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Michael Lüders über die Huthis, den Iran und Saudi-Arabien

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Was ist da wirklich abgelaufen bei den Angriffen auf die saudischen Öl-Anlagen? Sind die Huthi-Rebellen wirklich in der Lage, einen solchen Angriff zu führen? Ja, sagt Michael Lüders, einer der besten Kenner des Nahen Ostens. Denn die Huthis haben das jemenitische Militär überrannt, wodurch ihnen die Waffen der jemenitischen Armee in die Hände gefallen sind – und diese Waffen sind vorwiegend amerikanische Waffen.

Das ist ähnlich wie einst bei den Taliban, die die Amerikaner massiv auch mit Waffen im Kampf gegen die Sowjets unterstützt hatten: wie ein Bummerang fallen die meist kurzsichtigen Aktionen der Amerikaner wieder auf sie selbst zurück – mit amerikanischen Waffen werden dann Amerikaner oder mit den USA verbündete Parteien getroffen!

Wenig zur Sprache kam auch, dass die Saudis trotz der milliardenschweren Einkäufe von US-Waffen nicht in der Lager waren, ihre „Kronjuwelen“, sprich die Öl-Anlagen, zu schützen. Daher zieht Michael Lüders auch und vor allem für die Amerikaner ein depremierendes Fazit: mittels minimalem Einsatz schaffen es die Huthis (oder der Iran) den Saudis maximalen Schaden zuzufügen – und das trotz der US-Waffen im Bestand der Saudis. Das dürfte – so die Schlußfolgerung von Michael Lüders – letzlich dazu führen, dass die US-Rüstungsindustrie im Nahen Osten deutlich an Prestige verloren wird:

 

Gute Hintergründe zu dem Konflikt Iran mit Saudi-Arabien bietet dazu auch die Arte-Dokumentation „Iran: Im Zentrum der Spannungen“:

Michael Lüders hält es für möglich, dass die Attacken auf die saudischen Öl-Anlagen von den Huthis ausgingen

Von Amrei-Marie – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=57402792

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Devisen

Aktuell: Bank of Canada veröffentlicht Zinsentscheidung – CAD reagiert spürbar

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Die Bank of Canada hat soeben ihre Zinsentscheidung verkündet. Der Leitzins bleibt unverändert und wie es zu erwarten war bei 1,75%.

Die Bank of Canada hat in ihrem Begleittext zur Zinsentscheidung die bisherige Anmerkung gestrichen, dass der Zinssatz angemessen sei. Man belässt den Zins also bei 1,75%, plant aber für die nahe Zukunft eine Änderung? Wohin die Reise geht, wird schnell deutlich. So schreibt man auch, dass die kanadische Wirtschaft inzwischen nicht mehr an ihrer Kapazitätsgrenze arbeite. Bezüglich zukünftiger Überlegungen zum Leitzins werde man beobachten, ob die jüngste Verlangsamung des Wachstums hartnäckiger sei als bisher angenommen. Also schwächelt die kanadische Konjunktur? Wird nächstes Mal der Leitzins gesenkt?

Der kanadische Dollar reagiert gegen den US-Dollar aktuell mit -78 Pips. USDCAD steigt von 1,3050 auf 1,3128.

Hier der Text der Bank of Canada im Wortlaut:

The global economy is showing signs of stabilization, and some recent trade developments have been positive. However, there remains a high degree of uncertainty and geopolitical tensions have re-emerged, with tragic consequences. The Canadian economy has been resilient but indicators since the October Monetary Policy Report (MPR) have been mixed.

Data for Canada indicate that growth in the near term will be weaker, and the output gap wider, than the Bank projected in October. The Bank now estimates growth of 0.3 percent in the fourth quarter of 2019 and 1.3 percent in the first quarter of 2020. Exports fell in late 2019, and business investment appears to have weakened after a strong third quarter. Job creation has slowed and indicators of consumer confidence and spending have been unexpectedly soft. In contrast, residential investment was robust through most of 2019, moderating to a still-solid pace in the fourth quarter.

Some of the slowdown in growth in late 2019 was related to special factors that include strikes, poor weather, and inventory adjustments. The weaker data could also signal that global economic conditions have been affecting Canada’s economy to a greater extent than was predicted. Moreover, during the past year Canadians have been saving a larger share of their incomes, which could signal increased consumer caution. This could dampen consumer spending but help to alleviate financial vulnerabilities at the same time.

