Folgen Sie uns

Aktien

Massaker bei US-Einzelhandelsaktien – aber sonst ist natürlich alles super..

US-Einzelhandelsaktien brechen nach den Zahlen des größten Warenhausbetreibers der USA, Macy´s, ein. Die Haupt-Ursache liegt in der ultralaxen Geldpolitik der Fed in Reaktion auf die Finanzkrise, die viele Zombie-Firmen hat überleben lassen, weil sie massiv Kredite erhielten aufgrund des billigen Geldes. Mit zeitlicher Verzögerung wird genau das auch in Europa passieren!

Redaktion

Veröffentlicht

am

FMW-Redaktion

Es kommt nicht ganz unerwartet: US-Einzelhandelsaktien sind stark unter Druck, nachdem der größte Warenhausbetreiber der USA, Macy´s (gegründet 1858), mit den heutigen Zahlen schwer enttäuscht hat. Nur 24 Cent Gewinn je Aktie (Prognose war 35 Cents), der Umsatz mit 5,34 Milliarden Dollar unter der Erwartung von 5,47 Milliarden Dollar, die „same-store sales“, ein Gradmesser für den Trend beim Umsatz, fällt um -4,6% (Prognose war -2,7%).

Der Gewinn von Macy´s sank im ersten Quartal (endet am 29.April) um 39% zum Vorquartal auf nun nur noch 71 Millionen Dollar, weil die Verkäufe zurück gehen, und gleichzeitig die Lagerbestände steigen (das drückt die Margen). Die Aktien im Sinkflug mit -12%:

Und Macy´s ist nicht alleine: Nordstrom -7%, JC Penney -7,5%, und Kohl´s, das heute ebenfalls unter den Erwartungen liegende Zahlen gebracht hat, -4%.

Nun sieht alles danach aus, dass für die US-Einzelhändler mit stationären Geschäften die derzeitige Berichtssaison so schlecht ist wie seit der Finanzkrise nicht mehr. Dafür gibt es viele Ursachen: an erster Stelle natürlich Amazon, das ein Viertel des gesamten Umsatzwachstums im US-Einzelhandel abgegriffen hat.

Dazu kommt das geänderte Konsum-Verhalten der Amerikaner: sie geben wegen den steigenden Immobilien-Preisen mehr Geld für Häuser aus, dazu steigen die Kosten für Gesundheit (Obamacare!) und Ausbildung (sichtbar in dem massiven Ansteig der durchschnittlichen Kreditsumme bei den „student loans“). Dazu kommen mehr Ausgaben für Smartphone-Dienste, Netflix etc. Und: man will mehr erleben, will Erlebnisse statt Dingen, die man nach einer Zeit wieder weg schmeißt, während die Erlebnisse ewig bleiben.

Und das trifft die US-Einzelhändler hart, die überwiegend extrem stark verschuldet sind. Als die Finanzkrise ausbrach, reagierte die Fed mit einer ultralaxen Geldpolitik und machte Kredite extrem billig. Vorwiegend Private Equity-Unternehmen schnappten sich das billige Geld und pumpten es als Kredite in die US-Einzelhändler – und die machten dann weiter wie bisher, froh, die Rezession zu überleben.

Dadurch bliebt die notwendige Marktbereinigung aus, aufgrund des superbilligen Geldes der Fed überlebten viele Firmen, die unter normalen Umständen pleite gegangen wären, weil ihr Geschäftsmodell nicht zukunftsfähig ist. Aber die Verschuldung blieb und wuchs noch weiter, während gleichzeitig die Perspektiven aus den oben genannten Gründen immer schlechter werden.

Faktisch bedeutet das: die derzeitigen Probleme sind einerseits selbst verschuldet, andererseits durch die revolutionären Veränderungen des Internets bedingt, aber auch und vielleicht sogar vorwiegend eine Folge einer ultralaxen Geldpolitik, die Zombie-Unternehmen am Leben hielt. Genau dieselben Probleme werden wir, mit zeitlicher Verzögerung, auch in Europa bekommen. Dann wird sich zeigen, dass die derzeitige Geldpolitik einen für das Funktionieren der kapitalisischen Wirtschaft zentralen Mechanismus ausser Kraft setzt: die „kreative Zerstörung“ (Schumpeter).

Und so ist es wie im Leben: wer im Hier und Jetzt schon seine Zukunft verkonsumiert, hat weniger oder gar keine Zukunft! There is no free lunch!

