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Max Otte spricht mit Marc Friedrich über den „Größten Crash aller Zeiten“

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Max Otte spricht mit Marc Friedrich über den bevorstehenden Crash

Max Otte hat aktuell den Bestsellerautor Marc Friedrich interviewt zu seinem Buch „Der größte Crash aller Zeiten“, welches gleich auf Platz 1 geschossen ist. Sehen Sie dazu das folgenden Video. Marc Friedrich nennt die großen Probleme, die aktuell objektiv vorhanden sind. Eine schwächelnde Konjunktur, zahlreiche Zombieunternehmen, die nur aufgrund von Nullzinsen noch nicht pleite gegangen sind, und die gigantischen Schuldenberge im gesamten Finanzsystem dank Nullzinsen, sowie aufgeblähte Märkte dank riesiger Gelddruck-Aktionen der Notenbanken.

Max Otte und Marc Friedrich haben in vielen Punkten eine ähnliche Meinung

Marc Friedrich wie auch Max Otte (hier aktuelle Warnungen auch von Dirk Müller) sehen viele Aspekte bei Donald Trump positiv. Friedrich spricht von damaligen US-Reisen und seinen Eindrücken, die schon vor der ersten Trump-Wahl zu seiner Meinung führten, dass Trump die Wahl gewinnen werde. Damals sei er dafür noch mehr als belächelt worden. Und auch jetzt glaube er daran, dass Trump die Wahl erneut gewinnen werde. Denn wenn der Aktienmarkt in den USA weiterhin so gut laufe, würden die Amerikaner ihn wählen. Und die Demokraten hätten keinen echten Gegenkandidaten.

Marc Friedrich und Max Otte sind sich ziemlich einig darin, dass seitens der Bevölkerung ein immer weiter ansteigender Vertrauensverlust in Politik, Finanzwelt und Medien vorhanden sei. Friedrich befürchtet sogar ein Abgleiten in Richtung Diktatur. Die Ränder links und rechts würden im Ausland, aber auch in Deutschland immer stärker.

Marc Friedrich hält wenig davon jetzt in Aktien zu investieren

Während Max Otte dazu rät einen Teil der Geldanlagen in Aktien zu halten, ist Marc Friedrich weniger begeistert. Im Crash solle man auf Cash und Gold setzen. Bis zu 15% Aktienquote, das sei zwar ok. Aber das Zeitalter der Sachwerte breche an. Warum er wenig begeistert davon ist gerade jetzt auf Aktien zu setzen? Zum Beispiel der US-Aktienmarkt sei aktuell enorm aufgebläht. Die dafür verantwortlichen Faktoren seien die Aktienrückkaufprogramme der Unternehmen, Trumps Steuersenkungen, und das billige Geld der Fed.

Bitcoin sei ein tolles Investment, und er rate dazu einen kleinen Teil seines Geldes auf jeden Fall in Bitcoin zu investieren, da die Menge der Coins begrenzt sei. Von all den anderen Kryptowährungen, von denen die meisten eher Shitcoins seien, rät er ab. Der Bictoin habe im zukünftigen Finanzsystem eine große Zukunft, um seine Worte sinngemäß wiederzugeben. Schauen Sie hier das Gespräch im Video.

12 Kommentare

12 Comments

  1. Avatar

    TM

    25. November 2019 11:06 at 11:06

    „zahlreiche Zombieunternehmen, die nur aufgrund von Nullzinsen noch nicht pleite gegangen sind“

    Bei 0% Zins gehen eher wenige Unternehmen pleite, bei 100% Zins wären wohl fast alle pleite. Sind die Unternehmen, die bei 2% nicht pleite sind, aber 2,5% auch Zombie-Unternehmen oder die bei 5% pleite sind oder bei 10%?

    „die gigantischen Schuldenberge im gesamten Finanzsystem dank Nullzinsen,“
    Die Schuldenquote sind doch gerade da, wo die Zinsen bei Null liegen gefallen:
    https://tradingeconomics.com/euro-area/government-debt-to-gdp
    Umgekehrt sind die Schulden in China, wo die Zinsen eher hoch sind, weiter gestiegen.

    „Marc Friedrich wie auch Max Otte sehen viele Aspekte bei Donald Trump positiv.“
    na das überrascht wenig….

