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„Mr. Dax“ Dirk Müller: Versucht Trump China den Stecker zu ziehen?

Wir sind in manchen Punkten durchaus kritisch gegenüber Dirk Müller eingestellt – aber in folgendem Video vertritt Dirk Müller eine These, die wir selbst schon häufiger geäußert haben: eines der vordringlichsten Ziele der USA unter Donald Trump ist es, den Aufstieg Chinas zur Dominanz zu unterbinden. Denn versetzt man sich in die Lage der USA ist doch eigentlich klar, dass eine Supermacht, die seit Jahrzehnten so dominant ist wie die USA, wenig Interesse daran hat, von einer anderen Nation überflügelt zu werden, die wie China über sehr viel mehr Menschen (und damit Potential) verfügt..

Redaktion

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FMW-Redaktion

Wir sind in manchen Punkten durchaus kritisch gegenüber Dirk Müller eingestellt – aber in folgendem Video vertritt Dirk Müller eine These, die wir selbst schon häufiger geäußert haben: eines der vordringlichsten Ziele der USA unter Donald Trump ist es, den Aufstieg Chinas zur Dominanz zu unterbinden. Denn versetzt man sich in die Lage der USA ist doch eigentlich klar, dass eine Supermacht, die seit Jahrzehnten so dominant ist wie die USA, wenig Interesse daran hat, von einer anderen Nation überflügelt zu werden, die wie China über sehr viel mehr Menschen (und damit Potential) verfügt und gleichzeitig das Kollektiv an die erste Stelle setzt (damit geht eine deutlich höhere Opferbereitschaft einher).

Und eines ist auch klar: je länger die USA dem Aufstieg Chinas zusehen, umso schwerer kann man diesen Kampf gewinnen. Also wenn muß man zeitnah gegen China agieren, solange man militärisch noch so ungemein dominant ist und China mit seiner Militärpräsenz gewissermaßen im Würgegriff hat. Sagt nicht Trump immer wieder: wenn wir den Handelskrieg gegen China führen, kann das kurzfristig durchaus Nachteile bringen (notfalls eine Rezession der US-Wirtschaft), aber langfristig werden die USA davon viele Vorteile haben?

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Mr. Dax Dirk Müller. Foto: FNDE / Wikipedia (CC BY-SA 4.0)

10 Kommentare

10 Comments

  1. Avatar

    tm

    23. April 2018 14:23 at 14:23

    Dass China der große Konkurrent der USA sein wird, ist seit 30 Jahren bekannt. Dass die USA das nur ungerne sehen ist ebenso bekannt. Daher greift aber die immer wieder gerne vorgebraxhte Behauptung, die USA würden China militärisch angreifen, solange sie noch können, nicht. Das hätten die USA dann 1990 machen müssen.

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      23. April 2018 14:26 at 14:26

      @tm, aber jetzt ist Trump an der Macht – das ist der Unterschied! Und vor 30 Jahren war China für die USA noch überhaupt kein Problem, selbst vor 10 Jahren noch nicht. Aber jetzt ist völlig klar, dass es ein Problem für die USA sein wird – und der Wahlsieg Trumps ist auch eine Reaktion der Amerikaner auf ihren absehbar relativen Abstieg..

      • Avatar

        tm

        23. April 2018 14:46 at 14:46

        Naja der Aufstieg war absehbar und allseits bekannt, das ist nicht erst jetzt völlig klar. Wieso warten die USA dann bis es schwierig wird? Und wieso gerade Trump, der wollte die USA doch angeblich aus internationalen Konflikten raushalten. Zudem gab es diese Behauptungen, die USA würden China bald angreifen ja tatsächlich schon seit mindestens 20 Jahren, ohne dass es passiert ist und das, obwohl es von Monat zu Monat schwieriger wird – also letztlich war das von Anfang an eine unrealistische Behauptung, nun aber viel mehr als vor 20 oder 30 Jahren.

        Ich nehme aber gerne Wetten darauf an.

        • Avatar

          Columbo

          23. April 2018 15:42 at 15:42

          Keine Wetten mit Markus! Man verliert. Aber kein Problem, Markus, für die Flasche Brunello brauch ich keinen Draghi. Die Eigenkapitalquote reicht aus.

          • Markus Fugmann

            Markus Fugmann

            23. April 2018 15:54 at 15:54

            @Columbo, :)!!!!!!

        • Avatar

          Wolfgang M.

