Folgen Sie uns

Allgemein

Mehr als nur nervig für Donald Trump: Ein Senator, der das Problem der USA auf den Punkt bringt (VIDEO)

Nicht nur, dass in einem absoluten Kernstaat der Republikaner wie Alabama gestern die Senatorenwahl auf einen Demokraten entfiel. Das an sich wäre schon ärgerlich genug für die Konservativen. Aber gerade jetzt kurz vor den…

Redaktion

Veröffentlicht

am

FMW-Redaktion

Nicht nur, dass in einem absoluten Kernstaat der Republikaner wie Alabama gestern die Senatorenwahl auf einen Demokraten entfiel. Das an sich wäre schon ärgerlich genug für die Konservativen. Aber gerade jetzt kurz vor den finalen Abstimmungen für Trumps wichtigstes Vorhaben (die großen Steuersenkungen) fehlt somit ein Senator in seinem Lager, was es noch wichtiger macht die Reihen geschlossen zu halten.

Und dann quasi zeitgleich zur dieser Wahl gestern veröffentlich ebenfalls der republikanische Senator Rand Paul ein Video, in dem er klipp und klar darlegt, dass er ebenfalls nicht mitmachen wird. Das bedeutet nochmal eine Stimme weniger. Nun kann es sein, dass bei einem Gleichstand im Kongress der US-Vizepräsident Pence gerade noch die Mehrheit durchdrücken kann mit seiner Stimme, die in so einem Fall entscheidend wäre.

Aber viel interessanter als Rand Paul´s bloße Verkündung ist der Inhalt seines kurzen Videos. Kurz und knapp bringt er das finanzielle Kernproblem der US-Volkswirtschaft auf den Punkt. Auch macht er nicht mit beim üblichen Parteien-Kampf („die anderen sind schuld“). Nein, Demokraten wie Republikanern gibt er gleichermaßen die Schuld. Auch wenn beide Lager unterschiedliche Prioritäten hätten, würden beide Seiten deutlich mehr ausgeben wollen, als es die Einnahmen zulassen.

Er als Senator könne es nicht verantworten eine Steuerreform mitzutragen, bei der die Staatsverschuldung somit noch weiter über die 20 Billionen Dollar-Grenze getrieben werde als ohnehin schon. Man erkennt klar: Der Mann sieht sich nicht einer Partei, sondern seinem Gewissen verpflichtet, und könnte fast mit Wolfgang Schäuble verwandt sein (die Schwarze Null muss stehen).

Er verwendet im Video auch die Redewendung „kicking the can down the road“, was in den USA eine gebräuchliche Redewendung ist – damit ist gemeint, dass man  die leere Getränkedose auf der Straße weiter schiebt, in der Hoffnung, dass jemand anders den Müll wegräumt. Damit ist gemeint, dass man weiter Schulden macht, in der Hoffnung, dass irgendjemand in ferner Zukunft das Schuldenproblem lösen wird.


Der US-Senator Rand Paul. Foto: Gage Skidmore / Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

4 Kommentare

4 Comments

  1. Avatar

    micromegas

    13. Dezember 2017 11:15 at 11:15

    Der Mann versteht das Schuldgeldsystem nicht.

  2. Avatar

    leser

    13. Dezember 2017 11:31 at 11:31

    Schäuble, der Griechenlandretter, ESM Befürworter und Negativzinsen-Profiteur als Kronzeuge für eine solide Haushaltspolitik? Think again please.

  3. Avatar

    Dreistein

    13. Dezember 2017 12:22 at 12:22

    Schäuble, der alles mitgetragen hat, Energiewende, Rettungsschirme, Eurorettung, Bankenrettung.
    Der Schäuble der den Koffer voll Geld im Schlafzimmer vergessen hat? Der alles runtergefahren hat, Infrastruktur, Polizei, Schulen, Kitas, die Steuern erhöht obwohl die Steuern nur so sprudeln? Der jetzt sogar die Renten (alleine 9000€) sprich 750€ im Monat versteuern will?

