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Möglicher „Tesla-Killer“ + möglicher Börsencrash-Auslöser: Zwei Gedanken zum Wochenende

Falls Ihnen trotz Frankreich-Wahl, Fußball-Bundesliga etc am bevorstehenden Wochenende zu langweilig sein sollte, haben wir hier zwei interessante Anregungen für Sie zum Nachdenken. Zunächst wäre da…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Falls Ihnen trotz Frankreich-Wahl, Fußball-Bundesliga etc am bevorstehenden Wochenende zu langweilig sein sollte, haben wir hier zwei interessante Anregungen für Sie zum Nachdenken. Zunächst wäre da die unterschwellige und bisher noch nie beantwortete Frage: Welcher Autohersteller liefert denn nun den ultimativen „Tesla-Killer“, also ein Elektroauto, dass vom Design, Preis und Reichweite Tesla überflügeln kann und die Firma somit kaputt macht? Denn Tesla lebt ja quasi nur davon der erste echte E-Auto-Hersteller zu sein, mit wirklich guten Modellen. Aber die sind teuer und bisher nicht vom breiten Markt akzeptiert. Das soll sich mit dem neuen Modell 3 bald ändern. Aber hat Tesla zu viel Zeit verbrannt, holen die Konkurrenten zu schnell auf, und Tesla überlebt diesen Kampf nicht? Aus Elon Musk´s Äußerungen kann man regelmäßig heraushören, dass an ihn und Tesla eh niemand herankommt. Mit diesem Auto kann VW ja mal zeigen, dass man es ernst meint. Der Herr von VW sagt jedenfalls, dass man es ernst meint. Niemand spricht zwar das Wort Tesla aus, aber alle wissen, dass man Tesla überflügeln muss. Ob es VW gelingt? Wir wissen es auch nicht, aber man sieht, dass sich etwas tut bei der Konkurrenz!

Und jetzt ein ganz anderes Thema. Wann bricht die Börse (mal wieder) zusammen? Die folgende Grafik der Bank of America Merrill Lynch zeigt als blaue Linie seit dem Jahr 1915 den US-Leitzins. Die roten Kreise zeigen jeweils den Beginn von Börsen-Abstürzen. Die letzten beiden Ereignisse sind hier der Häusermarkt-Crash in den USA mit der folgenden Finanzkrise aus dem Jahr 2007, und der Crash verursacht durch die geplatzte Tech-Blase im Jahr 2000. Kurz vor den roten Kreisen sieht man jeweils steigende Leitzinsen, angehoben durch die Federal Reserve. Durch höhere Zinsen werden Kredite teurer, die wirtschaftliche Entwicklung wird tendenziell gehemmt. Denkt man diesen Gedanken zu Ende, und geht man davon aus, dass nach den diesjährigen weiteren Zinsanhebungen auch 2018 weitere Schritte folgen, dann steigt die blaue Kurve erneut relativ steil an, und man nähert sich erneut einem Punkt, wo ein neuer roter Kreis eingezeichnet werden kann, also ein neuer Börsenabsturz. Nur wie wird er diesmal heißen? Kreditkarten-Crash? Autokredite-Crash? Gewerbeimmobilien-Crash?


Fed-Chefin Janet Yellen. Foto: Federal Reserve

20 Kommentare

20 Comments

  1. Avatar

    AlterSchwede

    21. April 2017 17:41 at 17:41

    FMW-Crash, weil Ihr den seit gefühlt 100 Jahren herbeiredet und irgendwann in den nächsten 100 Jahren werdet Ihr damit richtig liegen. Ist zwar eine lausige Trefferquote, aber so ist das mit den sehschwachen Hühnern.

    • Avatar

      admin

      21. April 2017 17:51 at 17:51

      Hallo AlterSchwede,

      wir beziehen uns in diesem Artikel ausdrücklich auf die oben angezeigte Grafik der BoA ML. Es geht um ein dort gezeigtes Muster, das in einem sehr langen historischen Zeitraum betrachtet wird. Mehr nicht.

      Grüße und ein schönes Wochenende für Sie!

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      21. April 2017 17:56 at 17:56

      @AlterSchwede, die Kombination aus einem „FMW-Crash“ und „sehschwachen Hühnern“ gereicht uns sehr zur Ehre. Sehschwache Hühner lösen FMW-Crash aus. FMW-Crash macht Hühner sehschwach…

    • Avatar

      FR

      21. April 2017 18:29 at 18:29

      Leicht unsachlich & mit wenig Respekt vor der langjaehrig guten Arbeit der FMW Redaktion. Gut moeglich das aus „Alter bald armer Schwede“ wird. Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall.

