaftlichen Lage in der Coronakrise geäußert. Es handele sich gar nicht um eine Coronakrise. Nein, das Coronavirus sei lediglich der Auslöser für die aktuelle Krise gewesen. Massive wirtschaftliche Ungleichgewichte seien vorher jahrelang aufgespart worden. Es habe nur irgendein Auslöser gefehlt für so eine Krise, so Markus Krall im folgenden Video. Und ja, so möchten wir von FMW anmerken: In der Tat, jetzt in der Krise und wohl auch noch in Jahren und Jahrzehnten werden Politiker sagen: Das Virus war schuld an der Krise, wir waren ja nicht schuld! Vorher war die deutsche Volkswirtschaft völlig gesund! Eigentlich argumentativ eine geniale Sache, dass man alle Schuld bei einem Virus abladen kann.

Markus Krall betont in altbekannter Manier, dass Politik und Geldpolitik mit einer phantasielosen Werkzeugkiste wie schon in den letzten 20 Jahren auf diese Krise reagieren würden. Mit riesigen schuldenfinanzierten Programmen würde man versuchen die Nachfrageseite zu stimulieren, mit Notkrediten, Zuschüssen uvm. Damit würden die Probleme aber nur in die Zukunft verschoben. Und die Notenbanken würden weltweit die Geldmengen so steil ansteigen lassen wie seit 1923 nicht mehr. Der Pfad sei vorgegeben in Richtung Geldentwertung, also Inflation. Dies sei laut Markus Krall ein globaler Trend. Deswegen gebe es eine Flucht in Edelmetalle wie Gold, und auch in Kryptowährungen.

Die kräftige Inflation kommt?

Und nun kommen wir zu einer These von Markus Krall, die wir schon seit Monaten kritisch begleiten. Die Analyse mag richtig sein, aber die Prognose für die Zukunft? Da lassen wir jedem seine Meinung. Laut Markus Krall habe der Kollaps der Lieferketten dank Corona im letzten halben Jahr zu dramatisch niedrigeren Produktionskapazitäten geführt. Dieses geringere Angebot treffen auf eine dramatisch steigende Geldmenge, die irgendwann auch durch die Käufer-Nachfrage wirksam werde. Dann gebe es eine kräftige Inflation!

Goldpreis-Anstieg laut Markus Krall das große Misstrauensvotum

Laut Markus Krall sei der jüngst kräftig gestiegene Goldpreis (diese Woche mit neuem Allzeithoch in US-Dollar) das große Misstrauensvotum der Menschen gegen diese gesamte Rettungspolitik. Die Menschen würden nicht mehr daran glauben, dass all das letztlich funktioniere. Damit meint er zum Beispiel die umfassende Kosmetik der Politik, zum Beispiel in Deutschland. Wir von FMW begleiten diese optischen Maßnahmen auch seit Monaten kritisch, als da wären vor allem die Aussetzung der Insolvenzpflicht für Unternehmen, und die Aussetzung der Pflicht für Banken, dass gestundete Kredite als Kreditausfall in den Büchern abgeschrieben werden müssen. Er nannte dies auch schon den “legalen Bilanzbetrug” für Banken. Aber von der Medienlandschaft, so sagt es Markus Krall, da werde die Lage in Deutschland sogar noch schöngeredet.

Noch dieses Jahr der große Knall?

Die Volkswirtschaft lebe derzeit auf Substanz. Viele Menschen würden sich sogar wohlfühlen bei mehrmonatigem Kurzarbeitergeld, wo man ohne zu arbeiten Geld bekäme. Es fühle sich an wie ein bezahlter Urlaub. Und was Markus Krall glaubt, was nun kommen wird? Das kann man so oder so sehen, aber dass es tendenziell in die folgende Richtung gehen wird, ist gut möglich. Er erwartet nämlich noch dieses Jahr eine große Banken-Rettungswelle, die letztlich 10 Billionen Euro oder mehr kosten werde. Und im Herbst werden laut Markus Krall die Zombieunternehmen kippen. Wir meinen: Ja, das kann passieren, vor allem wenn die Aussetzung der Pflicht zur Insolvenzanmeldung nicht über Ende September hinaus verlängert wird (Pleite-Welle ab Oktober möglich). Schauen Sie gerne das folgende interessante Video mit Markus Krall.

21 Kommentare

21 Comments

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    Zimmermann

    31. Juli 2020 19:48 at 19:48

    Oh, schon wieder eine Crashansage. Ich kann sie nicht mehr hören, Weik& Friedrich, Müller, Krall und wie sie alle heissen. Logisch preist der Gold an, der will seins verkaufen. Das Video habe ich mir gar nicht angeschaut. Weis eh, was der erzählt.