    “ ein immer weiter ansteigender Vertrauensverlust in Politik, Finanzwelt und Medien“
    Ist das pauschal so?
    https://de.statista.com/infografik/20039/umfrage-zum-vertrauen-in-medien/
    https://www.dw.com/image/37075994_105.png

    Also beim Punkt Medien genieesen doch – m.E. zu Recht – gerade die von Friedrich und Otte bevorzugten Medien wenig Vertrauen. Bei einer noch weiter differenzierten Aufteilung käme vermutlich heraus, dass vor allem den selbsternannten Alternativmedien sowie der Bild und ähnlichen Blättern sowie den privaten Fernsehsendern wenig vertraut wird.

    Und der Finanzwelt wird glaube ich schon seit Ewigkeiten wenig Vertrauen entgegengebracht.

    „Denn wenn der Aktienmarkt in den USA weiterhin so gut laufe, würden die Amerikaner ihn wählen. […] Während Max Otte dazu rät einen Teil der Geldanlagen in Aktien zu halten, ist Marc Friedrich weniger begeistert.“

    Also Friedrich glaubt einerseits, dass Trump aufgrund des gut laufenden Aktienmarktes wiedergewählt wird, rät aber andererseits von Aktien ab?

    • Avatar

      sabine

      25. November 2019 12:16 at 12:16

      „ein immer weiter ansteigender Vertrauensverlust in Politik, Finanzwelt und Medien“
      1.) Sie bestreiten das und nennen das Vertrauen, gezeigt in statista, 2015 von 52% und 2018 von 61% als hoch? Wissenschaftliche Studien sind dagegen beunruhigt. Zitat „Während im Westen Deutschlands 64 Prozent der Menschen die Medien-Informationen als glaubwürdig einschätzen, sind es im Osten nur 48 Prozent.“
      https://www.marktforschung.de/aktuelles/marktforschung/vertrauen-in-medien-ostdeutsche-deutlich-kritischer/
      Was ich z.B. nicht glaube, daß im Jahr 2000 nur 30% den Medien vertraut haben und jetzt wieder 60%. Dem Ergebnis traue ich nicht, Uni hin oder her!
      https://www.wiwi.uni-wuerzburg.de/lehrstuhl/professur-fuer-wirtschaftsjournalismus-und-wirtschaftskommunikation/forschung/studienreihe-zum-medienvertrauen/

      2.) Denn warum will der Staat per Zwang die GEZ? Wenn doch alle die Staatsmedien so toll finden? Nein, weil er das Geld freiwillig nie bekommen würde. Nicht mal 10%. Nur weil der Deutsche zu bequem ist, oder (wie ich) kein Geld und Zeit für den Widerstand gegen die GEZ hat, winken es die meisten durch! Die wenigen anderen werden dann von den Medien oder Trollen in Foren verteufelt.

      3.) Und warum kommt jetzt noch die Zwangszeitung dazu? Ich könnte ja die Zeitung lesen, also wird sie mit Steuergeldern unterstützt. Diesmal kann man sich gar nicht dagegen wehren, weil ja der Staat mit meinem Geld zahlt. Und mit Abwahl der Regierung funktioniert es auch nicht, denn SPD, CDU, Grüne, Linke und FDP wollen im Groben alles das Gleiche.

      • Avatar

        Michael

        25. November 2019 12:54 at 12:54

        @sabine, den ÖR und Tageszeitungen vertrauen laut der Befragung sogar 70 bis 80%, das ist schon sehr hoch! Nach unten gezogen wird der Durchschnitt durch Private Sender, soziale Medien und Boulevardpresse, was irgendwo auch verständlich und nachvollziehbar ist. Leider findet sich auf die Schnelle keine Auflistung für die ostdeutsche Bevölkerung nach diesen Kategorien. Vielleicht vertrauen die ja eher den sog. Alternativmedien.

