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Max Otte über Trump und die EZB-Politik

Max Otte wurde berühmt, als er die Finanzkrise (genauer: das Platzen der US-Immobilienblase) korrekt vorhersagte in seinem Buch „Der Crash kommt“. Dorht diesmal eine Art „Trump-Crash“ nach der Trump-Rally?

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FMW-Redaktion

Max Otte wurde berühmt, als er die Finanzkrise (genauer: Das Platzen der US-Immobilienblase) korrekt vorhersagte in seinem Buch „Der Crash kommt“. Ob auch diesmal eine Art „Trump-Crash“ droht, weiß Otte nicht zu sagen, er war anfangs sogar ein „Fan“ von Donald Trump, ist aber nun mehr als ernüchtert. Doch muß man da schon die Frage stellen: war etwas Anderes zu erwarten gewesen bei Trump, als dann eintrat? Wohl eher nicht!

Otte in folgendem Video über die Märkte allgemein, sowie kritische Anmerkungen zu „Guru“ Jim Rogers und die Legalität der EZB-Anleihekäufe:


Max Otte
Foto: IFVE – Bild aus Unternehmensarchiv, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=15184669

7 Kommentare

7 Comments

  1. Avatar

    Walter Schmid

    23. August 2017 12:14 at 12:14

    Tolles Video! Jeden Satz könnte ich unterschreiben. Was mir besonders gefällt, Max Otte ist kein Schaumschläger.

    • Avatar

      Gerd

      23. August 2017 12:51 at 12:51

      Ich unterschreibe mit Ihnen.

  2. Avatar

    Beobachter

    23. August 2017 12:54 at 12:54

    Die Einschätzung von Max Otte stimmt natürlich schon, trotzdem muss ich ihm eine gewisse Naivität unterstellen, dass Trump in der Benennung gewisser Probleme richtig lag, die Lösung oder Änderung in einem politischen System aber schwieriger sind u.länger dauern als in einer Einzelfirma waren mir u.jedem andern Normalo bewusst.DIE BÖRSE HAT ES ABER AUCH NOCH NICHT BEGRIFFEN. Übrigens habe ich Max Otte in einer TV Sendung gesehen wo er glühender Trump Befürworter war !

  3. Avatar

    Walter Schmid

    23. August 2017 14:12 at 14:12

    Um Trump besser beurteilen zu können, müsste man ihn persönlich kennen. Sicher fehlen ihm so einige charakterliche Grundlagen, um sein Amt gut zu führen. Und manchmal spinnt er schon ganz schön herum, tritt in so einige Fettnäpfchen, ist zuweilen ganz schön arrogant und mit der Wahrheit nimmt er es auch öfter mal nicht so ernst. Aber nur weil andere Politiker geschickter lügen können als Trump und sich einen besseren Schein geben können, macht sie das für mich so ganz und gar nicht besser und auch nicht sympathischer. Und in einem hat Trump wirklich Recht, die Fake News versuchen unaufhörlich, ihn noch viel schlechter zu machen, als er schon ist.
    Mir ist Donald immer noch viel lieber als Hillary. Schon allein, weil die Nachrichten über ihn unterhaltsamer sind und ich ihm eher zutraue, Ursache für fallende Aktienkurse zu sein. :-)

  4. Avatar

    Mafiakenner

    23. August 2017 15:47 at 15:47

    @Walter Schmid,zu 100% richtig.
    Ich möchte sogar sagen dass in unseren Gefilden linke Politiker viel toleranter angefasst werden als sogenannte Rechte,hat wahrscheinlich mit der Presse zu tun .Z.B die Linke Zelle die in Hamburg gewütet hat gibt es in Bern auch, die sogenannte Reithalle wird sogar von der Berner Stadt meines Wissens mit etwa 300 000 FR unterstützt
    ( KULTUR )

