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„Money, money, money!“ Demokraten schlagen Republikaner in ihrem eigenen Spiel

Der Wahlkampf zu den US-Zwischenwahlen in seiner entscheidenden Phase!

Redaktion

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Eine Kolumne aus New York von Herbert Bauernebel

Geldsammeln war immer eine der größten Stärken der Konservativen, besonders auch wegen ihrer betuchten Klientel.

Im Wahlkampf für die Zwischenwahlen („Midterm Elections“) um das Repräsentantenhaus haben die „Dems“ jedoch den Spieß umgedreht: In den 69 knappsten Rennen um „House“-Sitze sammelte die Opposition sagenhafte 252 Millionen Dollar ein, im Vergleich zu den 172 Millionen Dollar der Republikaner (GOP), berichtet die New York Times.

Das meiste Spendengeld erhielten dabei Kandidatinnen, wie Mikie Sherrill in New Jersey (Foto) oder Amy McGrath in Kentucky. Und die Zuwendungen kommen herein meist durch kleine Beträge einfacher Bürger, ein Signal für eine wachsende Motivation unter Wählern, US-Präsidenten Donald Trump und der GOP einen Denkzettel zu verpassen.

Die Chancen der Demokraten, die Macht im Kongress-Unterhaus zu übernehmen, stiegen zuletzt laut der Website „Fivethirtyeight“ auf 84 Prozent. Im Senat jedoch dürften die Republikaner am Ruder bleiben, so jüngste Prognosen.

Denkzettel hin oder her: Trump selbst lässt selbst beim Spendensammeln aufhorchen: Der Präsident hat bereits mehr als hundert Millionen Dollar in der Kriegskasse für den Wahlkampf 2020, wenn er für die Wiederwahl kandiert.

 

Wahlthriller in der Zielgeraden: Vergeigen Demokraten die Midterm-Wahlen?

Es hätte ein politisches Beben werden sollen, eine „Blaue Welle“ historischer Ausmaße, ein Triumph der Demokraten als politische Ohrfeige für Donald Trump, die ihn ins Wanken bringen hätte können.

Jetzt jedoch steigt die Angst bei der Opposition, dass statt des erhoffen Erdrutschsieges bei den Zwischenwahlen am 6. November wieder Katzenjammer herrschen könnte – genau wie nach dem Sensationssieg von Trump über Hillary-Clinton vor zwei Jahren.

Besonders die gewonnene Schlacht um den Höchstrichter Brett Kavanaugh hat die Republikaner gestählt und Parteigänger motiviert, wählen zu gehen. Der Präsident selbst punktet durch die US-Boomwirtschaft im Allgemeinen – und bei seinen Anhängern wegen des Einhaltens vieler Wahlversprechen im Besonderen.

Seine Popularitätswerte sind zwar nicht berauschend (43,4 % Zustimmung im Schnitt der Umfragen), aber stabil und in einigen Erhebungen wieder steigend.

Trump stürzt sich mit fast täglichen Auftritten voll in den Wahlkampf: Er selbst möchte die Zwischenwahlen zu einem Referendum über seine bisherige Präsidentschaft machen.

Bei der Schlacht um den Kongress ist die Lage drei Wochen vor dem Urnengang freilich komplex:

  • Im Repräsentantenhaus bewertet der Umfrage-Guru der New York Times, Nate Silver („Fivethirtyeight“), die Chancen der „Dems“, die Kontrolle zu übernehmen, mit 81 Prozent. Dieser Prognosewert ist zuletzt gestiegen.
  • Doch im Senat verdüstern sich die Chancen auf ein Zurückerobern der Macht durch die Opposition: Sie liegen laut Silvers Berechnungen nur mehr bei 19,8 Prozent (Ende September waren es noch 35 %).

„New York Times“-Kolumnist Bret Stephens kritisiert vor allem, dass die Demokraten bei ihrer Kritik an Trump über die Stränge hauen würden und von Trumps Republikanern leicht als hasserfüllte Fanatiker desavouiert werden können. Das räsoniere vor allem bei moderateren Wechselwählern in den Suburbs.

