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Giovannie Cicivelli Tradingchancen

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Massive Zuflüsse in ETFs seit Jahrebeginn: Ein Risiko!

Seit Jahresbeginn geht es mit den US-Märkten nicht mehr so recht nach oben, aber eine Branche boomt wie noch nie: die ETFs, also börsengehandelte Fonds, die zum Beispiel Indizes abbilden. Aber als es im August 2015 stark nach unten ging, waren es vor allem ETFs, die große Probleme bekamen und den Absturz verstärkten..

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FMW-Redaktion

Seit Jahresbeginn geht es mit den US-Märkten nicht mehr so recht nach oben, aber eine Branche boomt wie noch nie: die ETFs, also börsengehandelte Fonds, die zum Beispiel Indizes abbilden und nicht aktiv gemanaged sind.

Alleine in den ersten beiden Monaten diesen Jahres sind 131 Milliarden Dollar in ETFs geflossen laut Daten von ETFGI. Bereits das Jahr 2016 war ein Rekordjahr für ETFs gewesen mit Zuflüssen von 390 Milliarden Dollar – mithin sind also in den ersten beiden Monaten des Jahres 2017 bereits ein Drittel der Gelder in diese ETFs geflossen wie im gesamten ETF-Boom-Jahr 2016. Hauptprofiteure dieser Zuflüsse wiederum sind ETFs, die den amerikanischen Aktienmarkt abbilden – mithin basiert also ein nicht unwesentlicher Teil der Trump-Rally auf ETF-Käufen. Davon viel durch Privatanleger – sehr zum Leidwesen von klassischen Vermögensverwaltern oder auch Hedgefonds. Profiteure dagegen sind ETF-Anbieter wie Blackrock, das in 2017 ETF-Zuflüsse von 38 Milliarden Dollar verzeichnet, und Vanguard mit einem Zufluss von 29 Milliarden Dollar.

So weit, so erstaunlich. Denn ETFs sind zwar Sondervermögen – würde etwa ein großer ETF-Anbieter wie Blackrock pleite gehen, würde der Investor sein Geld nicht verlieren. Aber im August 2015, als die Aktienmärkte plötzlich und sehr heftig abstürzten, hat sich ein Problem gezeigt, wie wir damals berichteten:

„..extrem viele Werte wurden gestern kurzzeitig vom Handel ausgesetzt, aber besonders betroffen waren ETFs. So gab es gestern an den US-Börsen 1278 Handels-Aussetzungen, alleine 999 davon an der NSDAQ Arca, an der vor allem ETFs gehandelt werden. Bei den ETFs war also die Panik am größten, und das wirft noch einmal ein Schlaglicht auf die Aussagen Carl Icahns gegenüber BlackRock-Chef Larry Fink, wonach BlackRock mit seiner Konzentration auf ETFs eine Gefahr für das Finanzsystem darstelle („extremely dangerous company“):

„They sell liquidity. There is no liquidity. That’s my point. And that’s what’s going to blow this up.“ (siehe dazu unseren Artikel „Carl Icahn über Blackrock: „extrem gefährlich“).

Mithin gab es also ein Liquiditätsproblem: die ETFs mussten, wenn sie Indizes wie den S&P500 abbilden, Aktienwerte aus dem S&P500 verkaufen. Da aber fast alle ETFs gezwungen waren, Positionen zu reduzieren, gab es viele Verkäufer und fast keine Käufer – weshalb die Kurse von ETFs damals stärker fielen als die ihnen zugrunde liegenden Indizes!

Nun sagt man, die Probleme mit den ETFs damals im August 2015 wären bedingt durch die spezielle Funktionsweise der New Yorker Börse. Aber so sicher ist das nicht. Sollte nun, aus irgendwelchen Gründen, ein Schock-Ereignis einen starken Absturz der Märkte verursachen, könnte die starke Dominanz von ETFs ähnliche Folgwirkungen haben wie einst beim Flash Crash, der durch Algorithmen verursacht war.

5 Kommentare

5 Comments

  1. Dickbär

    21. März 2017 13:41 at 13:41

    Neben diese Dickfischen Vanguard u.Blackrock kann man auch noch die Schweizer Notenbank nennen, die anscheinend tonnenweise Apple u.andere US Aktien kauft und mithilft den Luftballon aufzublasen, anderseits nicht müde wird Leute von Immobilienkäufen abzuraten,dessen Hypozinsen man immerhin auf 10-15 Jahre mit unter 2% absichern kann.Ich bin gespannt, wann u.wie der Superballon platzt!!

  2. Dickbär

    22. März 2017 09:45 at 09:45

    Komisch,im FMW Kommentar v.17.2. ist auch der Blackrock Chef skeptisch u.trotzdem sind in letzter anscheinend Rekordmengen v. ETF gekauft worden ? ?

