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Materialmangel und Preiserwartungen der Industrie mit neuem Rekordwert

Materialmangel und Preiserwartungen der deutschen Industrie erreichen aktuell einen neuen Rekordwert. Die Lage scheint dramatisch zu sein. Laut heutigen Aussagen des ifo-Instituts und seinen Umfragen klagten im August 69,2 Prozent der Industrieunternehmen in Deutschland über Materialmangel, also Engpässe und Probleme bei Vorprodukten und Rohstoffen – ein neuer Rekord! Dieser Wert lag im Juli noch bei 63,8 Prozent. Der Chart (reicht bis 1991 zurück) zeigt, wie außergewöhnlich die Lage derzeit ist. Für die Produktion in der Industrie bleibt dies laut ifo nicht ohne Folgen. Die Beschaffungskrise stelle eine reale Gefahr für den Aufschwung dar.

Materialmangel macht Unternehmen zu schaffen

Die stark gestiegenen Einkaufspreise für die Vorprodukte würden den Unternehmen weiterhin zu schaffen machen. Die Knappheit bei Halbleitern und Chips mache sich insbesondere bei den Autoherstellern und ihren Zulieferern bemerkbar (91,5 Prozent nach 83,4 Prozent) und bei den Herstellern elektrischer Ausrüstungen (konstant bei 84,4 Prozent). Trotz Entspannung beim Holzpreis seien vom Materialmangel weiterhin sehr viele Möbelhersteller betroffen (86,2 nach 73,2 Prozent).

Grafik zeigt den Materialmangel laut Daten des ifo-Instituts

Preiserwartungen steigen auch auf ein neues Rekordhoch

Wegen dem Materialmangel wollen immer mehr Unternehmen die Preise erhöhen. Die ifo-Preiserwartungen sind auf einen neuen Rekordwert gestiegen. „Die Unternehmen geben die gestiegenen Einkaufspreise an ihre Kunden weiter. Insbesondere in der Elektroindustrie und der Metallbranche sind Preiserhöhungen vorgesehen. Aber auch die chemische Industrie und der Maschinenbau wollen ihre Leistungen verteuern. Vergleichsweise wenig Spielraum sieht hingegen die Automobilbranche.

Grafik zeigt Preiserwartungen laut Daten des ifo-Instituts



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