    • Avatar

      Walter Schmid

      24. August 2017 02:00 at 02:00

      Ja, da werden von oben ziemlich üble Strippen gezogen. Vor langer langer Zeit hatte ich einmal geglaubt, wir hätten unkontrollierte und der Wahrheit verpflichtete Medien und ein freies und unabhängiges Pressewesen. Von wegen. ARD, ZDF, n-tv, GMX u. v. a. sind sowas von gelenkt, dass es eine Schande für unsere Demokratie ist. Hier wird systematisch Medienhetze gegen alle betrieben, die politisch rechts stehen und die Nazikeule geschwungen. Es ist kaum noch zum Aushalten. Ich warte auf den Tag, an dem diese Leute hinter Gitter kommen.
      Aber andererseits darf Jan Böhmermann den türkischen Staatspräsidenten mit der untersten Gossensprache auf das Übelste und ganz bewusst in einem Maß beleidigen, für das man gar keine Worte mehr finden kann und er wird von unseren Politikern gedeckt. Ist doch alles nur Satire. Ich bin wahrlich kein Freund von Erdogan, aber da hatte ich mich für Deutschland geschämt.

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Marcel Fratzscher im Interview: Marktversagen, Börse, Staatshilfen, Globalisierung uvm

Redaktion

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Marcel Fratzscher als Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) wurde von der FAZ schon mal als Claqueur der SPD bezeichnet. Wer den Begriff nicht kennt: Ein Claqueur ist jemand, der auf Kommando Beifall klatscht. Und so hat Herr Fratzscher den Ruf, vor allem bei wirtschaftspolitischen Meinungen und Inhalten der SPD jede Menge Lob zu verteilen und die Thesen auch mit seinen fachkundigen Aussagen zu untermauern. Man munkelt in Berlin und Frankfurt schon seit geraumer Zeit, dass der gute Herr Fratzscher eine Karriere als Notenbanker oder in einem Ministerium anstrebt. Aber sind das nur Gerüchte? In den politischen Zeitgeist würde er sicher gut passen.

Marcel Fratzscher wurde schon von vielen anderen Kommentatoren sehr kritisch beäugt, aber auch von unserer Redaktion. Zum Beispiel sagte er im September, dass er keine Zombieunternehmen in Deutschland entdecken könne. Nur um wenige Tage später vom Problem der Zombieunternehmen zu reden. Generell ist er dem Lager der „Experten“ zugehörig, die der Meinung sind, dass man mit genug neuen Schulden so ziemlich alles regeln kann. Gibt es nur genug Nachfrage, lösen sich alle Probleme von selbst? Und die zusätzlichen Staatsschulden, die sind ja sowieso kein Problem bei den Nullzinsen? So einfach kann die Welt sein.

Aktuell hat Marcel Fratzscher dem auf YouTube bestens bekannten Interview-Format „Jung und Naiv“ ein 145 Minuten langes Interview gegeben. Die Leitlinie kommt relativ weit am Anfang des Interviews. Der Markt hat versagt. Also, wohin soll es seiner Meinung nach gehen? Mehr Regulierung, mehr Planwirtschaft? Thilo Jung spricht mit Marcel Fratzscher über Themen wie die Aktienmärkte und ob sie sich von der Realwirtschaft abgekoppelt haben, über die Coronakrise, Staatshilfen, die Klimakatastrophe, Autoindustrie, Konsumverzicht, Globalisierung, die Ungleichheit von Vermögen, Steuern uvm.

Wir können Ihnen an dieser Stelle nicht knallhart empfehlen 145 Minuten Marcel Fratzscher am Stück anzuschauen. Diese Entscheidung müssen Sie schon selbst treffen. Aber auch bei „Experten“, die wir kritischer sehen wie einen Herrn Fratzscher, gilt das selbe wie bei Hans-Werner Sinn, Markus Krall oder Clemens Fuest. Auch wenn man als Zuhörer die Meinung des Interviewten nicht teilt, so erweitert das Zuhören doch den Horizont.

Marcel Fratzscher
DIW-Chef Marcel Fratzscher. Foto: SPÖ Presse und Kommunikation – ExpertInnen Austausch anlässlich der Kurt Rothschild Preisverleihung, 27.09.2017 CC BY-SA 2.0

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Unser Wohlstand kommt übers Meer – Werbung

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Lieber Börsianer,

die Welt ist so vernetzt wie nie zuvor. Auch wenn es in vielen Ländern protektionistische Tendenzen gibt, hat die weltweite Vernetzung ein Ausmaß erreicht, das in der Menschheitsgeschichte einmalig ist. Die Welt ist zusammengerückt. Viele Produkte, die Sie täglich nutzen, werden komplett oder in Teilen rund um den Globus verschifft, bevor Sie sie in Händen halten.

Die globalen Wertschöpfungsketten wären undenkbar ohne den regen Seehandel, der die Welt verbindet. Tausende Containerschiffe fahren von Kontinent zu Kontinent und bringen uns Waren vom anderen Ende der Welt.

Ich schreibe hier vorrangig über Zukunftstechnologien, die unsere Welt tiefgreifend verändern werden. Doch nichts hat unseren Wohlstand so sehr befeuert, wie der weitgehend freie Welthandel.

Deutschland ist Exportweltmeister

Unser Land ist erfolgreich, weil wir so stark in den Welthandel eingebunden sind. Maschinen und Autos aus Deutschland genießen international einen guten Ruf. Von den Erträgen aus dem Exportgeschäft kaufen wir beispielsweise Elektronik, chemische Erzeugnisse und Bekleidung. Das meiste davon wird übers Meer transportiert.

Die Lebensadern unserer Wirtschaft liegen im Wasser

Wenn Sie schon einmal in Hamburg am Hafen standen, haben Sie einen Eindruck, welche Mengen an Gütern täglich über den Seeweg nach Europa kommen. Rund 90% aller weltweit gehandelten Waren werden übers Meer befördert.

Unternehmen wie Hapag-Lloyd, Costamare oder Euronav betreiben riesige Flotten, um Waren rund um die Welt zu verschiffen. Sind die Aktien deshalb einen Blick wert? Das Geschäft ist lukrativ, aber hart umkämpft. Triton ist da schon eher interessant, denn das Unternehmen vermietet die…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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Hotels und Restaurants: Wachstum ja, aber noch keine V-Erholung

Claudio Kummerfeld

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Restaurant-Tische mit Gläsern

Der Umsatz bei Hotels und Restaurants ist im August gegenüber Juli um 5,5 Prozent gestiegen. Aber im Vergleich zu August 2019 liegt er immer noch mit 22,2 Prozent im Minus. Die Grafik, die bis zum Jahr 2013 zurückreicht, zeigt es: Eine V-förmige Erholung ist noch nicht abgeschlossen. Der Indexwert der Umsätze von Hotels und Restaurants lag vor dem Start der Coronakrise im Februar bei 105,5 Indexpunkten, und im August waren es 80,9 Punkte. Da ist noch einiges an Lücke vorhanden. Innerhalb der Gastronomie lag der reale Umsatz der Caterer im August 2020 sogar um 32,9 Prozent unter dem Wert des Vorjahresmonats.

Gut, diese heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Daten sind aus August. Inzwischen haben wir Oktober, und die V-förmige Erholung könnte bis jetzt schon fast geschafft sein. Könnte, nicht muss. Aber selbst wenn…. ein halbes Jahr lang gigantische Verdienstausfälle machen einer Branche zu schaffen, die darauf angewiesen ist konstant Umsatz zu machen. Viele Betreiber und Hotels und Restaurants überleben vielleicht aktuell, aber nur dank staatlicher Kredite. Man hat also nach der Krise deutlich mehr Schulden als vorher, dazu kommen oft noch vermutlich Mietschulden, weil der Vermieter monatelang die Restaurantmiete stundete, die nun nachgezahlt werden muss. Hat man die Krise auf den ersten Blick überlebt, und hat wieder „normale“ Umsätze, so türmen sich die Schulden auf. Zeitlich verzögert könnten also viele Insolvenzen folgen, auch wenn sich die Umsätze der Branche wieder normalisieren.

Chart zeigt Umsätze bei Hotels und Restaurants

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