  2. Avatar

    gerd

    21. April 2017 18:08 at 18:08

    Ich fürchte bloß, dass der für 31000Euro nicht zu haben sein wird.

    Ansonsten VW Aktien kaufen. Tesla weiter shorten. Nicht wahr Walter Schmidt, mein Bruder im Geiste – oder sollte ich besser sagen Leidensgenosse, als der Sie sich ja überhaupt nicht fühlen.

    Davon ab, VW ist eine Aktie, die ich vom rein Wirtschaftlichen her unter 200Euro als nicht zu teuer erachte.

  3. Avatar

    leser

    21. April 2017 18:17 at 18:17

    Der Tesla sieht schon ein wenig aufregender aus, als dieser gepimpte Touran. Zur Reichweite wird ja nichts gesagt. Auch nicht zum Preis oder zur Haltbarkeit der Batterie. Die Sicht nach hinten ist vermutlich stark eingeschränkt. Wieso nutzt man die Möglichkeiten eines E-Autos nicht für einen sehr viel größeren Innenraum? Bei den neuen Autos stört mich generell, dass die Überwachungstechnik gleich eingebaut ist. Kommt mir nicht in die Garage.

  4. Avatar

    AlterSchwede

    21. April 2017 18:24 at 18:24

    Schon richtig, aber die Zinswende hat doch noch gar nicht stattgefunden und ich bezweifele ganz stark, dass wir jemals wieder Zinsen von 4-5% (was ja in der historischen Betrachtung noch ziemlich moderat ist) erleben werden, weil das bei den aktuellen Staatsschulden niemand mehr bezahlen kann, sowohl hier als auch in Amiland. Mir geht es auch mehr um die tendentiell eher sehr bärischen Kommentare, ein halbvolles Glas erlebt man hier sehr selten. Und wenn Ihr das handeln würdet, was man hier so liest und nicht über unendliche finanzielle Mittel verfügt, dann seid Ihr allein dieses Jahr schon dreimal Pleite.

  5. Avatar

    Florian

    21. April 2017 18:25 at 18:25

    Hallo AlterSchwede, ich kann eine Sache wirklich nicht verstehen: Das FMW Team bietet viele interessante Informationen umsonst an. Man kann sie gut finden und lesen, man kann sie schlecht finden und dann nach einer Zeit nicht mehr lesen. Keiner zwingt Sie, die Informationen/Beiträge zu lesen. Verstehen kann ich nicht, dass Sie anscheinend die Beiträge „seit gefühlten 100 Jahren“ schlecht finden, sie weiterhin trotzdem lesen und dann die Menschen anmachen. Ich empfinde das als schlechter Stil. Nichts gegen Kritik, nichts gegen eine Portion Härte, aber „sehschwache Hühner“ ist aus meiner Sicht kein gelungener Ausdruck.

    • Avatar

      gerd

      21. April 2017 18:49 at 18:49

      Ich sehe das anders.
      Warum soll man hier nicht lesen und kommentieren, obwohl man anderer Meinung ist?
      Vielleicht profitiert die FMW-Redaktion sogar davon, weil sie die eine oder andere Anregung erhält.
      Und „sehschwache Hühner“ ist bestimmt nicht böse gemeint. Es ist lediglich die sogar mildere Form von „auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn“.

    • Avatar

      AlterSchwede

      21. April 2017 18:54 at 18:54

      @Florian: Ich finde weder die Beiträge schlecht, noch wollte ich hier jemanden anmachen. Es gibt nun mal dieses Sprichwort mit den blinden Hühnern, so weit bin ich mit Absicht nicht gegangen. Es geht um die sehr bärische Grundtendenz der Seite, was mir bislang auch alle Leute bestätigt haben, welchen ich diese empfohlen habe (weil es sehr viele und gute Hintergrundinformationen gibt). Die hier angeführten Gründe/Ereignisse für mögliche Kursrückgänge sind alle vorhanden und nachvollziehbar, nur passiert halt eben nichts dergleichen. Und wenn ich dann noch sage, dies und das wird passieren und nicht könnte passieren, liegt man halt ständig daneben.

      • Avatar

        Columbo

        21. April 2017 19:42 at 19:42

        @Alter Schwede,
        Selektive Wahrnehmung halt, sowohl bei Dir, wie bei
        vielen anderen, einschließlich mir. Sehr menschlich.