18 Kommentare

18 Comments

  1. Avatar

    Mr. Jones

    11. Mai 2017 18:08 at 18:08

    Eigentlich ist alles egal, der Dow Jones hat damit die nächste Hausse eingeleitet, nach dem kurzen Aderlass.

    • Avatar

      Michael

      11. Mai 2017 22:11 at 22:11

      Vielleicht nicht gleich die nächste Hausse, aber man ignoriert tapfer und stur wie ein beleidigtes Kind die nächsten Warnsignale und macht weiter, wie bisher.

  2. Avatar

    Walter Schmid

    11. Mai 2017 18:26 at 18:26

    Ich glaube, die meisten Menschen in Deutschland (und wohl auch in allen anderen europäischen Ländern) haben noch nicht begriffen, dass der traditionelle Einzelhandel in der bisherigen Form keine Zukunft mehr hat. Viele kleine Geschäftsinhaber, aber auch große Ketten können anhaltende Umsatzrückgänge nicht überleben, weil im Einzelhandel Kostensenkungen nur sehr begrenzt möglich sind. Geschäfte für Bekleidung, Lebensmittel, Spielwaren, Feinkost, Apotheken usw. usw. werden mehr und mehr – insbesondere in den Städten – ihre Pforten schließen. Im Westen früher, im Osten später.

  3. Avatar

    Walter Schmid

    11. Mai 2017 18:26 at 18:26

    Ich glaube, die meisten Menschen in Deutschland (und wohl auch in allen anderen europäischen Ländern) haben noch nicht begriffen, dass der traditionelle Einzelhandel in der bisherigen Form keine Zukunft mehr hat. Viele kleine Geschäftsinhaber, aber auch große Ketten können anhaltende Umsatzrückgänge nicht überleben, weil im Einzelhandel Kostensenkungen nur sehr begrenzt möglich sind. Geschäfte für Bekleidung, Lebensmittel, Spielwaren, Feinkost, Apotheken usw. usw. werden mehr und mehr – insbesondere in den Städten – ihre Pforten schließen. Im Westen früher, im Osten später.

    • Avatar

      gerd

      11. Mai 2017 19:32 at 19:32

      Mal ganz oberflächlich gefragt – wen stört das?
      Derjenige, der jetzt schon zumeist Online kauft oder die Innenstadtgeschäfte meidet, würde das nicht mal merken.

      • Avatar

        Walter Schmid

        11. Mai 2017 20:01 at 20:01

        Hier geht es nicht darum, wen das stört. Diese Entwicklung lässt sich sowieso nicht aufhalten. Es geht um die Auswirkungen, die die Entwicklung auf Unternehmen haben wird, deren Erfolg direkt oder indirekt mit dem Einzelhandel verbunden ist.

      • Avatar

        Lars

        11. Mai 2017 20:16 at 20:16

        @gerd
        Mal ganz oberflächlich gefragt – was ist mit den älteren Menschen, die es mit online nicht so oder gar nicht am Hut haben? Mit den Menschen, die gerne spontan Kleidung oder Schuhe anprobieren, sehen und fühlen wollen, bevor sie von dem Produkt überzeugt sind? Mit den Menschen, die gerne Bücher in die Hand nehmen und ein paar Seiten analog haptisch lesen und blättern wollen? Den Menschen, die Gemüse und Obst erst einmal sehen, riechen und drücken wollen? Den ganzen Touristen, die in Touristenzentren und deren Innenstädte pilgern, um neben den sterilen Sehenswürdigkeiten in netten kleinen Geschäften zu shoppen?

        Die Online-Spezies, die Sie erwähnen, interessiert das natürlich nicht. Die könnten und sollten aber auch besser in der tiefsten Provinz (natürlich mit schneller Internetanbindung) leben, da sie der Offline-Spezies nur wertvollen Lebensraum wegnehmen. Also den Menschen, die noch leben wollen im eigentlichen Sinne, unter anderen wandeln, interagieren, per hörbarer Sprache face-to-face kommunizieren, ohne sogenannte soziale Medien, echtes Papier- und Münzgeld ausgeben.

        Dieser Kommentar war – mal wieder – echt oberflächlich.

