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McDonalds Q-Zahlen zeigen: Die Erwartungshaltung ist wichtiger als die Realität

Von Claudio Kummerfeld

Bei McDonalds geht es seit geraumer Zeit bergab, ein negativer Rückgang bei den Monatsumsätzen jagt den nächsten. Seit McDonalds vor Kurzem aufhörte monatliche Umsatzzahlen zu veröffentlichen, gibt es dieses Problem schon mal nicht mehr (denn man sieht es ja nicht mehr). Vor wenigen Minuten meldete McDonalds einen Gewinn für das 2. Quartal von 1,26 Dollar pro Aktie gegenüber 1,40 Dollar im 2. Quartal 2014. Ist doch immer noch ein schöner Gewinn, mag man meinen, aber das wirkt in diesem Fall nur so. Der Umsatz fiel im selben Zeitraum von 7,18 auf jetzt 6,5 Milliarden Dollar – ein dramatischer Einbruch!

Obwohl man diesen Rückgang weder ignorieren noch schönreden kann, ist für die Gemeinde der Wall Street-Analysten immer am wichtigsten, ob die Konsens-Schätzungen, also der Durchschnitt aller Analysten-Erwartungen, übertroffen wird. Und das war hier der Fall. Setzt man seine Erwartungen nur tief genug an, kann man gar nicht enttäuscht werden und die Aktie kann steigen. So geschieht es hier und jetzt bei McDonalds. Die Aktie (Chart Schluss gestern Abend) geht just in diesen Sekunden mit einem Plus von 1,1% in den Handel.

McDonalds
Die McDonalds-Aktie seit Ende 2014. Bisher gab es keine Kursanpassung an die reale wirtschaftliche Lage des Unternehmens. Aber solange die Erwartungen des Marktes übertroffen werden, scheint ja alles bestens zu sein.



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