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„Mr. Dax“ Dirk Müller: Versucht Trump China den Stecker zu ziehen?

FMW-Redaktion

Wir sind in manchen Punkten durchaus kritisch gegenüber Dirk Müller eingestellt – aber in folgendem Video vertritt Dirk Müller eine These, die wir selbst schon häufiger geäußert haben: eines der vordringlichsten Ziele der USA unter Donald Trump ist es, den Aufstieg Chinas zur Dominanz zu unterbinden. Denn versetzt man sich in die Lage der USA ist doch eigentlich klar, dass eine Supermacht, die seit Jahrzehnten so dominant ist wie die USA, wenig Interesse daran hat, von einer anderen Nation überflügelt zu werden, die wie China über sehr viel mehr Menschen (und damit Potential) verfügt und gleichzeitig das Kollektiv an die erste Stelle setzt (damit geht eine deutlich höhere Opferbereitschaft einher).

Und eines ist auch klar: je länger die USA dem Aufstieg Chinas zusehen, umso schwerer kann man diesen Kampf gewinnen. Also wenn muß man zeitnah gegen China agieren, solange man militärisch noch so ungemein dominant ist und China mit seiner Militärpräsenz gewissermaßen im Würgegriff hat. Sagt nicht Trump immer wieder: wenn wir den Handelskrieg gegen China führen, kann das kurzfristig durchaus Nachteile bringen (notfalls eine Rezession der US-Wirtschaft), aber langfristig werden die USA davon viele Vorteile haben?


Mr. Dax Dirk Müller. Foto: FNDE / Wikipedia (CC BY-SA 4.0)



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10 Kommentare

  1. Dass China der große Konkurrent der USA sein wird, ist seit 30 Jahren bekannt. Dass die USA das nur ungerne sehen ist ebenso bekannt. Daher greift aber die immer wieder gerne vorgebraxhte Behauptung, die USA würden China militärisch angreifen, solange sie noch können, nicht. Das hätten die USA dann 1990 machen müssen.

    1. @tm, aber jetzt ist Trump an der Macht – das ist der Unterschied! Und vor 30 Jahren war China für die USA noch überhaupt kein Problem, selbst vor 10 Jahren noch nicht. Aber jetzt ist völlig klar, dass es ein Problem für die USA sein wird – und der Wahlsieg Trumps ist auch eine Reaktion der Amerikaner auf ihren absehbar relativen Abstieg..

      1. Naja der Aufstieg war absehbar und allseits bekannt, das ist nicht erst jetzt völlig klar. Wieso warten die USA dann bis es schwierig wird? Und wieso gerade Trump, der wollte die USA doch angeblich aus internationalen Konflikten raushalten. Zudem gab es diese Behauptungen, die USA würden China bald angreifen ja tatsächlich schon seit mindestens 20 Jahren, ohne dass es passiert ist und das, obwohl es von Monat zu Monat schwieriger wird – also letztlich war das von Anfang an eine unrealistische Behauptung, nun aber viel mehr als vor 20 oder 30 Jahren.

        Ich nehme aber gerne Wetten darauf an.

        1. Keine Wetten mit Markus! Man verliert. Aber kein Problem, Markus, für die Flasche Brunello brauch ich keinen Draghi. Die Eigenkapitalquote reicht aus.

          1. @Columbo, :)!!!!!!

        2. @tm. Zu Ihren Ausführungen zum wirtschaftlichen Konkurrenzkampf zwischen den USA und China möchte ich die statistischen Daten zum Aufstieg Chinas wiederholen, die ich in zwei Kommentaren, bereits am 7. und 30. März, dargestellt habe. U.a.
          „2007 betrug das Wirtschaftswachstum Chinas 3,57 Billionen $ – 2017 schon 11,94 Bio, der Anteil stieg von 6 auf 15%. Die USA hatten 2007 ein BIP von 14,48 Bio $ und 2017 19,36 Bio, der Anteil am Welt BIP fiel von 25 auf 24%. Bei einem chinesischen Wirtschaftswachstum von mind. 6% kann man erahnen, wann China die USA einholen wird. Trump denkt bekanntermaßen auch an eine 8-jährige Präsidentschaft. Dazu kommt noch die schiere Macht an Konsumenten: USA 328 Millionen Bürger, China 1,4 Milliarden……“ u.w. Fakten.
          Damit wird auch klar, dass sich der große chinesische Aufschwung zu Zeiten Obamas ereignet hat und nicht vor 20 oder 30 Jahren.
          Die jetzige Entwicklung passt nicht zu Trumps Vorstellung von „America first „.
          Gruß

          1. Also, die absoluten Zahlen sind natürlich zuletzt deutlich angestiegen, wie es bei exponentiellen Zeitreihen eben so üblich ist – die Wachstumsraten Chinas sind aber seit den 1980er Jahren hoch, sogar höher als jetzt. Bereits damals, allerspätestens in den 1990er Jahren, war klar, dass China der große Konkurent der USA sein wird.
            https://goo.gl/images/dmYB2R

            Bei den Werten der USA weisen Sie zudem zu Recht daraufhin, dass der Anteil am Welt-BIP nur minimal gesunken ist. Der gewachsene Anteil Chinas geht auf einen relativen Verlust Japans und Europas zurück, nicht der USA.

            Dass China die USA wirtschaftlich überholen wird, ist klar. Ich habe aber große Zweifel, ob China jemals pro Kopf Werte wie Nordamerika oder Westeuropa erreichen wird. Schon jetzt sinkt die Zahl der Chinesen im erwerbsfähigen Alter, die Wachstumsraten sind niedriger als früher und vermutlich massiv geschönt, die Gesamt verschuldung Chinas ist höher als die der USA…

        3. @tm, vor 30 Jahren war noch gar nichts in der beschriebenen Richtung absehbar und vor allem nicht allseits bekannt. Im Nachhinein lässt sich das immer wunderbar „belegen“.
          Und wie kommen Sie auf die Idee, dass ausgerechnet Trump die USA aus irgendwelchen Konflikten raushalten will oder wollte?

          1. @Michael. Genau, in den 80-ern lautete das wirtschaftliche Duell USA – Japan (Bsp. Fotoindustrie) und der Immobilienwert von Teilen von Tokio war 1989 mehr wert als ganz Kalifornien, mit dem bekannten Finale. China war wirtschaftlich ein Land unter vielen, an das was sich mancher Interessierte erinnern kann, sind die Ereignisse am Platz des himmlischen Fredens (Tian’anmen-Platz), vom 4. Juni 1989.
            Gruß

  2. @tm. Wenn sie schon das China BIP pro Kopf ansprechen, so sieht die Sache ganz anders aus: 2017 – USA 59500 $ gegenüber China 8950 $ pro Bürger. Das bedeutet, wollte China auf dieses Niveau kommen wollen (Faktor 7), müsste das China BIP auf sagenhafte 80 Billionen $ steigen, also auf ein höheres Niveau als das momentane BIP der Welt (68 Bio $) und dies ist zu Lebzeiten von Donald Trump nicht zu erwarten, auch wenn er sehr alt werden sollte. Da haben sie Recht.

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