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Monat der Rekorde?

Von Markus Fugmann

Noch ist der Januar noch nicht beendet – aber er dürfte einige Rekorde setzen. So die beispiellose Häufung von Stimlusmaßnahmen durch die Notenbanken dieser Welt – mit dem einsamen Rekord Dänemarks, das in knapp zwei Wochen sage und schreib drei Mal den Einlagezins gesenkt hat.

Aber auch für europäische Aktien könnte der Januar der beste Monat seit drei Jahren werden, dem QE der EZB sei Dank. Heute dann einige sehr gute Konkunkturdaten aus der Eurozone: die deutschen Einzeelhandelsumsätze im Dezember so stark wie seit 2010 nicht mehr, in Italien der Rückgang der Arbeitslosenquote von 13,3% auf 12,9% (allerdings erfolgen häufig heftige Revisionen nach der Erstveröffentlichung), und selbst im chronisch maladen Frankreich sind die Konsumausgaben stärker als erwartet gestiegen. Die Arbeitslosenquote in der Eurozone fällt leicht auf 11,4%, doch sind die Verbraucherpreise mit -0,6% etwas stärker als ohnehin erwartet gefallen. Und selbst im Land der Hoffnungslosen – Griechenland – steigt der Bankenindex heute fast zweistellig, gestern ging es um über 12% nach oben, weil Griechenland nun doch nicht ausschert aus der Koalition der Russland-Sanktionswilligen.

Inwzischen aber hat sich zumindest heute die Euphorie wieder etwas eingetrübt: der Dax fällt von über 10800 auf nun knapp unter 10700, nachrichtenlos. Dennoch: die outperformance europäischer Aktien im Vergleich zu US-Werten dürfte sich fortsetzen.

Aber auch der Dollar dürfte heute ein historischen Rekord setzen: es wäre der siebte Monat in Folge, dass der Greenback zulegen kann. Das gab es noch nie seit Bretton Woods, also der Freigabe der Währungen 1971. Zwar könnte der Euro heute seinen ersten Wochengewinn seit sieben Wochen verzeichnen – aber im Monat Januar hat die Gemeinschaftswährung dennoch bereits 6% zum Dollar verloren. Damit ist praktisch sicher: das wird ein historischer Tag für die amerikanische Währung. Daran dürfte sich auch nichts ändern, wenn heute um 14.30Uhr das BIP der USA veröffentlicht wird.



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