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Michael Borgmann: Die trüben Aussichten für Covestro

Die noch junge Kursgeschichte war bislang eine Erfolgs-Story und gipfelte, bedingt durch die starken Kursanstiege seit 10/2015, mit der Aufnahme in den Dax am 19. März 2018. In der Spitze legte die Aktie von ihren Tiefs um fast 300% zu, was im Januar/Februar 2018 zu einem Doppel-Top geführt hat. Aber jetzt hilft wohl nur noch „Prinzip Hoffnung“..

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Ein Gastbeitrag von Michael Borgmann, Technischer Analyst und Journalist bei der BoerseGo AG.

Kursstand Covestro: 75,78€

Legende für benutzte Abkürzungen im Chart/Text:

GD (gleitender Durchschnitt), BB (Bollinger-Band), ZE (Zeit-Einheit), RL (Rücklauf)
U/W (an den orangen Linien = Unterstützung/Widerstand), Alarm (charttechnisch hoch relevante Marken, nach deren Bruch die Kurs/Trend-Richtung unmittelbar drehen oder sich stark beschleunigen kann)

Chart-Historie: Die noch junge Kursgeschichte war bislang eine Erfolgs-Story und gipfelte, bedingt durch die starken Kursanstiege seit 10/2015, mit der Aufnahme in den Dax am 19. März 2018. In der Spitze legte die Aktie von ihren Tiefs um fast 300% zu, was im Januar/Februar 2018 zu einem Doppel-Top geführt hat.

Monats-Chart: Januar/Februar/März 2108 brachten eine fiese Trendumkehr-Formation mit sich, der Kurs tendierte in der Folge gen SMA20 und hat diesen inzwischen fast erreicht, EMA10 wurde diesen Monat erstmalig seit Anfang 2016 wieder unterschritten.

Wochen-Chart: Erst zum zweiten Mal in der gesamten Kurs-Historie fiel der Kurs diese Woche aus dem unteren Bolling er-Band und näherte sich dabei ebenfalls zum erst zweiten Mal der Ichimoku-Wolke an, der Kurs handelt unterhalb aller wichtigen gleitenden Durchschnitte.

Tages-Chart: Im Tages-Chart ist das ausgebildete Doppel-Top nicht zu übersehen, die Kursentwicklungen im April haben diese Formation bestätigt, zuvor brach bereits Mitte März der langfristige Aufwärtstrend. Zwischenca. 78,50/82,50€ liegt auf Höhe der Doppel-Top-Bestätigung nun zudem eine sehr starke Widerstands-Zone. Vom 23. auf den 24.10.2017 wurde ein größeres UpGap gerissen, welches heute den Kursrutsch abfedert.
Der Kurs notiert nicht nur unterhalb aller wichtigen GD sondern auch deutlich unter der Ichimoku-Wolke.

Weitere wichtige Marken: Solange der Kurs nicht deutlich zurück über seinen oberen Widerstands-Bereich beica. 82,50€ (besser noch über ca. 85,00€) kommt, ist die Option einer mittel/langfristigen Ausbildung einer Top-Formationzu präferieren, die sich nach Auflösung der Stark-Supports unterhalb 60/61,00€ manifestieren würde. Die daraus resultierenden Kursziele sind derzeit kaum vorstellbar, lägen aber bei je ca. 48,50 und 41,25€. Rund um 72,50 und 67,50€ könnten dabei aber dennoch lukrative Long-Einstiege entstehen und je nach heutigem Kursverlauf evtl. sogar mit dem heutigen Tief. Oberhalb 82,70€ hellt sich das Chart-Bild temporär deutlich auf.
Für ECHTE Chartbild-Verbesserungen müssen aber Tages-Schlusskurse oberhalb 87,00€ gestellt werden.


(Chart durch anklicken vergrößern)

Fazit: Ganz klar, hier kann nur das „Prinzip Hoffnung“ herhalten. Alle drei besprochenen ZE sind in einem bärischen bis stark bärischen Zustand (DoppelTop, Trendumkehr-Formationen, Stand des Kurses usw.). Die heutigen weiteren Abschläge ergaben in der Summe einen fast 61,8%igen RL auf die letzte Aufwärtsstrecke seit Sommer 2017 (und einen exakten 61,8er auf die Strecke seit 07.09.2017). Weitere kurzfristige Abgaben sind dennoch nicht auszuschließen aber solange diese nicht deutlich unter die70€-Marke laufen, dürfen die Bullen weiter „hoffen“. Einsetzende Erholungen müssen beweisen, weiter als nur bis ca. 77/82,00€ steigen zu können, was derzeit eher nicht zu präferieren wäre, denn aus der Doppel-Top-Formation wartet letztlich noch ein Kursziel von ca. 67,50€, was den Kurs zugleich an seinen größten Haupt-Support im Bereich 61,50/67,50€ bringen würde, von wo aus dann ausgeprägtere Erholungen möglich wären.

