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Mr. Dax Dirk Müller: Es geht nicht um Zölle, es geht zwischen den USA und China um die Voherrschaft in der Welt!

Eine alte Weisheit unter Historikern lautet: der Handelskrieg ist stets ein Vorbote fĂĽr den „echten“ Krieg..

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Eine alte Weisheit unter Historikern lautet: der Handelskrieg ist stets ein Vorbote fĂĽr den „echten“ Krieg. Faktisch werden sich die beiden Weltmächte einen „echten“ Krieg nicht leisten können angesichts des jeweiligen Vernichtungspotentials – aber eines wird immer klarer: der Trump-Administration geht es zwar auch um Zölle, aber es geht ihr vielmehr darum zu verhindern, dass China zur dominanten Weltmacht aufsteigt!

Daher die immense Erhöhung des US-Miliärbudgets, dessen Mittel vorwiegend dort eingesetzt werden, wo es gilt, China strategisch in Schach zu halten. China wolle, so ein vorgerstern vorgelegtes Papier des WeiĂźen Hauses, zur dominanten Weltmacht aufsteigen und bediene sich dabei krimineller Methoden. Dieses Papier ist die theoretische Grundlage dafĂĽr, wie die USA dieses Streben zur Vormacht Chinas unterbinden mĂĽssen – und können.

Daher sind Zölle nur der Auftakt fĂĽr einen Kampf um die Vormachtstellung in der Welt – und die Amerikaner wissen, dass ihnen fĂĽr diesen Kampf die Zeit wegläuft, weswegen sie schon jetzt militärische Tatsachen schaffen mĂĽssen, indem sie ihre strategische Dominanz im sĂĽdpazifischen Raum ausbauen und damit die Versorgungswege Chinas (vor allem durch die StraĂźe von Malakka, ĂĽber die ca. 80% des chinesischen Energiebedrafs transportiert wird) kontrollieren können.

Aus unserer Sicht liegt daher „Mr. Dax“ Dirk MĂĽller mit seiner Einschätzung völlig richtig – während die Finanzmärkte noch von einer schon irgendwie möglichen Vereinbarung zwischen den USA und China träumen:

4 Kommentare

4 Comments

  1. Hinterfrager

    22. Juni 2018 18:26 at 18:26

    Ja, richtig eingeschätzt. Zumindest fĂĽr den Moment. Doch bei Mr. DAX und Trump-Verteidiger Dirk MĂĽller orientieren sich auch geopolitische Einschätzungen gerne mal an den tages- oder wochenaktuellen Indexständen. Das nennt sich dann Opportunismus. Sollte es Anzeichen fĂĽr ein Platzen einer chinesischen Immobilienblase gibt, wird mann dann ganz schnell wieder zum Transatlantiker, der den USA eine grundsätzlich bessere Ausgangsposition bis hin zur pole position bescheinigt… Aber all das ist ĂĽberaus gängig bei Börsengurus, die sich fĂĽr weiser halten als der Markt. Obwohl doch zugleich der Markt die stets angebetete (Ersatz-) Gottheit darstellt. Wer da mal länger und genauer drauf schaut, wird eigentlich nie schlau aus diesem Typen. Gleiches gilt fĂĽr seinen Fonds: Vor drei, vier Jahren – anlässlich der Snowden-Jagd – zuerst ĂĽber die US-Datenkraken schwadroniert, um dann kurze Zeit später u.a. Facebook in den eigenen Fonds zu nehmen…

  2. tm

    25. Juni 2018 09:28 at 09:28

    „Daher sind Zölle nur der Auftakt fĂĽr einen Kampf um die Vormachtstellung in der Welt – und die Amerikaner wissen, dass ihnen fĂĽr diesen Kampf die Zeit wegläuft,“

    Naja, die USA wissen seit 30 Jahren, dass China zur Weltmacht aufsteigt und haben das akzeptiert – andernfalls hätten die USA schon längst handeln können und mĂĽssen. Nur Trump sieht in einer Chance eine Bedrohnung mit dem Ergebnis, dass am Ende alle verlieren.

  3. sabine

    16. Juli 2018 15:01 at 15:01

    Die Obamas waren/sind Globalistiker, denen war die Vormachtstellung Chinas egal. Denn die Banken verdienen auch so!!!
    Das ist bei der Trumptruppe nicht so, im Gegenteil. Die will das eigene Land vorwärts bringen bzw. vor dem Untergang retten. Putin ist genauso aufgestellt. Deswegen sind das auch in erster Linie mal keine Feinde.
    China dagegen braucht global lebensnotwendig.
    Und da krachts nun.

    • tm

      16. Juli 2018 15:11 at 15:11

      Klar, daher hat Obama ja auch die Finanzmarktregulierung verschäft, während Trump nun kräftig dereguliert und auch noch die Unternehmenssteuern senkt – ein wahrer Wohltäter fĂĽr sein Volk.

