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Aktien

Milliardengrab Kapitalexport – die dummen deutschen Auslandsinvestitionen

Claudio Kummerfeld

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am

Friedhof als Symbol - grottige Rendite auf den deutschen Kapitalexport

Das ifo-Institut ist auch nach dem Ausscheiden von Hans-Werner Sinn bekannt für seine klaren Worte in Sachen Ökonomie. Aktuell äußert man sich zum „Milliardengrab Kapitalexport“. Wie man ja weiß – Deutschland als Volkswirtschaft produziert Jahr für Jahr gigantische Milliardenüberschüsse im Außenhandel. Man exportiert also viel mehr, als dass man importiert. Netto fließt daher ständig Geld aus dem Ausland nach Deutschland. Was macht man in Deutschland? Fließt das Geld etwas in Dax- und MDax-Werte? Nein, da sind ausländische Eigentümer zu großen Teilen die Halter der Aktien. Deutschland schickt seine Überschüsse lieber raus in die Welt, und lässt sie dort arbeiten.

Kapitalexport grottig schlecht angelegt

Gewinnbringend? Ja, mag sein. Aber die Renditen sind doch ziemlich mau. Nicht nur, dass Deutschland (als Ganzes betrachtet) mit seinen Geldanlagen daheim schlechter fährt als ausländische Anleger in ihren Heimatländern. Laut aktueller Aussage des ifo-Instituts (siehe folgendes Video) sind auch die gigantischen Auslandsinvestitionen der deutschen Handelsbilanzüberschüsse ziemlich erfolglos angelegtes Geld! Deutschland als Land mit Demografieproblemen lege zum Beispiel sein Geld vor allem in Ländern an, die ebenfalls ein Demografieproblem hätten. Nur 12% seien in Schwellenländern (mit Bevölkerungswachstum) investiert.

Deutsche Auslandsinvestments würden auch nach Anlageklassen sortiert (Aktien, Anleihen) schlechter abschneiden als die Investments andere Anleger. Außenhandelsüberschüsse finden sich auch in Gewinnen deutscher Konzerne wieder, mit denen dann im Ausland Übernahmen finanziert werden. ifo nennt hier zum Beispiel die Übernahmen von Monsanto durch Bayer, oder die von Chrysler durch Daimler als gescheiterte Beispiele von deutschem Kapitalexport. Auch denke man bitte an die Landesbanken-Investitionen in US-Immobilien auf dem absoluten Hoch kurz vor dem Crash im Jahr 2008.

Abschreibungen senken die Gesamtrendite

Nur drei Beispiele, die allesamt zu Wertberichtigungen auf diese Geldanlagen führten. Daher wohl auch unterm Strich eine so schwache Rendite bei deutschen Auslandsinvestitionen. Deutsche Konzerne und große Geldsammelstellen (und auch Landesbanken) haben offenbar ein Talent im Ausland auf dem Höhepunkt von Trends einzusteigen, kurz bevor der Markt einbricht. Und auch hat man offenbar das Talent große Übernahmen zu stemmen, die sich als überteuert oder gleich ganz als Debakel erweisen. Kapitalexport sei vielleicht nicht die beste Idee um die deutschen Überschüsse anzulegen, so ifo im folgenden Video. Es sei vielleicht sinnvoll eine gesellschaftliche Debatte zu starten, ob man die Überschüsse sinnvoller im Inland investiert. Den kompletten hochinteressanten Vortrag über 90 Minuten finden Sie beim Klick an dieser Stelle. Oder schauen Sie kurz zusammengefasst hier das vierminütige Video.

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3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    Bundessuperminister für wirtschaftliche Entwicklung, Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation

    15. November 2019 22:15 at 22:15

    Das Wort zum Börsensonntag

    Eine ereignisreiche Woche ist vergangen. Als Bundesregierung mussten wir und Sie als Wähler einmal wieder zahlreichen neuen Entwicklungen und Herausforderungen in allen Bereichen gesellschaftlicher Themen Rede und Antwort stehen. Innen und außen, vergangen und künftig. Zentrale und aktuelle Fragen und Probleme konnten wir wie üblich in Richtung der nächsten Wahlen verschieben. Das aber nur am Rande.

