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Domino-Effekt im Kryptosystem Michael Burry warnt: Bitcoin-Crash könnte „Todesspirale“ auslösen

Michael Burry warnt: Bitcoin-Crash könnte Todesspirale auslösen
Michael Burry. Fotograf: Astrid Stawiarz/Getty Images

Michael Burry, bekannt aus The Big Short, schlägt Alarm: Der aktuelle Bitcoin-Absturz könnte weit mehr als nur eine kurzfristige Korrektur sein. Laut dem Star-Investor droht eine selbstverstärkende „Todesspirale“, die nicht nur den Krypto-Markt, sondern auch Unternehmen mit großen Bitcoin-Beständen wie Strategy massiv unter Druck setzen könnte. Der Crash könnte Bilanzen zerstören, Liquidationen auslösen und langfristige Schäden verursachen.

Michael Burry warnt vor Bitcoin-Crash

Laut einem Bloomberg-Bericht warnt der Fondsmanager Michael Burry davor, dass der Bitcoin-Crash eine gefährliche Kettenreaktion auslösen könnte. Der Kursverlust könnte sich laut ihm zu einer sich selbst verstärkenden „Death Spiral“ entwickeln – mit gravierenden Folgen für Unternehmen, die im vergangenen Jahr große Mengen Bitcoin angehäuft haben.

In einem Substack-Beitrag am Montag erklärte Burry, dass Bitcoin – inzwischen rund 40 % unter seinem Höchststand vom Oktober – als rein spekulativer Vermögenswert entlarvt worden sei. Anders als Edelmetalle habe die Kryptowährung nicht als Absicherung gegen Geldentwertung funktioniert und den Status als „digitales Gold“ nicht bestätigt. Weitere Kursverluste könnten, so Burry, die Bilanzen großer Bitcoin-Halter wie beispielsweise Michael Saylors Strategy schnell belasten, Zwangsverkäufe im gesamten Krypto-Ökosystem auslösen und zu massiver Wertvernichtung führen.

„Dramatische Szenarien sind inzwischen in Reichweite gerückt“, schrieb Burry. Sollte Bitcoin weitere 10 % fallen, würde Strategy Inc., das Unternehmen mit den größten Bitcoin-Beständen, Milliardenverluste verbuchen und praktisch keinen Zugang mehr zu den Kapitalmärkten haben.

Michael Burry warnt vor Bitcoin-Crash - Folgen für Krypto-Ökosystem
Bitcoin ist gegenüber seinem Höchststand um 40 % gefallen.

Bitcoin unter Druck: Spekulation statt Schutz

Burrys Warnung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Bitcoin am Dienstag unter 73.000 Dollar fiel – der tiefste Stand seit Präsident Donald Trump vor etwas mehr als einem Jahr erneut ins Weiße Haus zurückkehrte. Analysten nennen verschiedene Gründe für die Schwäche: nachlassende Kapitalzuflüsse, sinkende Liquidität und ein genereller Verlust an makroökonomischer Attraktivität. Viele Krypto-Trader wenden sich zudem zunehmend von der Token-Ökonomie ab und orientieren sich stattdessen an Prediction Markets und Event-Wetten.

Bitcoin reagierte zuletzt nicht mehr auf klassische Kurstreiber wie Dollar-Schwäche oder geopolitische Risiken. Gold und Silber hingegen erreichten Rekordstände, da globale Spannungen die Angst vor Dollar-Entwertung schürten.

„Es gibt keinen organischen Anwendungsfall, der Bitcoin davon abhalten könnte, weiter zu fallen“, schrieb Burry.

Die zunehmende Adoption durch Unternehmens-Treasuries und neue Spot-Bitcoin-ETFs reiche nicht aus, um den Preis dauerhaft zu stabilisieren oder dramatische Konsequenzen bei einem starken Absturz zu verhindern. Fast 200 börsennotierte Unternehmen halten inzwischen Bitcoin, so Burry.

Zwar habe dies die Nachfrage ausgeweitet, doch: „Treasury-Assets sind nichts Permanentes.“

ETFs, Firmen-Treasuries und die Gefahr der Liquidationen

Treasury-Bestände müssen zum Marktwert bewertet und in Finanzberichten ausgewiesen werden. Sollte Bitcoin weiter fallen, würden Risikomanager zunehmend empfehlen, die Positionen zu verkaufen, warnte Burry. Theoretisch könnten Liquidationen aggressiv einsetzen, sobald Verlustpositionen wachsen.

Er betonte außerdem, dass Spot-ETFs die spekulative Natur von Bitcoin zusätzlich angeheizt hätten und gleichzeitig die Korrelation zum Aktienmarkt verstärken. Die Verbindung zum S&P 500 habe zuletzt fast 0,50 erreicht.

Burry verwies zudem darauf, dass Bitcoin-ETFs seit Ende November einige der stärksten Tagesabflüsse verzeichnet hätten – drei davon allein in den letzten zehn Tagen des Januars.

Trotzdem sei der Einfluss von Krypto bislang noch zu klein, um eine breite Ansteckung der Finanzmärkte auszulösen. Die Marktkapitalisierung von Bitcoin liegt unter 1,5 Billionen Dollar, die Exposition der Haushalte ist begrenzt, und auch die Unternehmensnutzung bleibt relativ schmal. Ein größerer Vermögenseffekt dürfte daher zunächst eingedämmt bleiben.

Tokenisierte Metalle: Neue „Todesspirale“?

Nach einigen Einschätzungen ist die digitale Treasury-Blase bereits geplatzt. Retail-Leverage ist ausgetrocknet, und frühere Zusammenbrüche wie Terra oder FTX konnten traditionelle Märkte kaum infizieren. Optimisten verweisen nun auf regulatorische Klarheit und günstige Bewertungen als Grundlage für eine neue Erholung.

Doch Burry sieht wachsende Risiken, wenn Bitcoin unter entscheidende Kursmarken fällt. Er machte den Krypto-Crash teilweise auch für den jüngsten Rückgang von Gold und Silber verantwortlich. Unternehmens-Treasurer und Spekulanten hätten profitable Positionen verkaufen müssen, um Risiken abzubauen – insbesondere in tokenisierten Gold- und Silber-Futures.

Diese tokenisierten Metall-Futures seien nicht durch physische Edelmetalle gedeckt und könnten den Handel mit echten Metallen überrollen. Dadurch entstehe eine „Collateral Death Spiral“ (Sicherheiten-Todesspirale), so Burry.

„Es sieht so aus, als wären bis zum Monatsende Edelmetalle im Wert von bis zu 1 Milliarde Dollar liquidiert worden, ausgelöst durch fallende Kryptopreise“, schrieb er.

Sollte Bitcoin auf 50.000 Dollar fallen, könnten Miner reihenweise bankrottgehen, während tokenisierte Metall-Futures „in ein schwarzes Loch ohne Käufer kollabieren“ würden.

FMW/Bloomberg



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2 Kommentare

  1. Dr. Sebastian Schaarschmidt

    Dann werden die Notenbanken die Kurse wieder hoch kaufen… wie zu Corona… als alleine die FED über 300 Milliarden US – Dollar monatlich in die Märkte pumpte….

    Soll mir keiner erzählen die Notenbanken hätten sich geändert…

  2. burry hat absolut recht…seit btc etfs u. sonstige am markt sind ist der sinn von btc kaputt. nur noch zocker coins
    die bankmogule haben den btc gefressen

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