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Morgan Stanley: Vor den heutigen Zahlen

Gespannt warten die Anleger auf die Quartalszahlen von der US-amerikanischen Großbank Morgan Stanley (NYSE:MS), die am Mittwoch um 13:45 Uhr deutscher Zeit veröffentlicht werden. Was zu erwarten ist – und was die Charttechnik verrät..

Markus Fugmann

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am

Ein Gastbeitrag von Robert Zach

Gespannt warten die Anleger auf die Quartalszahlen von der US-amerikanischen Großbank Morgan Stanley (NYSE:MS), die am Mittwoch um 13:45 Uhr deutscher Zeit veröffentlicht werden.

Im Schlussquartal sank der Gewinn des Leuchtturm-Unternehmens aufgrund der US-Steuerreform um 59 Prozent auf 686 Millionen US-Dollar. Das um diesen Einmaleffekt bereinigte Ergebnis kletterte allerdings von 1,5 Milliarden auf 1,7 Milliarden Dollar. Verantwortlich dafür war hauptsächlich die Vermögensverwaltung, die die Erträge auf 9,5 Milliarden Dollar steigen ließ.

Der Morgan-Stanley-Konkurrent Goldman Sachs (NYSE:GS) hatte zuvor Zahlen präsentiert und dabei einen Gewinn von 2,8 Milliarden Dollar ausgewiesen.

Für das Auftaktquartal rechnen Analysten erneut mit einem Gewinnwachstum. Im Schnitt erwarten sie einen Gewinn von 2,2 Milliarden Dollar. Der Umsatz dürfte bei 10,4 Milliarden Dollar liegen.

Pro Aktie soll der Gewinn bei 1,25 Dollar liegen – das erwarten Analysten im Schnitt und damit wäre dies das beste Quartal seit 2008.

Analysten setzen das 12-Monats-Kursziel für Morgan Stanley auf durchschnittlich 60,60 Dollar. 16 Analysten setzen die Aktie auf Kaufen, 9 auf Halten und 0 auf Verkaufen.

 

Analysten-Rating – Grafik durch anklicken vergrößern; Quelle: marketwatch.com

 

Die wilde Achterbahnfahrt der Aktienmärkte sollte vor allem das Geschäft mit Aktien angekurbelt haben. Im Vorfeld hatten bereits zwei andere Schwergewichte der US-Bankenbranche stetig wachsende Erlöse aus dem Aktienhandel gemeldet. Gemeint ist sowohl JPMorgan Chase (NYSE:JPM) als auch die Citigroup (NYSE:C).

Der jüngste Ausverkauf am Aktienmarkt könnte aber auch den von Morgan Stanley betriebenen Wertpapierhandel für Privatkunden negativ beeinflusst haben. Schließlich verwaltet die amerikanische Großbank gut 2,4 Billionen Dollar. Das könnte auch die Ergebnisse im Handel mit festverzinslichen Wertpapieren negativ beeinflussen.

Neben dem Handelsgeschäft sind bei Morgan Stanley (NYSE:MS) außerdem – wie bei Goldman Sachs (NYSE:GS), welche ich gestern kurz vorgestellt hatte – das wirtschaftliche Wachstum und die Geldpolitik der US-amerikanischen Notenbank Fed ausschlaggebende Faktoren. Beide Punkte sollten sich aber positiv auf das Ergebnis ausgewirkt haben.

Morgan Stanley – Charttechnik

Aus Sicht der Markttechnik befindet sich die Aktie von Morgan Stanley immer noch in einem intakten Aufwärtstrend, testet aber derzeit die Trendlinie bei 52,99 Dollar.

 

(Chart durch anklicken vergrößern)

 

Nach den jüngsten Kursverlusten konsolidiert das Papier unter den Glättungen der letzten 38 und 90 Tage (akt. bei 53,80 bis 54,50 Dollar), was negativ zu interpretieren ist. Zudem drängt sich der Verdacht auf, dass die Aktie gerade eine klassische Umkehrformation in Form einer Schulter-Kopf-Schulter-Formation ausprägt, deren rechte Schulter gerade in Arbeit ist. Insofern gilt es ein Abgleiten unter die o.g. Aufwärtstrendlinie bei 52,99 Dollar und der potenziellen Nackenlinie bei 52,09 Dollar unbedingt zu vermeiden, da ansonsten ein rechnerisches Abschlagspotenzial in Richtung 45,00 Dollar bestünde.

