Während Anleger seit Monaten daran zweifeln, ob die Kosten für KI-Infrastruktur tatsächlich durch genug Einnahmen abgedeckt werden können, und ob die große KI-Euphorie wirklich gerechtfertigt ist, laufen die Investitionen der Mega-Konzerne weiter auf Hochtouren. Nicht nur, dass man eigene Rechenzentren hochzieht. Auch sind vor allem Meta und Microsoft dabei, sich über Zusagen für Mietverträge Zugriffe auf Rechenzentrumskapazität zu sichern.
Microsoft und Meta mit Anstieg der Mietverträge für KI-Rechenzentren
Microsoft und Meta Platforms haben in den letzten Quartalen jeweils fast 50 Milliarden US-Dollar für zusätzliche Rechenzentrums-Mieten bereitgestellt, was die zunehmende Bedeutung der künstlichen Intelligenz für die Technologiebranche unterstreicht. Diese Zusagen trugen laut Bloomberg dazu bei, dass die Gesamtverpflichtungen für künftige Mietverträge für Rechenzentren bei den größten Cloud-Computing-Unternehmen, zu denen auch Oracle und Amazon gehören, auf über 700 Milliarden US-Dollar stiegen. Diese Verpflichtungen sind im letzten Jahr stetig gestiegen, da die Technologiegiganten Verträge über die Anmietung von Serverfarmen abgeschlossen haben, wie aus einer Analyse der Quartalsberichte durch Bloomberg hervorgeht.
Die zukünftigen Kosten, die zu den laufenden Mietverträgen hinzukommen, werden erst dann in den Bilanzen der Unternehmen erscheinen, wenn sie mit den Zahlungen beginnen. Sie sind in der Regel an Rechenzentren gebunden, können aber auch Einrichtungen wie Büros oder Lagerhäuser umfassen. Einige Mietverträge enthalten Klauseln, die es Unternehmen unter bestimmten Bedingungen ermöglichen, sich zukünftigen Verpflichtungen zu entziehen.
Microsoft und Meta haben in den letzten Monaten jeweils lautstark gefordert, mehr Rechenkapazität für die Entwicklung von KI-Produkten zu erhalten. Microsoft hat zukünftige Leasingverpflichtungen in Höhe von etwa 155 Milliarden US-Dollar, während das letztere Unternehmen 104 Milliarden US-Dollar hat.
Der Anstieg der Ausgaben ist besonders bemerkenswert für Microsoft, das seine Aktivitäten im Bereich der Rechenzentrumsmieten bis weit ins Jahr 2025 hinein zurückgestellt hatte. Nun ist der Mangel an Serverfarm-Flächen zu einem großen Problem für Führungskräfte und Investoren des Unternehmens geworden. Im Quartal, das im Dezember endete, hat Microsoft seine Rechenzentrumskapazität um über 1 Gigawatt erweitert. Das entspricht in etwa der Leistung eines Kernreaktors. Vertreter von Microsoft und Meta lehnten eine Stellungnahme ab.
Insgesamt hat Oracle das meiste Geld für die Anmietung von Rechenzentren bereitgestellt. Das Unternehmen hat sich laut einer Mitteilung vom Mittwoch zu Leasingverträgen in Höhe von 261 Milliarden US-Dollar verpflichtet, die noch nicht begonnen haben. Dennoch waren seine neuen Verpflichtungen im letzten Quartal geringer als die einiger Mitbewerber, da es bereits viele der großen Standorte unter Vertrag genommen hatte, die für einen umfangreichen Vertrag mit OpenAI benötigt werden.
FMW/Bloomberg
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Hoffentlich kann man bei der Amazon Prime Video-App weiterhin entsprechend Filme zu Schnäppchenpreisen, und somit nicht nur überwiegend zu Euro 9,99, oder gar Euro 12,99 kaufen. Mal sehen, was diverse Bücher künftig bei amazon.de kosten. Ansonsten ja zu KI im Zusammenhang mit US-Techriesen.