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      Michael

      31. Juli 2020 21:46 at 21:46

      Die Crashansage wiederholt er seit Jahren und sie ist fundamental nicht unbegründet. Leider wird er sein Versprechen, dass es den Euro zerlegt, auf heutigen Fakten kaum halten können. Sicher wird Gold noch deutlich steigen. Siehe 1982 bis 2000 zwischen 500 und 300 $/oz abwärts, 2000 bis 2011 zwischen 300 und 1800 $/oz aufwärts und seit 2018 bis heute zwischen 1300 und knapp 2000 $/oz aufwärts. Das ist noch lange nicht das Ende der Fahnenstange, so lange, wie die “Politik” und ihre “Zentralbanken” nicht zu einer soliden “Geldpolitik” zurückfinden. Wie Krall begründet, wird das nie wieder der Fall sein. Man kann ja noch hoffen, dass diesen Banden von Dilettanten doch noch ihr Handwerk gelegt wird. Ist doch völlig logisch, dass ein Arbeitsloser, der mehr Stütze als vorher Lohn nach Hause bringt, keinen Grund hat sich um einen Job zu bemühen. Siehe USA. Aber auch unsere Kurzarbeiter kriegen immerhin 80 % vom Lohn, ohne schaffen gehen zu müssen. Von den Südländern, die wir gerade wieder “retten”, wissen wir es nicht. Aber tatsächlich gehen Franzosen mit 60 ohne Abschläge in Rente. Das sind Fakten.

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      thinkSelf

      1. August 2020 11:20 at 11:20

      Na, wenn das aktuell kein Crash ist, dann interessiert mich ihre Definition von Crash doch sehr.

      Krall wirbt nicht für Gold, weil er im Goldgeschäft tätig ist, sondern er ist im Goldgeschäft tätig weil er die Welt so sieht wie er es darstellt.
      Seine Analysen sind auch immer gut begründet. Aber aus meiner Sicht übersieht er aber auch ein paar Dinge. Damit es zu einer breit angelegten Inflation kommt muss nicht nur die Geldmenge steigen, sondern vor allem das Angebot zusätzlich unter die realisierbare Nachfrage fallen. Realisierbare Nachfrage bedeutet, die Käufer verfügen noch über Tauschmittel. Jemand der völlig mittellos ist, verhungert im schlimmsten Fall, treibt aber die Inflation nicht an.

      Und im Gegensatz zu Krall sehe ich das in absehbarer Zeit nicht. Stabilisiert wird das System dabei über den doppelten Crash. Denn wenn Angebot und Nachfrage gleichzeitig fallen, kürzen sich die inflatorischen sozusagen gegeneinander weg.

      Der japanische Staat ist inzwischen mit ca. 240% BIP verschuldet. Und das ausschließlich gegenüber der eigenen Bevölkerung. Es gibt aus meiner Sicht keinen Grund warum das im Euroraum und beim Dollar nicht auch in diese Höhe gehen sollte.
      Klar, das wird zu noch mehr Vermögenskonzentration führen, der Wohlstand wird für große Teile der Bevölkerung weiter erodieren, aber einen inflationären Schock muss das nicht auslösen.

      Mein Szenario ist daher eher ein weiter fortschreitender Verfallsprozess von Wohlstand und Lebensqualität, der unterschiedliche Bevölkerungsteile unterschiedlich stark betreffen wird.
      Und dieser Prozess läuft ja schon lange, kann aber auch noch lange fortgesetzt werden.

      Wenn mal viel da war, kann man enorm lange von der Substanz zehren. Die langlebigsten Investitionsgüter halten knapp 100 Jahre. Und auch eine zu geringe Geburtenrate führt erst mal zu steigenden liquiden Mitteln. Und das für einen Zeitraum von mindestens 40 Jahren. Die “Kosten” lassen sich also enorm in die Zukunft verlagern.
      Sobald das real durchschlägt braucht man dann aber wieder Jahrzehnte um das Versäumte nachzuholen. Falls dann noch die Basis dafür vorhanden ist.

      Wenn der Verfallsprozess langsam genug voranschreitet erreicht man auch nie die Schwelle politischer Unruhen. Abgesehen davon, dass von einer Bevölkerung die zur Hälfte aus Rolatorfahrern besteht ohnehin keine Gefahr mehr ausgeht.

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        Michael

        1. August 2020 13:45 at 13:45

        Zu Inflation hat Prof. Rieck auf youtube ein tolles Video gemacht. Die übliche Betrachtungsweise ist nur ein Drittel der Wahrheit. Dazu kommen die Qualität der Schuldner und die Restlaufzeit der Kredite. Geldmengen- oder Kreditmengenwachstum allein ist kein Inflationsgrund.