          23. April 2018 16:19 at 16:19

          @tm. Zu Ihren Ausführungen zum wirtschaftlichen Konkurrenzkampf zwischen den USA und China möchte ich die statistischen Daten zum Aufstieg Chinas wiederholen, die ich in zwei Kommentaren, bereits am 7. und 30. März, dargestellt habe. U.a.
          „2007 betrug das Wirtschaftswachstum Chinas 3,57 Billionen $ – 2017 schon 11,94 Bio, der Anteil stieg von 6 auf 15%. Die USA hatten 2007 ein BIP von 14,48 Bio $ und 2017 19,36 Bio, der Anteil am Welt BIP fiel von 25 auf 24%. Bei einem chinesischen Wirtschaftswachstum von mind. 6% kann man erahnen, wann China die USA einholen wird. Trump denkt bekanntermaßen auch an eine 8-jährige Präsidentschaft. Dazu kommt noch die schiere Macht an Konsumenten: USA 328 Millionen Bürger, China 1,4 Milliarden……“ u.w. Fakten.
          Damit wird auch klar, dass sich der große chinesische Aufschwung zu Zeiten Obamas ereignet hat und nicht vor 20 oder 30 Jahren.
          Die jetzige Entwicklung passt nicht zu Trumps Vorstellung von „America first „.
          Gruß

          • Avatar

            tm

            23. April 2018 17:12 at 17:12

            Also, die absoluten Zahlen sind natürlich zuletzt deutlich angestiegen, wie es bei exponentiellen Zeitreihen eben so üblich ist – die Wachstumsraten Chinas sind aber seit den 1980er Jahren hoch, sogar höher als jetzt. Bereits damals, allerspätestens in den 1990er Jahren, war klar, dass China der große Konkurent der USA sein wird.
            https://goo.gl/images/dmYB2R

            Bei den Werten der USA weisen Sie zudem zu Recht daraufhin, dass der Anteil am Welt-BIP nur minimal gesunken ist. Der gewachsene Anteil Chinas geht auf einen relativen Verlust Japans und Europas zurück, nicht der USA.

            Dass China die USA wirtschaftlich überholen wird, ist klar. Ich habe aber große Zweifel, ob China jemals pro Kopf Werte wie Nordamerika oder Westeuropa erreichen wird. Schon jetzt sinkt die Zahl der Chinesen im erwerbsfähigen Alter, die Wachstumsraten sind niedriger als früher und vermutlich massiv geschönt, die Gesamt verschuldung Chinas ist höher als die der USA…

        • Avatar

          Michael

          24. April 2018 00:37 at 00:37

          @tm, vor 30 Jahren war noch gar nichts in der beschriebenen Richtung absehbar und vor allem nicht allseits bekannt. Im Nachhinein lässt sich das immer wunderbar „belegen“.
          Und wie kommen Sie auf die Idee, dass ausgerechnet Trump die USA aus irgendwelchen Konflikten raushalten will oder wollte?

          • Avatar

            Wolfgang M.

            24. April 2018 07:06 at 07:06

            @Michael. Genau, in den 80-ern lautete das wirtschaftliche Duell USA – Japan (Bsp. Fotoindustrie) und der Immobilienwert von Teilen von Tokio war 1989 mehr wert als ganz Kalifornien, mit dem bekannten Finale. China war wirtschaftlich ein Land unter vielen, an das was sich mancher Interessierte erinnern kann, sind die Ereignisse am Platz des himmlischen Fredens (Tian’anmen-Platz), vom 4. Juni 1989.
            Gruß

  2. Avatar

    Wolfgang M.

    23. April 2018 18:02 at 18:02

    @tm. Wenn sie schon das China BIP pro Kopf ansprechen, so sieht die Sache ganz anders aus: 2017 – USA 59500 $ gegenüber China 8950 $ pro Bürger. Das bedeutet, wollte China auf dieses Niveau kommen wollen (Faktor 7), müsste das China BIP auf sagenhafte 80 Billionen $ steigen, also auf ein höheres Niveau als das momentane BIP der Welt (68 Bio $) und dies ist zu Lebzeiten von Donald Trump nicht zu erwarten, auch wenn er sehr alt werden sollte. Da haben sie Recht.