Zuvor müsste allerdings noch die wichtige 200-Tage-Linie bei gut 51,00 Dollar auf Schlusskursbasis unterschritten werden. Danach wäre der Weg zum Ausschöpfen des Abschlagspotenzials frei.

Für Entlastung würde dagegen nur ein rascher Anstieg über die o.g. Glättungen im Bereich um 53,80 bis 54,50 Dollar sorgen. Gelingt den Bullen dies, so können sich Anleger auf einen Test des Hochs vom 5. April bei 55,39 Dollar einstellen. Erst ein Sprung darüber würde für einen kräftigeren Aufwärtsimpuls in Richtung 58,17 Dollar sorgen.

Die technischen Indikatoren geben derweil keinen Aufschluss über die zukünftige Richtung von Morgan Stanley. Sowohl der MACD als auch der RSI notieren im negativen Bereich seitwärts. Unter dessen liegt im MACD auf Wochenbasis ein handfestes Verkaufssignal vor und der RSI hält sich gerade so über der 50-Punkte-Marke.

 

(Technische Indikatoren negativ – Chart durch anklicken vergrößern)

 

Anleger, die die Aktie von Morgan Stanley (NYSE:MS) verkaufen wollen, sollten auf einen Wiederanstieg in Richtung 55,40 Dollar warten und dann den Knopf drücken. Zur Absicherung bietet sich ein Stop knapp über der Marke von 58 Dollar an.

Konservative Anleger könnten auf ein Abgleiten unter die Nackenlinie der o.g. SKS und 200-Tage-Linie warten und dann Shortpositionen aufbauen.

 

 

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Aktienmärkte: „Die Coronakrise ist vorbei“ – wirklich?

Markus Fugmann

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„Die Coronakrise ist für die Aktienmärkte vorbei“, sagt der Mathematiker und Vermögensverwalter Andreas Beck. Diese Aussage überrascht, schließlich stecken wir mitten im zweiten, diesmal „differenzierten Lockdown“ (O-Ton Markus Söder) mit enormen wirtschaftlichen Folgeschäden. Andreas Beck rechnet aber dennoch mit einem guten Jahrzehnt für die Aktienmärkte – schon mangels Alternative angesichts der von den Notenbanken manipulierten Anleihemärkte. Die Nullzinsen, so Beck, hätten sich bereist bei Immobilien niedergeschlagen, es sei nur eine Frage der Zeit, bis das auch die Aktienmärkte vollständig einpreisen.

Aktienmärkte und Coronakrise: Das Jahrzehnt der Aktie?

Seit dem 09.November – der Meldung von BioNTech/Pfizer – haben die Aktienmärkte einen Paradigmenwechsel vollzogen: Man kauft die „Corona-Verlierer“. Für Andreas Beck bedeutet das: die Aktienmärkte blicken schon auf die Zeit nach der Coronakrise (auch die Rohstoff-Märkte, siehe etwa die Rally bei Kupfer, das für die Industrie sehr wichtig ist). Man preist also eine vollständige Erholung der Wirtschaft ein, eben weil die Coronakrise vorbei doch vorbei sei. Der Wirtschaft sei der zweite Lockdown faktisch „egal“ – sie habe sich an die neuen Umstände angepaßt.

Nun ist Andreas Beck Vermögensverwalter und Mathematiker, kein Epidemologe. Nun hat kürzlich der britische Epidemologe und Berater des britischen Premiers Boris Johnson, Jonathan Van-Tam, kürzlich davon gesprochen, dass die Coronakrise „niemals“ vorbei gehen werde (hier seine Aussage im Video). Ist es vielleicht doch so, dass Andreas Beck und mit ihm die Aktienmärkte die Coronakrise zu früh abhaken, also das Fell des Bären schon verteilen, bevor er erlegt ist?

Eines ist für Andreas Beck klar: die Schulden der Staaten werden niemals zurück gezahlt werden können – daher weredn sich die Staaten am Privatvermögen sener Bürger bedienen (müssen). Auch klar für Beck ist weiterhin: die demokratischen Länder werden sich die Dominanz der US-Tech-Unternehmen nicht mehr lange gefallen lassen. Er geht daher davon aus, dass in diesem Jahrzehnt daher dann „value“ besser laufen sollte als „growth“ und erklärt, wie er selbst investiert ist:

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Für die Aktienmärkte ist die Coronakrise vorbei, sagt Vermögensverwalter Andreas Beck

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Steigenden Renditen? Tesla, Snowflake, China-Aktie

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Zahlreiche Themen werden besprochen wie die Arbeitsmarktdaten für November, Anleiherenditen, Tesla uvm.

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