  4. Avatar

    madsoul

    11. Mai 2017 20:33 at 20:33

    Wen das stört, ganz einfach, end of the day alle, denn wenn die Basis des Klein und Mittelstandes wegbricht, errodieren die ganzen Teil und Vollzeitstellen, die heute den Konsum kräftig mitfinanzieren. Und dann erledigt sich auch schnell das gehypte econmerce Wachstum, denn der Gürtel wird dann auf breiter Front enger geschnallt. Und so gräbt sich eben auch die Bäckereiverkäuferin, die fleissig bei Zalando shopt indirekt ihr eigenes Grab. Und schlussendlich kippt dann auch die ganze Immobilienblase, denn wie sollen highstreet Mieten von tlw über 100 Euro /qm erwirtschaftet werden. Und schlussendlich merkt es unsere alternde Generation dann ab 65 , wo man mit dem ganzen Hipsterkram wie 3D / VR etc wenig anfangen kann/ möchte. Und da hilft auch keine Vision von segway Rollatoren und Pflegerobotern.

    • Avatar

      Michael

      11. Mai 2017 22:39 at 22:39

      @madsoul
      Hauptsache, die paar DAX-Unternehmen wuchern weiter in sinnlos übertriebene Höhen. Ein Gerd kümmert sich doch im Gegensatz zum Michel nicht um Bäckereiverkäuferinnen, um den Klein- und Mittelstand.
      Der moderne deutsche Gerd spielt auf den großen, globalen Spielplätzen dieser Welt, bezeichnet Menschen mit Gedanken wie die Ihren und meinen zu solchen Themen sarkastisch als „Ethiker unter uns“, wechselt aber gerne, schnell und flexibel je nach Faktenlage ins andere Lager (siehe seine Kommentare zu Trump oder seine jüngste Metamorphose vom Aktien-Bullen zum Bären).

  5. Avatar

    gerd

    11. Mai 2017 20:50 at 20:50

    Leute, ihr macht mal wieder aus einer Mücke einen Elefanten. Sonst wäre es ja auch nicht spannend.

    Das hatten wir nämlich alles schon und ist keine „Erfindung“ von Heute.

    Was ist mit Hertie? Mit Horten – ehemals die viertgrößte deutsche Warenhauskette.
    Karstadt betreibt auch nur noch einen Bruchteil der ehemaligen Niederlassungen.
    Seit Jahren wird beklagt, dass die Innenstädte veröden, dass in manchen Gegenden fußläufig weder Läden, noch Postämter noch Ärzte zu erreichen sind.

    Das hatte aber weder was mit lebenserhaltenden Maßnahmen durch billiges FED oder EZB-Geld zu tun. Noch mit gestiegenen Immobilienpreisen oder dergleichen. Und schon gar nicht mit Internethandel.

    Und im Moment geht es in Amerika auch zunächst mal einzig nur um gemeldete Umsatz- und Gewinnrückgänge. Es ist noch nicht von Pleite oder Dichtmachen oder Gehaltsverzicht die Rede.

    In Amerika ist noch nicht mal der zweite Schritt getan, da befürchtet ihr für Deutschland schon den Dritten.

    Bei der Schwarzmalerei wird mir immer klarer, warum manche nicht verstehen mögen, dass der DAX endlich sein zu niedriges Kursniveau hinter sich gelassen hat.

    • Avatar

      Lars

      11. Mai 2017 22:59 at 22:59

      Seit Jahren wird beklagt, dass die Innenstädte veröden, dass in manchen Gegenden fußläufig weder Läden, noch Postämter noch Ärzte zu erreichen sind.
      Das hatte aber weder was mit lebenserhaltenden Maßnahmen durch billiges FED oder EZB-Geld zu tun. Noch mit gestiegenen Immobilienpreisen oder dergleichen.

      Wenn nicht mit gestiegenen Immobilienpreisen, womit dann???

      Im ursprünglichen Kommentar war übrigens auch nie die Rede von Innenstädten, sondern von Städten

    • Avatar

      Michael

      12. Mai 2017 00:08 at 00:08

      @gerd
      „Bei der Schwarzmalerei wird mir immer klarer, warum manche nicht verstehen mögen, dass der DAX endlich sein zu niedriges Kursniveau hinter sich gelassen hat“.
      Worauf gründen Sie solche pauschalen Formulierungen? Welcher ursächliche Zusammenhang besteht zwischen dem Untergang von Hertie, Horten, Karstadt und der Verödung deutscher Innenstädte sowie den (übrigens seit 5. Quartalen) gemeldeten Umsatz- und Gewinnrückgänge in Amerika mit dem „zu niedrigen Kursniveau“ des DAX?