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Dirk Müller über das Börsenjahr 2021: „Mit Gas und Bremse durch den Markt“

Claudio Kummerfeld

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Bulle und Bär - Dirk Müller will mit Gas und Bremse durchs Jahr kommen

Dirk Müller hat in einem aktuellen Interview über das Börsenjahr 2021 gesprochen, aber auch über die Corona-Restriktionen und den Bitcoin. Beim Thema Corona ist er der Meinung, dass die Beschränkungen nach einer flächendeckenden Impfung und rückläufigen Infektionszahlen nicht verschwinden würden. In welcher Form genau es weitergehe, könne er auch nicht sagen, aber gewisse Arten von Einschränkungen im Alltag würden dauerhaft bestehen bleiben. Dirk Müller erwähnt in dem Zusammenhang die auch bei der Grippe ständigen Mutationen und jährlich neuen Impfungen, um sich dagegen zu schützen. Corona käme dauerhaft als neues Risiko hinzu.

Dirk Müller über das die Aktienmärkte in 2021

Immer weiter steigende Börsenkurse sind laut Dirk Müller auch im Börsenjahr 2021 möglich, auch dank der Notenbanken. Aber, so seine Worte, alle Welt glaube es gehe an der Börse jetzt nur noch nach oben. Man frage sich nur noch, wie kräftig die Kursgewinne im Jahr 2021 ausfallen werden. Aber ein großer Börsencrash sei jederzeit möglich. Was dafür exakt der Auslöser sei, könne man vorher nie sagen. Ein Problem für die Aktienmärkte sei aktuell das Ansteigen der Anleiherenditen in den USA (aktuell 1,09 Prozent). Diese würden laut Dirk Müller unabhängig von der Politik der Notenbanken anziehen, weil die Inflationserwartungen in den USA zunehmen. Es stehe für 2021 eine Sektorenrotation bevor. Das Anlegergeld verlasse die Tech-Aktien. US-Banken würden interessanter werden, aber auch Branchen wie der Flüssiggas-Sektor. Er gehe mit Gas und Bremse durch das kommende Börsenjahr. Man solle für weiter steigende Kurse offen sein, aber mit Absicherung.

Bitcoin

Und was ist mit dem Bitcoin? Wochenlang war der Kurs ja kräftig gestiegen, dann wieder deutlich gefallen (hier unsere aktuellste Berichterstattung). Dirk Müller bleibt bei seiner bisherigen Meinung. Der Bitcoin sei eine eindeutige Zockerei, dahinter stehe kein echter Wert. Er könnte kräftig verlieren, aber auch unendlich weiter steigen.

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EZB: Auf der Spur der wahren Gründe für das große Gelddrucken

Claudio Kummerfeld

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Die EZB-Zentrale in Frankfurt

Wir alle hören es seit Jahren und nehmen es zur Kenntnis. Offiziell betreibt die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Geldpolitik (Zinsen und Anleihekäufe), um die Inflation von der Null-Linie in Richtung 2 Prozent zu bekommen. Und Bürger und vor allem Unternehmen sollen durch die Banken in der derzeitigen Krise günstige Finanzierungsbedingungen erhalten. Daher flutet man alles und jeden mit Notenbank-Euros, und die Banken können dem braven Mittelständler noch günstigere Kredite anbieten? So kommt die Wirtschaft in Schwung, und letztlich auch die Inflation? So geht natürlich die offizielle Story. Und tatsächlich?

Viele Beobachter der EZB-Politik behaupten oder meinen erkannt zu haben, dass es Frau Lagarde und vorher Mario Draghi in Wirklichkeit darum ging, mit günstigen Finanzierungskonditionen und mit massiven Anleihekäufen die Südländer in der Eurozone am Leben zu erhalten. So wolle man die Eurozone als Konstrukt zusammenhalten. Auch wir bei FMW haben uns in den letzten Jahren diverse Mal zu diesem Thema geäußert. Nach der gestrigen PK von Christine Lagarde ist uns der Kommentar von Dr. Jörg Krämer aufgefallen, dem Chefvolkswirt der Commerzbank. Man kann ihn also ruhig als seriöse Quelle bezeichnen.

EZB hält Bedingungen für Südländer günstig

Er hat seinen Kommentar betitelt mit der Headline „Was Günstige Finanzierungsbedingungen wirklich bedeuten“. Er zielt auch auf die oberflächlichen Gründe der EZB ab, nämlich Kreditkunden in der Wirtschaft zu günstigen Konditionen zu verhelfen. Es sei interessant zu beobachten, wie stark Christine Lagarde das Konzept der „günstigen Finanzierungsbedingungen“ betont habe. Sie folge dabei einem „holistischen Ansatz“ und habe verschiedene Zinsen im Blick – etwa die für Kredite an Unternehmen oder private Haushalte. Tatsächlich aber (so Jörg Krämer) dürfte es der EZB aber vor allem darum gehen, die Renditeaufschläge der Anleihen der besonders hoch verschuldeten Staaten zu begrenzen. So lasse sich beobachten, dass die EZB im Rahmen ihres PEPP-Programms immer dann mehr Staatsanleihen kaufe, wenn die Risikoaufschläge steigen (siehe Grafik). Zitat Jörg Krämer:

Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg habe ein EZB-Vertreter gesagt, dass die EZB sogar bestimmte Höchstwerte für die Risikoaufschläge einzelner Staatsanleihen bestimmt habe. Offenbar sieht es die EZB als ihre Aufgabe an, die Währungsunion zusammenzuhalten, solange die hoch verschuldeten Staaten nicht ihre Hausarbeiten machen und damit latent die Existenz der Währungsunion gefährden.

Endet diese Politik der EZB, wenn das Corona-Aufkaufprogramm PEPP Anfang 2022 endet? Nein, Jörg Krämer glaubt, dass das Aufkaufen auch danach weitergeht, optisch eben nur über ein andere Vehikel. Die EZB werde dann das „normale“ Kaufprogramm namens APP aufstocken, und zwar von 20 auf 30 bis 40 Milliarden Euro pro Monat. Begründen dürfte sie dies unter anderem mit einer merklich unter zwei Prozent liegenden Inflation. Und ja, so möchten wir von FMW anmerken: So läuft es schon seit Jahren. Die Inflation, die ist einfach zu niedrig, deswegen muss man Billionen an Euros drucken und immer weitere Teile der Anleihemärkte aufkaufen. In Wirklichkeit will man, so nehmen wir es auch an, nur weiterhin gewährleisten, dass Italien, Griechenland, Spanien und Co sich so günstig wie nur irgend möglich immer weiter verschulden können.

EZB kauft mehr Anleihen um Spreads zu senken

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So sichern Sie Ihr Depot optimal ab – Werbung

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Lieber Börsianer,

die Aktienmärkte eilen von einem Rekord zum nächsten. Das Virus wühlt zwar weiterhin, und tatsächlich eilt auch die Anzahl der Covid-Neuinfektionen weltweit von einem Rekord zum nächsten. Wir vertrauen allerdings auf die Kraft des Impfstoffes und sehen die Volkswirtschaften dieser Welt nächstens befreit.

Bei so viel Euphorie beschleicht allerdings den ein oder anderen Börsianer ein ungutes Gefühl. Sie haben also das Bedürfnis Ihr Depot, Ihre Buchgewinne einmal zumindest teilweise abzusichern. Im Folgenden erkläre ich Ihnen, welche drei goldenen Regeln Sie berücksichtigen müssen, damit die Absicherung auch wirklich greift.

Das Absichern oder Shorten eines Depots ist kein Hexenwerk. Allerdings sind wir als Börsianer natürlich eher geeicht auf steigende Kurse und Chancen. Mit anderen Worten: Shorten zählt bei den meisten von uns nicht zur ersten Begabung.

Das sind die drei goldenen Regeln:

– Fassen Sie immer punktuell und kurzfristig zu!
– Definieren Sie Ihren Depotschwerpunkt und vergessen Sie Einzelaktien!
– Legen Sie eine prozentuale Absicherungsquote fest!

Was sagen uns diese Regeln konkret?

Zu 1. Ein Short – ganz gleich ob als Optionsschein, Short-ETF oder Zertifikat – ist kein Pkw-Anschnallgurt, den wir fortwährend zur Anwendung bringen. Erfolgreiches Shorten verlangt eine kurzfristige Marktmeinung. Solche Instrumente kaufen wir immer punktuell und lediglich für wenige Wochen oder Monate. Andernfalls verzichten wir auf Geld und Rendite. Dabei sind weniger die laufenden Kosten eines Short-ETFs oder eines Optionsscheins das Problem. Sondern: Shorts – egal in welcher Form – bringen uns Verluste, wenn der Markt entgegen unserer Prognose doch steigt. Zudem fehlt uns das Kapital für den Short auf der Aktienseite. Zu Deutsch: Ein unsauber gesetzter Short wird schnell zum doppelten Renditekiller.

Zu 2. Das ist offensichtlich: Wenn von 20 Ihrer Depotpositionen 15 aus dem DAX stammen, sichern Sie nicht gegen den S&P 500 oder NASDAQ-Index ab, sondern natürlich gegen den DAX. Als kluger Börsianer kennen Sie den Schwerpunkt Ihres Depots und erwerben dazu passend einen Short. Ganz wichtig: Vergessen Sie…..

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