    Was haben wir alles geschafft?

    Die Infrastruktur der Bahn ist in weiten Teilen veraltet. Zur nötigen Modernisierung kommt die Forderung nach einem massiven Netzausbau. Der Bund will deshalb seinen Beitrag leisten und dem Staatsunternehmen über zehn Jahre mehr als 50 Milliarden Euro bereitstellen – vorausgesetzt, es wird wirklich gebaut. Der Bund investiert also in den Bund, vorausgesetzt er wird aktiv!

    Die geschätzten Kollegen Altmaier und Merkel wollen nach amerikanischem Vorbild die Unternehmenssteuern senken. Mehr Geld für Reiche, ein Erfolgsmodell, das sich seit Urzeiten bewährt hat.

    Über die KfW-Förderbank pumpen wir künftig auch die letzten Heißluftreserven in die Immobilienblase, um auch die letzten verbliebenen Altersvorsorgeprodukte in reine Energie aufzulösen.

    Uli Hoeneß, einer der wenigen zurecht aus öffentlich bekannten Gründen inhaftierten Top-Manager, ist zurückgetreten. Auf die Haftstrafen für die restlichen 99,9% krimineller Elemente in entsprechenden Positionen und mit vergleichbaren oder schlimmeren Vergehen wurde verzichtet.

    Die Witzfigur Boris Johnson muss bei den Neuwahlen gegen adäquate Gegner antreten: Lord Eimerkopf, Graf Mülltonnengesicht oder Elmo aus der Sesamstraße. Großbritannien befindet sich also nach all dem Chaos und allen Unsicherheiten wieder im Normalmodus.

    US-Präsident Trump geht in die Offensive und veröffentlicht den Mitschnitt eines belanglosen Telefonates, das er vier Tage vor dem großen Ukraine-Skandal geführt hatte. Währenddessen wird einmal mehr einer seiner engsten Vertrauten im Zusammenhang mit der fast vergessenen Russland-Affäre von 2016 nun in mehreren Anklagepunkten für schuldig befunden. Präsident Trump wütet, twittert, bedroht und feuert als Reaktion die entlarvten Terroristen und Kommunisten aus dem Deep State, welche die Fahne des großartigsten Landes regelmäßig im Namen der Wahrheit bespuckten. Terrorismus, Landesverrat und Majestätsbeleidigung müssen in einer Demokratie geahndet werden.

    Die Börsen erklimmen neue Höhen, wobei erklimmen nach Mühe und Arbeit klingt. Sie werden gekudlovt und getrumpt. Jeder schlaue und mündige Bundesbürger sollte unsere Empfehlungen in das Vertrauen an unsere besten Freunde und Verbündeten verstanden und wahrgenommen haben. Unser koalierter Freund Olaf wetzt bereits die Steuermesser.

    Hochachtungsvoll
    Ihr Bundessuperminister

  2. Avatar

    susiklatt

    16. November 2019 09:57 at 09:57

    sehr interessanter Artikel und Video,
    vielen Dank dafür

  3. Avatar

    Altbär

    18. November 2019 06:42 at 06:42

    Spezielle Situationen lassen neue Verben erfinden. ( Die Börse wurde gekudlovt u.getrumpt )
    Ich bin gespannt wie lange es dauert bis die Börsen gehommt ,gekrallt, oder gesinnt oder gefugmannt werden, in Abhandlung der noch zu erfindenden Verben beziehend auf die eher bärischen Ansichten der Herren Homm, Krall, Sinn u. Fugmann.

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Quartalssaison: Hier die wichtigsten Termine

Claudio Kummerfeld

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Wall Street Schild

Die Quartalssaison hat begonnen. Letzte Woche meldeten bereits die großen US-Banken und Netflix. Aber nun geht es so richtig los. Hier eine Übersicht der wichtigsten Termine von deutschen und US-Konzernen für die nächsten Tage. Wichtig: Diese Termine haben wir direkt aus den Finanzkalendern der Unternehmen entnommen. Denn manchmal sind Webportale mit ihren Terminübersichten zu den Quartalszahlen unzuverlässig, da hier zukünftige Termine zu Finanzkennzahlen manchmal einfach nur basierend auf den Terminen vergangener Quartale von einer Computersoftware abgeschätzt werden, und daher fehlerhaft sein können.

Microsoft: 26. Januar

General Electric: 26. Januar

BASF: 26. Februar

Facebook: 27. Januar

Boeing: 27. Januar

Apple: 27. Januar

Caterpillar: 29. Januar

SAP: 29. Januar

Alphabet (Google): 2. Februar

Amazon: 2. Februar

Exxon: 2. Februar

Deutsche Bank: 4. Februar

Twitter: 9. Februar

Delivery Hero: 10. Februar

Commerzbank: 11. Februar

Daimler 18. Februar

Walmart: 18. Februar

Bayer: 25. Februar

Deutsche Telekom: 26. Februar

Volkswagen: Ende Februar

Zalando: 2. März

Lufthansa: 4. März

Adidas: 10. März

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – die Woche der Quartalszahlen

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Er bespricht die nun anstehende wichtigste Woche bei den Quartalszahlen in den USA.

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Der nächste Corona-Impfstoff steht in den Startlöchern – Werbung

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Lieber Börsianer,

nach den Präparaten von Moderna und BionTech steht mit dem Wirkstoff von AstraZeneca der nächste Impfstoff vor der Zulassung in der EU. Die Freigabe durch die Gesundheitsbehörden wird Ende Januar erwartet.

Vor einem Jahr starteten innerhalb kürzester Zeit weltweit mindestens 171 Impfstoffprojekte. Noch vor wenigen Jahren hätte man für die Erforschung eines Impfstoffes mindestens 15 bis 20 Jahre angesetzt. So viel Zeit hat die Welt jetzt nicht. Neue Technologien ermöglichten eine enorme Beschleunigung der Forschung, so dass jetzt bereits mit 2 Präparaten in Deutschland geimpft werden kann.

Es kann kaum schnell genug mit der Zulassung gehen

Dennoch wird der Impfstoff von AstraZeneca sehnsüchtig erwartet. Die Produktionskapazität von Moderna und BionTech-Partner Pfizer reichen bei Weitem nicht aus, um große Teile der Bevölkerung schnell zu impfen. Zudem stehen die Lieferketten unter einem enormen Druck, weil die Impfdosen bei zweistelligen Minusgraden transportiert und gelagert werden müssen. Der neue Impfstoff von AstraZeneca kommt hingegen mit normalen Kühlschrank-Temperaturen aus.

Mehrere Staaten, darunter Österreich, Tschechien, Dänemark, Griechenland und die Balkan-Staaten forderten bereits, den Impfstoff schon vor der eigentlichen Zulassung zu verteilen.

Impfstoffproduktion führt zu Milliardeneinnahmen

Die zugelassenen Präparate werden den Herstellern derzeit förmlich aus den Händen gerissen. Die Herstellung und der Vertrieb der Impfdosen ist ein Milliardengeschäft. Die Konzerne verdienen noch mindestens so lange, bis genug Menschen geimpft sind, um die Krankheit wirksam zurückzudrängen. Doch sind die Unternehmen deshalb eine gute Geldanlage?

Machen Sie nicht jeden Trend mit

Viele Anleger investieren jetzt in Moderna. Die Aktie hat in den vergangenen Monaten mehr als tausend Prozent gewonnen. Die Story klingt ja auch zu schön. Es gibt eine Krankheit, die unsere ganze Welt in…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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