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Microsoft, Meta, Nvidia, Nasdaq: Rausch durch höhere KI-Investitionen

Die Aktien von Microsoft und Meta steigen über Nacht massiv an. Die KI-Investitionen werden kräftig ausgebaut.

KI-Fabrik

Wenn die großen Kunden ihre Investitionsausgaben massiv nach oben schrauben, bedeutet das zwangsläufig mehr Bestellungen von hochwertigen Chips für KI-Rechenzentren. Deswegen sahen wir heute Nacht nachbörslich ein Plus in der Nvidia-Aktie von 3,26 %. Die beiden Quartalszahlen von gestern Abend haben Anleger und Analysten mehr als begeistert: Die Meta-Aktie stieg nachbörslich um 12,6 %, Microsoft um 8,87 %. Was für ein Anstieg! Der Nasdaq 100 ist auf Futures-Basis mehr als 1 % im Plus.

Was ist hier los? Zum einen haben Meta und Microsoft gestern Abend mit ihren Finanzdaten für das zweite Quartal überzeugt. Umsätze und Gewinne wurden über den Erwartungen gemeldet. Worauf Analysten derzeit aber am meisten blicken: Bleiben alle Magnificent Seven-Konzerne im großen KI-Rennen am Ball, investiert man weiterhin massiv in den verstärkten Aufbau seiner KI-Infrastruktur? Und da haben die beiden Konzerne gestern Abend voll begeistert.

Microsoft mit hohen KI-Investitionen

Wo Analysten oft kritisch sind, weil höhere Kosten die Gewinne von Unternehmen schmälern, werden höhere Investitionen in das Thema KI aktuell jedenfalls positiv betrachtet, weil man „am Ball“ bleibt und zukünftig daraus einen dauerhaften Mehrwert für seine Aktionäre ziehen kann. Microsofts Investitionsausgaben (Capex) inklusive Leases lagen im letzten Quartal bei 24,2 Milliarden US-Dollar und übertrafen damit die Erwartungen von 23,17 Milliarden US-Dollar. Im laufenden Quartal will man 30 Milliarden Dollar ausgeben (50 % mehr als im Vorjahr), was anzeigt, wie sehr die Ausgaben für neue KI-Rechenzentren zunehmen.

Meta hat Capex verdoppelt

Bei Meta sieht es ähnlich gut aus. Jüngste Finanzdaten über der Erwartung! Und die Investitionsausgaben haben sich im letzten Quartal im Jahresvergleich verdoppelt auf 17,01 Milliarden Dollar, höher als erwartet. Meta sieht Capex für das gesamte Geschäftsjahr jetzt bei 66 bis 72 Milliarden Dollar, der bisherige Ausblick lag bei 64 bis 72 (erwartet 67,79). Der KI-Boom scheint die Börsianer weiter in Euphorie zu versetzen. Firmen wie Nvidia, AMD und andere könnten daher auch weiter im Hype bleiben.

Heute Abend steht die zweite „große Prüfung“ für den US-Aktienmarkt an. Kurz nach 22 Uhr melden Amazon und Apple ihre Quartalszahlen. Also Augen auf! Für US-Aktien galt gestern Abend kurz nach 20 Uhr wegen hawkishen Aussagen der Federal Reserve: Erst ging es runter. Dann nachbörslich ging es steil bergauf wegen dieser beiden Unternehmensmeldungen.

Chart zeigt Entwicklung von Microsoft und Meta seit Jahresanfang Der Chart zeigt seit Jahresanfang: Die Meta-Aktie steigt bis heute früh insgesamt um 16,55 %, Microsoft um 19,82 %.



Claudio Kummerfeld
Über den RedakteurClaudio Kummerfeld
Claudio Kummerfeld verfügt über langjährige Kapitalmarkterfahrung. Er berichtet als Finanzjournalist über aktuelle Marktereignisse. Dazu kommentiert er politische und wirtschaftliche Themen.
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2 Kommentare

  1. So baut sich die gottlose Menschheit, nach dem der Turmbau zu Babel scheiterte und vergangene Götzen nie sprechen konnten, in der finalen Revolution gegen Gott, einen Götzen, der sprechen kann, der vermeintlich alles weiß, unsterblich und unsichtbar ist. Die modernen Tempel sind die Rechenzentren…und dem Standbild wurde ein Geist gegeben, sodass es sogar redete…

  2. Ich kann die Begeisterung über die tollen Meta-Revenues nicht teilen: Eben habe ich bei Heise nachgelesen, dass Meta 98% seines Umsatzes durch Werbeeinnahmen macht. Was ist das Bereichernde daran für die Menschheit – und sollen wir das positiv zukunftsweisend finden, wenn irgendeine in Aussicht gestellte Superintelligenz die Leute mit personalisierten Lifestyle-Optimierungsvorschlägen erschlägt? Wie viele Bots produziert die KI, die darauf angesetzt sind, all die Werbung zu „gucken“? Das ist zwar künstlich, was die Pseudo-Abnehmer-Steigerungsspiralen anbetrifft, von intelligentem Fortschritt nach meinem Ermessen aber weit entfernt (noch intelligenter als die RTL- und SAT 1-Werbeunterbrechungen von Filmen?). Ohne Ad-Blocker fände ich das für mein Teil jedenfalls hauptsächlich belästigend, in welchen (Wiederholungs-)Frequenzen Gehirnwäsche-artig was zu verkaufen versucht wird. Es wird generiert, um zu generieren…Rechnen und Speichern mit immer mehr und gigantischeren Rechenzentren und Clouds: Wofür – woraufhin?? Auch bei den Suchmaschinen fällt mir auf, dass die Reihenfolge der angebotenen Informationen zunehmend propagandistisch angeordnet ist. Auch da merkt man, es geht nicht um Wissen, sondern um (verkappte) Werbung. Und Microsoft verkauft der Welt gerade in nötigender Weise die neueste Windows-Version, die aus Sicht vieler Anwender(so mehrerer Informatiker in meiner Familie) kein großer Wurf ist. Sicherlich gibt es manche innovativ und weltverbessernd bestrebte KI-Forscher und -Entwickler. Doch ein Großteil des schwaflerischen ideologischen Überbaus zur KI-Investitionsbegründung kann man runterbrechen auf die primitivmenschliche Formel: Es lohnt sich, weil es (derzeit) lukrativ ist. Im Übrigen rechne ich damit, dass die KI letztendlich als Antwort auf die existentiellen Fragen des Lebens die Zahl „42“ ausspuckt wie der Supercomputer in Douglas Adams‘ Science Fiction-Klassiker ‚Per Anhalter durch die Galaxie’….

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