  6. Avatar

    Walter Schmid

    11. Mai 2017 21:35 at 21:35

    @Lars und madsoul – Ja, Recht habt ihr, auch in zwischenmenschlicher, gesellschaftlicher und kultureller Betrachtung ist das keine schöne Entwicklung.

    Ich hatte kürzlich einen Mitarbeiter von REWE befragt, warum man die Hausanlieferung von Lebensmitteln dort so stark bewirbt, denn man macht sich gewissermaßen damit ja selbst Konkurrenz, weil man die Kunden und damit auch die Umsätze aus den Filialen abzieht, einfach nur verlagert und das auch noch zu viel hören Kosten, denn beim Verkauf im Laden übernimmt der Kunde das Heraussuchen aller einzelnen Artikel aus den Regalen selbst, fährt sie selbst nach Hause und trägt sie selbst ins 4. Obergeschoss. Wenn REWE das dem Kunden mit einem riesigen Personal- und Kostenaufwand alles abnimmt, wie kann dann REWE ohne Preisaufschlag noch Geld verdienen. Die Antwort: Stimmt! Die Marge, die da noch übrig bleibt, ist erschreckend gering. Aber Amazon und andere bieten auch die Hauslieferung an und man will und kann diesen Zukunftsmarkt nicht kampflos abgeben. Na, das sind ja schöne Aussichten!

    • Avatar

      Michael

      11. Mai 2017 23:33 at 23:33

      Mit Ausnahme von ein paar Großstädten liefert doch kein Supermarkt oder Foodvermittler an irgendwelche Haushalte, ohne eine Anfahrtspauschale von mindestens 30,- EUR zu berechnen. Dieser Service steht doch nur einem kleinen privilegiert wohnenden Teil der Bevölkerung zur Verfügung.
      Erst kürzlich habe ich meine Familie am inneren Stadtrand von Augsburg besucht, der Lieferservice via Lieferando und Co. für ein italienisches Essen hätte den Spaß für drei Leute von 60,- auf 90,- EUR verteuert. Qualität unbekannt.
      Dann waren wir lieber Essen beim Italiener, Qualität, Spaß und angemessene Preise inklusive.
      Lieferung von REWE oder anderen Märkten? ;) :))
      Gibt es geografisch nicht in mindestens 95% unseres Landes.

      • Avatar

        Walter Schmid

        12. Mai 2017 08:32 at 08:32

        Wenn Sie nicht informiert sind, sollten Sie auch keine unzutreffenden Behauptungen oder Vermutungen aufstellen. Es ging auch um Online-Bestellungen von Lebensmitteln bei REWE und nicht um Essenlieferungen von Lieferando.

        • Avatar

          Michael

          12. Mai 2017 10:20 at 10:20

          Ich habe geschrieben: „Mit Ausnahme von ein paar Großstädten liefert doch kein Supermarkt oder Foodvermittler an irgendwelche Haushalte … Lieferung von REWE oder anderen Märkten? Gibt es geografisch nicht in mindestens 95% unseres Landes.“
          Ich habe gestern mal REWE online ausprobiert und keinen Standort gefunden, an den geliefert wird. Weder in Stadtrandlage, noch im Zentrum und auch nicht dazwischen (150.000-Einwohner-Stadt). Auf dem Land (bis 15 km Umkreis) natürlich erst recht nichts.
          Dann habe ich zahlreiche andere Städte und Regionen ausprobiert, alles wurde mit der Meldung quittiert: Lieferservice: Leider können wir Sie an Ihrem Standort aktuell nicht beliefern
          Also bitte keine unhöflichen Kommentare, sondern erst informieren…

          • Avatar

            Walter Schmid

            12. Mai 2017 11:28 at 11:28

            Ich weiß von REWE, dass man unter anderem den gesamten Großraum Berlin, Hamburg, Köln, Großraum Frankfurt, München, Stuttgart, Leipzig und Dresden beliefert. Allein damit deckt man schon etwas mehr als 5% der Haushalte ab. :-)

            Von Amazon weiß ich, dass man zumindest in Berlin liefert.

            Laut REWE wächst der Markt schnell. Es ist auf jeden Fall ein gigantischer Wachstumsmarkt, auch wenn man in ländlichen Gegenden wohl noch längere Zeit auf diesen Service verzichten muss.

