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Morgen Abend kommen die Facebook-Quartalszahlen – ein Ausblick

Die Facebook-Quartalszahlen stehen an, und mal wieder fragt sich der Markt, ob die globale Social Media-Nummer 1 auch diesmal das Wachstum so sensationell aufrecht erhalten kann…

Redaktion

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Von Claudio Kummerfeld

Die Facebook-Quartalszahlen stehen an, und mal wieder fragt sich der Markt, ob die globale Social Media-Nummer 1 auch diesmal das Wachstum so sensationell aufrecht erhalten kann. Denn bisher hat man auch bei der atemberaubenden Größe der Userzahl weiterhin kräftige Zuwachsraten hingelegt, und die Erwartungen der Analysten sogar übertroffen. Ab einem gewissen Zeitpunkt, wenn ein Gigant die Marktsättigung erreicht hat, ist kaum noch Wachstum möglich. Das scheint wohl das einzige Problem für Facebook zu sein – kann man noch wachsen? Die westlichen Industrienationen bieten dafür nicht mehr so viel Potenzial, wenn es um die reine Userzahl geht.

Nur die im Facebook-Universum angebotene Produktpalette kann man noch erweitern, aber irgendwann hat wirklich jeder Amerikaner und Europäer Facebook und nutzt all seine Funktionen – es sei denn er setzt sich mit aller Kraft dagegen zur Wehr „Social Media-Konsument“ zu werden. Wachsen kann man in Afrika, Indien, China, und sonstigen Märken, die noch nicht so richtig erschlossen sind. Das könnte der nächste große Schub bei der Betrachtung der reinen Nutzerzahl sein. Und da gäbe es ja noch die im Haus befindlichen „Perlen“ Instagram und Whatsapp. Hier stehen weitere große Ertragsmöglichkeiten für Werbung an. Große Nutzerzahlen, viel Platz und Wachstumspotenzial für Werbekunden!

Aber vorerst interessiert die Analystengemeinde, ob die aktuellen Erwartungen mal wieder sensationell übertroffen werden können. Morgen Abend ab 21 Uhr deutscher Zeit (wahrscheinlich 21:30 Uhr) ist es soweit. Die groben Durchschnittserwartungen für das letzte Quartal liegen um die Marke von 1 Dollar Gewinn pro Aktie herum. Im Vorjahresquartal lag man noch bei 0,57 Dollar. Beim Umsatz wird die 7 Milliarden Dollar-Marke erwartet, bei 4,5 Milliarden vor einem Jahr. Wichtig: Bis auf ein einziges Quartal hat Facebook seit dem Börsengang die durchschnittlichen Analystenerwartungen immer ordentlich übertroffen. In den letzten drei Quartalen übertraf man die Schätzungen immer um die 20%.

Alles andere als ein Übertreffen dieser vorher genannten Marken am morgigen Abend wäre da schon eine kleine Enttäuschung. Und die Facebook-Aktie? Ein Durchschnitt der Analysten sieht ein Kursziel von 153 Dollar. Von dem ist man aktuell noch 22 Dollar entfernt. Aber man notiert aktuell nur zwei Dollar unter seinem Allzeithoch, und legt einen dauerhaft konstanten Aufwärtstrend hin. Das KGV lag 2015 noch bei 88, und wird wohl für 2016 auf 40 fallen. Für 2017 liegen grobe Schätzungen bei 30. Auch auf der Seite sieht es also nach einer gesunden Entwicklung aus, bei der die Gewinne schneller steigen als der Aktienkurs, wodurch dieses Verhältnis eine gesunde Relation hinbekommt.

Betrachtet man die Aktie nur unter dem Gesichtspunkt stetiger Gewinnsteigerungen, und eines Kursanstiegs, der immer noch moderat ist, wäre im Kurs noch immens viel Luft nach oben – ganz anders als zum Beispiel bei Amazon. Aber das soll natürlich keine Kaufempfehlung sein. Immerhin hat zum Beispiel eine Apple-Aktie, wo die Phantasie längst raus ist, nur ein KGV von 11. Aber unterschätzen wir bitte nicht den Faktor „Zukunftsphantasie“. Hierbei scheint Amazon derzeit am meisten Anziehungskraft zu haben. Facebook hingegen übertrifft einfach nur kontinuierlich die Erwartungen, wächst immer kräftig weiter, passt seine KGV´s an auf gesunde Niveaus, und der Aktienkurs steigt immer weiter. So der aktuelle Stand. Übertrifft man morgen erneut die guten Erwartungen, stehen die Chancen gar nicht mal schlecht, dass diese Story wohl erstmal weitergeht.

facebook-quartalszahlen
Der Verlauf der Facebook-Aktie vs Nasdaq seit März. De facto ein Gleichklang.

4 Kommentare

4 Comments

  1. Avatar

    Wolfgang Koch

    1. November 2016 17:14 at 17:14

    Facebook?Ich möchte nicht verhehlen,dass ich entweder zu alt,oder zu desinteressiert an „Social Media“,respektive Facebook, bin um dieses Unternehmen wirtschaftlich beurteilen zu können.Ich stelle mir lediglich die bescheidene Frage:Was stellt Facebook eigentlich her?Wie hoch ist der momentane Preis für heisse Luft?Und,wird der Thermikpreis analog des Preises für Verschmutzungsrechte(als das bezeichne ich Facebook) genauso fallen?Generation „Kopf unten“kauft Facebookaktien was das Zeug hält um euerer drohenden Altersarmut zu entrinnen!Mit meinen beiden „Kindern“,eher Nachkommen,bin ich mir ziemlich einig:1% des Vermögens,o.k.,never mehr!

    • Avatar

      admin

      1. November 2016 17:21 at 17:21

      Hallo Wolfgang,

      grundsätzlich sind mir „echte“ produzierende Unternehmen auch lieber. Wer weiß schon, ob morgen irgendwas besseres erfunden wird, und Facebook ist auf einen Schlag überflüssig. Aber Stand heute verdient Facebook mit der Luft namens „Werbeeinnahmen“ gutes Geld. Die User bezahlen die kostenlose Nutzung von Facebook mit dem Glotzen auf die Werbebanner. So ist das eben. Und für Firma sowie Aktionäre lohnt sich das, zumindest nach dem aktuellen Stand. Keiner weiß, wie das alles in 10 Jahren aussieht. Da ist natürlich eine Bayer oder BASF eher was Nachvollziehbares für den gediegenen Langfristanleger…

      • Avatar

        Allan

        1. November 2016 18:03 at 18:03

        Wenn – Dann!
        Bin seit einem Jahr bei Facebook – wegen 2-3 Inhalten. Glaube, ich habe 98% aller Werbebanner nicht wahrgenommen, beim Rest bis zu 5s hingeschaut. Geklickt (ganz sicher) 0%, warum sollte ich auch, ich brauche doch niemanden, der mir das Internet inhaltlich durch den Fleischwolf dreht und das unappetitliche Ergebnis wieder vor die Maus wirft.
        Ich sage das sicher nicht, um als Anti-Facebook-Internet-Hero dazustehen. Sondern deshalb, weil ich nicht allein damit bin. Und genau das ist Facebook bei einer der letzten Veröffentlichungen schon einmal auf die Füße gefallen, wurde aber dann noch schnell genug beiseite gerollt: Zweifel an den Klicks und ihrem Zustande kommen; Zweifel an der Relevanz dieser Klicks für die Kunden und Zweifel am meßbaren Erfolg der Werbekunden.
        Irgendwann (ich glaube bald) wird all das teuer. Für Facebookaktionäre.

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Abwarten beim Dax, ifo steigt, 5G startet, Tradingideen bei Adidas und Mastercard

Redaktion

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Sollte man sich jetzt in den Dax reinkaufen? Im folgenden Video bespricht Manuel Koch die aktuelle Lage und die Aussicht für die nächsten Wochen mit einem Experten. Noch 3 bis 4 Wochen solle man abwarten. Würden die Kurse dann zurückkommen, seien es Kaufkurse. Wenn nicht, dann sehe der Markt neue Jahreshöchststände.

Der heute veröffentlichte ifo-Index gebe weiteren Optimismus für die deutsche Konjunktur. Auch im Video angesprochen wird das von Telefonica an den Start gebrachte 5G-Netz.

Konkret besprochen werden im folgenden Video zwei Handelsempfehlungen der trading house Börsenakademie. Die Aktien von Adidas und Mastercard seien beide ein Kauf. Man könnte mit einer Stop-Buy-Order einsteigen.

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Anleger warten ungeduldig auf den Volks-Tesla – Werbung

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Lieber Börsianer,

vorgestern hatte Elon Musk im Rahmen einer weithin beachteten Präsentation (Battery Day) die neue Tesla-Batterie des Modells 4680 vorgestellt. Die Ingenieure waren begeistert von der neuen Rundzelle. Die Investoren hingegen waren eher ernüchtert und schickten die Aktie nach der Präsentation erst einmal südwärts.

Wer hat nun Recht, die Ingenieure oder die Investoren?

Ich meine, die Ingenieure. Denn die neue Batterie wird den Tesla-Autos eine um 16 % verbesserte Reichweite verschaffen und dies bei verringerten Produktionskosten (-14 %). Damit rückt der sogenannte Volks-Tesla in greifbare Nähe. Vor Steuern soll dieses E-Auto nicht mehr als 25.000 USD kosten und soll damit für breite Schichten erschwinglich sein.

Dabei wird der US-Autobauer den Anteil des Siliziums im Batteriekern weiter senken und durch billigeres Graphit ersetzen. Gleichzeitig werden die Batteriespeicher der neuen Generation weniger Kobalt enthalten und stattdessen mehr Nickel. Besonders unter Umweltaktivisten ist Kobalt aufgrund seines wenig umweltverträglichen Abbaus umstritten. Also von der Technikseite nur gute Nachrichten für Tesla und die Branche der E-Mobilität.

Tesla braucht noch Zeit

Warum war die Investorenseite dann enttäuscht? Nun, Elon Musk hatte keine Revolution verkündet. Der Fortschritt ist beträchtlich, aber er braucht Zeit. So wird der eingangs angesprochene Volks-Tesla erst in knapp 3 Jahren das Licht des Marktes erblicken. Vor allem die Umstellung des Produktionsprozesses der Akku-Batterien wird viele Monate in Anspruch nehmen. Derzeit arbeiten die Batteriehersteller in China und Japan, wie etwa Panasonic oder CATL, unter Volllast. Jetzt schon ist absehbar, dass dem Markt im kommenden Jahr erschwingliche Batterien fehlen werden. So haftet der neuen Tesla-Batterie zunächst etwas Theoretisches an.

Tech-Investoren sind heuer – zumindest nach dem März-Tief – bekanntlich sehr verwöhnt worden. Es war praktisch unmöglich für uns, Kursraketen zu vermeiden. Das haben wir sehr angenehm auch im NextGeneration-Depot der Premium-Chancen gespürt. Mit Titeln wie Zur Rose, Apple, Tomra oder auch…..

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Aktienmärkte: „Zeit, dass etwas Luft aus der Blase entweicht“

Markus Fugmann

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Es sei nun Zeit, dass etwas Luft aus der Blase der Aktienmärkte entweicht, sagt der Vermögensverwalter Hendrik Leber in einem Interview von money.de. Das einzige, was derzeit positiv sei, so Leber, sei, dass es genug Geld gäbe.

Ansonsten aber dominieren laut Leber schlechte Nachrichten für die Aktienmärkte:

  • die Unsicherheit vor der US-Wahl (Trump hat auf der Pressekonferenz gestern Nacht erneut offen gelassen, ob er das Ergebnis der Wahl akzeptieren wird)
  • der Stimulus durch die US-Politik kommt nicht mehr vor der Wahl
  • bei vielen Aktien wie etwa Tesla seien die Bewertungen viel zu hoch – ein Zeichen für eine Blase wie im Jahr 200

Hendrik Leber hält daher erst einmal sein Pulver trocken und wartet ab. Aber eine optimistische Botschaft für die Aktienmärkte hat der Vermögensverwalter dann doch: er glaubt, dass schon Ende des Jahres der Impfstoff kommen werde und sich damit das Corona-Problem erldigt habe (was wir jedoch für extrem unwahrscheinlich halten):

Die Aktienmärkte mit Anzeichen einer Blase

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