Ein knapperes Rennen wäre das letzte, was irgendjemand erwartet hatte, „nicht nach 21 Monaten Trump-Chaos und dem Entstehen der MeToo-Bewegung“, so der Kolumnist.

 

Herbert Bauernebel ist freier US-Korrespondent in New York seit 1999. Er leitet dazu das Info-Portal AmerikaReport.de mit Blogs, Analysen und News – von „Breaking News“ bis Politik-Aufregern, von Trends aus dem „Silicon Valley“ bis zur Wall Street. 

 

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Nullzinsphase in der Realität: BaFin entzieht zwei Pensionskassen die Betriebserlaubnis

Claudio Kummerfeld

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Nullzinsphase

Die Nullzinsphase erfreut zwar private Kreditnehmer und Staaten, die sich zum Traumkonditionen verschulden können. Aber wo Kredite für die einen nur Schulden sind, da sind sie auf der anderen Seite für Fondsgesellschaften, Rentenversicherungen und Pensionskassen nichts anderes als eine Geldanlage, die Zinsen abwerfen muss. Tut sie das nicht, geraten die Zusagen gegenüber den Kunden und die gesamten Kalkulationen der Kassen ins Wanken. Neben 20 Lebensversicherungsgesellschaften hat die BaFin derzeit auch 36 Pensionskassen unter sogenannter „verschärfter Beobachtung“.

Zwei Pensionskassen endgültig ohne Betriebserlaubnis

Schon im Jahr 2018 hatte die BaFin den Pensionskassen „Kölner Pensionskasse“ und „Pensionskasse der Caritas“ die Anordnung erteilt, dass sie nicht weiter ihrer Arbeit nachgehen dürfen (wir berichteten damals). Die beiden legten aber Widerspruch ein. Nun hat die BaFin offiziell mitgeteilt, dass die Entziehung der Betriebserlaubnis für die beiden Pensionskassen rechtskräftig ist, rückwirkend zum 31.12.2020 (hier und hier die offiziellen Mitteilungen). Beide Meldungen sind im Wortlaut identisch, daher drucken wir hier nur eine ab. Zitat:

Die BaFin hat gemäß § 304 Absatz 1 Nr. 2 Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) die Erlaubnis zum Betrieb des Versicherungsgeschäfts der Pensionskasse der Caritas VVaG mit Bescheid vom 24. Oktober 2018 widerrufen. Das Unternehmen konnte die Mindestkapitalanforderung nicht erfüllen und hat einen Finanzierungsplan zur Beseitigung dieser Unterdeckung vorgelegt, der aus Sicht der BaFin unzureichend war. Der Bescheid ist mit Ablauf des 31. Dezember 2020 bestandskräftig geworden. Der Betrieb des Versicherungsgeschäfts ohne die erforderliche Erlaubnis stellt eine Straftat dar. Gemäß § 304 Absatz 5 VAG darf die Pensionskasse der Caritas VVaG keine neuen Versicherungsverträge abschließen und bestehende Versicherungsverträge weder verlängern noch erhöhen.

In der Realität bedeutet dies, dass diese beiden Pensionskassen nur noch ihr vorhandenes Bestandsgeschäft abwickeln dürfen. Den insgesamt 55.000 betroffenen Anspruchsinhabern auf Pensionen dürften womöglich nach und nach Kürzungen ihrer Ansprüche und Auszahlungen bevorstehen. Die beiden Pensionskassen sind nun sozusagen in Liquidation. Sie werden noch solange bestehen, bis die letzten der jetzt noch eher jungen Mitglieder irgendwann sterben. Also werden diese Pensionskassen also auf Jahrzehnte hinweg Abwicklungsanstalten mit Restbeständen sein.