Looking ahead, Canadian business investment and exports are expected to contribute modestly to growth, supported by stronger global activity and demand. The Bank is also projecting a pickup in household spending, supported by population and income growth, as well as by the recent federal income tax cut. In its January MPR, the Bank projects the global economy will grow by just over 3 percent in 2020 and 3 ¼ percent in 2021. For Canada, the Bank now forecasts real GDP will grow by 1.6 percent this year and 2 percent in 2021, following 1.6 percent growth in 2019.

While the output gap has widened in recent months, measures of inflation remain around 2 percent. This is consistent with an economy that, until recently, has been operating close to capacity. The Bank expects inflation will stay around the 2 percent target over the projection horizon, with some fluctuations in 2020 from volatility in energy prices. Meanwhile, labour markets in most regions have little slack and wages continue to firm.

In determining the future path for the Bank’s policy interest rate, Governing Council will be watching closely to see if the recent slowdown in growth is more persistent than forecast. In assessing incoming data, the Bank will be paying particular attention to developments in consumer spending, the housing market, and business investment.

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Devisen

Aktuell: Ölpreis runter, Pfund rauf – was aktuell die Kurse bewegt

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Aktuell tut sich so einiges an den Märkten. Abgesehen vom heutigen Rekordhoch im Dax ist auch bei Rohstoffen und Devisen einiges los. Schauen wir zunächst kurz auf das britische Pfund, bevor wir auch einen Blick auf den Ölpreis werfen. Das Pfund steigt heute von 12 Uhr Mittags von 1,3060 auf jetzt 1,3147 gegen den US-Dollar. Dafür gibt es nur einen Grund. Um 12 uhr wurde die britische CBI-Konjunkturumfrage veröffentlicht. Der aktuelle Wert liegt bei -22 Punkten gegenüber -28 vorher und einer aktuellen Erwartung von -25. Egal. Aber der Devisenmarkt zeigt sich für das Pfund aktuell begeistert, weil als Teil dieser Umfrage der Wert des „Business Optimism“ von vorher -44 auf jetzt +23 gestiegen ist. Also, alles wird gut in Großbritannien, auch nach dem Brexit, der in wenigen Tagen offiziell vollzogen wird? Der Devisenmarkt ist jedenfalls auf diese eine Zahl drauf gesprungen. Der folgende 30 Tage zurückreichende Chart von Pfund vs USD zeigt die Trendwende im Pfund in Form von zwei grünen Balken am Ende, die nur durch diese CBI-Daten entstanden sind. Wird das reichen um das Pfund weiter hoch zu pushen? Entscheiden Sie selbst!

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Britisches Pfund vs US-Dollar im Verlauf der letzten 30 Tage

Ölpreis fällt

Und aktuell fällt der Ölpreis! WTI-Öl notiert aktuell bei 57,16 Dollar. Um 13:30 Uhr lag der Kurs noch bei glatt 58 Dollar, und Anfang der Woche noch um die 59 Dollar. Gestern berichteten wir schon vom aktuellen Grundrauschen am Markt, das da lautet „der Markt ist überflutet mit Öl“. Also nährt die Baisse jetzt die Baisse am Ölmarkt? Weiter runter mit dem Ölpreis? Die Nachrichtenlage für diesen ganz frischen Absturz ist unklar. Man könnte meinen es ist eine spontane kleine Panik, weil es jetzt erste Meldungen über den Corona-Virus auch in Mexiko gibt. Er ist also nicht nur im Nordwesten der USA angekommen, sondern auch direkt südlich der USA. Zunehmende Unsicherheit über Konsum-Zurückhaltung aus Angst vor Ansteckung durch den Virus? Egal ob es daran genau liegt. Die Stimmung am Ölmarkt ist jedenfalls (Stand jetzt 15:40 Uhr) bärisch.

WTI Ölpreis im Verlauf der letzten fünf Tage
Der WTI-Ölpreis im Verlauf der letzten fünf Tage.

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Aktien

Daimler halbiert Jahresgewinn – egal, Dax auf Rekordhoch

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Der Dax klettert heute auf sein absolutes Rekordhoch bei 13.640 Punkten (aktuell 13.568). Damit schaffte der Dax es heute sein altes Rekordhoch von vor genau zwei Jahren um 44 Punkte zu übertreffen. Die Charttechnik kennt ein gewisses Phänomen. Werden alte Höchststände erreicht uns sogar schnell überlaufen, kann es öfters erstmal zu einem kleinen Rückschlag kommen, bevor der nächste große Anlauf nach oben gemacht wird. Kommt es diesmal auch so?