 

Michael Borgmann betreibt unter anderem einen kostenpflichtigen Premium-Service auf der GUIDANTS-Plattform (https://www.godmode-trader.de/premium/ccb), ist dort aber auch im freien Bereich mit Artikeln vertreten (https://go.guidants.com/#c/Michael_Borgmann)

Hinweis: der Autor ist in der Covestro-Aktie nicht investiert

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Aktien

Banken: Es hagelt sensationell gute Quartalsergebnisse!

Claudio Kummerfeld

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am

Hochhäuser von Banken im Londoner Viertel Canary Wharf

Was ist das los? Gerade in der schlimmsten Rezession seit Jahrzehnten sollten sich die Banken doch in einer dramatischen Schieflage befinden? Denn Kreditausfälle müssten aus Quartalsgewinnen eigentlich Verluste machen und damit folglich das Eigenkapital der Banken angreifen? Dieses Szenario steht womöglich bevor, wenn die anstehende Pleitewelle Löcher in die Bücher der Banken reißt.

Aber noch ist es nicht soweit. Derzeit hagelt es sensationell gute Quartalszahlen von Banken weltweit. Vor allem fällt auf, dass gerade die Banken tolle Zahlen melden, die stark im Kapitalmarktgeschäft tätig sind, und eher weniger im Privat- und Firmenkundengeschäft mit Krediten, wo Probleme mit Kreditausfällen drohen, und wo die Banken sich derzeit mehr denn je mühen neue Kundeneinlagen abzuweisen – weil sie selbst sonst Strafzinsen zum Beispiel bei der EZB entrichten müssten.

Banken mit starkem Kapitalmarktgeschäft im Vorteil

Wie gesagt. Wer stark im Kapitalmarktsegment engagiert ist, der feiert die Krise. Zum Beispiel lässt sich derzeit viel Geld machen mit den globalen Schuldenorgien. Wo die Banken zum Beispiel in Europa in den Erstauktionen der staatlichen Schuldenagenturen Staatsanleihen aufkaufen, können sie mutmaßlich schön und entspannt Gewinn machen mit dem Weiterverkauf der Anleihen an die EZB am Sekundärmarkt. Auch in vielen anderen Bereichen des Kapitalmarkts war die letzten Quartale viel los. Man beachte in diesem Zusammenhang die sensationell guten Quartalszahlen von Goldman Sachs vom 14. Oktober. Der Quartalsgewinn konnte gegenüber dem Vorjahresquartal verdoppelt werden (hier die Details). Bei den anderen großen US-Banken gab es keine Katastrophen-Meldungen. Und dann am Dienstag dieser Woche meldete die Schweizer Großbank UBS ebenfalls eine Gewinn-Verdoppelung (hier die Details).

Barclays

Heute nun hat die britische Großbank Barclays ihre Quartalszahlen veröffentlicht. Der Gewinn liegt mit 611 Millionen Pfund gut drei Mal so hoch wie erwartet, und auch dramatisch besser als im Vorjahr. Da war es noch ein Verlust von 292 Millionen Pfund – auch wenn man hier berücksichtigen muss, dass der Verlust aufgrund von Schadenersatzzahlungen an geschädigte Kreditnehmer zustande kam. Dennoch ist heute ein Gewinn, der drei Mal so hoch reinkommt wie erwartet, beachtlich. Außerdem hat Barclays wie viele andere Banken auch im dritten Quartal die Risikovorsorge für mögliche Kreditausfälle deutlich reduziert, nämlich auf 608 Millionen Pfund nach 3,7 Milliarden Pfund in den ersten sechs Monaten des Jahres.