  6. Avatar

    M.

    21. April 2017 18:34 at 18:34

    Ich glaube, die Fed kennt die Grafik auch und merkt außerdem, dass die Wirtschaft an Fahrt verliert und diverse Risiken zunehmen. Es würde mich nicht wundern, wenn die Fed es demnächst erstmal ganz gemächlich angehen lässt mit den Zinserhöhungen, wenn es geboten scheint. Damit könnte der Crash ausfallen oder nur salamiartig und gemäßigt ablaufen, zumal die Fed auch ein Interesse daran hat, dass die Kurse sich schrittweise etwas den Fundamentaldaten annähern und die Blase sich nicht weiter aufbläht.

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      21. April 2017 18:39 at 18:39

      @M, die Fed ist sich der schwachen Zahlen durchaus bewusst, so sagte vor ca. einer Stunde Fed-Vize Fischer, dass die Konjunktur zuletzt schlechter laufe als erwartet..

    • Avatar

      vogel

      21. April 2017 19:32 at 19:32

      @M.
      Das wäre sicher der vernünftigere Weg.
      Diese Bungee-Grafik sagt bislang aber meist was anderes:
      …Zinserhöhungszyklus viel zu spät eingeleitet – dann Zinsen kompensatorisch zu schnell und zu hoch überdreht – oft in den Beginn der nächsten Rezession hinein – Crash – Nächste panische Zinssenkung viel zu lange beibehalten… usw.
      Diesmal versucht Yellen die Geldmenge neben der Zinsanhebung auch durch die „Kürzung der FED-Bilanz“ etwas „unauffälliger“ zu reduzieren – Machen wir uns nichts vor, am Ende ist das Ergebnis das gleiche „financial event“ wie auch sonst immer.
      Aber noch ist die Geldmenge M1 im März 2017 auf einem neuen Höchststand: http://de.tradingeconomics.com/united-states/money-supply-m1
      Weitere ATH deshalb vorher nicht ausgeschlossen. ;-)

  7. Avatar

    gerd

    21. April 2017 18:54 at 18:54

    Ich wollte immer noch @Dieter G. fragen, gemäß letztem Bericht über Tesla ein bekennender Tesla-Versteher.
    Vielleicht lesen Sie hier ja auch mit. Ich freue mich aber natürlich auch auf die Antworten von Schreibern, die nicht Dieter heißen.

    Wie hoch ist wohl im Durchschnitt der Nettogewinn pro Fahrzeug bei unseren alten Benzin/Dieselmotor-Herstellern?
    Lassen wir Porsche mal weg, da soll er bei rund 15000Euro liegen. Klar son Wagen kostet ja auch Hunderttausend. Obwohl, Tesla verkauft ja auch so teure Autos – und trotzdem nur Verlust pro Fahrzeug?
    Na gut, Anlaufkosten.

    Aber bei unseren Massenherstellern liegt der Gewinn teilweise sogar unter 1000Euro.
    Nehmen wir mal an, im Jahr 2020 würde Tesla 1Mio. Autos vom Modell 3 verkaufen und pro Stück einen Gewinn von 2000Euro erwirtschaften – was mir bei einem Verkaufspreis von 31000Euro unmöglich erscheint. Aber nehmen wir mal an.
    Das wäre ein Gesamtgewinn von 2 Mrd..
    Verteilt auf 161,5Mio Stück Aktien wäre das ein Gewinn pro Aktie von 12,38Euro
    Unsere alterwürdigen, im Sterben liegenden Daimlers, BMWs oder VWs haben ein KGV unterhalb von 10.
    Tesla soll meinetwegen auch in drei Jahren immer noch ein KGV von 20 zugebilligt bekommen.
    Das hieße, ein vergleichbarer Kurs läge bei 248Euro oder 265 USDollar. Und doch steht die Aktie heutzutage bereits bei 300USDollar.

    Das war natürlich nur eine unprofessionelle grobe Rechnung. Aber vielleicht kann man mir aufzeigen, wo ich ggf. einen eklatanten Fehler in meinem Rechenansatz mache. Ich will ja nicht ausschließen, dass ich auch hier -wie so oft – völlig daneben liege und die Aktie 500USDollar „wert“ ist.

    • Avatar

      Dieter G.

      22. April 2017 00:12 at 00:12

      Moin. Ich bin kein Tesla-Versteher. Ich habe auch keine Tesla-Aktien. Aber ich lasse mich von Unternehmen gerne abholen und begeistern, wenn der/die Eigentümer sich für ihr eigenes Produkt begeistern.