Dax steigt trotz Daimler-Daten

Warum steigt der Dax heute auf ein neues Rekordhoch? Sicher nicht wegen Daimler. Dort hat man heute früh (Ergebnisse eigentlich erst am 11. Februar) ad hoc als Kurzmitteilung die wichtigsten Finanzdaten für das letzte Jahr veröffentlicht. Und siehe da. Im Vergleich 2018 (11,1) sinkt der Gewinn (EBIT) auf 5,6 Milliarden Euro. Weil die vorigen drei Quartale schon bekannt waren, und jetzt nur noch das 4. Quartal zur Gesamtjahreszahl hinzugefügt wurde, konnte man sowas schon erahnen (hier die Details). Aber dennoch, die Daimler-Aktie verliert heute 1,5%. Der Dax ist aktuell aber mit 0,1% im Plus nach der Überschreitung des alten Rekords heute früh.

Laut Börse Online spricht der Portfolio-Manager Thomas Altmann aktuell davon, dass die Gewinne der 30 Dax-Unternehmen ihren Rekordwert aus dem Jahr 2018 noch nicht wieder erreicht hätten. Aber der Dax erreicht aktuell Allzeithochs. Von daher werde die Luft im Dax dünner. Steigende Kurse und fallende Gewinne würden den Markt anfälliger für Korrekturen machen. Aber ja, meine Güte, warum steigt der Markt denn nun aktuell?

Lichtblicke von der Konjunktur

Gestern fiel der ZEW-Index deutlich besser aus als erwartet. Und die Bundesbank sieht laut Aussagen von vorgestern Anzeichen, dass sich das Verarbeitende Gewerbe in Deutschland stabilisieren könnte. Also, es gibt einige kleine Bausteine für eine bessere Stimmung rund um die deutsche Wirtschaft. Können Bau und Dienstleistungen also doch derart stabilisierend wirken, so dass die aktuelle Rezession in der Industrie für die gesamte Volkswirtschaft doch noch zu verkraften ist? Gefühlt wirkt es jedenfalls derzeit so. Den tollen ZEW-Index sieht zum Beispiel Jasper Lawler von der London Capital Group heute als wichtigen Baustein für den Rekord im Dax.

Auch wirkt die Gefühlslage derzeit so, als könne China den Corona-Virus doch irgendwie eindämmen? Doch keine Konsumflaute in Asien aufgrund von Ängsten vor dem Virus? Dazu gibt es in Sachen Handelskrieg aktuell keine negativen Aussagen, und auch in Sachen Iran-Krise hört man derzeit gar nichts. Im Gegenteil. Donald Trump präsentiert in Davos eine rosa rote super tolle US-Konjunktur. Und by the way… erst gestern ist Deutschlands wohl offenbar vertrauenswürdigster Verbraucherschützer in Sachen Geldanlage Hermann-Josef Tenhagen von Finanztip im NDR aufgetreten. Tenor: Nullzinsen, rein in Aktien.

Langfristig wäre das eine gute Sache, so darf man Tenhagens Aussagen sinngemäß zusammenfassen. Und ja, warum auch nicht? Die Kurse steigen ja gerade alle? Gut, in Japan liegen die Kurse seit 30 Jahren immer noch im Minus. Aber Japan ist weit weg. Nein, nein, keine Angst, wir wollen hier niemanden davon abhalten Aktien zu kaufen. Wie lautet die Bauernweisheit nochmal? Aktien kaufen wenn sie teuer sind? Aktien kaufen wenn sie auf Rekordniveau notieren? Vielleicht legt die BILD bald nochmal nach mit dem Hinweis, dass man jetzt Aktien kaufen muss? Aber jetzt wirklich, Scherz bei Seite. Die Hausse läuft schon jahrelang. Und niemand weiß, wie lange sie noch weiter laufen wird. Einen Monat, ein Jahr, fünf Jahre?

Dax-Verlauf seit 1998
Der Dax seit 1998. Da fallen die Abstürze durch den Tech-Crash und die Finanzkrise 2008 ja kaum noch auf?

Frankfurter Börsengebäude
Die Frankfurter Börse. Foto: Mylius GFDL 1.2

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