        Wenn die Ergebnisse nicht ins Weltbild passen, glauben und vertrauen Sie ihnen nicht. Mit der Begründung, sonst würden die Leute freiwillig den Rundfunkbeitrag bezahlen. Würde jemand ohne Zwang freiwillig Steuern bezahlen? Ohne Worte! Da müssten Sie schon Gegenargumente und vertrauenswürdige alternative Umfragen anführen.
        Was die 30% im Jahr 2000 angeht, kann ich nur raten: Es wäre allerdings sehr plausibel, dass nach dem Zusammenbruch der Dotcom-Blase, dem vorherigen Hype auch in den Medien und den enormen Verlusten der Deutschen an den Aktienmärkten die Schuld den Medien zugeschoben wurde. Nach dem Motto: Ihr habt uns dazu getrieben… Das ist aber, wie erwähnt, nur eine Vermutung.

        • Avatar

          sabine

          25. November 2019 17:04 at 17:04

          Nur kurz zur einem Punkt:
          Wie können denn diese Statitiken wahrscheinlich sein, wenn im Jahr 2000 nur 30% den Medien vertraut haben? (Egal ÖR…) Ich habe 2000 miterlebt und erinner mich wirklich nicht an ein zweimal höheres Mißtrauen als heute. Woher sollte denn a) der damalige Absturz kommen? Wegen Köln Berichterstattung? Das war danach!
          https://www.presseportal.de/pm/62544/3525789 Was war sonst vor 2000?
          b) Wieviel % der Deutschen juckte die Dotcom-Blase? Mich z.B. nicht, da ich Aktientechnisch nicht investiert bin. Und was haben die Medien bei der Dotcomblase falsch gemacht? Es waren doch bloß wieder die Bild und sonst die Finanzmedien, die alles erst hochgejubelt haben. Und das soll alle Deutsch brennend interessiert haben? Da war der Telekomabsturz für die Deutschen aber wesentlich wichtiger.
          c) Dann aber: Wieso danach der Aufschwung des Vertrauens? Gibt es keine Blasen mehr? Irgendetwas stimmt da gewaltig nicht!

          Aber lassen wir es dabei. Gemäß Ihrer Stellungnahme passen mir die Ergebnisse nicht ins Weltbild, ich lebe auf dem Mond und nicht in einer Fa. mit über 20.000 Mitarbeitern, hab keinerlei Kontakt mit der Außenwelt und kann mir deswegen dazu kein Urteil erlauben.

          • Avatar

            Michael

            25. November 2019 18:31 at 18:31

            @sabine, Ihr letzter Absatz ist eine beleidigte Überreaktion, so habe ich das nie geschrieben. Mir ging es nur um Ihre an den Haaren herbeigezogene Begründung, dass die Leute bei einem hohen Medienvertrauen doch freiwillig den Rundfunkbeitrag bezahlen würden. Außerdem verwechseln oder vermischen Sie vollkommen die Zahlen aus Presse, TV und Radio.

            2000 war das erste Jahr dieser Erhebung, keine Ahnung, warum da die Werte so tief waren. Aber betrachten Sie die Zahlen doch seit 2001 bis zu den aktuellen Daten. Hier eine etwas übersichtlichere Grafik als die mit den fetten Punkten:
            https://de.ejo-online.eu/wp-content/uploads/Vertrauen_Abb.1.jpg
            https://de.ejo-online.eu/qualitaet-ethik/medienvertrauen-auf-dem-tiefpunkt

            Im Prinzip ist das Vertrauen langfristig doch unverändert, gewisse Schwankungen, wie der Einbruch in 2015 dürften auf die Migranten- und Medienhetze dieses Jahres zurückzuführen sein. Populistische Tsunami-Wellen und Strömungen ebben jedoch schnell wieder ab.

            Sie vermischen zudem ganz x-beliebig die Werte, um ein Bild darzustellen, das völlig nach Ihren Wünschen verzerrt ist. Die 30% aus dem Jahr 2000 beziehen sich ausschließlich auf die Presse (also Printmedien, TV und Radio waren schon damals bei etwa 50%), während Ihre 60% entweder vom TV 2016 oder dem allgemeinen Vertrauen aus 2019 stammen.

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          Petkov

          13. Dezember 2019 20:28 at 20:28

          Michael, du weißt aber schon, dass auch über 75% der Chinesen ihren ÖRs vertrauen? Der Vertrauensgrad ist ergo kein Maßstab für die Qualität der Medien. Im Falle von Deutschland und China zeigt es lediglich den Grad der Empfänglichkeit für Regierungspropaganda. Oder bei Zeitgenossen wie dir den Grad der selbstgefälligen politischen Verblendung.

