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Devisen

May´s unglaublicher Brexit-Plan B und die unverständliche Hoffnung der Devisenhändler

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Vielen Abgeordneten im britischen Parlament war das Entsetzen gestern ins Gesicht geschrieben, als sie der Rede von Theresa May zuhörten. Sie „präsentierte“ gestern nämlich ihren „Plan B“ für den Brexit, da das Parlament ja letzte Woche ihren ersten Plan A zurückgewiesen hatte. Also musste nun eine neue Idee her, damit die Parlamentarier ihr die Zustimmung für den Brexit geben.

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Brexit Plan B

Tja, alle Welt hatte sich gefragt, wie Theresa May binnen einer Woche einen Plan B aus dem Hut zaubern könne, zumal ihr Handlungsspielraum in alle Richtung gleich Null war. Und so kam es, wie es kommen musste. Ihr Plan B lautet: An Plan A festhalten und auf Zeit spielen. Sie brachte nichts, rein gar nichts Neues vor. Sie wolle weiterhin mit Brüssel verhandeln, so sagte May. Tja, nur was soll dabei rauskommen außer ein nettes Mittagessen mit Jean-Claude Juncker und Donald Tusk?  Denn sie hat ja keinerlei neue Fakten oder Angebote im Gepäck.

Wie gesagt… vielen Parlamentariern war das Entsetzen ins Gesicht geschrieben angesichts von May´s Floskeln gestern Nachmittag. Sie spielt ganz klar auf Zeit. Je näher der Brexit-Termin 29. März rückt, desto mehr Angst haben wohl zahlreiche Abgeordnete vor einem harten kalten Brexit, der dann automatisch in Kraft treten wird – das ist wohl das Kalkül hinter ihrem Spiel auf Zeit. Und wer weiß, vielleicht geht ihre Rechnung auf?

May hat in den letzten Tagen klar gemacht, dass es mit ihr keine zweite Volksbefragung in Sachen Brexit geben wird. Also gibt es nur den harten Brexit, oder eine Art Brexit-Deal mit der EU. Und da gibt es bisher nur den Deal, den sie mit Brüssel schon ausgehandelt hatte. Nun bleiben nur noch zwei Monate Zeit, und die einzig verbleibende Hoffnung scheint in der Tat zu sein, dass nach und nach Abgeordnete aus beiden Lagern umkippen aus Angst vor dem harten Brexit.

Devisenmarkt unverständlich ruhig

Aber ob dieses Szenario wirklich so eintreten wird? Das ist mehr als unklar, denn die Fronten sind verhärtet. Daher ist die Hoffnung des Devisenmarktes mehr als unverständlich, so möchten wir es meinen. Wir haben in den letzten Tagen schon mehrfach darauf hingewiesen, und tun es heute erneut. Das Pfund hätte in den letzten Tagen (eigentlich!?) kräftig durchsacken müssen gegen US-Dollar und Euro, weil es in der Londoner Politik keine Lösung zu geben scheint.

Normalerweise wären andere Währungen bei diesem Chaos und dem bevorstehenden Ereignis (harter Brexit) massiv unter Druck geraten – aber nicht das Pfund. Es bleibt ein merkwürdiges Phänomen. Die Masse der Devisentrader in London hofft also auf irgendetwas. Nur worauf? Nochmal… wir wollen nicht zu einer Short-Wette gegen das Pfund raten. Aber dass das Pfund bisher nicht kräftig abgesackt ist, bleibt ein Mysterium der Forex-Geschichte, um es mal so hochtrabend auszudrücken!

Im Chart sieht man die (unterm Strich) stattfindende Seitwärtsbewegung von Pfund vs USD seit 10. Januar. Auch von gestern früh bis gestern Abend gab es keinerlei Schwäche!

Pfund vs USD im Brexit-Chaos

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Rüdiger Born: Ermüdeter Dax, Euro nach Höhenflug

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Kommt der Dax weiter nach oben? Es gibt erste Ermüdungserscheinungen. Beim S&P 500 und Nasdaq könnte ein Rückfall anstehen. Für den Dow möchte ich eine sehr wichtige Marke ansprechen. Euro vs USD ist wahnsinnig gelaufen, und jetzt kommt er gerade etwas zurück. Mehr zu aktuellen Lage im folgenden Video. Euro vs Schweizer Franken ist aktuell mein Trade des Tages. Abonnieren Sie den völlig kostenfreien Service gerne an dieser Stelle.

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EUR/USD: Boden für große Aufwärtsbewegung

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Mensch Euro, besser geht’s fast nicht mehr: Die vergangene Handelswoche konnte bedingt durch das Ansteigen des EUR/USD bis zur 1.62-Linie bei 1.1177 $ meine Analyse aus der letzen Ausgabe nahezu punktgenau nachzeichnen. Abgesehen davon, daß die kleine von mir ins Kalkül gezogene Korrektur ausgeblieben ist, konnte die europäische Gemeinschaftswährung eine äußerst dynamische Performance an den Tag legen. Ob dieser Schritt geeignet ist, eine grundlegende Trendwende zu begründen, bleibt zunächst noch offen. Die Ansätze sehen gut aus und geben daher Grund zur Hoffnung. Der Langzeitchart untermauert diese Sicht zusätzlich.

Ausblick:

Der jüngste dynamische Anstieg von EUR/USD hat die Ausbildung der ersten Unterwelle (1) der fünfteiligen Impulswelle (1-2-3-4-5) zur Aufgabe. Ganz leicht negativ wirkt sich dabei der noch nicht erfolgte Sprung über das 1.62 Retracement bei 1.1177 $ aus. Ein 1.62 Retracement verfügt in aller Regel über gebührenden Einfluß auf die Entwicklung und kann schon mal für eine Trendwende verantwortlich sein. Ganz so dramatisch sehe ich die Sachlage momentan nicht. Im Chart habe ich daher den Abverkauf bis zur 0.50-Linie bei 1.1026 $ als durchaus realistisches Ziel dargestellt.

EUR/USD bildet derzeit wahrscheinlich einen Boden aus

Dennoch kann im Zuge der Ausbildung von Welle (2) das Währungspaar wieder bis auf das Niveau des 0.76 Retracements (aktuell 1.0948 $) korrigieren. Der Bruch dieser signifikanten Unterstützung sollte tunlichst vermieden werde. Gesetzt den Fall, würde sich die große Korrektur weiter in Szene setzen und den Euro im weiteren Verlauf bis zur Parität führen. Sollte der Euro an den nächsten Tagen das 1.62 Retracement (1.1177 $) nachhaltig überschreiten, wird diese Gefahr eindrucksvoll gebannt. Zudem kann dieser Schritt als erneutes Kaufsignal angesehen werden.

 

Fazit EUR/USD:

EUR/USD ist dabei, den Boden für eine größere Aufwärtsbewegung zu legen. Ein erneutes Kaufsignal, mit Fantasie bis 1.13 $, wird durch einen Schlußkurs oberhalb des 1.62 Retracements (1.1177 $) gebildet. Die Absicherung sollten Sie auf dem 0.62 Retracement 1.0977 $ vornehmen.

 

EUR/USD bildet derzeit einen Boden aus

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Brexit – kippt Johnson den Deal?

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Nimmt das Brexit-Drama eine unvorhergesehene Wende? Laut von Insidern kolportierten Aussagen aus der Regierung dürfte die Johnson-Regierung überlegen, ihren mit der EU verhandelten Brexit-Deal aufzugeben, wenn das britische Parlament weitere Zusätze (Amendments) beschließen sollte, die den Charakter des Abkommens verändern würden. Das könnte dann im worst case bedeuten, dass Johnson Großbritannien aus der EU ohne Deal führt, also einen harten Brexit vollzieht!


By UK Prime Minister – https://twitter.com/10DowningStreet/status/1164551227532877827, OGL 3, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=81556464

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