        Der Goldpreis korreliert mit den US-Zinsen. Die werden laut FED in den nächsten Jahren nicht steigen. Dafür wird haufenweise Geld gedruckt mit dem keine Gegenwerte erwirtschaftet werden. Das stützt den Goldpreis. Nebenbei sind die großen US-Aktienindizes selbst dem Goldpreis davongelaufen. Die sind am besten mit den Unternehmensgewinnen und der Entwicklung von Industrie und Gewerbe vergleichbar. Bei denen ist nahends Ungemach, eine heftige Korrektur, wahrscheinlich. Das dürfte kurzfristig auch den Goldpreis bremsen. Mein Liebling ist der Blue Chip Mc Donalds: negatives Eigenkapital, Mitarbeiterzahl in 5 Jahren halbiert, Aktien auf Kredit zurückgekauft und zur Krönung noch Dividendenzahlungen auf Kredit. Und das beschreibt, was seit Jahren in den USA falsch läuft. Die Zinsen waren auch in den USA seit Jahren viel zu niedrig. Mit solchen Motoren die Wirtschaft flottkriegen zu wollen ist Abenteuer pur.

        Nach Krall’s Ausführungen im vergangenen Jahr reicht schon eine Normalisierung der Pleiten, um eine neuerliche Bankenrettungsorgie veranstalten zu müssen. Die Probleme von 2008/09 und 2011 wurden nicht gelöst, sondern mit gigantischen Hilfen und Rettungen übertüncht. Bis m.W. Oktober brauchen Pleitiers keine Insolvenz anmelden, das ändert wenig daran, dass die Banken ihnen keine Kredite mehr bewilligen. Deshalb wird eine 2. Corona-Welle von einigen besonders gewünscht.

        Ungeachtet dessen werden die Nebenwirkungen des bevorstehenden ungeregelten Brexit, der Sanktionen der Amis gegen northstream 2 und gegen China die Lage in Europa nicht verbessern. Die absolute Krönung ist alles durch “Energiewende”, richtiger explodierende Strompreise, zu verschlimmern. Mich verblüfft bei diesen Fakten das Hypen von Elektromobilität. Dass Deutschland in einer Deflation steckt, wie gestern verbreitet, halte ich für ein Märchen. Die Preise für Nahrungsmittel stiegen nach meinen Beobachtungen dieses Jahr um 8%. Selbst Autos sind keineswegs billig. Das Geld dafür muss man erst mal verdienen.

        Corona ist nicht zu unterschätzen. Wobei nebenbei geschrieben Stand 31.07.2020 die Sterblichkeitsrate der Erkrankten Deutschlands mit 4,4% höher war als die in den USA mit 3,4%. UK 15,2%, Spanien 10%, Italien 14,2% und als Gipfel Frankreich mit 17,4% lagen weit über Schweden mit 7,2%. Weltweit lag der Durchschnitt bei 3,9%, das ist das Doppelte einer Grippeepedemie. Die extremen Werte der Südländer und für ein besonders miesen Gesundheitssystem berüchtigten Briten wurden sonst weltweit nicht ansatzweise erreicht.

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          Michael

          2. August 2020 11:08 at 11:08

          @Michael
          mir ist nicht ganz klar, worauf genau die Angaben der Sterblichkeitsrate im Verhältnis zu den Fallzahlen hinauslaufen sollen. Auf ein schlechtes oder (partiell überfordertes) Gesundheitssystem, den schlechten Gesundheitszustand der Bevölkerung oder den Anteil von Vorerkrankungen und Risikopatienten?

          Ergänzend sollte man auch folgende Zahlen einbeziehen Stand: 02.08.2020:

          Betrachtet man die Anzahl der Todesfälle pro 1 Mio Einwohner, liegt von den genannten Ländern UK mit 680 deutlich vor allen anderen. Danach folgen Spanien, Italien und Schweden in einer Spanne von 608 bis 568. Danach folgen USA und Frankreich mit 477 und 464. Und glücklicherweise ganz weit hinten Deutschland mit 110.

          Bei den Fällen pro 1 Mio Einwohner sieht die Reihenfolgen so aus:
          USA (14.387), Schweden (7.959), Spanien (7.178), UK (4.475), Italien (4.100), Frankreich (2.878) und erneut als „Schlusslicht“ Deutschland (2.519).

          Die zweite Zahlenreihe könnte in Abhängigkeit zu der Anzahl an Tests stehen oder, was viel wahrscheinlicher ist, an dem eingeschlagenen Weg zur Eindämmung der Pandemie.

          Die erste Reihe dürfte analog zu Ihrer Betrachtung auf dieselben o. g. Faktoren zurückzuführen sein.