          • Avatar

            Michael

            13. Dezember 2019 23:32 at 23:32

            @Petkov, Zeitgenossen wie Ihnen ist der Grad der überheblichen Verblödung durch alternative Medien offensichtlich wichtiger. Sie vergleichen Deutschland mit China, kritisieren wie ein allwissender Halbgott von seinem Elfenbeinturm weit unterhalb des Olymp, ohne eigene Quellen für Ihr unverblendetes und reines Ur-Wissen anzuführen und vor allem: Sie verdrehen einem das Wort im Mund und unterstellen Dinge, die nie gesagt wurden.

            Schließlich ging es hier nur darum, dass @sabine wie immer Tatsachen und Fakten leugnet und verdreht, was ich im konkreten Fall richtig stellen wollte. Ob ich persönlich den hohen Vertrauensgrad der deutschen Bevölkerung für gut oder schlecht befinde, habe ich nie geäußert. Ich habe nicht über die Qualität deutscher Medien gesprochen. Ich habe nur die Fakten zu dieser Statistik erläutert. Ohne Wertung, ohne suggestive Propaganda, ohne Feindbilder zu schüren, ohne wie Sabine gleich immer GEZ, SPD, CDU, Grüne, Linke und FDP in einen links-kommunistischen Topf zu werfen.

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    PK

    25. November 2019 11:47 at 11:47

    Friedrich ist intelligent und sieht viele richtige Zusammenhänge.
    All das hat er nicht mit dem durchschnittlichen Marktteilnehmer gemeinsam.
    Und darum liegt er seit Jahren daneben.

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    Koch

    25. November 2019 17:54 at 17:54

    TM=LK(Larry Kudlow)=Direktor des nationalen Wirtschaftsrats der Bundesregierung,oder kurz wirtschaftspolitischer Regierungssprecher mit extremem Hang zur Obrigkeitshuldigung.

  4. Avatar

    sabine

    25. November 2019 20:28 at 20:28

    @Michael:
    1.) Ihr letzter Absatz ist eine beleidigte Überreaktion,
    2.) Außerdem verwechseln oder vermischen Sie vollkommen
    3.) Sie vermischen zudem ganz x-beliebig die Werte, um ein Bild darzustellen, das völlig nach Ihren Wünschen verzerrt ist.
    Zu 3) Was denn jetzt? Mach ich alles falsch oder reagier ich über? Sie sind nicht logisch.
    Und dann noch -1) keine Ahnung, warum da die Werte so tief waren.
    -2) Einbruch in 2015 dürften auf die Migranten- und Medienhetze dieses Jahres zurückzuführen sein. Populistische Tsunami-Wellen und Strömungen ebben jedoch schnell wieder ab.
    Zu – 2) Sie sagen, daß es ein Vertrauenseinbruch gab, wegen der Migranten und Medienhetze in den Qualitätsmedien und weil Medien populistisch waren? Was nehmen Sie`?

    Hier noch etwas schönes:

    Wenn du nur aufhörst, der Maus mit Fallen nachzustellen, wird auch sie keinen Grund mehr haben, an deinen Vorräten zu nagen.“

    Wenn wir nur aufhören, SUVs zu fahren, werden die Chinesen auch keinen Grund mehr haben, Kohlekrafwerke zu errichten und zu betreiben?

    Wenn wir nur aufhören, Fleisch zu verzehren, werden die Brasilianer auch keinen Grund mehr haben, den Regenwald abzuholzen?

    Wenn wir nur aufhören, Inlandsflüge zu nutzen, wird die Bahn auch keinen Grund mehr haben, teuer, überfüllt und unpünktlich zu sein?

    Wenn wir nur aufhören, Ölheizungen zu betreiben, werden die USA auch keinen Grund mehr haben, Fracking Gas nach Polen zu exportieren?

    Wenn wir nur aufhören, Kinder zu bekommen, wird es auch keinen Grund mehr geben, die Bevölkerung Afrikas jede Woche um eine Million Menschen wachsen zu lassen.

    • Avatar

      sabine

      25. November 2019 20:32 at 20:32

      1-3 und -1 und -2 waren Zitate.
      Das schöne Zitat ist von Egon Kreutzer.
      https://egon-w-kreutzer.de/mobilitaetsverein-prognostiziert-jobwunder

      Hier noch einer: Der übergeordnete Blödsinn heißt:
      Wenn die Menschheit nur aufhört, CO2 zu emittieren,
      wird auch das Klima keinen Grund mehr haben, sich zu wandeln.

