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„Mr. Dax“: Jetzt definitiv nicht in den Aktienmarkt einsteigen!

„Mr. Dax“, alias Dirk Müller, ist skeptisch für die Aktienmärkte und warnt davor, den Kursen hinter her zu laufen. Die nächste große Bewegung wird laut Müller nicht nach oben, sondern nach unten gehen, sagt Müller..

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FMW-Redaktion

„Mr. Dax“, alias Dirk Müller, ist skeptisch für die Aktienmärkte und warnt davor, den Kursen hinter her zu laufen. Die nächste große Bewegung wird laut Müller nicht nach oben, sondern nach unten gehen, sagt Müller:


Foto: FNDE – Eigenes Werk, CC-BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=47204504

18 Kommentare

18 Comments

  1. Avatar

    Columbo

    10. April 2017 14:19 at 14:19

    Endlich eine klare Ansage. Aktien-no go, vorerst. Wenigstens einer, der mir nicht mit „könnte, sollte, möglicherweise“ und Wellen, Linien und Trendkanälen den letzten Nerv raubt. Zuschauen, wie sich die Bullen immer schwerer tun und gemütlich auf die nächste Straßenbahn warten?

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    Marko

    10. April 2017 15:00 at 15:00

    Wenigstens einer, der eine Meinung hat.
    Habt „Ihr“ – hoffentlich – eine Meinung ?
    Das Geld ist nicht weg, es hat nur ein anderer… :D

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    Marko

    10. April 2017 15:14 at 15:14

    Ich war übrigens „Analyst“, wieso hört Ihr auf die Wellen-, Pivotpunkt, Wolkentrader usw…, – weil Ihr keine „eigene Meinung“ habt ?
    Der Analyst ist an allem Schuld ?

    Aktienmärkte sind komplex/chaotisch, ansonsten, gäbe es doch keine CFD-Broker, beispielsweise ? :D

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    PK

    10. April 2017 15:18 at 15:18

    Was die Prognosen von Mr. Dax wert sind, kann man sich ja an der Entwicklung seines Aktienfonds anschauen. Minus 12 Prozent seit Auflegung, während der Dax nur einen Weg kennt, nach oben.
    Daß dann wohl der Wunsch aufkommt, daß der Markt doch nun endlich fallen möge, nachdem man nun selber so lange auf short setzt, ist da mehr als verständlich.
    Das Argument, daß der Markt ja nun viel wahrscheinlicher fallen als steigen muss, weil er 9 Jahre gestiegen ist, ist statistisch betrachtet völliger Blödsinn.
    Und nach den Alternativen gefragt, fallen Mr. Dax eben auch keine ein.
    Mir auch nicht.

    • Avatar

      Columbo

      10. April 2017 15:35 at 15:35

      Mir schon. Meine Alternative hat sich verdreifacht.

  5. Avatar

    PK

    10. April 2017 15:19 at 15:19

    hier sein Fonds, mit satten 4% AA und 1.7% Expense.
    Schrott, einfach nur Schrott.
    http://www.finanzen.net/fonds/Dirk_Mueller_Premium_Aktien_R_fondsvergleich

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    Kuperkopf

    10. April 2017 15:29 at 15:29

    Herr Müller ist seit 2008 mein absoluter Kontraindikator. Ich verballere mein restliches Pulver dann auch mal…. ;)

  7. Avatar

    Marko

    10. April 2017 15:31 at 15:31

    Ich sagte : Die Aktienmärkte sind chotisch/komplex, alles cool..

    Aber : was dem Witzladen-Bufu / T-Bond blüht, welche künstlich „aufgeblasen“ wurden….

    Was mich wundert, ist, dass es offenbar hingenommen wird , dass der Rentenmarkt unter „Drogen steht“ (QE), d.h. künstlich (wegen Lehman usw) verzerrt wurde.

    Und dass die Bären trotzdem sagen : Der Aktienmarkt, der ist zu teuer (!), wo soll das Geld hinfließen ???