          Es fällt sofort auf, dass in beiden Betrachtungsweisen Deutschland sehr vorbildlich und weit abgeschlagen den letzten Platz belegt. In UK wirken sich vermutlich Gesundheitssystem, Gesundheitszustand und die Versäumnisse gerade zu und auch noch längere Zeit nach Beginn der Pandemie negativ aus. Bei Frankreich erscheint die Lage eher diffus, wobei das Land in beiden Zahlenreihen – auch global betrachtet – nicht sonderlich auffällig ist. Spanien und Schweden liegen vergleichsweise nahe beieinander, was vermutlich an den stets lockeren bzw. zu früh wieder gelockerten Maßnahmen liegen dürfte. Im Falle der USA (und übrigens auch Brasilien mit sehr ähnlichen Zahlen) ist jeglicher Kommentar überflüssig.

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        Zimmermann

        1. August 2020 18:25 at 18:25

        100%ige Zustimmung! Inflation hängt nicht alleine von der Geldmenge ab, sondern auch von der Umlaufgeschwindikeit. Derzeit haben wir deflationäre Tendenzen. Bis die Inflation mal richtig anfängt, dauert es meiner Meinung mindestens 2-3 Jahre. Crash, ja vielleicht gibts den, irgendwann einmal. Vielleicht in 1/2 Jahr, 3Jahre, 5 Jahre… 20 Jahre. Keine Ahnung, aber darauf zu spekulieren, ist das dümmste was man machen kann. Deshalb halte ich von den Crashpropheten nichts.

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    sabine

    31. Juli 2020 20:01 at 20:01

    In der Autoindustrie kippen die kleinen Zuliefer-Unternehmen seit einigen Monaten. Den 2-monatigen Verdienst-Ausfall (März April) überleben einige nicht. Die großen Autohersteller werden schon nervös (die uns Zulieferer seit Jahren und schon richtig als Sport ausgequetscht haben!). Wenn die nur hauchdünn überleben, braucht man sich nicht wundern, wenn man dann unter Herzinfarkt leidet wegen drohendem Bandstillstand. Diese Woche bereits mehrere Anrufe: “Liefert der und der noch? Wieviel? Was ist ihr Lager?” Es sei ihnen gegönnt! Früchte des strategischen Einkaufs: Lopez-System!!! (Die Japaner haben ein anderes!!!) VW-Chef hat zur Frage, wie man die Dieseltheater-Geldstrafen schultern will geantwortet, man hole es sich von den Zulieferern. (Mafiamethoden wie bei Prevent.) Der Böse schadet sich selbst am Meisten – römischer Spruch aus der Antike! Es sei.

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    Darius Franz

    31. Juli 2020 22:13 at 22:13

    Eins unterscheidet Krall doch von den anderen. Er legt sich auf einen klaren Zeitraum fest.
    Ende diesen Jahres. Also wenn die Erde sich Anfang nächsten Jahres noch dreht, gibt er hoffentlich Ruhe xD

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    Columbo

    1. August 2020 00:15 at 00:15

    Das Video ist unangenehm, aber wegschauen bringt auch nichts. Ob man will oder nicht, Krall muß man Ernst nehmen.
    Ich hoffe, daß er sich irrt, aber etwas sagt mir, daß diese Hoffnung sterben wird.

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      asisi1

      2. August 2020 21:08 at 21:08

      Der Crash ist doch schon längst da!
      Nur wer nicht selbstständig denken kann, hat es noch nicht bemerkt!
      Bei den normalen Arbeitnehmern gehen vom Netto ca. 70-80% für Steuern und Abgaben drauf. Massive unberechtigte Zuzahlungen im Gesundheitswesen. Energiekosten hoch für dumme und sinnlose Polit Spinnereien. Mieten bald nicht mehr aufzubringen. Von den Renten wurden 50% vom Staat gestohlen. Steuern, KK Beiträge und Pflegeversicherung auf Renten! Alten und Pflegeheime kosten mittlerweile ca. 3.000-4.000 Euro usw. Das und vieles andere hat dieser Staat uns gestohlen und wer das nicht erkennt, dem muss sicherlich noch mehr genommen werden!

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    Mike Lohmann

    1. August 2020 10:46 at 10:46

    EZB-Logik banal erklärt. Ein Bauer hatte Pech und sein Vieh verendete wegen einer Seuche. Nun hat er kein Einkommen, da er dem Schlachter kein Vie verkaufen kann. Nun kommt die ISB-Notenbank und stimuliert den Markt mit gedrucktem Geld und hilft dem Bauer mit Gratiskrediten, damit dieser systemrelevante Betrieb wie eine Bank, keinerlei Schaden nähme.
    Nun geht der Bauer mit dem gedruckten Geld zum Schlachter und will Fleisch kaufen, nur… der Schlachter hat keines. Und die ISB-Notenbanker behaupten weiter, dass ihre Denklogik ökonomisch das Ei des Kolumbus sei, dass nur die Politiker eben noch keine Strukturbereinigung durchgeführt hätten. Deshalb überlegt sich die ISB grosse Mengen an Helikoptergeld über dem Dorf abzuwerfen, damit die Leute wieder Fleich kaufen könnten… Ein Intelligenztest der ISB-ler wurde bisher abgelehnt mit der Begründung, dies seien ausgewiesene Fachkräfte und nicht von Interessengruppen gewählte Vertreter.