  4. Avatar

    Werner

    13. Dezember 2017 12:26 at 12:26

    Rand Paul ist der Sohn von Ron Paul. Der Libertarian und frühere Arzt war 30+ Jahre im US-Congress und ein Verfechter von „sound money“, also des Goldstandards.

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Allgemein

Hans-Werner Sinn: Warum die Inflation ausbleibt, und wann sie kommt

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Der ehemalige Chef des ifo-Instituts, hoch angesehene und bekannteste Ökonom Deutschlands Hans-Werner Sinn (hier jüngst im Gespräch mit Marc Friedrich) hat aktuell der Mission Money ein ausführliches Interview gegeben. Ein echter zweiter Lockdown müsse in Deutschland vermieden werden, so der Appell von ihm.

Die deutsche Wirtschaft wird laut Hans-Werner Sinn die zweite Corona-Welle überleben. Aber es werde eine große Pleitewelle geben. In einem ersten Schritt würden zahlreiche Unternehmen in die Insolvenz gehen, die bis jetzt dank ausgesetzter Insolvenzpflichten viel neue Schulden angehäuft hätten. Und erst in einem zweiten Schritt würde es dann die Banken hart treffen, weil die ja in Folge der Insolvenzen die Kreditausfälle zu verkraften hätten.

Hans-Werner Sinn mit Schwerpunktthema Inflation

Ein zentral wichtiges Thema im folgenden ausführlichen Interview ist die möglicherweise anstehende Inflation in Europa und Deutschland. Hans-Werner Sinn äußert sich hierzu ausführlich. Vor Corona habe die Geldmenge der EZB 3,2 Billionen Euro betragen, seitdem sei bis heute 1 Billion Euro dazugekommen. Bis Sommer 2021 werde die Summe auf 5,4 Billionen Euro anwachsen. Es entstehe ein gigantischer Geldüberhang.

Hans-Werner Sinn erklärt ausführlich seine große Sorge vor der anstehenden Inflation. Zunächst erklärt er ausführlich, warum es bislang trotz Geldschwemme keine Inflation in Form von Preisexplosionen gebe (ab Minute 23 im Video). Seine Ausführungen dazu sind hochinteressant. Das zusätzlich geschaffene oder besser gesagt in den letzten Monaten nicht ausgegebene Geld sei nicht aktiv, weil es herumliege. Bei den Bürgern auf den Sparkonten oder im Tresor. Bei den Banken liege es laut Hans-Werner Sinn herum zum Beispiel auf deren Zentralbankkonten. Es werde nicht vollständig als Kredit an Wirtschaft oder Verbraucher herausgereicht. Daher wirke die gestiegene Geldmenge nicht inflationär. Denn in Krisenzeiten würden sich die Menschen nicht trauen Geld auszugeben.

Aber nach der Krise, wenn es zum Beispiel einen Impfstoff gegen Corona gebe und die Wirtschaft wieder boomt, dann steige auch wieder der Optimismus bei den Menschen. Gewerkschaften würden höhere Löhne verlangen, die Unternehmen würden die Preise anheben usw. Die Inflation könne dann sehr leicht über das 2 Prozent-Ziel der EZB ansteigen. Dann müsse die EZB die Zügel anziehen. Aber dann stehe man vor einem gewaltigen Problem. Hierzu wollen wir die wirklich sehr interessanten und aufschlussreichen Ausführungen von Hans-Werner Sinn nicht vorwegnehmen. Schauen Sie bitte das Video! Nur so viel. Er erläutert auch dann möglicherweise anstehende Folgeeffekte wie dann platzende Luftbuchungen und ein Bankensterben.

Hans-Werner Sinn
Hans-Werner Sinn. Foto: https://www.hanswernersinn.de/de/Bildarchiv

weiterlesen

Allgemein

Lockdown: Was läuft falsch bei den Corona-Maßnahmen?

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Heute dürften in Deutschland und Frankreich neue Beschränkungen und Corona-Maßnahmen bis hin zum Lockdown verkündet werden. Im Grunde reagieren die durch die starken Anstiege alarmierten Regierungen in Europa alle ähnlich. Nach Informationen des Informations-Mediums für Intellektuelle, also bild.de, dürfen ab 04.November in Deutschland sich maxiximal zehn Menschen treffen, die wiederum maximal aus zwei Haushalten stammen dürfen.