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Uber: In weniger als einem Jahr von 50 auf 120 Milliarden Dollar Bewertung?

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Kann ein Unternehmen in seiner Gesamtbewertung in gerade mal 10 Monaten von 50 auf 120 Milliarden Dollar zulegen? Ist das machbar? Nun, beim Fahrdienst-Vermittler Uber scheint alles möglich zu sein. Die Wall Street-Banken Goldman Sachs und Morgan Stanley haben gerade eine milliardenschwere Anleihe für Uber platziert. Auffällig dabei: Die hohe Verzinsung ab 7,5%! Ein Schelm, wer Böses dabei denkt (hoher Zins als Risikoprämie?)

Und nicht nur das. Goldman und Morgan Stanley haben offenbar gegenüber Uber bekundet, dass der Laden 120 Milliarden Dollar wert sein soll. Warum das? Das Unternehmen ist noch nicht börsennotiert, aber wie man in Finanzkreisen munkelt, kann der Börsengang schon in wenigen Monaten erfolgen. Das ist ein gigantischer Deal für alle Investmentbanker in New York.

Die Folge ist natĂĽrlich: Wer Uber gegenĂĽber die Firmenbewertung hoch ansetzt, könnte vermutlich das Mandat fĂĽr den Börsengang erhalten. Ist es in dem Zusammenhang verwunderlich, dass die beiden Giganten der Wall Street so einen Firmenwert ansetzen? Als auĂźenstehender Beobachter darf man schon fragen, wie so eine Summe zustande kommt. Immerhin wäre die Firma damit laut „FT“ mit dem 10fachen ihres Umsatzes bewertet – völlig ĂĽbertrieben selbst in Relation zu anderen Highflyern an der Börse!

Nicht nur das. Ein kurzer RĂĽckblick gibt Aufschluss. Ende 2017 kaufte der Konzern „Softbank“ einen Anteil an Uber. Aus dieser Transaktion konnte man zu dem Zeitpunkt einen Gesamtwert von Uber von 50 Milliarden Dollar errechnen. Aber offenbar ist in den letzten 10 Monaten Sensationelles passiert, von dem auĂźerhalb der beiden Investmentbanken niemand etwas bemerkt hat?

Ist das Image von Uber inzwischen viel besser? Macht die Firma inzwischen Gewinne, oder sogar Riesen-Gewinne? Sind weltweite Zulassungsprobleme endgültig behoben? Nein, nichts dergleichen. Uber droht bei so einer hohen Bewertung von Anfang an ein Flop für die Anleger zu werden, die gutgläubig genug sind auf die warmen Worte der Banker zu hören. Wir möchten an dieser Stelle an unseren kleinen Rückblick von vor zwei Wochen erinnern, wo wir nochmal geschaut haben, was aus den einstigen Tech-Highflyern namens Twitter und Snapchat wurde.

Beide (Börsengänge Ende 2013 und März 2017) haben bislang enttäuscht. Vor allem Snap sollte in diesem Jahr der Highflyer werden – der Hype war riesig. Die Aktie kam mit 24 Dollar an die Börse, und notiert aktuell gerade mal knapp ĂĽber 7 Dollar. Ein Mega-Flop! Man bedenke: Jubeln die Banken Uber als Aktie in die Höhe, und die Anleger springen drauf, passiert folgendes: Lässt der Aktienkurs nach wie bei Snapchat, haben die Anleger die Verluste. Die Banken haben fette Provisionen von Uber eingestrichen, und haben mit den Verlusten nichts zu tun. Man sollte nie vergessen, wen man da vor sich hat. Ein Gebrauchtwagenhändler versucht ja auch, einen Schrottwagen möglichst ĂĽberteuert zu verkaufen… freie Marktwirtschaft eben!

Protest gegen Uber 2015 in den USA
Protest von Taxifahrern gegen die Verschiedenheit der Regulierung von Taxis und der Regulierung der Uber-Konkurrenz, in Portland, USA, 2015. Foto: Aaron Parecki CC BY 2.0

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Aktuell: Kampf BrĂĽssel vs Rom spitzt sich zu – EU weist Italien-Budget ab

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Wir hatten es erst gestern thematisiert. Mit welcher Argumentation sollte die EU-Kommission das von der italienischen Regierung jüngst eingereichte Budget ablehnen wollen? Man kann es eigentlich nur durchwinken, denn die dort vorgesehene Neuverschuldung von 2,4% in Relation zum BIP liegt unter der 3%-Marke, die in den Maastricht-Verträgen vorgesehen ist. Und dieser Richtwert ist entscheidend.

Aber aktuell sieht es danach aus, dass Brüssel das von Rom eingereichte Budget tatsächlich abweisen wird. Laut SPON habe dies der EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger vorab verraten. Offiziell soll diese Ablehnung erst werden, wenn morgen der Brief der Kommission in Rom eintrifft. Musste diese Info vorab ausgerechnet von einem Deutschen kommen?