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    Marcus

    1. August 2020 12:33 at 12:33

    Man muss das ganze aber auch aus der Sicht betrachten, dass Markus Krall vor seiner Tätigkeit bei der Degussa jahrelang als Risikomanager tätig war und somit auch sehr viel mit Banken und deren Bilanzen zu tun hatte. Ich denke dass Markus Krall schon sehr genau weiß über was er da redet, und er kann es ja auch noch mit logischen Argumenten untermauern im Gegensatz zu beispielsweise Weik & Friedrich oder Herrn Müller. Und er nennt einen konkreten Zeitraum wieder im Gegensatz zu den anderen die immer nur von einem Crash irgendwann erzählen.

    Markus Krall ist eher jemand den man ernster nehmen sollte als andere, einfach aufgrund seiner beruflichen Expertise.

  7. Avatar

    Lausi

    1. August 2020 20:13 at 20:13

    Inflation kann auch durch Vertrauenserlust entstehen. Wenn eine Volkswirtschaft abschmiert und gleichzeitig wie verrückt Geld gedruckt wird, sollten die Zutaten für so einen Vertrauensverlust eigentlich gegeben sein. Corona-Herbst, ick hör dir trapsen…

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      Santino

      3. August 2020 20:59 at 20:59

      @Lausi
      Inflation gibt es im Augenblick m. M. nur an den Kapitalmärkten, an der Peripherie wird man mit Rabatten überhäuft, was eher für Deflation spricht.

  8. Avatar

    Jonny

    2. August 2020 14:58 at 14:58

    Ich rechne, aus charttechnischer Sicht, damit dass der Markt (Dow Jones, Dax) sich nach abgeschlossener V Formation bis Ende des Jahres sich seitwärts bewegt. Der Absturz kommt dann wahrscheinlich erst nächstes Jahr. Es gibt aber die möglichkeit wenn de Markt ein Aufsetzter schafft, sprich sich über der V-Formation zu halten, dann geht es nochmal richtig Aufwärts.
    Dr. Markus Krall lag damit Falsch dass er gedacht hatte dass sich diese Erholung zur Bullenfalle entwickelt. Prof. Max Otte lag richtig als er von einer Erholung am Markt spekulierte und Positionen dazugekauft hatte. Ich denke die Meinung von Prof. Max Otte sollte man auch berücksichtigen. Falls Dr. Markus Krall falsch liegt ist sein Ruf dahin und die Kritiker des Systems werden einen schweren Vertrauensverlust erleiden, so dass gar keiner ihnen mehr glauben wird.

    Gruß an alle die selbst denken können.

  9. Avatar

    Klempner

    3. August 2020 00:00 at 00:00

    Liebe Leute,
    M.Krall ist Fachmann und seine zugrundeliegenden Theorien sind alle richtig,das mal vorweg.Die Frage ist ,warum sind die Vorhersagen so ungenau ??? Ganz einfach ,als diese Theorien aufgestellt wurden gab es im Traum nicht diese technischen Möglichkeiten wie heute .Heute kann man Geldströme bis auf einzelne Konten oder sogar Personen verfolgen und berechnen.Das bringt einen enormen positiven Geldstromleiteffekt mit sich,dazu kommt das das frische Geld erstmal oben nur durch wenige Spieler und über Währungsgrenzen hinaus durch Swaps getimt werden kann.Das ist auch der Grund ,warum es niemals
    zur Zielinflation kommen kann .Die Megainflation gibt es doch schon ,jedoch nur bei Gütern die nicht in die Inflationsdefinierung mit einbezogen werden.Das ist doch das Geniale!!! Es gibt nur ein Nadelöhr,daß hat sich Q4/2018 und jetzt März 2020 gezeigt ,nämlich wenn nicht schnell genug neue Kreditgeldmenge ,revolvierend zur Verfügung gestellt werden kann.Man braucht halt vorm Bürger/Schuldentilger immerwieder einen Grund ,um diese atemberaubenden, immer weiter expandierenden
    Summen aufzunehmen.Zum Glück gibt es ja grad Corona . Die realen alten Preissignale werden mittels
    Quantitäts/Preiseffekt liquidiert. In dem Moment ,wenn der Steuersklave nicht mehr zur Neuverschuldung für das Bankenbilanz/Finanzsystem bereit ist ,haftet tatsächlich jeder für sein eigenes Risiko.Das heisst dann wohl “Der finale Margin-Call” . Das ist Kralls Problem.
    …..Mortimer ,schalt die Maschinen wieder ein !!!

    • Avatar

      Columbo

      3. August 2020 10:54 at 10:54

      @Klempner

      Krall ist nicht der einzige Fachmann auf dieser Welt. Es gibt tatsächlich noch andere, die was anderes sagen.
      Aber die interessieren keinen.
      Warum soll Krall der einzige sein, der weiß, was kommt?
      Warum verliebt man sich so in das Gruselkabinett des Markus Krall?
      Antworten findet man vielleicht bei Sigmund Freud, C.G. Jung oder auch Neuere.

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    Hesterbär

    3. August 2020 10:29 at 10:29

    Markus Krall versteht die marktwirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Zusammenhänge wie kaum ein anderer. 99% der Bevölkerung verstehen sie aber nicht oder nur ansatzweise. Und wie groß der Anteil derer, die die Zusammenhänge zumindest ansatzweise verstehen, auch immer sein mag, eine große Hilfe beim Aufbau eines neuen Wirtschaft- und Finanzsystems werden sie nicht sein können, weil auch die Gruppe der Halbwissenden zumeist die falschen Schlussfolgerungen zieht. Da in Demokratien die Unwissenden und Halbwissenden aber stets die absolute Mehrheit vereinen, sollten wir also vielleicht wieder zu Monarchien zurückkehren und Krall zum Monarchen wählen.

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      Columbo

      3. August 2020 13:13 at 13:13

      Ahja, jetzt wird mir einiges klar.
      „Zu den Monarchien zurückkehren“
      …da gab es mal oder gibt es vielleicht immer noch eine Seite…hartgeld.com oder so ähnlich hieß die. Da kann man nachlesen, wer der nächste Kaiser wird.

    • Avatar

      King Louie

      3. August 2020 14:06 at 14:06

      @Hesterbär, und Sie zählen sich zu den 1% der Erleuchteten, die die großen Zusammenhänge verstehen? Etwa vergleichbar dem aufgeregten Mob aus Weißwesten, der am Wochenende auf Berlins Straßen seine ganze Intelligenz und sein umfassendes Wissen öffentlich und vor laufenden Kameras zur Schau stellte.

      99% der Bevölkerung als dumm oder halbdumm darzustellen und sich selbst davon auszunehmen, das hat schon etwas vom egozentrischen Narzissmus und Größenwahn eines Donald Trump. Wer Ihre Kommentare seit einigen Jahren verfolgt, muss jedoch zwingend vielmehr zu der Schlussfolgerung gelangen, dass auch Sie ein statistisches Mittelmaß nicht überschreiten. Betrachtet man allerdings Ihren letzten Satz in diesem Kommentar, so lässt sich zumindest konstatieren, dass Sie über eine gehörige Portion Humor verfügen.

    • Avatar

      Lausi

      3. August 2020 21:12 at 21:12

      @Hesterbär – “Heil Krall” würde schon mal nicht schlecht klingen! Bei Hubertus Heil z.B. würde sich das ja deutlich lächerlicher anhören! ;-)

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Dr. Jens Ehrhardt: Dax 2021 bei 16.000 Punkten, Deflation statt Inflation

Claudio Kummerfeld

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Laut Dr. Jens Ehrhardt wird der Dax weiter kräftig ansteigen

Dr. Jens Ehrhardt (hier mehr zu seiner Person) ist ein anerkannter Börsianer. Aber auch seine Meinung ist nur eine von vielen. Er betont in einem ganz aktuellen Videobeitrag, dass er auch im Tief des Börsencrash im März diesen Jahres seine Prognose bestätigt hatte. Der Dax werde nächstes Jahr bei 16.000 Punkten notieren.

Dax 16.000 Punkte laut Dr. Jens Erhardt

Und heute erneuert er diese Prognose. 16.000 Punkte für das nächste Jahr, das sei für den Dax sogar eher eine bescheidene Prognose. Bei Börsenkursen gehe es nun mal nicht um wirtschaftliche Realitäten, sondern um Angebot und Nachfrage im Handel, so seine Aussage. Die Notenbanken würden immer weiter Liquidität in die Märkte pumpen. Und irgendwo hin müsse all dieses neue Geld fließen. Es treibe die Börsenkurse an. Auch bei seiner letztjährigen Gold-Prognose von 2.000 Dollar hätte ihn so mancher schief angeguckt. Und jetzt sei sie eingetreten. Und warum der Dax derzeit noch so gut aussehe? Die Börsianer würden nun mal in den Kursen die realwirtschaftliche Entwicklung ein halbes Jahr vorwegnehmen! Und wie Dr. Jens Erhardt schon richtig sagt im Video… so weit entfernt sind die 16.000 Punkte von heutiger Sicht aus gar nicht mehr. Nur noch ein klein wenig zusätzliche Euphorie… der Sprung von 12.500 Punkten rauf auf 16.000 ist ja nicht mehr so groß?

Inflation?

Wo viele andere Kommentatoren wie Markus Krall etc eine Hyperinflation oder zumindest eine deutlich spürbare Inflation anrollen sehen, da spricht Dr. Jens Ehrhardt heute eher von Deflation. Er nennt dafür auch konkrete Gründe. Ob er Recht hat oder doch eher die Krall-Fraktion? Wir werden das wohl erst in gut einem Jahr genauer wissen. Erhardt meint, dass Inflation für die nächsten 1-2 Jahre gar kein Thema sei.

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Künstliche Intelligenz: Die nächste Generation der Robo Advisor?

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Künstliche Intelligenz pusht den Robo Advisor in der Geldanlage?

Vor wenigen Jahren noch völlig unbekannt, ist die Geldanlage über einen Robo Advisor für viele deutsche Verbraucher heute zu einer echten Alternative geworden. Jeder dritte Deutsche (29 Prozent) weiß bereits was ein Robo Advisor ist. Von denjenigen, die mit dem Begriff vertraut sind, kann sich sogar jeder fünfte (20 Prozent) vorstellen, sein eigenes Geld über einen Robo Advisor verwalten zu lassen. (Info: Begriffserklärung Robo Advisor) Zu diesem Ergebnis kommt zumindest die vom Marktforschungsinstitut Toluna durchgeführte Studie ,,Robo Advice in Deutschland – Status quo und Entwicklungsperspektiven 2020“, welche von der European Bank for Financial Services in Auftrag gegeben wurde.

370,10 Prozent Anstieg des Anlagevolumens bis 2024 erwartet

Belief sich das Anlagevolumen im Segment Robo Advisor im Jahr 2017 in Deutschland noch auf 756 Millionen Euro, wird für das Jahr 2024 ein satter Anstieg auf insgesamt 29,860 Milliarden Euro Anlagevolumen prognostiziert. Bereits in diesem Jahr (2020) wird mit einem Anlagevolumen von über 8 Milliarden Euro allein in Deutschland gerechnet. (Quelle: Statista.com) Kein Wunder also, dass Banken und Finanzdienstleister weiterhin massiv in Neuentwicklungen und Verbesserungen der Analysefähigkeiten der digitalen Berater investieren. Nachdem anfängliche Kinderkrankheiten nach und nach beseitigt wurden, sollen Robo Advisor in Zukunft deutlich cleverer werden als ihre ,,Vorfahren“.

Die nächste Generation kommt – mit ihr die Künstliche Intelligenz

War der Anlagevorschlag der „ersten Generation“ noch aufgrund einer einfachen Risikoabfrage und Auswahl an möglichen Anlageklassen relativ statisch und konnte sich bei kurzfristigen Marktveränderungen nur bedingt schnell anpassen, wird die nächste Generation schneller und individueller arbeiten.

Die laufenden Verbesserungen der Künstlichen Intelligenz bieten besonders im Segment Robo Advisor ein enormes Potenzial. Es ist bereits in naher Zukunft denkbar, dass Robo Advisor eine smarte Steuerung des Portfolios durch eine Echtzeit Risikosteuerung ermöglichen und besondere Anlegerwünsche wie ESG-Investing (Environment, Social and Governance – sprich: Ethisches Investieren) vermehrt berücksichtigen.

Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz könnte mittel- und langfristig ganzheitlichen Charakter erlangen, welcher ein solides Cashflow-Management, einen entscheidenden Teil der Altersvorsorge, die übergreifende Investitionsplanung, das Finanzrisikomanagement und individuelle Steuerplanungen des Anlegers begleitet.

Fazit: Wo führt das hin?

Dort wo Wachstum stattfindet, wird investiert. Dort wo investiert wird, entstehen neue Möglichkeiten. Es ist mehr als wahrscheinlich, dass die Geschwindigkeit der Veränderung in Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz nie wieder so langsam sein wird wie heute. Von diesem Standpunkt aus betrachtet wird die Zukunft viele Chancen bieten, aber auch enorme Risiken in sich bergen, die heute noch kaum vorstellbar sind. Eine kritische Betrachtung möglicher Veränderungen ist daher durchaus gesund.

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TikTok: Opfer des US-Monopols? Trump und Microsoft in Aktion

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TikTok App auf einem Smartphone

Achtung Verschwörungstheorie? Oder jede Menge heiße Luft? Nein, hier geht es um mehr als nur ein Geschmäckle. Offiziell zumindest geht es um Datenschutz. Es ist ja bekannt, dass der Social Media-Dienst TikTok mit Sitz in China auch im “Freien Westen” eine ernsthafte Gefahr für Instagram und YouTube geworden ist. Noch schlimmer. TikTok ist erfolgreicher und beliebter. Mit alleine 46 Millionen Downloads in den USA alleine im Jahr 2019 ist TikTok als Plattform für kurze Videos richtig angesagt. Die allermeisten Nutzer konsumieren nur Inhalte, wie auf anderen Plattformen auch.

