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Maschinenbauer mit glänzenden Exportzahlen

Die Exporttreiber der deutschen Wirtschaft sind die Autobauer und die Maschinenbauer. Und der Verband der Maschinenbauer VDMA meldet heute Zahlen, die glänzender kaum sein könnten. In den ersten sechs Monaten des...

FMW-Redaktion

Die Exporttreiber der deutschen Wirtschaft sind die Autobauer und die Maschinenbauer. Und der Verband der Maschinenbauer VDMA meldet heute Zahlen, die glänzender kaum sein könnten. In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres legten die Ausfuhren um 5,9% gegenüber dem Vorjahr zu. Im vergangenen Jahr war die Halbjahresbilanz noch leicht rückläufig gewesen. In vielen Ländern dieser Erde werden Industrien modernisiert oder aufgebaut, und es gibt großen Bedarf an modernster Technik, so der VDMA. Wo man hinschaut, nur kräftige Zuwachsraten. Hier im Wortlaut:

Der größte Impuls im ersten Halbjahr kam aus China mit einem Exportplus von 22,6 Prozent. „Das ist nicht überraschend, aber mehr als wir erwartet hatten“, sagte Wiechers. Die expansive chinesische Politik stimulierte auch andere asiatische Staaten, was sich wiederum in deutschen Exporterfolgen niederschlug. So verzeichneten die Maschinenausfuhren nach Südkorea ein Plus von 15,8 Prozent. „Wir gehen jedoch davon aus, dass China dieses Tempo nicht halten wird und wir uns auf eine weniger dynamische Geschäftsentwicklung einstellen müssen“, mahnte Wiechers. Die Exporte in die USA wuchsen um 7,3 Prozent; das benachbarte Mexiko nahm sogar 25,5 Prozent mehr Maschinen auf.

Auch die Geschäfte mit Russland sind im ersten Halbjahr wieder deutlich ins Rollen gekommen, die Ausfuhren dorthin legten um 20,6 Prozent zu. „Das Exportplus ist vor allem der Stabilisierung des Rubels und einem Nachholeffekt geschuldet. Russische Unternehmen haben Geld und politische Unterstützung, um Investitionsgüter im Ausland einzukaufen und längst fällige Investitionen nachzuholen“, erläuterte Wiechers.

Mittlere Wachstumsraten gab es in Indien (7,5 Prozent), Nordafrika (6,8 Prozent) und Südostasien (4,4 Prozent). Europa, der größte Absatzmarkt für die deutschen Maschinenbauer, blieb hinter der globalen Dynamik etwas zurück: in den Euro-Staaten wurde ein Exportzuwachs von 2,7 Prozent verbucht, in die gesamte EU legten die Ausfuhren um 2 Prozent zu.

Und sieh mal an. Rückläufige Exporte gibt es in die OPEC-Staaten mit -9%. Ob das in direktem Zusammenhang steht mit der Fördermengenkürzung der OPEC, und vor allem den drastischen Haushaltsdefiziten dieser Länder? Das darf man wohl eindeutig vermuten! In seiner Veröffentlichung schreibt der VDMA, dass der Wachstumstreiber China seine Zuwachsraten wohl kaum wird halten können. Das liegt wohl aber nur an den aktuellen prozenturalen Zuwachsraten. Von diesem höheren Niveaus aus müsste China dann nächstes Jahr wieder 20% zulegen – das wird dann immer schwieriger, auch wenn es dort kräftig brummen sollte.


Beispielbild einer Maschine bestehend aus zahlreichen Maschinenelementen (Zahnräder, Wälzlager, Kurbelwellen). Foto: Andy Dingley / Wikipedia (CC BY-SA 3.0)



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