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Europa

Maschinenbau meldet dramatisch weniger Aufträge!

Claudio Kummerfeld

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Maschinenbau Beispielfoto

Das sind keine guten Nachrichten für die deutsche Konjunktur. Erst heute früh vermeldeten wir die offiziellen staatlichen Daten zu den Auftragseingängen in der Industrie. Sie waren für Dezember brutal schlecht mit -8,7% im Jahresvergleich! Und nun haben wir ebenfalls für Dezember die Daten vom deutschen Maschinenbau vorliegen. Für diesen Teilbereich der Industrie sieht die Lage genau so düster aus. Nicht nur, dass die Aufträge im Maschinenbau im Gesamtjahr 2019 im Vergleich zu 2018 um 9% rückläufig sind. Laut dem Verband „VDMA“ sind die Auftragseingänge im Maschinenbau im Dezember im Jahresvergleich um 7% gesunken! Hier weitere Detailaussagen vom Verband im Wortlaut:

Im Drei-Monats-Vergleich Oktober bis Dezember 2019 lagen die Bestellungen insgesamt um real 11 Prozent im Minus, im Vergleich zum Vorjahreswert. Die Inlandsorders sanken um 11 Prozent, die Auftragseingänge aus dem Ausland sanken um 10 Prozent. Die Bestellungen aus dem Euro-Raum gingen um 11 Prozent zurück, aus den Nicht-Euro-Ländern kamen 10 Prozent weniger Aufträge.

„Zusammengefasst war 2019 ein konjunkturell trübes Jahr für den Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland. Insbesondere internationale Handelsstreitigkeiten, zunehmender Protektionismus und das Brexit-Abenteuer sowie der tiefgreifende Strukturwandel in der Automobilindustrie haben zu Unsicherheiten und Investitionszurückhaltung geführt. Das hat in den Orderbüchern deutliche Spuren hinterlassen“, erklärte VDMA-Konjunkturexperte Olaf Wortmann. Die Auftragseingänge aus den Euro-Ländern zeigen für 2019 ein Minus von 8 Prozent, aus den Nicht-Euro-Ländern kamen 9 Prozent weniger Aufträge.

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    asisi1

    6. Februar 2020 14:49 at 14:49

    Schaue ich mir den „Demokraten-Mist“ in Thüringen so an, dann geht mir der frei Fall noch etwas zu langsam!

  2. Pingback: Maschinenbau meldet dramatisch weniger Aufträge! – Unser Geld- und Zinssystem

  3. Pingback: Meldungen vom 7. Januar 2020 | das-bewegt-die-welt.de

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Europa

Verbraucherpreise in Deutschland zweiten Monat in Folge in der Deflation

Claudio Kummerfeld

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Verbraucherpreise schwanken

Soeben hat das Statistische Bundesamt als Vorabschätzung die Verbraucherpreise für den Monat Oktober veröffentlicht. Im Jahresvergleich zu Oktober 2019 ist es ein Minus von 0,2 Prozent, nach ebenfalls -0,2 Prozent im September. Die Erwartung lag für heute bei -0,3 Prozent. Es ist offensichtlich, dass die seit 1. Juli geltende Mehrwertsteuersenkung die Verbraucherpreise insgesamt in den Negativbereich drückt – was die Statistiker auch ausdrücklich erwähnen. Die Grafik zeigt die Details der aktuellen Vorabschätzung (endgültige Zahlen am 12. November).

Grafik zeigt aktuelle Details der Verbraucherpreise für Oktober

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Devisen

Aktuell: EZB-Entscheidung veröffentlicht

Claudio Kummerfeld

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EZB-Tower in Frankfurt

Die EZB hat soeben ihre Entscheidung veröffentlicht.

Der EZB-Leitzins (Refinanzierungssatz) bleibt unverändert bei 0,00 Prozent. Der extrem wichtige Banken-Einlagenzins, auf den sich Banken bzgl. der Negativzinsen berufen, bleibt ebenfalls unverändert bei -0,50 Prozent. Die Marginal Lending Facility bleibt ebenfalls unverändert bei 0,25 Prozent.

Die Aufkauf- und Liquiditätsprogramme (PEPP, APP und TLTRO III) laufen wie bisher weiter.

Um 14:30 Uhr folgt die PK von Christine Lagarde. Wir berichten dann umgehend über alle interessanten Aussagen. Hier das offizielle Statement der EZB zur jetzigen Entscheidung:

(2) The Governing Council will continue its purchases under the pandemic emergency purchase programme (PEPP) with a total envelope of €1,350 billion. These purchases contribute to easing the overall monetary policy stance, thereby helping to offset the downward impact of the pandemic on the projected path of inflation. The purchases will continue to be conducted in a flexible manner over time, across asset classes and among jurisdictions. This allows the Governing Council to effectively stave off risks to the smooth transmission of monetary policy. The Governing Council will conduct net asset purchases under the PEPP until at least the end of June 2021 and, in any case, until it judges that the coronavirus crisis phase is over. The Governing Council will reinvest the principal payments from maturing securities purchased under the PEPP until at least the end of 2022. In any case, the future roll-off of the PEPP portfolio will be managed to avoid interference with the appropriate monetary policy stance.