      Und Tesla isoliert zu betrachten halte ich für extrem riskant. Man schaue sich nur an, wo Musk überall engagiert ist. Fängt bei SpaceX an, die ja auch schon Geschichte geschrieben haben, bis hin zur massiven Förderung der KI. Oder den Entwicklungsauftrag den Musk für die Personenförderung erhalten hat. Der Typ manifestiert das, was man eigentlich mit „Unternehmer“ bezeichnet. Schaut man sich die Schnarchnasen hier in Deutschland an, da fehlt doch jegliches Verständnis für das eigene Unternehmen. Hauptsache Gewinn in der Bilanz ist völliger Unsinn.

      Zudem würde ich nie einen Aktienkurs shorten.

      Das soll´s erst einmal gewesen sein.

      Ein schönes Wochenende.

      Dieter

  8. Avatar

    Beobachter

    21. April 2017 19:02 at 19:02

    @Alter Schwede, wenn Sie wirklich wie der Name ausdrückt eher älter ( erfahrener ) sind ,dann müssten Sie wissen dass an den Börsen alle paar Jahre eine grössere Korrektur passiert, u.jedes Jahr 2-3 kleinere Korrekturen anfallen, WARUM SOLLTE DAS JETZT AUF SEHR HOHEM NICHT MEHR PASSIEREN, wir sind jetzt 2-3% von den Allzeithochs weg, ich kenne sonst Schweden eher als nüchterne Menschen, aber diesmal ist halt alles änderst ! !

    • Avatar

      ubsb55

      21. April 2017 20:14 at 20:14

      Ich wundere mich, dass hier nicht von Realzinsen gesprochen wird, denn die sind meiner Ansicht nach entscheidend. Was soll ich mit 4% Zins, wenn die Inflation 8% beträgt, nur so als Beispiel. Bis jetzt wird mMn die Inflation überall klein gerechnet, wie die Arbeitslosigkeit. Irgendwann wird das nicht mehr funktionieren. Inflation steigt aber niemals schön gleichmäßig an. Durch einen Schub könnten sich die Notenbanken gezwungen sehen, die Zinsen stärker zu erhöhen, was natürlich in der Wirtschaft für Verstimmung sorgt. Refinanzierungen werden teurer, das Wachstum stagniert oder geht ins negative. Macht die Notenbank nix, dann läuft die Sache heiß, noch höhere Verschuldung, höhere Lohnforderungen, usw, die Inflation beginnt zu laufen.
      Es ist also ein Tanz auf dem Drahtseil und ich möchte nicht Notenbank sein.

  9. Avatar

    Marko

    22. April 2017 15:01 at 15:01

    Bei dem „Tesla – Kram“ ist eines sehr sehr wichtig die Infrastuktur, welche derzeit nicht da ist.

    Klar ein „Elektro-Bolide“ ist schön und toll, was bringt mir ein Elektktro-Karren, wenn ich mit Vollgas auf der Autobahn „herumheize“, und nach 200-300 km „im Eimer bin“, da die Batterie leer ist.
    Das Elektofahrzeug an sich ist „sauber“, wirklich ? Der Strom ist „sauber“ ? Alles mit Wasserkraft aus Norwegen gefördert ?

    Was nicht ok st, dass die Frachter/Kreuzfahrtschiffe , Öltanker … mit Schweröl durch die Gegend gondeln,ohne jedwede „Katalysatoren“. Schweröl ist ein Abfallprodukt, aber weil billig, sehr gerne gesehen !!! das sind nämlich Emissonen, die es in sich haben.
    Aber zu sagen : Tesla : das ist de Zukunft ? Das ist nicht möglch, ein Elektrokarren schleppt Akkus mit sich herum, Stichwort Gewichtsreduzierung, schon wieder Physik. Und wie will man Diesel-LKWs verbieten ? Dafür enen „sauberen“ Direkteinspritzer-Benziner Motor, mit TFSI-Technik, und das bei einem 40 Tonner ? Oder, noch besser : einen Elektro-LKW ? Physik !!!

    Der Diesel ist am Ende, Tesla ist die Zukunft, dass Dielselfahrzeuge nach einer höhrenen, aufwendigeren SCR- Technik verlangen, um Stickoxide einzuschränken, ist klar : Stichwort EURO 6 Norm.
    Fahrverbote für Diesel-Kfzs in Innenstädten, was ist eigentlich mit den EURO 1 oder 2 Benziner-KfZs aus den 90zigern, keine Fahrverbote, da „sauber“ ?