            Angeblich fehlen in der Lebensmittel- und Essenzustellung in Deutschland inzwischen bereits 25.000 Fahrer. Sonst würde der Markt noch viel schneller wachsen.

  7. Avatar

    madsoul

    12. Mai 2017 11:09 at 11:09

    Ist ja auch klar, denn REWE ist wie EDEKA genossenschaftlich organisiert, das bedeutet, das sowohl eigene, aber auch Franchise Strukturen existieren. Daher entscheiden die einzelnen Märkte ob Lieferung angeboten wird oder nicht. Bringmeister. de als ex Kaisers Tengelmann baut ebenso wie Kaufland gerade die entsprchenden Logistik Ressourcen auf und da beginnt man als Kaufmann mal dort wi das Potential am Grössten ist also Berlin München etc. Macht ja selbst Amazon mit Food bei Prime Now nicht anders. Parallel bastelt DHL an einer Logistikstruktur für Food , was aber eben Zeit braucht. Und man sollte bitte nicht die Sondersituation in Deutschland vergessen die um LEH durch die Discounter ein absult margenschwaches Geschäft ist, mit mininalrenditen. Bei FMCG mit Mindesthaltbarkeit etc ist kein Platz für innefiziente Lagerhaltung. Klamotten etc haben deutlich höhere Margen ( Aufschlag zwischen 2,5 – 8 ) mit Retourrecht an Hersteller da kann man den Budenzauber mit Versandkostenfreiheit viel einfacher realisieren

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Aktien

Apple-Quartalszahlen: iPhone-Verkäufe sehr schwach, andere Bereiche retten

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Ein Apple Mac Book

Die Apple-Quartalszahlen wurden soeben veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 64,7 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 64,04/erwartet 63,7).

Der Gewinn liegt bei 0,73 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 3,03, nach Aktiensplit umgerechnet 0,76 Dollar/für heute erwartet 0,70).

Der Umsatz im Services-Bereich klettert im Jahresvergleich kräftig von 12,5 auf 14,5 Milliarden Dollar (14 erwartet).

Die Aktie notiert nachbörslich mit -4,6 Prozent.

Die iPhone-Verkäufe im letztem Quartal liegen bei  26,4 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 33,3/für heute 27,9 erwartet). Alle anderen Teilbereiche bei Apple wachsen aber spürbar, und können die deutlich sinkenden Umsätze im Kernprodukt auffangen.

Der Umsatz in China ist von 11,1 auf 7,9 Milliarden Dollar gesunken. Europa legt zu von 14,9 auf 16,9 Milliarden Dollar. Nordamerika wächst von 29,3 auf 30,7 Milliarden Dollar.

Keine Aussicht für das aktuell laufende Quartal.

Apple in der Headline-Aussage:

“Apple capped off a fiscal year defined by innovation in the face of adversity with a September quarter record, led by all-time records for Mac and Services,” said Tim Cook, Apple’s CEO. “Despite the ongoing impacts of COVID-19, Apple is in the midst of our most prolific product introduction period ever, and the early response to all our new products, led by our first 5G-enabled iPhone lineup, has been tremendously positive. From remote learning to the home office, Apple products have been a window to the world for users as the pandemic continues, and our teams have met the needs of this moment with creativity, passion, and the kinds of big ideas that only Apple can deliver.”

“Our outstanding September quarter performance concludes a remarkable fiscal year, where we established new all-time records for revenue, earnings per share, and free cash flow, in spite of an extremely volatile and challenging macro environment,” said Luca Maestri, Apple’s CFO. “Our sales results and the unmatched loyalty of our customers drove our active installed base of devices to an all-time high in all of our major product categories. We also returned nearly $22 billion to shareholders during the quarter, as we maintain our target of reaching a net cash neutral position over time.”

Datenblatt zeigt Details der Quartalszahlen von Apple

weiterlesen

Aktien

Facebook Quartalszahlen stark – Aktie dennoch schwächer: „Unsicherheiten“

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Die Facebook-Quartalszahlen wurden soeben veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen (die Erwarungen im Vorfeld sind durch die starken Zahlen von Snap zuletzt gestiegen, hier Analysten-Prognosen):

Der Umsatz liegt bei 21,47 Milliarden Dollar (Prognose war 19,8 Milliarden). Der Umsatz liegt also deutlich über den Erwartungen.