Lockdown, Corona-Maßnahmen und Anreizkonflikte

Viele Menschen gehen davon aus, dass die Corona-Maßnahmen schon gerechtfertigt seien – auf der anderen Seite gibt es jene, die das Coronavirus und die damit verbundenen Maßnahmen latent verharmlosen – und nicht selten eine Verschwörung der Eliten vermuten zur Entmündigung der Bürger. Symbol dafür ist ihnen der Lockdown.

Nun müssen die Regierungen die Bevölkerung schützen – aber sind die getroffenen Maßnahmen gerechtfertigt? Professor Christian Rieck macht auf zwei zentrale Probleme der Maßnahmen deutlich, die häufig entweder zu „Überreaktionen“ oder zu „Unterreaktionen führen.  Es gebe viele „Anreizkonflikte“, die zu problematischen Reaktionen der Betroffenen führen, so Rieck.

In folgendem Video erklärt er, was er damit meint:

 

Lockdown und Corona-Maßnahmen - sind sie gerechtfertigt?

weiterlesen

Allgemein

Daniel Stelter: Die Zeitbombe tickt für Deutschland! Was jetzt passieren muß

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Daniel Stelter zählt fraglos zu den besten Köpfen in Deutschland: Er zeigt immer wieder, dass das scheinbar so reiche Land in Wirklichkeit gar nicht so reich ist – und vor allem ab dem Jahr 2030, wenn die Babybommer in Rente gehen, die demografischen Probleme faktisch zu einer Unfinanzierbarkeit der Rentenversprechen führen.

Daniel Stelter über die tickende Zeitbombe Deutschlands

Was also tun? Als Pionier das Klima retten, wie Bundesregierung und EU propgaieren durch eine „Klimaplanwirtschaft„? Überall mehr Staat angesichts der massiven Einbrüche der Wirtschaft in der Coronakrise? Daniel Stelter plädiert für das Gegenteil: für einen funktionierenden Kapitalismus – denn die weiter ausgreifenden Versuche des Staates, die Wirtschaft zu lenken, wird die Wirtschaftstätigkeit bremsen statt zu beschleunigen.

Kürzlich hat Thorsten Polleit in seinem Buch  „Der Antikapitalist: Ein Weltverbesserer der keiner ist“ genau darauf aufmerksam gemacht: der Kapitalismus ist nicht unser Problem, sondern die Lösung – wenn man ihn denn funktionieren lassen würde. Aber der Ruf nach staatlicher Lenkung wird gerade in der Coronakrise immer lauter, immer tiefer mischt sich die „Obrigkeit“ in die Wirtschaft ein (etwa indem man die Insolvantragspflicht aussetzt und damit Zombie-Firmen weiter durchschleppt). Man kauft Zeit durch staatliche Rettungsmaßnahmen, ohne diese Zeit für Reformen zu nutzen. Alle reden „vom Verteilen und Besteuern“, statt die Wohlstandmehrung im Fokus zu haben – so formuliert es Daniel Stelter.

Fakt ist: „Die Lasten steigen, während unsere Wirtschaftskraft sinkt“, so der Ökonom. Also müsste die Struktur geändert werden – etwa bei der tickende Zeitbombe, der Rente. Hier schlägt Daniel Stelter einen Staatsfonds im Stile Norwegens vor, bei dem der Staat jedem Bürger unter 65 Jahren 25.000 Euro schenkt, die dann in die Finanzmärkte investiert werden. Auch in der EU müsste sich einiges ändern – und hier hat Stelter einen ungewöhnlichen Vorschlag: Deutschland und die andere Euro-Länder sollten sich auf Kosten der EZB entschulden können!

In folgendem Video fasst Stelter das zusammen, was für Deutschland und die Lösung seiner Probleme jetzt zwingend notwendig wäre:

 

Daniel Stelter über die tickende Zeitbombe in Deutschland

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um Ihnen das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen