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Aktien

Moderna und Luckin Coffee – aktueller Blick auf zwei dubiose Aktien

Claudio Kummerfeld

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Blick auf die Aktien von Moderna und Luckin Coffee

Moderna und Luckin Coffee sind keine gigantisch großen Konzerne, aber aufgrund ihrer aktuell interessanten Stories lohnt sich ein Blick darauf, was hier gerade los ist. Das US-Unternehmen „Moderna“ hatte am Montag die globalen Kapitalmärkte aufgemischt. Die Meldung kam plötzlich heraus, dass dieses bis dahin doch eher unbekannte Unternehmen gute Fortschritte mache bei der Entwicklung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus. Daraufhin stieg zum Beispiel der Dow 30-Index sehr schnell um mehrere hundert Punkte an. Die Moderna-Aktien stiegen am Montag von 66 auf bis zu 87 Dollar! Eine schnelle, kurze Euphorie. Und heute? Die US-Newsseite „Statnews“ berichtet inzwischen über Moderna, dass die vorgelegten Zwischenergebnisse des Biotech-Unternehmens noch keine notwendigen Belege liefern würden, die zur Bewertung der Wirksamkeit nötig seien.

Tja, und jetzt? Wie gesagt, Moderna hatte mit seiner Impfstoff-Hoffnung die Aktienmärkte in den USA und Europa am Montag gut hochgepusht. Eine echte Marktbeeinflussung! Die Moderna-Aktie verlor Montag und gestern schon wieder deutlich an Wert, und schloss gestern Abend bei 71,67 Dollar. Also hatte sie den Großteil ihrer Gewinne bereits abgegeben. Und jetzt wenige Minuten nach der offiziellen Markteröffnung in New York fällt die Moderna-Aktie um 2,6 Prozent auf aktuell 69,60 Dollar. Und siehe da, was hatte das Unternehmen schon am Montag Abend vermeldet, am selben Abend der Impfstoff-Info? Sicher nur ein großer zeitlicher Zufall? Man will eine Kapitalerhöhung durchführen (hier die offizielle Info), und möchte in dem Zusammenhang 17,6 Millionen Aktien zu einem Preis von 76 Dollar verkaufen. Markus Koch besprach dies vorhin ebenfalls kritisch! No more Comment needed?

Luckin Coffee

Vor zwei Monaten berichteten wir bereits über die Bilanzmanipulationen beim Möchtegern-Starbucks-Konkurrenten aus China namens Luckin Coffee. Die Story war auch wirklich zu schön. Ein chinesischer schnell wachsender Konkurrent, der den Giganten aus den USA attackiert, der gefühlt in sämtlichen Innenstädten der Welt alle 20 Meter einen Coffee Shop betreibt. Aber es hat nicht sollen sein. Die Zahlen bei Luckin Coffee waren frisiert, Führungskräfte wurden entlassen. Und jetzt der gefühlte Todesstoß an der Börse? Der US-Börsenbetreiber Nasdaq verkündet offiziell zwar, dass man die Aktien von Luckin Coffee nach einer Handelspause seit dem 7. April ab heute wieder für den Handel zulässt.

Aber fast gleichzeitig verkündet Luckin Coffee, dass man von der Nasdaq bereits letzten Freitag die Info erhalten habe, dass die Börse vorhat die Aktien grundsätzlich vom Handel zu streichen, aufgrund der Bilanzmanipulationen. Das Unternehmen will im Rahmen einer Anhörung bei der Nasdaq dagegen vorgehen. Erst in 30-45 Tagen könne man definitiv sagen, ob man vom Kurszettel der Nasdaq verschwinde. Die Aktien von Luckin Coffeee reagieren heute nach der Wiederaufnahme des Handels mit einem Minus von 30 Prozent auf einen Kurs von nur noch 3,05 Dollar. Im Hoch der gesamten Börseneuphorie notierte die Aktie im Januar noch bei 51 Dollar.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – gute Ergebnisse interessieren nicht

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die aktuell reinkommenden Quartalszahlen stehen im Fokus seiner heutigen Aussagen. Dazu kommen die US-Wahlen und die Coronakrise.

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Das ist der wahre Beherrscher des Internets – Werbung

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Lieber Börsianer,

haben Sie sich eigentlich einmal Gedanken gemacht, woher Sie als Nutzer die Daten und Informationen beziehen, wenn Sie etwa auf der Seite der Amazon oder der Seite von Google surfen? Die landläufige Meinung: Das kommt alles aus der Cloud bzw. einem zentralen Großserver, der irgendwo in den USA steht.

Das ist ein Irrglaube. Tatsächlich beziehen wir als Internet-Nutzer unsere Daten aus einem weltweit aufgespannten Netzwerk sog. CDN-Server (Content Delivery Network). Wenn Sie als Nutzer aus Deutschland eine Suchanfrage auf der Google-Seite starten, wird Ihre Anfrage also nicht erst über den Atlantik geschickt und anschließend zurück. Stattdessen werden die Internet-Nutzer von einem Server versorgt, der sich in räumlicher Nähe befindet.

Andernfalls wäre die Google-Seite unendlich langsam oder würde sogar kollabieren, wenn innerhalb weniger Minuten Millionen Anfragen zur gleichen Zeit eintreffen. So muss der Suchdienst im Durchschnitt pro Tag 3,5 Milliarden Suchanfragen pro Tag abarbeiten. Das schafft kein Cloud-Server der Welt. Hier gilt: Auch das digitale Internet unterliegt physikalischen Grenzen.

Hier schafft ein ausgeklügeltes CDN-System Abhilfe. Es verteilt die Anfragen auf unzählige weltweit installierte Einzelserver und sorgt auf diese Weise für einen Lastenausgleich in den Internetleitungen. Dadurch bleiben die Internetauftritte der Unternehmen komfortabel und schnell.

Daneben schafft das CDN-System Sicherheit einerseits für die Unternehmen als auch für die Nutzer. So ist es heutzutage nahezu ausgeschlossen, dass Hacker etwa die Seite der Amazon, der Zalando oder anderer Endkunden-Unternehmen lahm legen können. Tatsächlich werden schlimmstenfalls durch Hackerangriffe einzelne Server im CDN-System ausgeschaltet. Das System erkennt einen solchen Angriff und leitet den Nutzer sofort auf den nächsten noch aktiven Server weiter.

Damit schafft CDN sog. Redundanzen. Anders formuliert: Die dezentrale Struktur sorgt dafür, dass die Internetversorgung nie gänzlich zusammenbricht. Damit leisten die CDN-Netzwerke einen ganz wichtigen Beitrag für die Stabilität und Verfügbarkeit des Internets. Sie bilden also das Rückgrat des modernen Internets.

Wer betreibt diese Netzwerke?

Ein US-Unternehmen dominiert dieses Marktsegment quasi nach Belieben. Man unterhält weltweit 300.000 CDN-Server und kontrolliert damit in der Spitze bis zu 30 % des täglichen globalen Internetverkehrs. Nahezu alle Software- und Internetunternehmen des Silicon Valley schwören auf die Dienstleistungen dieses US-Unternehmens. Die Kundenkartei umfasst Adressen wie etwa Amazon, Apple, Facebook, Google oder Microsoft. In Europa bedient man Unternehmen wie Daimler, Nestlé, Wienerberger, Voestalpine oder etwa den Autozulieferer Schaeffler, um nur die wenigsten aus der üppigen Kundenkartei der Amerikaner zu nennen.

Vor allem für Unternehmen mit Endkundenkontakt und stark frequentierten Internetauftritten ist CDN absolute Pflicht. Denn die Nutzer springen heute rasch ab, wenn sich ein Seite langsam aufbaut oder sogar minutenlang gar nicht erreichbar ist. Ich kann Ihnen versichern, eine stabile und schnelle…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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Caterpillar meldet Quartalszahlen: Starker Rückgang, aber über Erwartung

Claudio Kummerfeld

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Der weltweit größte Baumaschinenhersteller ist Caterpillar aus den USA. Die Firma gilt daher als Frühindikator, weil Bauwirtschaft und Industrie auf Baumaschinen angewiesen sind, bevor eine Volkswirtschaft expandieren kann. Steigen also die Firmenumsätze, deutet das auf eine weiter florierende US-Wirtschaft hin, und umgekehrt genau so. Deswegen sind die soeben veröffentlichten Quartalszahlen von Caterpillar so extrem wichtig. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz im letzten Quartal liegt bei 9,88 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 12,76/erwartet 9,8). Der Gewinn liegt bei 1,22 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 2,66/erwartet 1,12).

Die Aktie notiert vorbörslich mit -1,3 Prozent.

Die operative Profitmarge sinkt im Jahresvergleich von 15,8 Prozent auf 10,0 Prozent.

Die rückläufigen Umsätze liegen laut Unternehmensaussage an der rückläufigen Kundennachfrage nach Geräten und Dienstleistungen.

CEO-Kommentar:

“I’m proud of our global team’s performance as we continue to safely navigate the pandemic while remaining firmly committed to serving our customers,” said Caterpillar Chairman and CEO Jim Umpleby. “Our third-quarter results largely aligned with our expectations, and we’re encouraged by positive signs in certain industries and geographies. We’re executing our strategy and are ready to respond quickly to changing market conditions.”

Datenblatt mit Details zu den Quartalszahlen von Caterpillar

Caterpillar-Baumaschine - Caterpillar-Quartalszahlen
Eine Baumaschine von Caterpillar auf der Bauma. Foto: Wald-Burger8 CC BY-SA 3.0

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