Der Gewinn liegt bei 2,71 Dollar pro Aktie (Prognose für heute 1,91, Flüsterschätzung bei 2,03 Dollar). Damit übertrifft Facebook die Analysteneinschätzungen bei weitem.

Die Zahl der täglich aktiven Nutzer (DAU) liegt bei 1,82 Milliarden (Prognose war 1,79 Milliarden).

Die operative Marge liegt bei 37% .

Interessant: der effektive Steuersatz bei Facebook liegt bei 4% (!) – kein Wunder, dass der Gewin pro Aktie stiegt

Die Aktie notiert nachbörslich mit -2,0%, weil Facebook von „Unsicherheiten“ für den weiteren Ausblick spricht:

Looking ahead to 2021, we continue to face a significant amount of uncertainty.

We believe the pandemic has contributed to an acceleration in the shift of commerce from offline to online, and we experienced increasing demand for advertising as a result of this acceleration. Considering that online commerce is our largest ad vertical, a change in this trend could serve as a headwind to our 2021 ad revenue growth.

In addition, we expect more significant targeting and measurement headwinds in 2021. This includes headwinds from platform changes, notably on Apple iOS 14, as well as those from the evolving regulatory landscape.“

Das Headline-Statement von Facebook:

„We had a strong quarter as people and businesses continue to rely on our services to stay connected and create economic opportunity during these tough times,“ said Mark Zuckerberg, Facebook founder and CEO. „We continue to make significant investments in our products and hiring in order to deliver new and meaningful experiences for our community around the world.“

Mehr zu den Zahlen hier..

 

Mark Zuckerberg und die Zahlen von Facebook

Facebook-Chef Mark Zuckerberg. Foto: Anthony Quintano from Honolulu, HI, United States CC BY 2.0

weiterlesen

Aktien

Amazon-Quartalszahlen: Deutlich besser als erwartet!

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Amazon App auf Handy

Die Amazon-Quartalszahlen wurden soeben veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 96,15 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 69,98/erwartet 92,7).

Der Gewinn liegt bei 12,37 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 4,23/erwartet 7,41).

Amazon Web Services liefert einen Umsatz in Höhe von 11,6 Milliarden Dollar (+29 Prozent zum Vorjahresquartal, im Rahmen der Erwartungen).

Amazon erwartet Umsätze im laufenden 4. Quartal zwischen 112-121 Milliarden Dollar (bisher erwartet 112).

Amazon erwartet operative Gewinne im laufenden 4. Quartal in Höhe von 1 bis 4,5 Milliarden Dollar nach 3,9 Milliarden Dollar vor einem Jahr. Laut CNBC demnach 4 Milliarden Dollar erwartete Corona-Kosten, doppelt so hoch wie im zweiten Quartal

Die Amazon-Aktie reagiert nachbörslich mit -1,2 Prozent.

Kurz-Fazit: Sensationelles Ergebnis. Aber die Gewinnaussicht enttäuscht?

Key Facts im Wortlaut von Amazon:

• Operating cash flow increased 56% to $55.3 billion for the trailing twelve months, compared with $35.3 billion for
the trailing twelve months ended September 30, 2019.
• Free cash flow increased to $29.5 billion for the trailing twelve months, compared with $23.5 billion for the trailing
twelve months ended September 30, 2019.
• Free cash flow less principal repayments of finance leases and financing obligations increased to $18.4 billion for
the trailing twelve months, compared with $14.6 billion for the trailing twelve months ended September 30, 2019.
• Free cash flow less equipment finance leases and principal repayments of all other finance leases and financing
obligations increased to $17.9 billion for the trailing twelve months, compared with $10.5 billion for the trailing
twelve months ended September 30, 2019.
• Common shares outstanding plus shares underlying stock-based awards totaled 518 million on September 30,
2020, compared with 511 million one year ago.
• Net sales increased 37% to $96.1 billion in the third quarter, compared with $70.0 billion in third quarter 2019.
Excluding the $691 million favorable impact from year-over-year changes in foreign exchange rates throughout the
quarter, net sales increased 36% compared with third quarter 2019.
• Operating income increased to $6.2 billion in the third quarter, compared with operating income of $3.2 billion in
third quarter 2019.
• Net income increased to $6.3 billion in the third quarter, or $12.37 per diluted share, compared with net income of
$2.1 billion, or $4.23 per diluted share, in third quarter 2019.

Datenblatt zeigt aktuelle Quartalszahlen von Amazon

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um Ihnen das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen