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Mietendeckel in Berlin: Planwirtschaft pur – Erfahrungswerte aus den USA

Mietendeckel in Berlin - Brandenburger Tor

Der Mietendeckel in Berlin, ist er un ein Segen oder ein Fluch? Für die Bestandsmieter in Berlin, die auch dauerhaft in ihrer Wohnung leben werden, wird er auf den aller ersten Blick wohl ein Segen sein – kurzfristig. Aber was ist mit der Instandhaltung von der Gebäude und Apparaturen? Werden Vermiete noch groß Lust verspüren bei deutlich sinkenden Mieten viel zu tun? Aber vor allem Bürger, die in Berlin eine Wohnung suchen, werden wohl noch mehr Probleme haben als jetzt schon, denn wer wird nun noch neue Wohnungen bauen? Auch wenn Neubauten vielleicht jetzt noch nicht betroffen sind vom Mietendeckel – da Investitionen in Immobilien langfristige Projekte sind, braucht der Investor auch langfristig absolute Planungssicherheit. Es ist doch durchaus anzunehmen, dass nach Ablauf dieser aktuellen Frist von 5 Jahren in den Mietendeckel auch neuere Wohnungen mit einbezogen werden? Aber wer weiß das schon. Wir haben schon mehrfach unsere Meinung zum Berliner Mietendeckel geäußert. Zuletzt sprachen wir vom Startschuss für den Mieten-Schwarzmarkt in der Hauptstadt.

Mietendeckel als großes planwirtschaftliches Projekt

Die Vermieter sind ganz klar die Verlierer, so ist es ja politisch auch gewollt. Die haben sich in den letzten Jahren schon genug bereichert, und sollen nun büßen, so der unterschwellige Ton in Berlin. Dabei sind die absoluten Mieten in Berlin im Vergleich zu anderen Großstädten in Deutschland nicht besonders hoch. Aber die Steigerungsrate der letzten Jahre war in Berlin am Stärksten. Hierauf geht Clemens Fuest, Chef des ifo-Instituts, im folgenden Video ein. Ab Minute 46:30 im Video geht es um den Berliner Mietendeckel. Fuest spricht hier von Planwirtschaft pur. Er bespricht einzelne Beispiele aus der detaillierten Ausgestaltung des Mietendeckels. Wenn man zentral etwas für den Markt plane, müsse man eben extremst ins Detail gehen, denn es geben viele Einzelpunkte zu beachten. Was für ein Planwirtschafts-Wahnsinn!

Sie werden es ahnen. Die Gesamtaussage von Clemens Fuest zum Thema Mietendeckel ist sehr negativ. Berlin habe (so Fuest) zum Beispiel auf dem ehemaligen Flughafen Tempfelhof eben keine zehntausenden neuen Wohnungen gebaut um das Angebot massiv auszuweiten – was die Preise gedämpft hätte. Nein, jetzt führe man eben den Mietendeckel ein. Ab Minute 53 im Video bespricht Clemens Fuest den im Jahr 1994 eingeführten Mietendeckel in San Francisco – der aber nicht exakt mit dem Berliner Modell vergleichbar sei. Aber grundsätzlich sollte man sich die Folgen in San Francisco mal anschauen. Die Folgen seien desaströs gewesen. Der Bestand der Mietwohnungen sei binnen 15 Jahren um 25% gesunken. Vermieter hätten sogar Wohngebäude abgerissen. Schauen Sie seine hoch interessanten Ausführungen zu dem Thema gerne an. Das Problem der Wohnungsknappheit in Berlin werde sich verschärfen, so Fuest.

Dass es nun massenhaft Neubauten in Berlin geben wird – nein, es sieht genau nach dem Gegenteil aus. Die Berliner Politik scheint die Grundproblematik überhaupt nicht zu verstehen. Lesen Sie dazu gern diesen ganz aktuellen Artikel im Tagesspiegel.



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5 Kommentare

  1. Tja, das erwartet uns mit rot-grün. Planwirtschaft, alles befohlen. Und das von den Grünen Revoluzzern, damals noch: „macht kaputt – was euch kaputtmacht“. Ich hab damals die Hausbesetzerscene in Freiburg miterlebt. (von außen) Haß gegen die Obrigkeit, Polizei, Staat, Deutschland. Und natürlich alles versifft und verdreckt.
    Hat Joschka Fischer 1973 nicht einen Polizisten krankenhausreif geschlagen? Die Tochter von Ulrike Meinhof (Bettina Röhl) hat dazu einen Film veröffentlicht. Usw.

    1. Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Höflichkeit, Hilfsbereitschaft, Anstand, Manieren….alles irgendwie uncool und rechts.
      Tja, die alte rote Ideologie wird durch grüne Maulkorb-Plattitüden verfeinert und schon ist das Stimmvieh in den Wagons Richtung DDR.

      1. Versifft, verdreckt, Stimmvieh … klingt alles irgendwie höflich, anständig und manierlich!

  2. Das Elend der DDR hat sich in den Ex-SED Koepfen und LINKEN „Sozialismusfanatikern“ wie Lompscher, Holm, Kipping, Rixinger, Lederer und wie sie dort alle heissen, nie als bleibende Erinnerung und Mahnung festigen können. Vergessen der Verfall und Bankrott der DDR. Rosa geschmückt der angeblich angestrebte „demokratische Sozialismus“. Ein Wortspiel, das schon Widerspruch in sich ist. Sozialismus war nie demokratisch. Nicht in Cuba, nicht in Venezuela, nicht in China und auch nicht in der DDR. Die politische Verwerfung, der Versuch Andersdenkende mundtod zu machen, die Freiheit des Bürgers einzuschränken und die Gesellschaftsschichten gegeneinander aufzubringen, all dies ist der Wesenszüge linker, wie auch „grüner“ Politik. Nehmen wir uns in Acht und lassen uns nicht von solchen billigen, populistischen politischen Verführern des alten DDR Geistes in eine neue Diktatur pressen.

    1. Wir bleiben wachsam wie ein Luchs! The evil is always and everywhere 😂😂😂

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