Mehr Klischee geht nicht. Es ist natĂĽrlich ein toller Aufhänger fĂĽr die Populisten in Rom, dass der „böse Deutsche“ das Budget ablehnt, welches ja eigentlich das wichtigste Kriterium (Maastricht) einhält. Die EU-Kommission mag sich in ihrer Ablehnung gegenĂĽber Italien womöglich auf Vereinbarungen mit der Vorgänger-Regierung berufen – aber die aktuelle Regierung wird sich darauf berufen, dass sie nun an der Macht ist, und einen neuen Haushalt mit mehr Schulden aufstellt.

Der Showdown könnte morgen oder am Freitag so aussehen: Die Ablehnung aus BrĂĽssel wird offiziell verkĂĽndet. Rom reagiert mit einem schlichten „uns egal, das ist nun mal unser Haushalt“. Die Renditen der italienischen Staatsanleihen dĂĽrften dann erneut nach oben schnellen. Ganz aktuell ziehen sie bereits leicht an von heute frĂĽh 3,40% auf jetzt 3,52%. Das Hoch lag vor einer Woche bei 3,69%. Der italienische Aktienindex ist in den letzten Minuten von 19.600 auf 19.482 Punkte gefallen.

Italien
© European Union, 2017 / Source: EC – Audiovisual Service / Photo: Mauro Bottaro

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EndgĂĽltig auf einem anderen Planeten: Olaf Scholz will EU-Vergemeinschaftung der Arbeitslosenversicherung

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Die Vergemeinschaftung der Schulden in Europa ist längst umgesetzt über den EZB-Aufkauf von Staatsanleihen, über die gigantischen Rettungssummen der Europartner für Griechenland, und über den gemeinsamen Rettungsschirm ESM. Aktuell drängen die EU-Partner Berlin massiv dazu nun auch der Vergemeinschaftung der Banken-Einlagensicherung endlich final zuzustimmen. Und so wie Angela Merkel aktuell drauf ist, wird sie dem Druck wohl irgendwie, irgendwann nachgeben.

Aber damit nicht genug. Ganz aktuell wird aus mehreren Quellen bekannt, dass Olaf Scholz doch tatsächlich eine Vergemeinschaftung der Arbeitslosenversicherung in der EU plant. Es ist die Rede von einer Stabilisierung der Eurozone und der Schaffung einer europäischen Arbeitslosenversicherung.

Die Beiträge sollen aus den Mitgliedsstaaten kommen, und sich an der Höhe der Wirtschaftskraft der Mitgliedsländer orientieren. Das heißt im Klartext, sie ahnen es: Sollen alle arbeitslosen EU-Bürger gleich viel Unterstützung erhalten, ginge dies natürlich zu Lasten Deutschlands und der hiesigen Beitragszahler. Ihre Lasten würden dadurch zwangsläufig noch weiter ansteigen.

Angeblich soll dieses Programm tiefe Einbrüche der nationalen Versicherungssysteme für Arbeitslose auffangen. Es gehe darum mit dieser Absicherung für Arbeitslose das Erstarken von Rechtspopulisten (europaweit?) zu stoppen. Auch ist von Solidarität zwischen den Mitgliedstaaten die Rede, welche gestärkt werden solle.

Das ist alles schön und gut. Nur ist es ein Problem, wenn sämtliche Pläne von Vergemeinschaftung immer nur zu Lasten des oder der stärksten Mitglieder einer Gemeinschaft ausfallen. Letztlich ist es nichts anderes als eine finanzielle Umverteilung innerhalb Europas. Wieso Olaf Scholz endgültig auf einem anderen Planeten angekommen ist? Nun, mit dieser Idee zeigt er, dass er offensichtlich die Signale von Bundestagswahl und Bayernwahl nicht verstanden hat.

Die Kern-Klientel der SPD sind nun mal die sogenannten Arbeiter in Deutschland, und eben nicht die Arbeiter in Spanien oder Italien. Und mit solchen Plänen würde es zwar arbeitslos gewordenen Spaniern und Italienern besser gehen. Arbeiter in Deutschland, die eigentlich doch SPD wählen sollen, müssten aber zwangsläufig höhere Belastungen tragen in Form steigender Sozialversicherungsbeiträge.

Und genau das kapiert der potenzielle SPD-Wähler recht schnell, wenn er mit so einer Idee von Olaf Scholz konfrontiert wird. Nur, hat Olaf Scholz es selbst gar nicht gemerkt? Schwebt er nach seinem G20-Desaster jetzt nur noch auf seiner Finanzminister-Wolke, und lässt die Wahldebakel die liebe Andrea Nahles ausbaden? Und übrigens: In Deutschland jedenfalls stärkt Scholz mit so einer Idee eher noch die Rechtspopulisten, als sie zu bekämpfen! Prost Mahlzeit, Herr Scholz!

Olaf Scholz
Olaf Scholz. Foto: Sandro Halank, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 – Ausschnitt aus Originalfoto

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