    Aber wieso man bei den Schiffen, sagt : Die können machen, was sie wollen, interessiertrt uns nicht, fahren doch sowieso auf dem Meer herum, in der Stuttgarter Innenstadt nicht, da sträuben mir sich die Nackenhaare.

  10. Avatar

    Marko

    22. April 2017 15:33 at 15:33

    Schaut mal, der Postillion, ich hoffe das ist ok, die Verlinkung.

    „Wo gehts nach Nordkorea. ? Das ist mein Hund Fifi“ :D

    http://www.der-postillon.com/2017/04/wo-gehts-nach-nordkorea.html

    Die Amis haben sich verrirt, offenbar wollte man erst einem Manöver mit seinem „Kampfverband“ in Australien mitmachen, da lange vorher geplant, eine Absage wäre denen wohl zu teuer geworden.

    Und erst danach seinem „Herrchen“ Donald Folge leisten. :D

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Banken: Es hagelt sensationell gute Quartalsergebnisse!

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Hochhäuser von Banken im Londoner Viertel Canary Wharf

Was ist das los? Gerade in der schlimmsten Rezession seit Jahrzehnten sollten sich die Banken doch in einer dramatischen Schieflage befinden? Denn Kreditausfälle müssten aus Quartalsgewinnen eigentlich Verluste machen und damit folglich das Eigenkapital der Banken angreifen? Dieses Szenario steht womöglich bevor, wenn die anstehende Pleitewelle Löcher in die Bücher der Banken reißt.

Aber noch ist es nicht soweit. Derzeit hagelt es sensationell gute Quartalszahlen von Banken weltweit. Vor allem fällt auf, dass gerade die Banken tolle Zahlen melden, die stark im Kapitalmarktgeschäft tätig sind, und eher weniger im Privat- und Firmenkundengeschäft mit Krediten, wo Probleme mit Kreditausfällen drohen, und wo die Banken sich derzeit mehr denn je mühen neue Kundeneinlagen abzuweisen – weil sie selbst sonst Strafzinsen zum Beispiel bei der EZB entrichten müssten.

Banken mit starkem Kapitalmarktgeschäft im Vorteil

Wie gesagt. Wer stark im Kapitalmarktsegment engagiert ist, der feiert die Krise. Zum Beispiel lässt sich derzeit viel Geld machen mit den globalen Schuldenorgien. Wo die Banken zum Beispiel in Europa in den Erstauktionen der staatlichen Schuldenagenturen Staatsanleihen aufkaufen, können sie mutmaßlich schön und entspannt Gewinn machen mit dem Weiterverkauf der Anleihen an die EZB am Sekundärmarkt. Auch in vielen anderen Bereichen des Kapitalmarkts war die letzten Quartale viel los. Man beachte in diesem Zusammenhang die sensationell guten Quartalszahlen von Goldman Sachs vom 14. Oktober. Der Quartalsgewinn konnte gegenüber dem Vorjahresquartal verdoppelt werden (hier die Details). Bei den anderen großen US-Banken gab es keine Katastrophen-Meldungen. Und dann am Dienstag dieser Woche meldete die Schweizer Großbank UBS ebenfalls eine Gewinn-Verdoppelung (hier die Details).

Barclays

Heute nun hat die britische Großbank Barclays ihre Quartalszahlen veröffentlicht. Der Gewinn liegt mit 611 Millionen Pfund gut drei Mal so hoch wie erwartet, und auch dramatisch besser als im Vorjahr. Da war es noch ein Verlust von 292 Millionen Pfund – auch wenn man hier berücksichtigen muss, dass der Verlust aufgrund von Schadenersatzzahlungen an geschädigte Kreditnehmer zustande kam. Dennoch ist heute ein Gewinn, der drei Mal so hoch reinkommt wie erwartet, beachtlich. Außerdem hat Barclays wie viele andere Banken auch im dritten Quartal die Risikovorsorge für mögliche Kreditausfälle deutlich reduziert, nämlich auf 608 Millionen Pfund nach 3,7 Milliarden Pfund in den ersten sechs Monaten des Jahres.

