Aktien

McDonald´s in der Klemme

Von Claudio Kummerfeld

Die Umsätze von McDonald´s gehen strukturell zurück (wir berichteten bereits darüber). Der neue Chef Steve Easterbrook hat gegen den realen Kundenschwund noch kein Konzept gefunden – bisher nur viele nette Worte von „Umstrukturierung“ und „Flexibilisierung“ und schnelleren Prozessen – also all die Schlagwörter, die man in jedem 0815-Managementhandbuch findet. Die bisher aufregendste Neuerung seinerseits war die Ankündigung, den Anteil der durch selbständige Franchisenehmer geführte Filialen zu erhöhen. Wie man damit neue Kunden anlocken will, bleibt ein Rätsel, aber na ja..

Auf der gestrigen Hauptversammlung von McDonald´s haben die Aktionäre durchgesetzt, dass es für Langfristinvestoren leichter wird Aufsichtsräte zu nominieren. Teilnehmer erwähnten man möchte sicherstellen, dass man mehr Einfluss bekommt auf die Führungsriege des Unternehmens, um eine bessere „Verantwortlichkeit“ herzustellen – Hintergrund sind die derzeit schlechten Unternehmensdaten.

Was auch von Investoren vor allem massiv kritisiert wurde, sind die milliardenschweren Aktienrückkäufe, mit denen der neue Chef nach dem selben Muster wie die meisten anderen US-Konzernbosse auch Aktien der eigenen Firma zurückkauft, um das Angebot zu verknappen und den Kurs hochzutreiben. Was den Aktionär ganz kurzfristig freut, kann (so die Kritik) mittel- und langfristig der Tod der Firma sein. Denn das Bargeld ist weg, und es ist kein Handlungsspielraum mehr da für richtige Investitionen.



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