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Mr. Dax Dirk Müller: Ratten verlassen das sinkende Schiff – über Aktienrückkäufe und Insider-Verkäufe

Die Chefs der US-Unternehmen verkaufen privat ihre eigenen Aktien, die sie als Firma kaufen..

Redaktion

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Dass sich die US-Aktienmärkte noch auf den gegenwärtigen Niveaus halten, ist wohl wesentlich auch auf die Rekord-hohen Aktienrückkäufe der US-Unternehmen zurück zu führen. Nur gibt es da einen Haken: während die CEOs dieser Firmen damit den Aktienkurs nach oben pushen (weil weniger Aktien am freien Markt erhältlich sind) und sich damit höhere Boni sichern (die häufig an die Entwicklung des Aktienkurses gekoppelt sind), zeigen die Daten zu den Insider-Verkäufen, dass eben diese CEOs sich privat von den Aktien ihrer eigenen Unternehmen trennen!

Das ist zwar legal, aber eben doch hochgradig problematisch: als für ihre Firma Handelnde sind diese CEOs der Auffassung, der Aktienkurs des eigenen Unternehmens sei günstig, als Privatpersonen halten sie aber eben diese Aktien offenkundig für zu teuer! Ein massiver Interessenskonflikt! Verlassen die ratten das sinkende Schiffe, weil Hedgefonds und andere institutionelle Investoren allesamt als Verkäufer auftreten, während nur die Unternehmen selbst als Käufer auftreten?


Foto: Reg Mckenna
https://de.wikipedia.org/wiki/Hilfe:Wikimedia_Commons

12 Kommentare

12 Comments

  1. Avatar

    tm

    16. Juli 2018 10:54 at 10:54

    “ zeigen die Daten zu den Insider-Verkäufen, dass eben diese CEOs sich privat von den Aktien ihrer eigenen Unternehmen trennen!“

    Naja, bei 10 der 30 Dow-Unternehmen kann man das mehr oder weniger bestätigen. Bei 2/3 der Unternehmen ist das also nicht so.

    • Avatar

      Michael

      16. Juli 2018 13:02 at 13:02

      Wie ich das verstehe, geht es in dem Beitrag aber nicht nur um die paar Handvoll DOW-Unternehmen, zumindest wird das weder im Text, noch im Video so erwähnt. Aber Sie haben sicher auch für S&P 500 und NASDAQ passende Zahlen und Statistiken?

      • Avatar

        tm

        16. Juli 2018 13:13 at 13:13

        So einfach nicht: Ich habe die Ticker alle 30 Dow-Unternehmen aufgerufen und einzeln nachgesehen. Wie sonst wollen Sie schauen, ob die Insider-Verkäufe hoch sind? Wenn ich aber man stichprobenartig ein paar S&P-Unternehmen rausgreife, ist das Bild da das gleiche.

        Was bewegt Sie dazu, den Behauptungen von Dirk Müller offenbar blind zu glauben? Ich habe die Aussage überprüft und offenbar stimmt sie nicht.

        • Avatar

          Michael

          16. Juli 2018 13:52 at 13:52

          Ich schreibe gar nichts zu meinem Glauben an Dirk Müllers Behauptungen, sondern habe lediglich hinterfragt, ob es nur um DOW-Unternehmen geht.

          Lesekompetenz?

          • Avatar

            tm

            16. Juli 2018 14:58 at 14:58

            :-) ach, das war keine implizite Unterstellung von Ihnen, dass die Zahlen von Dirk Müller doch stimmen und ich nur falsch liege, weil ich lediglich die Zahlen für den Dow rausgesucht habe?

      • Avatar

        tm

        16. Juli 2018 13:20 at 13:20

        Und noch als Ergänzung: Selbst dort wo zuletzt verkauft wurde, sind das keine größeren Verkäufe. Zumeist liegen die größeren Insiderverkäufe 2 oder mehr Jahre zurück.

      • Avatar

        tm

        16. Juli 2018 13:33 at 13:33

        Und extra für Sie:
        Ich habe nun für alle S&P-500 Werte geschaut, wieviele Aktien vergangene von Insidern netto verkauft wurden und hab diesen Wert verglichen mit der den Netto-Verkäufen ein Jahr und zwei Jahre zuvor. Ergebnis: Ein Jahr zuvor wurden in 302 Fällen, zwei Jahre zuvor in 284 Fällen mehr Aktien von Insidern verkauft als vergangene Woche.