Nordea

Bei der größten skandinavischen Bank Nordea könnte man glatt meinen, dass die Krise zeitlich auf den Kopf gestellt wurde. Auch hier gab es heute Quartalszahlen. Der operative Gewinn steigt binnen Jahresfrist von 875 Millionen auf 1,09 Milliarden Euro. Die Gründe für die guten Zahlen: Einerseits mehr Kreditvergabe-Volumen in der Krise – andererseits nicht mehr vorhandene Belastungen durch Schrottkredite (331 Millionen Euro Belastung im Vorjahresquartal). Dennoch erwartet Nordea für das Gesamtjahr Kreditausfälle von gut einer Milliarde Euro. Es klingt wie ein Witz, dass jetzt Belastungen durch Kreditausfälle weggefallen sind. Aber aktuell wirkt es noch schlüssig. Es werden weltweit auch mit Staatshilfen viele neue Kredite vergeben, wo die Kreditnehmer natürlich erstmal wieder liquide sind und auch die monatlichen Raten einige Zeit lang zahlen können.

Noch sieht es gut aus

Wenn die große Pleitewelle bei Unternehmen denn kommen sollte, dürfte sich die Lage für die Banken verdunkeln. Banken wie Goldman Sachs mit fast null klassischem Privatkundengeschäft könnten auch in einer Pleitewelle gut da stehen, weil man ja keine Kreditausfälle verkraften müsste. Und die deutschen Banken? Die Commerzbank meldet ihre Quartalszahlen am 5. November, die Deutsche Bank am 28. Oktober. Es ist möglich, dass sie schon vorab als Ad Hoc-Meldung ihre Finanzdaten berichten, wenn sie zu stark von den Erwartungen abweichen. Es könnte sein, dass auch die beiden deutschen Großbanken jetzt halbwegs akzeptable Zahlen melden, und dass die bitteren Verluste der Kreditausfälle erst noch anstehen, wenn die Pleitewelle wie von vielen Experten erwartet demnächst einsetzt. Aber es kann vielleicht noch einige Zeit dauern, bis eine Pleitewelle wirklich auf die Quartalszahlen der Banken durchschlägt. Denn bis die Bank wirklich einen Kredit als Verlust abschreibt, muss erstmal der Schuldner den Bach runtergehen, dann gibt es Verhandlungen über Umschuldungen usw. Also, kurzfristig könnten auch Deutsche Bank und Commerzbank noch akzeptable Quartalszahlen melden.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Value-Werte auf der Überholspur

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Es gibt gute Konjunkturindikatoren aus Deutschland und Asien. Laut Markus Koch sind die Value-Werte jetzt auf der Überholspur.

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fashionette: Onlineshop für Luxus-Shopping geht an die Frankfurter Börse

Claudio Kummerfeld

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Bürotürme in Frankfurt

fashionette ist kein normaler Onlineshop für Klamotten und Schuhe. Nein, hier werden nur hochpreisige Handtaschen, Schuhe, Schmuck etc verkauft. Darauf hat sich die Düsseldorfer fashionette AG spezialisiert. Man konzentriert sich auf die Region Deutschland, Österreich und Schweiz. Nach eigenen Angaben bietet das Portal 11.000 Artikel von 150 Premium- und Luxus­marken, und hat pro Monat mehr als 3 Millionen Seitenaufrufe. Die Umsatzerlöse lagen im Jahr 2019 bei 73 Millionen Euro, und der Gewinn (EBITDA) lag bei 6,8 Millionen Euro. Das entspricht einer Marge von 9,3 Prozent.

Die Deutsche Börse hat heute offizielle Angaben zur Aktienzeichnung und zum ersten Handelstag an der Börse für das Unternehmen veröffentlicht. Die Aktienzeichnung für den Börsengang der fashionette AG (ISIN: DE000A2QEFA1) an der Frankfurter Wertpapierbörse ist heute gestartet und wird voraussichtlich bis zum 27. Oktober andauern. Inklusive der Mehrzuteilungsoption werden bis zu 3.605.000 Aktien angeboten, die Bookbuilding-Spanne liegt bei 30,00 bis 38,00 Euro je Aktie. Der erste Handelstag der fashionette AG im Segment Scale ist laut der Deutschen Börse für den 29. Oktober geplant.

Beim Klick an dieser Stelle finden sie alle Detaildaten zu dieser Emission bei der Frankfurter Börse.

Der Börsengang von fashionette hat einen Gesamtumfang von bis zu 137 Millionen Euro. Aber der Großteil der Papiere werden vom aktuellen Hauptaktionär Genui verkauft, womit ein Großteil der Emission nicht in der Firma landet, sondern an den Altaktionär fließt. Im Unternehmen werden von der Emission wohl 36-46 Millionen Euro ankommen.

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