  3. Dickbär

    22. März 2017 09:48 at 09:48

    Korrektur, muss heissen „in letzter Zeit“

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Aktienrückkäufe: Kontroverses Thema im Detail besprochen

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Der Börsen-YouTuber Jens Rabe bespricht aktuell ausführlich das Thema Aktienrückkäufe. Und er sagt es ganz zu recht. Es ist ein kontroverses Thema! Im Video spricht er die Grundthematik an wie auch das Pro und Contra. Wir meinen: Kurzfristig und vordergründig mögen Aktienrückkäufe für die Aktionäre vielleicht reizvoll sein. Aber langfristig entziehen sie dem Unternehmen Cash, das man besser für Zukunftsinvestitionen nutzen sollte. Auch haben viele US-Konzerne in den letzten Jahren auf Pump (die tollen Niedrigzinsen) eigene Aktien zurückgekauft. Was für ein Wahnsinn. Und dann am Ende landen einige dieser Unternehmen im Voll-Desaster, siehe General Electric. Aber schauen Sie selbst das folgende Video (bitte erst ab Minute 3 gucken, dann ersparen Sie sich das Intro-Gelaber).

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Vapiano: Kurze Pause vom Dauer-Desaster

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Die Vapiano-Aktie ist ein Dauer-Desaster. Kommen die meisten Kunden irgendwann auf den Trichter, dass Kantinen-Flair zu Restaurant-Preisen doch nicht das Wahre ist? Mal ganz zu schweigen vom teilweise langen  Schlangestehen? Da nützt auch kein Olivenbaum mit Holztisch für ein hippes Ambiete, um das grundlegende Problem zu kaschiren? Gut, das mag ein langfristiges Problem sein, ob die Kunden dem angeblich hippen Restaurant-Betreiber auch in Zukunft die Bude einrennen.

Aber schauen wir doch mal zurück bis zum Börsengang von Vapiano. Im Jahr 2017 mit 24 Euro als ersten Börsenkurs hat die Aktie bis heute eine katastrophale Entwicklung hingelegt. Aktuell notiert die Aktie bei 6,03 Euro, was gegenüber gestern Abend ein Plus von 1,69% darstellt. Bei der ganz aktuellen Nachrichtenlage ist das ein Witz. Denn eigentlich hätten heute mal locker +5% drin sein können? Denn immerhin hatte Vapiano heute Nacht etwas Erfreuliches zu verkünden. Zitat:

Am heutigen Tage hat Vapiano die Refinanzierungsverhandlungen zur finanziellen Restrukturierung der Gesellschaft sowie zur weiteren Umsetzung der strategischen Neuakzentuierung erfolgreich abgeschlossen. Die Gesellschaft hat die verbindlichen Kreditzusagen im Gesamtvolumen von rund 30 Mio. EUR von den finanzierenden Banken und den Großaktionären Mayfair Beteiligungsfonds II GmbH & Co. KG, VAP Leipzig GmbH & Co. KG und Exchange Bioset GmbH & Co. KG erhalten. Die finale Dokumentation erfolgt in Abstimmung mit den kreditgebenden Banken bis Mitte Juni 2019.

Zwei Mal schon hatte Vapiano die Veröffentlichung seines Jahresabschlusses verschoben. Eigentlich sollte es heute so weit sein. Aber aufgrund weiterer Anforderungen an die Dokumentation der ausgehandelten Refinanzierung werde der Jahresabschluss auf den 18. Juni verlegt, wie man es aktuell verkündet hat.

Tja, erstmal 30 Millionen frisch aufs Konto, aber als Kredit wohlgemerkt! Die Begeisterung hält sich aber doch in Grenzen. Nur ein winziges Kursplus. Seit Oktober 2018 befindet sich der Kurs in einem fast komatösen Zustand, seitwärts auf extrem niedrigem Niveau. Dieser heutige Mini-Anstieg ist da noch nicht mal im Chart wahrnehmbar. Ahnen die Aktionäre, dass diese 30 Millionen Euro nur ein Tropfen auf den heißen Stein sind? Fehlt der Glaube an einen dauerhaften nachhaltigen Erfolg des Konzepts?

Vapiano in Fürth
Vapiano in Fürth. Foto: VAPIANO CC BY-SA 4.0

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Giovanni Cicivelli: Rückschau auf gute Trades und Vorschau auf neue Ideen

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An dieser Stelle nur eine ganz kurze Rückschau und auch Vorschau. Es gibt neue Forex-Ideen für den heutigen Freitag, und auch einiges bei Aktien zu beachten. Wollt ihr das vollständige Video von heute sowie für die kommenden Tage sehen, dann meldet euch einfach hier an. Es ist kostenlos.

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