    • Avatar

      Michael

      26. November 2019 10:06 at 10:06

      @sabine, Sie können ja richtig poetisch sein. Hübsch! Ein paar der Sachen lebe ich schon lange, andere wiederum sind Unsinn.

      Im letzten Absatz Ihres 2. Kommentars reagieren Sie über, in Ihrem 1. Kommentar vermischen Sie die Zahlen willkürlich. Das kann doch nicht so schwer zu verstehen sein für eine Poetin.
      Und ich meine Migranten- und Medienhetze in den Alternativmedien (Lügenpresse etc.) und dass alternative Medien und Parteien populistisch waren und noch immer sind.

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Tesla-Quartalszahlen: Erwartungen übertroffen, Aktie steigt nachbörslich

Claudio Kummerfeld

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Ein Tesla-Auto von innen

Die Tesla-Quartalszahlen wurden soeben veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 8,77 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 6,3/zweites Quartal 2020 6,04/erwartet für heute 8,26).

Der Gewinn liegt bei 0,76 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal +1,91/zweites Quartal 2020 +2,18/erwartet für heute +0,56).

Die „Automotive gross margin“ steigt im Jahresvergleich von 22,8 Prozent auf 27,7 Prozent.

Der Sonderumsatzposten „regulatory credits“ trägt 397 Millionen Dollar zum Autoumsatz bei, im Vorquartal waren es 428 Millionen Dollar.

Der Free Cash Flow steigt im von 418 Millionen Dollar im Vorquartal auf 1,395 Milliarden Dollar.

Die Aktie von Tesla reagiert nachbörslich mit +3,2 Prozent.

Datenblatt zeigt aktuelle Tesla-Quartalszahlen

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Aktien

Tesla-Quartalszahlen heute Abend – hier eine kurze Vorschau

Claudio Kummerfeld

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Ein Tesla-Auto

Tesla meldet heute Abend seine Quartalszahlen. Wir werden dann umgehend berichten. Hier eine kurze Vorschau. Vor genau einem Jahr lag der Quartalsumsatz noch bei 6,3 Milliarden Dollar, im zweiten Quartal 2020 waren es 6,04 Milliarden Dollar. Für heute liegen die durchschnittlichen Erwartungen von 15 Analysten bei 8,26 Milliarden Dollar.

Gewinnerwartung für Tesla

Beim Gewinn pro Aktie lag Tesla bei seinen Quartalszahlen vor einem Jahr bei +1,91 Dollar, und im zweiten Quartal 2020 bei +2,18 Dollar. Für heute Abend liegen die Erwartungen für das 3. Quartal bei 0,56 Dollar. Bei Tesla kommt es oft zu Überraschungen. Kann Elon Musk diese 0,56 Dollar Erwartung auch dieses Mal sensationell nach oben toppen? (mit welcher buchhalterischen Kreativität auch immer)

Auslieferungen und Steuergutschriften

Die Auslieferungszahlen für das 3. Quartal hatte Tesla bereits am 2. Oktober veröffentlicht, und die Schätzungen von 137.000 Autos für diese drei Monate übertroffen mit 139.300 Stück. Analysten erwarten auch einen weiteren kräftigen Beitrag zum Gewinn durch „regulatorische Steuergutschriften“, die Tesla an andere Autohersteller verkauft. In den letzten Quartalen haben diese Verkäufe einen netten Teil, und manchmal sogar den gesamten Quartalsgewinn ausgemacht.

Im Chart sehen wir die Tesla-Aktie im Verlauf der letzten zwölf Monate. Nach dem Aktiensplit wirkt die Aktie optisch viel günstiger, aber der reale Kursgewinn ist ja der selbe geblieben. Im Februar direkt vor Ausbruch des großen Börsencrash notierte die Aktie (Aktiensplit schon berücksichtigt) noch bei 185 Dollar, jetzt sind es 427 Dollar.

Chart zeigt Kursverlauf der Tesla-Aktie in den letzten zwölf Monaten

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Aktienmärkte: Buy and Hold – nach wie vor im Vorteil?