Nordea

Bei der größten skandinavischen Bank Nordea könnte man glatt meinen, dass die Krise zeitlich auf den Kopf gestellt wurde. Auch hier gab es heute Quartalszahlen. Der operative Gewinn steigt binnen Jahresfrist von 875 Millionen auf 1,09 Milliarden Euro. Die Gründe für die guten Zahlen: Einerseits mehr Kreditvergabe-Volumen in der Krise – andererseits nicht mehr vorhandene Belastungen durch Schrottkredite (331 Millionen Euro Belastung im Vorjahresquartal). Dennoch erwartet Nordea für das Gesamtjahr Kreditausfälle von gut einer Milliarde Euro. Es klingt wie ein Witz, dass jetzt Belastungen durch Kreditausfälle weggefallen sind. Aber aktuell wirkt es noch schlüssig. Es werden weltweit auch mit Staatshilfen viele neue Kredite vergeben, wo die Kreditnehmer natürlich erstmal wieder liquide sind und auch die monatlichen Raten einige Zeit lang zahlen können.

Noch sieht es gut aus

Wenn die große Pleitewelle bei Unternehmen denn kommen sollte, dürfte sich die Lage für die Banken verdunkeln. Banken wie Goldman Sachs mit fast null klassischem Privatkundengeschäft könnten auch in einer Pleitewelle gut da stehen, weil man ja keine Kreditausfälle verkraften müsste. Und die deutschen Banken? Die Commerzbank meldet ihre Quartalszahlen am 5. November, die Deutsche Bank am 28. Oktober. Es ist möglich, dass sie schon vorab als Ad Hoc-Meldung ihre Finanzdaten berichten, wenn sie zu stark von den Erwartungen abweichen. Es könnte sein, dass auch die beiden deutschen Großbanken jetzt halbwegs akzeptable Zahlen melden, und dass die bitteren Verluste der Kreditausfälle erst noch anstehen, wenn die Pleitewelle wie von vielen Experten erwartet demnächst einsetzt. Aber es kann vielleicht noch einige Zeit dauern, bis eine Pleitewelle wirklich auf die Quartalszahlen der Banken durchschlägt. Denn bis die Bank wirklich einen Kredit als Verlust abschreibt, muss erstmal der Schuldner den Bach runtergehen, dann gibt es Verhandlungen über Umschuldungen usw. Also, kurzfristig könnten auch Deutsche Bank und Commerzbank noch akzeptable Quartalszahlen melden.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Value-Werte auf der Überholspur

Redaktion

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am

Von

Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Es gibt gute Konjunkturindikatoren aus Deutschland und Asien. Laut Markus Koch sind die Value-Werte jetzt auf der Überholspur.

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fashionette: Onlineshop für Luxus-Shopping geht an die Frankfurter Börse

Claudio Kummerfeld

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Bürotürme in Frankfurt

fashionette ist kein normaler Onlineshop für Klamotten und Schuhe. Nein, hier werden nur hochpreisige Handtaschen, Schuhe, Schmuck etc verkauft. Darauf hat sich die Düsseldorfer fashionette AG spezialisiert. Man konzentriert sich auf die Region Deutschland, Österreich und Schweiz. Nach eigenen Angaben bietet das Portal 11.000 Artikel von 150 Premium- und Luxus­marken, und hat pro Monat mehr als 3 Millionen Seitenaufrufe. Die Umsatzerlöse lagen im Jahr 2019 bei 73 Millionen Euro, und der Gewinn (EBITDA) lag bei 6,8 Millionen Euro. Das entspricht einer Marge von 9,3 Prozent.

Die Deutsche Börse hat heute offizielle Angaben zur Aktienzeichnung und zum ersten Handelstag an der Börse für das Unternehmen veröffentlicht. Die Aktienzeichnung für den Börsengang der fashionette AG (ISIN: DE000A2QEFA1) an der Frankfurter Wertpapierbörse ist heute gestartet und wird voraussichtlich bis zum 27. Oktober andauern. Inklusive der Mehrzuteilungsoption werden bis zu 3.605.000 Aktien angeboten, die Bookbuilding-Spanne liegt bei 30,00 bis 38,00 Euro je Aktie. Der erste Handelstag der fashionette AG im Segment Scale ist laut der Deutschen Börse für den 29. Oktober geplant.

Beim Klick an dieser Stelle finden sie alle Detaildaten zu dieser Emission bei der Frankfurter Börse.

Der Börsengang von fashionette hat einen Gesamtumfang von bis zu 137 Millionen Euro. Aber der Großteil der Papiere werden vom aktuellen Hauptaktionär Genui verkauft, womit ein Großteil der Emission nicht in der Firma landet, sondern an den Altaktionär fließt. Im Unternehmen werden von der Emission wohl 36-46 Millionen Euro ankommen.

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