Man kann es sich kaum vorstellen, aber es ist, wie es ist. Das Finanzsystem und in diesem Fall das System der Pensionskassen beruht vor allem darauf, dass die eingezahlten Beiträge auch am Kapitalmarkt Zinsen abwerfen, damit die vorhandenen Vermögensbestände sich vermehren. Seit Jahren knabbert nun die Nullzinsphase an den Reserven. Womöglich sind diese beiden Kassen nur der Anfang einer Entwicklung? Denn man sieht es ja, die Zinsen in Euroland werden noch sehr lange auf der Null-Linie verharren.

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Aktuell: Citigroup und Wells Fargo melden Quartalszahlen

Claudio Kummerfeld

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Die Quartalszahlen von Citigroup und Wells Fargo wurden soeben veröffentlicht. Zunächst Citi. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 16,50 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 18,38/erwartet 16,50).

Der Gewinn liegt bei 2,08 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 2,11/erwartet 1,35).

Die Aktie notiert vorbörslich mit -1,7 Prozent.

Die Kreditausfälle sinken von 1,84 vor einem Jahr auf 1,27 Milliarden Dollar im letzten Quartal. Von den Rücklagen für möglicherweise noch ausfallende Kredite wurden 197 Millionen Dollar abgebaut, was also den Gewinn erhöht.

Citigroup-Quartalszahlen

Wells Fargo

Die große Konsumentenbank Wells Fargo hat soeben auch ihre Zahlen veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 17,93 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 19,86/Erwartungen 18,1).

Der Gewinn liegt bei 0,64 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 0,60/Erwartungen 0,59).

Die Aktie notiert vorbörslich mit -5 Prozent.

Risikovorsorge für Kreditausfälle reduziert um 179 Millionen Dollar.

Wells Fargo Quartalszahlen

Wells Fargo Schriftzug
Foto: Gabriel Vanslette CC BY 3.0

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Aktien

Autonomes Fahren: Jetzt kommt Apple – Werbung

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Lieber Börsianer,

die Kinder haben jetzt genug gespielt und gestümpert. Nun will es Apple machen, nachdem die Resultate bislang nicht befriedigend sind. Worum geht es?

Sicherlich haben Sie der Berichterstattung der letzten Tage entnommen, dass das US-Unternehmen aus dem kalifornischen Cupertino sich nun dem Autonomen Fahren annimmt. Offenbar plant man gemeinsam mit dem koreanischen Autobauer Hyundai den Bau eines bzw. mehrerer autonom fahrender Roboterautos. Während die konventionellen Autobauer unverändert an ihren semi-autonomen Fahrassistenten basteln, geht Apple nun aufs Ganze.

Am Markt sorgte diese Perspektive für positive Unruhe. Denn man weiß, was Apple macht hat normalerweise Hand und Fuß und wird sehr oft zur großartigen Erfolgsgeschichte. So krachte zuletzt schon einmal die Aktie der Hyundai durch die Decke. Obwohl die Korea-Aktie zuletzt wieder korrigierte, steht hier für die Aktionäre immer noch ein starker Wochengewinn von 30 % zu Buche.

Aber lassen wir Hyundai einmal Hyundai sein und untersuchen, warum dem autonomen Fahren bislang noch nicht der Durchbruch beschieden war. Das Stichwort ist hier LiDAR oder Light Detection and Ranging. Vereinfacht gesprochen misst ein LiDAR-Sensor mit einem gepulsten Laser in seinem Sichtfeld die Entfernung zwischen sich und einem Gegenstand.

Damit steht und fällt die Idee des Autonomen Fahrens mit diesen Sensoren. Die gute Nachricht: Die Technologie ist gut erforscht und funktioniert. Die schlechte Nachricht: Ein halbwegs leistungsfähiger LiDAR-Sensor kann schon einmal rund 20.000 USD pro Stück kosten. Außerdem sind die Geräte sperrig. ZU Deutsch: Mit den derzeit verfügbaren LiDAR-Sensoren wird Autonomes Fahren in diesem Jahrhundert keine Realität mehr. Folglich ist das Marktvolumen dieser…..

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