Das Thema ist so alt wie die Aktienmärkte selbst: sollten man Aktien kaufen und liegen lassen – oder viel aktiver kaufen oder verkaufen? Ein Blick in die Geschichte

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Das Thema ist so alt wie die Aktienmärkte selbst: Man wählt einen Korb aussichtsreicher Aktien aus und handelt diese aktiv, indem man sie bei Unterschreiten von Limits verkauft, um bei den immer wieder auftretenden Korrekturen nicht dabei zu sein. Das Problem ist, dass zwar die Zahl der Korrekturen der Aktienmärkte zugenommen hat – aber eben auch die raschen, gegenläufigen Bewegungen, was ein grundsätzliches Problem darstellt. Man ist vielleicht rechtzeitig ausgestiegen, aber nicht mehr rechtzeitig zurückgekehrt. Der Corona-Crash lässt grüßen. Hierzu ein paar Fakten.

Aktienmärkte: Der langfristige Anlagestil

Buy and hold, als Strategie, dies wurde jahrzehntelang von Warren Buffett zelebriert, der seine Aktien im Schnitt 11 Jahre gehalten hat. Und vom unvergessenen André Kostolany – zumindest gilt dieses Adjektiv für die etwas ältere Anlegergeneration, schließlich ist der aus Ungarn stammende Spekulant bereits im Jahre 1993 verstorben. Aktien kaufen, Schlaftabletten nehmen und dann reich werden, über diesen Spruch schmunzelt man noch heute.

Aber kann man im Zeitalter des fast gebührenfreien Daytradings und der ständig verfügbaren Information da noch mit den Märkten mithalten? Spontan könnte man mit einem „niemals“ antworten, aber ganz so einfach gestaltet sich die Sache nicht.

Der immerwährende Versuch des Markttimings

Es gibt heutzutage keine Wirtschafts- und Börsenpublikation, in der nicht die langen Zeitreihen (Charts) von Aktien und Indizes abgebildet sind. Mit den tiefen Einbrüchen und den ständig unterbrochenen Aufwärtstrends der Aktienmärkte. Da muss es doch möglich sein, ein paar Zusatzprozente zu ergattern. Tatsächlich wird dies auch ständig versucht: lag die Haltedauer von Aktien vor 30 Jahren noch bei circa zwei Jahren, so hat sich dies in der heutigen Welt der Onlinebroker im Schnitt mindestens geviertelt. Dies gilt weltweit.

Klar, dass damit die Ausschläge (Volatilität) der Aktienmärkte zugenommen haben.

Statistiken zeigen, dass von den 20 größten Verlusttagen seit dem Beginn des Wirtschaftswunders in Deutschland allein zehn seit der Jahrtausendwende stattgefunden haben. Der größte Einbruch der Aktienmärkte war merkwürdigerweise nicht der schwarze Montag, am 19. Oktober 1987, mit dem Kursmassaker an der Wall Street. Der 9,39 Prozent-Tagesverlust rangieren nur an vierter Stelle, Nummer eins ist der 16. Oktober 1989 mit minus 12,81 Prozent, gefolgt von einem aktuellen Coronacrash-Tag, dem 12. März 2020, mit minus 12,24 Prozent.

Dass diese Kurskapriolen aber auch ihr Gegenstück haben, beweist die Auflistung der besten 20 Dax-Tage seit über 60 Jahren, von denen allein zwölf seit der Dotcom-Blase geschehen sind. Fünf Tage mit Kursavancen von über 10 Prozent plus, der letzte war am 24. März mit plus 10,98 Prozent. Die Wende bei der Coronakrise, wer nur den ersten Wendetag verpasste, hat bereits einen Teil der Erholung der Aktienmärkte verpasst. Betrachtet man einen längeren Zeitraum, so wird auf dramatische Art und Weise klar, was gewisse Abstinenzen vom Markt für Performanceeinbrüche verursachen können.

Lutz Neumann, Leiter der Vermögensverwaltung der Sutor Bank in Hamburg, hat die Dax-Historie im Hinblick auf die Bedeutung des Investitionszeitraums untersucht. Erste Feststellung: In sechs von zehn Fällen an großen Kurseinbrüchen gibt es bereits innerhalb der nächsten zwei Wochen die besten Tage für die Aktienmärkte. Eine Erklärung dafür ist stets sicher auch die rasche Absicherung von Anlegern, die – von der Intensität des Abschwungs geschockt – ihr Depot mit Putspekulationen absichern. Oftmalige Folge: Eine kleine Eindeckungsrally.

