Mercedes-Benz hat heute früh Quartalszahlen gemeldet. Und die sehen alles andere als gut aus. Der Umsatz sinkt im Jahresvergleich von 38,45 auf 33,69 Milliarden Euro, ein Rückgang um 12,4 %. Interessant ist der Blick auf die Regionen: Während man in Europa den Umsatz halten konnte, sinkt der Umsatz im Jahresvergleich in Nordamerika um 18 %, und in China um 33,6 %.
Der Nettogewinn sinkt im Jahresvergleich von 2,60 auf 1,45 Milliarden Euro, ein Rückgang um 44 %. Auch die Zahlen für das Gesamtjahr 2025 sehen wenig rosig aus: Der Konzernumsatz belief sich auf 132,2 Milliarden Euro nach 145,6 Milliarden Euro in 2024. Der Free Cash Flow des Industriegeschäfts betrug 5,4 Milliarden Euro nach 9,2 Milliarden Euro in 2024. Die Aktie notiert heute 5 % im Minus.
Mercedes-Benz mit Quartalszahlen – Bloomberg-Bericht
Zu den aktuellen Quartalszahlen von Mercedes-Benz Group berichtet Bloomberg aktuell wie folgt: Das Unternehmen warnt davor, dass die Margen in diesem Jahr aufgrund von Zöllen und hartem Wettbewerb in China weiterhin unter Druck stehen werden. Mercedes-Benz prognostiziert eine bereinigte Rendite im Automobilbau von 3 % bis 5 %, verglichen mit 5 % im letzten Jahr. Um die Gewinne zu stützen, plant Mercedes die Ausgaben zu senken und die weltweite Produktionskapazität um mehr als 10 % auf 2,2 Millionen Einheiten zu reduzieren.
Dieses Jahr wird ein Test für die Strategie von Vorstandsvorsitzendem Ola Källenius sein, die Marke weiter im Premiumsegment zu positionieren und gleichzeitig die Einstiegsmodelle zurückzufahren. Dieser Schritt hat zwar den Umsatz pro Fahrzeug gesteigert, Mercedes-Benz jedoch anfälliger für die schwächere Nachfrage nach teureren Autos, insbesondere Elektrofahrzeugen, gemacht.
Der Automobilhersteller versucht schlanker zu werden, ist jedoch weiterhin durch Tarifverträge in Deutschland eingeschränkt, wo fast die Hälfte seiner Produktionskapazitäten angesiedelt ist und die Arbeitsplätze in den Fabriken bis 2035 geschützt sind. Stattdessen setzt Mercedes auf natürliche Fluktuation durch Pensionierungen und strebt Kapazitätskürzungen im Ausland an.
Die Steigerung der schwachen Verkaufszahlen wird in hohem Maße von China abhängen, wo die Auslieferungen von Mercedes-Benz im letzten Jahr um etwa ein Fünftel zurückgegangen sind. Die Nachfrage nach High-End-Fahrzeugen auf dem größten Automarkt der Welt bleibt gedämpft, während einheimische Marken weiter Marktanteile gewinnen. Unternehmen wie BYD und Xiaomi überzeugen Kunden mit funktionsreichen Elektrofahrzeugen zu wettbewerbsfähigen Preisen und drücken damit die Margen in der gesamten Branche.
Um seine Position in dem asiatischen Land zu verbessern, wird Mercedes-Benz neue Modelle auf den Markt bringen, darunter eine Langversion seiner neuen CLA-Elektro-Limousine, den neu gestalteten Geländewagen GLB und ein überarbeitetes Flaggschiff der S-Klasse. Der Hersteller strebt außerdem an, bis 2027 die Material-, variablen Produktions- und Fixkosten in China zu senken, wie man heute früh mitteilte. Mercedes schlug vor, die Dividende von 4,30 Euro im Vorjahr auf 3,50 Euro pro Aktie zu senken.
FMW/Bloomberg
Kommentare lesen und schreiben, hier klicken
















Das gehört zur Deindustrialisierung auch dazu.
Viele Grüße aus Andalusien Helmut
Ja zu Forschung und Weiterentwicklung diverser Satelliten aus den Bereichen Navigation, Nachrichtendienste und Internet auf der Internationale Raumstation ISS. Die Mercedes-Benz Group eignet sich als diesbezüglicher Partner aufgrund ihrer Kompetenz in Sachen Navigation.