        Anders gesagt: Es gibt zurzeit keine besondere Häufung von Insider-Verkäufen.

  2. Avatar

    Firmentöter

    16. Juli 2018 12:02 at 12:02

    Typisch gesetzlich zulässiges Aushöhlen der eigenen Firma, sie verdienen sogar zweimal, indem die hohen Aktienkurse die Boni auch noch erhöhen.Doktor Leber hat doch kürzlich von Sinn u.Unsinn von Aktienrückäufen gesprochen.Ist gewissermassen Selbstmord einer Firma wenn die Salärmodelle das Aushöhlen der Firma fördert.
    Aber tm hat natürlich wieder eine statistische Zahl um diesen Unsinn schönzureden.

    • Avatar

      tm

      16. Juli 2018 12:33 at 12:33

      Äh ne, ich rede das nicht schön – genau genommen sage ich gar nichts zu den Rückkäufen. Ich sage lediglich, dass die Behauptung von den Insider-Verkäufen schlicht nicht stimmt.

      Lesekompetenz?

  3. Avatar

    Segler

    16. Juli 2018 17:09 at 17:09

    Insider Transactions ? – im DOW ? Guckst Du hier
    https://finviz.com/screener.ashx?v=131&f=idx_dji&o=insidertrans
    Filterkriterien für andere Indizes in der obersten Zeile einzustellen

    • Avatar

      tm

      16. Juli 2018 17:21 at 17:21

      Ich mache das lieber über Bloomberg.

      Wenn ich das auf den ersten Blick sehe, geht daraus nicht hervor, ob die Insider-Transaktionen Käufe oder Verkäufe waren und in welchem Umfang. Und gegenüber welchem Vergleichszeitpunkt haben sich die Insider-Transaktionen so verändert, wie angegeben? Also mag sein, dass man da alles findet – die Rückgänge bei den Insider-Transaktionen bestätigen ja meine Aussage.

  4. Avatar

    Beobachter

    17. Juli 2018 13:46 at 13:46

    @ Frank, was so ein Schreibfehler ausmachen kann. Sie meinten sicher Fugmann sei ein. „ weiser Mann „ u. nicht ein weisser Mann, dem könnte ich beipflichten.Vielleicht ist er auch nur Halbwaise ? ?

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sind Sie auch einer der zahlreichen Neu-Börsianer, die seit Ausbruch der Corona-Krise mit dem Aktienhandel begonnen haben? Wenn ja, dann beglückwünsche ich Sie zu diesem Entschluss.
Im Wesentlichen haben in diesem Jahr drei Faktoren zur Stärkung der Aktionärskultur beigetragen:

1) Die Niedrigzinsen lassen die Menschen nach Alternativen zum klassischen Sparkonto suchen.
2) Online-Broker machen den Aktienhandel auch mit kleinen Geldbeträgen attraktiv.
3) Während der Corona-bedingten Zwangspause des öffentlichen und oft auch beruflichen Lebens hatten viele Menschen erstmals Zeit, sich mit Ihrer Geldanlage und Altersvorsorge zu beschäftigen.

Die Millenials entdecken die Börse

In den vergangenen Monaten habe ich bemerkt, dass vor allem junge Menschen die Börse für sich entdecken. Menschen, die um die Jahrtausendwende geboren wurden, zeigen ein großes Interesse an Geldanlagethemen. Das freut mich umso mehr, gelten die Deutschen doch oftmals als Aktienmuffel. Die Rendite der Anlageportfolios hinkte den Menschen in Aktienländern wie den USA deshalb oft deutlich hinterher. Das könnte sich jetzt mit einer neuen Generation von Aktionären ändern.

Doch es ist auch Vorsicht geboten. Viele Neu-Börsianer lassen sich vom Versprechen auf den schnellen Gewinn verführen. Manche vergessen, dass Sie mit echtem Geld agieren und lassen sich von den spielerisch gestalteten Apps der Online-Broker blenden.

Manchmal scheint es tatsächlich sehr einfach zu sein, an der Börse Geld zu verdienen. Doch vergessen Sie niemals: Die Flut hebt alle Boote. In Zeiten steigender Kurse, wie nach dem Corona-Crash am Anfang des Jahres, konnten Sie kaufen was…..

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