TikTok als einzig ernsthafte Gefahr für das US-Monopol

Damit ist TikTok die erste wirklich ernsthafte Gefahr für das Social Media-Monopol der USA. Denn mal ehrlich. Es ist ein Monopol, wenn man danach geht, aus welchem Land die Anbieter kommen. YouTube, Google, Twitter, Instagram, Facebook, Whatsapp, LinkedIn. Was man in Europa und Nodamerika und in den meisten anderen Teilen des Planeten nutzt, kommt aus den USA. Und TikTok wird offenbar immer beliebter und erfolgreicher. In den App Stores wird die App häufiger geladen als die Apps von den großen US-Anbietern. Und das auch noch völlig ohne Zwang. Die Kids und jungen Erwachsenen in Europa und den USA finden etwas aus China viel besser als etwas aus den USA?

Das kommt noch hinzu zum Angriff auf das Monopol der USA. So was darf doch nicht sein, dass die Chinesen etwas anbieten, was die Leute im Westen besser finden? Und dann wie gesagt noch das schöne Monopol der USA, das bedroht ist. Dagegen musste etwas unternommen werden? Schon seit Wochen gab es Drohungen gegen TikTok vorzugehen, zum Beispiel seitens des US-Kongress oder durch US-Außenminister Pompeo. Als Grund führt man Datenschutzbedenken an. Nutzerdaten könnten bei der chinesischen Regierung landen. Ob es so ist? Man weiß es nicht. Aber dass gerade die US-Regierung nun mit dem Datenschutz kommt (Thema NSA-Skandale), ist schon witzig, oder eher traurig?

Trump droht, Microsoft will kaufen

Und jetzt ganz frisch droht Donald Trump damit TikTok als App in den USA komplett verbieten zu wollen. Und upsss, ohhhh Wunder. Exakt zur selben Zeit, nämlich am letzten Wochenende, wird bekannt, dass Microsoft mit dem chinesischen Betreiber von TikTok (der Firma ByteDance) in Verhandlungen stehe (hier die offizielle Mitteilung von Microsoft). Man wolle der Firma das TikTok-Geschäft für die USA, Kanada, Australien und Neuseeland abkaufen. Offenbar geht es um eine Kaufsumme in Höhe von 50 Milliarden Dollar. Bis zum 15. September wolle man eine Einigung erreichen. Warum bis dahin? Laut Berichten soll die Trump-Administration bis dahin Zeit gegeben haben. Schafft Microsoft bis dahin keine Einigung zur Übernahme, wolle man TikTok in den USA verbieten. Was für ein zeitlicher Zufall zwischen aktueller ganz konkreter Verbotsandrohung und der Microsoft-Verhandlung? Ein Schelm, wer Böses dabei denkt?

Denn was wäre ohne die Verbotsandrohung durch Donald Trump passiert? Welchen Grund hätte ByteDance haben sollen, nun womöglich zügig TikTok für die angelsächsischen Märkte verkaufen zu müssen? Gar keinen. Aber gibt es keinen Käufer und die USA verbieten TikTok im eigenen Markt einfach, dann ginge ByteDance ein gigantischer Milliardenbetrag durch die Lappen, beziehungsweise ein beträchtlicher Wertverlust für den chinesischen Anbieter als Gesamtunternehmen.

Nur eine dumpfe Verschwörungstheorie rund um TikTok?

Ist es ein abgesprochenes Spiel hinter den Kulissen? Ich (Trump) drohe mit Verbot, und damit wird TikTok genötigt sein Geschäft für die USA schnell und günstig zu verkaufen, und zwar an einen US-Konzern? Wenn nicht, drohe ich einfach weiter mit Verbot? Ja, das ist natürlich rein spekulativ und klingt schon stark nach Verschwörungstheorie. Aber der zeitliche Zusammenhang von ganz konkreter Androhung eines schnellen Verbots von TikTok, und der Kaufverhandlung durch Microsoft, das wirkt sehr, sehr, sehr stark wie Geschmäckle hoch 10!

Natürlich kann man auch argumentieren, dass die Trump-Administration derzeit ja eh grundsätzlich die Krallen ausfährt gegen China, siehe die Konsulats-Schließung, verschärfter Handelskrieg, Vorwürfe in Sachen Covid-19 usw. Da könnte TikTok nur ein weiterer Eskalations-Baustein sein. Aber ich denke mal: Man sollte das bisherige Social Media-Monopol der USA nicht außer Acht lassen, und dass TikTok derzeit in der Tat dem Monopol den Rang abläuft. Holt man TikTok in die USA und bringt die App in die Hände eines US-Konzerns, kann die Monopol-Party weitergehen, im Zugriffsbereich der NSA versteht sich. Aber, da darf man wenigstens beruhigt sein… dann gäbe es immerhin keine Datenschutzbedenken mehr, dass die chinesische Regierung Daten abgreift.

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