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Max Otte: „Erpressungskurs gegen Deutschland“

Redaktion

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Italien geht laut Max Otte mit seiner aktuellen Haushaltspolitik auf Erpressungskurs gegen Deutschland. Deutschland könne in Brüssel überstimmt werden, und wehre sich auch nicht. Italien sei viel, viel größer und daher viel gefährlicher als Griechenland. Bei der europäischen Schuldenpolitik ginge es laut Otte darum Deutschland quasi auszuschalten, da es zum Beispiel auch in der EZB de facto nichts zu melden habe.

Deutschland hafte, aber entscheide nicht mit in Europa. Umfangreich spricht Max Otte die Lage in Italien an über Pleitebanken, Jugendarbeitslosigkeit uvm. Im Detail werden die Risiken rund um Italien besprochen, hin bis zur Staatspleite und zum Platzen des Euro. Entweder das, oder man müsse die EU zu einem „zwangs-sozialistischen Gebilde“ umbauen, so Otte. Mehr dazu im folgenden sehenswerten Video-Interview.

Max Otte
Max Otte. Foto: IFVE CC BY 3.0

7 Kommentare

7 Comments

  1. Avatar

    Columbo

    24. Oktober 2018 17:05 at 17:05

    Bemerkenswert, kein Kommentar auf Ottes Interview, obwohl seine Aussagen wirklich an die Eurosubstanz gehen, mehr als Kashoggis Leiche oder die Verkäufe neuer US-Häuser. Offensichtlich glauben viele, das sei eh nur ein Problem Italiens. Wenn es denen da unten richtig schlecht geht mit Ihren Anleihen, Schulden, möglichen Staatsbankrott und wertloser Parallelwährung, betrifft das doch mich Deutschen, Österreicher usw. nicht. Oder Otte wird nicht mehr ernst genommen? In beiden Fällen täuscht man sich sehr wahrscheinlich.

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      Max Müller

      24. Oktober 2018 18:38 at 18:38

      Nein, alles Dynamit.

      Wir haben ja das TV, da werden wir doch objektiv Informiert. Kleber, Lanz und Illner sind nicht zu ersetzen.

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      Michael

      24. Oktober 2018 22:31 at 22:31

      @Columbo, vielleicht werden wir Kommentatoren müde, immer das Gleiche zu schreiben. Ändern können wir mit unseren Kommentaren ohnehin nichts, zu Italien ist alles gesagt. Ebenso zur EZB.
      Wir haften, zahlen, bluten mit utopischen Summen für die lebensfrohe Süd-Schiene und werden süd-europaweit dafür noch beschimpft. Wir prügeln lieber auf das nationale, innenpolitische Migranten-Budget ein, das einen verschwindend kleinen Anteil dessen darstellt, was uns die „offiziellen“ südlichen Lebensbejaher im Rahmen der EU/EZB kosten.

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      leftutti

      24. Oktober 2018 23:21 at 23:21

      Wer hat schon die Zeit, sich gegen 11 Uhr vormittags ein 48-Minuten-Video reinzuziehen, dieses zu reflektieren und zu kommentieren?
      Vielleicht ein paar emigrierte Rentner beim Zählen ihrer Goldmünzen, gelangweilte Hausfrauen beim Bügeln, introvertierte und kontaktscheue Berliner und Brandenbuger Schüler in den Herbstferien.
      Ganz sicher niemand, der sein Geld, seinen Lebensunterhalt noch selbst mit Arbeit und Leistung verdienen muss.

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        Columbo

        26. Oktober 2018 09:31 at 09:31

        @leftutti, Otte nur mehr für Rentner und Hausfrauen? Ich hatte das Buch von Otte 2007 zuhause, aber nicht gelesen, weil ich keine Zeit hatte, da ich meinen Lebensunterhalt mit Arbeit verdienen mußte. Tut mir heute noch leid.

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    Klartext Maschine

    24. Oktober 2018 22:06 at 22:06

    Task Force kündigt weltweite Regulierung von Kryptowährungen an
    https://freie-presse.net/task-force-regulierung-kryptowaehrungen/

    Die Financial Action Task Force (FATF) versteht sich als das international führende Gremium zur Bekämpfung von Geldwäsche und hat ihren Sitz bei der OECD in Paris.

    Nach Berichten von Reuters will die FATF den Kryptowährungen an den Kragen und weltweite Regulierungsstandards einführen. Kryptobörsen und Unternehmen bräuchten dann Lizenzen, die von den Staaten verwalten würden und sich an den internationalen Standards orientieren sollen. Damit will man der Geldwäschekriminalität vorbeugen und die Rechtssicherheit für Kunden und Anleger erhöhen.

    /Ironie on
    Ich schlage Goldman Sachs Lobbyisten Mario Draghi als Regulierer vor.
    Und Juncker als Fahnder für das Ressort Geldwäsche /Ironie off

  3. Avatar

    StefanH

    25. Oktober 2018 23:19 at 23:19

    Ich habe nicht viel Ahnung vom Finanzwesen. Aber das Einstecktuch würde ich an Herrn Ottes Stelle etwas besser in Form bringen…… Warum ist das wichtig? Weil manche Leute aufgrund Äußerlichkeiten bereits die Kompetenz eines Menschen beurteilen. Äußerlichkeiten sind wichtig, sonst wird man hier und da nicht ernst genommen.

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Arbeitsmarkt nach Corona: Mehr Staatswirtschaft, weniger Industrie

Redaktion

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Büro-Arbeitsplatz

Verschwörungstheorie? Oder nur eine Vermutung? Das „übliche“ neo-liberale Gelaber, welches den Staat verteufelt, und vor noch mehr Staat warnt? Nein, offizielle staatliche Aussagen vom heutigen Tage zeigen, dass am deutschen Arbeitsmarkt in die Staatswirtschaft deutliche Stellenzuwächse erleben wird, während produzierende Betriebe nicht nur jetzt, sondern auch in 2021 weiter Stellen abbauen wird.

Staatswirtschaft im Aufwind, Industrie im Rückzug?

De facto heißt das: Die Angestellten in der Privatwirtschaft müssen (insgesamt gesehen) durch Steuern und Abgaben immer mehr, mehr und noch mehr erwirtschaften und abführen, damit die immer größere Zahl der Arbeitsstellen im Rahmen der Staatswirtschaft auch bezahlt werden kann! Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), eine Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit, hat heute ihre Prognose für den deutschen Arbeitsmarkt für die Jahre 2020 und 2021 veröffentlicht. Und genau aus diesen Aussagen geht folgendes hervor, auszugsweise im Wortlaut:

Die Zahl der Arbeitslosen steigt laut der IAB-Prognose im Jahresdurchschnitt 2020 um 440.000, im Jahr 2021 könnte sie wieder um 100.000 zurückgehen.

Im Produzierenden Gewerbe gab es insbesondere im zweiten Quartal 2020 einen deutlichen Stellenabbau, der auch 2021 anhalten wird. Im Jahresdurchschnitt 2020 fallen hier 160.000 und 2021 nochmal 60.000 Stellen weg.

Beschäftigungszuwächse erwarten die IAB-Forscher dagegen vor allem im Bereich „Öffentliche Dienstleister, Erziehung und Gesundheit“ (jeweils +190.000 in beiden Jahren).

Wird man im Detail die Neueinstellungen bei Staat und öffentlichen Betrieben (zusammen nennen wir das mal die „Staatswirtschaft“) durchgehen, dann wird man im Einzelfall sicher sagen: Ja, diese neue Stelle ist sinnvoll, und die auch, und die auch, und die da… ja dieser neue Job bei dieser Behörde ist auch notwendig. Zum Beispiel mehr Polizisten, mehr Lehrer, mehr Personal für die Gesundheitsämter, mehr Personal für den Zoll für die Kontrollen bei Schwarzarbeit und Einhaltung der Vorschriften bei Fleischbetrieben, mehr Sozialarbeiter etc. Und so könnte man die Liste sicher endlos fortsetzen.

Nur irgendwer muss all das ja auch bezahlen, zusätzlich zu der immens steigenden Staatsverschuldung, die irgendwann ja auch irgendwer mal bezahlen soll. Unterm Strich, da darf man sich sicher sein, wird es heißen: Wir müssen leider, leider die Steuern erhöhen. Geht eben nicht anders? Oder wird man anstatt die Steuern raufzuschrauben, eher auf indirekte Steuern und Sozialabgaben setzen? Was der Bürger nicht so offensichtlich sieht, tut auch nicht so sehr weh?

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Baugewerbe mit Einbruch bei den Auftragseingängen – kein Grund zur Sorge!

Claudio Kummerfeld

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Baugewerbe mit Rückgang bei den Aufträgen

Das deutsche Baugewerbe verzeichnet einen Rückgang der Auftragseingänge. Krise? Weit gefehlt, so möchten wir meinen. Wie heute offiziell vermeldet wurde, sind die Auftragseingänge im Juli im Vergleich zu Juni um 5,6 Prozent gesunken, und im Vergleich zu Juli 2019 um 4,9 Prozent. In den ersten sieben Monaten des Jahres 2020 sank der reale Auftragseingang im Baugewerbe gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,7 Prozent. Warum diese Rückgänge noch kein Problem sind? Nun, die Aussagen der Statistiker deuten dies an.

Denn der Auftragseingang im Juni 2020 war aufgrund von Großaufträgen ungewöhnlich hoch ausgefallen. Und der Auftragseingang im Juli 2019 war der höchste jemals in einem Juli gemessene Wert. Von daher war es für den Juli 2020 auch schwer, im Vergleich zu diesem Rekord-Ausgangswert noch mal eine Steigerung hinzulegen. Und aktuell darf man ja auch noch ergänzen, dass im Zuge der Coronakrise verständlicherweise einige wirtschaftliche Abläufe wie Bauaufträge oder Bauanträge bei Ämtern verschoben werden oder sich verzögern. Wenn man das bedenkt, dann sind diese Auftragsrückgänge im Baugewerbe noch eher mild ausgefallen. So schreiben die Statistiker vom Statistischen Bundesamt auch Zitat „Gründe für diese negative Entwicklung sind neben möglichen Einflüssen der Corona-Pandemie auch das sehr hohe Niveau des Vorjahres“.

Die am Anfang des Artikels genannten Prozentveränderungen waren real, saison- und kalenderbereinigt gerechnet. Die nominalen Veränderungen fielen noch viel kleiner aus. Der Auftragseingang im Baugewerbe betrug im Juli 2020 rund 7,5 Milliarden Euro. Das waren nominal (nicht preisbereinigt) 2,5 % weniger gegenüber dem Höchststand im Juli 2019. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sanken die Auftragseingänge in den ersten sieben Monaten 2020 nominal um 0,5 %.

Grafik zeigt Verlauf der Auftragseingänge im Baugewerbe

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Coronakrise und Insolvenzen: Ab 01.Oktober kommt die Pleite-Welle

Markus Fugmann

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Aufgrund der Coronakrise hat die Bundesregierung bekanntlich beschlossen, das Insolvenzrecht zeitlich begrenzt auszusetzen und damit die Pflicht zur Anmeldung einer Insolvenz ausser Kraft zu setzen – gleichwohl droht nun bereits in der nächsten Woche eine massive Pleite-Welle. Denn ab 01.Oktober müssen jene Unternehmen wieder Insolvenz anmelden, die zahlungsunfähig sind – während überschuldete Firmen erst ab 01.Januar 2021 die Pflicht zur Insolvenz-Anmeldung haben.

Wie viele der von der Coronakrise betroffenen Unternehmen in Deutschland müssen dann als ab nächster Woche Insolvenz anmelden? Volker Römermann, unter anderem Fachanwalt für Insolveznrecht, sagt: über 90% der betroffenen Firmen werden dann ab 01.Oktober Insolvenz anmelden müssen, denn so hoch sei die Zahlungsunfähigkeits-Quote bei allen Insolvenzen – Überschuldung und damit die Pflicht zur Insolvenzanmeldung erst ab 01.Januar 2021 sei dagegen bei weniger als 10% der Fall.

Coronakrise: Jetzt kommt der Schmerz!

Das bedeutet: hunderttausende Firmen in Deutschland werden wohl zeitnah Insolvenz anmelden! Das wird viele Arbeitsplätze kosten. Der durch die Coronakrise ausgelöste Schmerz wurde also lediglich in die Zukunft verschoben – und diese Zukunft und damit der große Schmerz kommt nun also im Oktober, „buchstäblich am 01.Oktober“, sagt Römermann im Interview mit Florian Homm. Zwischen Januar und August diesen Jahres war die Zahl der Insolvenzen in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr sogar rückläufig – da hat sich nun viel aufgestaut, was sich nun in einer Pleite-Welle entladen dürfte!

Und der Schmerz geht dann ab 01.Januar 2021 weiter, denn viele Firmen haben in der Coronakrise noch einmal Kredite aufgenommen, seien aber nicht zuletzt dadurch aussichtslos überschuldet, sagt Volker Römermann:

Ab 01.Oktober schlägt die Coronakrise voll durch - es droht eine Welle von Insolvenzen

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