Die Auswertung der Dax-Historie ergab ein ernüchterndes Bild für Timingversuche: Die durchschnittliche Rendite seit der Gründung vor 33 Jahren beträgt gute sieben Prozent, gleichbedeutend mit einer Verdoppelung des Index, jeweils in weniger als 10 Jahren. Wer die besten zehn Tage versäumte, reduzierte seine Performance auf 4,32 Prozent, bei 20 Tagen auf 2,21 Prozent und ab 30 Tagen hätte er sich bereits ein renditeloses Indexdepot einfangen.
Jetzt könnte man einwenden, dass man nicht in den Index zu investieren brauche, bei Einzelaktien könnte man doch viele Krücken außen vor lassen.

Auch hier hat ein Fondsmanager, Sven Lehmann, vom Vermögensverwalter HQ Trust, nachgerechnet. Und zwar gleich beim derzeit sehr beliebten MSCI World:

Innerhalb von 30 Jahren schlugen ein Drittel der 1200 Aktien in ihrer Performance den Index, zwei Drittel blieben hinter der Benchmark zurück. Allerdings benötigten einige dieser Siegeraktien oft viele Jahre, um sich von zwischenzeitlichen Einbrüchen zu erholen. Das Paradebeispiel ist für mich die Kursentwicklung von Amazon, dem Highflyer der Aktienmärkte schlechthin: Im Jahr 1997 mit einem Tief von 1,32 Euro bis zum Jahr 2000 auf sagenhafte 85,50 Euro gestiegen, um dann in der Dotcom-Krise um über 90 Prozent auf 6,40 Euro abzustürzen. Was dann folgte war das Kursspektakel schlechthin, ein Anstieg auf 2979 Euro in der Spitze oder eine Performance von über 43.000 Prozent. Allerdings wiederum mit mehr als einer Kurshalbierung während der Finanzkrise.

Es ist nicht nur schwer, die richtigen Aktien herauszufiltern, auch diese entsprechend lange zu halten, ist eine weitere Hürde für unser von Gier und Angst geflutetes Gehirnarreal.

Viele kleine Korrekturen seit der Finanzkrise

Aktienmärkte und das Timing-Problem

War nicht so einfach, seit der Finanzkrise mit Short-Spekulationen auf ide Aktienmärkte Geld zu verdienen. Nicht einmal in der Coronakrise, bei dem schnellen Einbruch und der sehr schnellen Gegenreaktion. Gerade im April während des Lockdowns kamen die ganz schlimmen Prophezeiungen.

Fazit

Es klingt immer wieder verlockend, wenn die Vertreter der aktiven Fondsbranche behaupten, dass man in Krisenzeiten nur die richtigen Aktien im Depot haben müsse, um diese Phasen zu überstehen. Nur gibt es dabei ein großes Problem: Auf diese Weisheit sind schon Tausende andere Anleger auch gestoßen, dementsprechend teuer sind diese Titel zumeist und natürlich gibt es auch die Schwierigkeit genau diese Titel zu identifizieren. Warum liegen die großen Indizes (MSCI World, S&P 500) in ihrer Performance auf längere Sicht weit vor den Produkten der Finanzindustrie?

Weil diese neben den zahlreichen Underperformern auch immer die Gewinner der jeweiligen Periode im Depot haben. Und was das Timing betrifft, also das rechtzeitige Aus- und Wiedereinsteigen iin die Aktienmärkte, darüber gibt es schon seit Jahrzehnten viele Untersuchungen – besonders aussagekräftig die des legendären Fondsmanagers von Fidelity, David Lynch: „Anleger haben mit der Vorbereitung auf oder dem Antizipieren von Marktkorrekturen viel mehr Geld verloren als in den Marktkorrekturen selbst.”

Dieses klappt nicht, weil man in schöner Regelmäßigkeit die Tage auslässt, in denen es völlig überraschend und ganz dramatisch nach oben geht.

Istv buy and hold die richtige Strategie für die Aktienmärkte?

 

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