(3) Net purchases under the asset purchase programme (APP) will continue at a monthly pace of €20 billion, together with the purchases under the additional €120 billion temporary envelope until the end of the year. The Governing Council continues to expect monthly net asset purchases under the APP to run for as long as necessary to reinforce the accommodative impact of its policy rates, and to end shortly before it starts raising the key ECB interest rates. The Governing Council intends to continue reinvesting, in full, the principal payments from maturing securities purchased under the APP for an extended period of time past the date when it starts raising the key ECB interest rates, and in any case for as long as necessary to maintain favourable liquidity conditions and an ample degree of monetary accommodation.

(4) The Governing Council will also continue to provide ample liquidity through its refinancing operations. In particular, the third series of targeted longer-term refinancing operations (TLTRO III) remains an attractive source of funding for banks, supporting bank lending to firms and households.

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Europa

Arbeitsmarkt im Oktober: Leicht erholt, weiterhin Millionen in Kurzarbeit

Claudio Kummerfeld

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Eingang zu einer Bundesagentur für Arbeit

Die Bundesagentur für Arbeit hat vor wenigen Minuten die aktuellsten Zahlen für den deutschen Arbeitsmarkt für den Monat Oktober veröffentlicht. Die offizielle Arbeitslosigkeit (tief gehalten dank dem Instrument der Kurzarbeit) liegt bei 2,76 Millionen (-87.000 im Monatsvergleich) oder 6,0 Prozent, nach 6,2 Prozent im September. Es sieht also nach ein wenig mehr Optimismus am Arbeitsmarkt aus. Aber wie gesagt, die Kurzarbeit hält Millionen Menschen aus der Arbeitslosenstatistik raus.

Leichte Erholung am Arbeitsmarkt

Hier die aktuelle Headline-Aussage der Bundesagentur für Arbeit zur aktuellen Lage am Arbeitsmarkt:

Die deutsche Wirtschaft hat sich im dritten Quartal 2020 deutlich erholt. Die Dynamik des Aufholprozesses lässt allerdings am aktuellen Rand nach. Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen nimmt die Unsicherheit wieder zu. Der Arbeitsmarkt steht weiter unter Druck, zeigt aber eine spürbare Besserung. Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung nehmen wieder etwas zu, unterschreiten jedoch deutlich die Vorjahreswerte. Auch die gemeldete Nachfrage nach neuen Mitarbeitern stabilisiert sich, bleibt aber auf einem niedrigeren Niveau. Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) sind im Oktober im Zuge der Herbstbelebung erneut kräftig gesunken. Saisonbereinigt waren spürbare Rückgänge zu verzeichnen. Der Einfluss der Corona-Krise zeigt sich allerdings weiterhin in einem erheblich höheren Niveau von Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung als im Vorjahr. Nach wie vor wird der Arbeitsmarkt durch den massiven Einsatz von Kurzarbeit gestützt. Im Vergleich zum Höhepunkt im April und Mai hat sich die Inanspruchnahme aber um mehr als die Hälfte verringert, ohne dass sich dadurch die Arbeitslosigkeit erhöht hätte.

Kurzarbeit

Zum Thema Kurzarbeit hat die Bundesagentur für Arbeit aktuell folgende Aussage veröffentlicht. Zitat:

Aktuelle Daten zur tatsächlichen Inanspruchnahme stehen bis August zur Verfügung. Nach vorläufigen hochgerechneten Daten der Statistik der Bundesagentur für Arbeit wurde in diesem Monat für 2,58 Mio Arbeitnehmer konjunkturelles Kurzarbeitergeld gezahlt, nach 3,32 Mio im Juli und knapp 6,00 Mio im April, dem Monat mit der höchsten Kurzarbeiterzahl in der Corona-Krise. Im August des Vorjahres waren 51.000 konjunkturelle Kurzarbeiter registriert. Der durchschnittliche Arbeitsausfall belief sich im August 2020 auf 36 Prozent. Damit hat der Einsatz von Kurzarbeit in diesem Monat rechnerisch Arbeitsplätze für 918.000 Beschäftigte gesichert und deren vorübergehende Arbeitslosigkeit verhindert. Im Juli betrug der Arbeitsausfall ebenfalls 36 Prozent, im April aber noch 48 Prozent. Im August 2019 gab es einen Arbeitsausfall von 23 Prozent. Im August 2020 waren nach vorläufigen Angaben 7,7 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in konjunktureller Kurzarbeit, nach 10,0 Prozent im Juli und 17,9 Prozent im April, dem Monat mit der höchsten Kurzarbeiterquote.

Erst gestern veröffentlichte das ifo-Institut seine aktuellsten Schätzungen zur Kurzarbeit in Deutschland. Laut ifo sinkt die Kurzarbeit im Oktober um 450.000 auf 3,3 Millionen betroffene Beschäftigte. Zuvor betrug der Rückgang rund eine Million Beschäftigte pro Monat. Damit seien nun noch 10 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Kurzarbeit, nach 11 Prozent im September. ifo sieht also noch spürbar höhere Zahlen bei der Kurzarbeit als die Behörde.

Grafik zeigt aktuelle Detaildaten zum deutschen Arbeitsmarkt

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