    • Avatar

      Peter

      10. April 2017 16:52 at 16:52

      Genau das ist die Frage: Wo soll das Geld hin?
      https://de.wikipedia.org/wiki/TINA
      Wir haben noch nicht die Aktienquote und Euphorie vom Jahr 2000, auch wenn das einige denken.
      Ich erwähne ich immer mal wieder gerne das Wort „Kapitulationsrally“, auch wenn Fondmanager das Wort hassen …

      • Avatar

        Marko

        10. April 2017 17:31 at 17:31

        „Wir haben noch nicht die Aktienquote und Euphorie vom Jahr 2000, auch wenn das einige denken.
        Ich erwähne ich immer mal wiediert werden, den „Starer gerne das Wort „Kapitulationsrally“, auch wenn Fondmanager das Wort hassen …“
        M
        Nochmal, gaaanz langsam zum itschreiben, wer hat die Märkte verzerrt ? Die Notenbanken, aber… : haben die Notenbanken die Aktienmärkte „verzerrt“ ? – Nö !
        Diese Diskrepanz sollte „markttechnisch“ korregiert werden, den „Startschuss“ sehen wir, wenn die EZB reagierien wird… Die mächtigste Notenbank der Welt usw… ;)

  8. Avatar

    Columbo

    10. April 2017 15:51 at 15:51

    Der Glaube, daß Aktien alternativlos sind, wird einer der wichtigen Gründe für den nächsten Aktiencrash sein.

    • Avatar

      PK

      10. April 2017 16:46 at 16:46

      hör ich schon seit die FED angefangen hat mit QE.
      Aber viele verstehen einfach nicht, daß sich das nicht zurückdrehen läßt.
      Aktien werden in Währungen bewertet – die Währungen werden aktuell nach belieben und Bedarf von den Notenbanken entwertet.
      Einen grundsätzlichen Trendwechsel bekommen wir nur, wenn die Staatsfinanzierung durch die Notenbanken aufhören wird.
      Extrem unwahrscheinlich.
      Daher wird jeder Crash am Aktienmarkt sofort mit weiterer Liquidität zugeschmiert werden. Und das wird die Größe des Einbruchs definitiv eingrenzen.

      • Avatar

        Columbo

        10. April 2017 18:16 at 18:16

        Der Glaube „diesmal ist alles anders“, läßt sich einfach nicht ausrotten. Das war schon 1929 so und ist heute immer noch so.
        Wie naiv muß man denn sein, zu glauben, daß es keine großen Einbrüche mehr geben kann, weil die Notenbank….und die Liquidität….usw.?
        So ein Schwachsinn, dann müßte es ja an der Börse nur mehr Gewinner geben und alle würden reich.
        Immer in der Geschichte gab es irgendwelche „logische“ Erklärungen, daß es diesmal nicht passieren kann und dann ist es doch passiert.
        Nachher wissen es dann wieder alle besser:“Es mußte ja so kommen, weil…….
        „Das Universum und die menschliche Dummheit sind unendlich, beim Universum bin ich mir nicht so sicher“, sagte Einstein.

        • Avatar

          PK

          10. April 2017 19:33 at 19:33

          es geht nicht ums reich werden. Es geht darum, daß Aktien in einer Einheit bewertet werden, die immer mehr an Wert verlieren wird.
          Wenn du einen Meter in mm misst, und die Länge des mm immer weiter verkleinerst, wird der Meter natürlich mehr mm lang sein, auch wenn der Meter physikalisch die gleiche Länge hat.
          Die frage ist, ob man zu denen gehört, die den mm besitzen oder zu denjenigen, die den Meter behalten.
          Real werden Aktien auf Dauer nicht stärker wachsen als der Realinflation entspricht, werden damit aber Cash um Längen schlagen.
          Mit dem Einstein-Zitat hast du sicher recht, die Frage ist aber, ob du es im Kontext den richtigen Personen zugeordnet hast.
          Ich halte die Leute für recht beschränkt, die laut „Foul“ gekrischen haben als die FED mit dem Aufblähen der Bilanz anfing und sich entsprechend positioniert haben im Vertrauen darauf, daß ja die ganze Rally „Fake“ ist und nur der FED geschuldet ist. Die liegen jetzt seit Jahren und ungefähr 100% Kursgewinnen falsch. Sie kommen aber immer wieder mit den gleichen Argumenten daher, die schon von Anfang an falsch waren.
          Immer und immer wieder haben die Bären Hoffnung geschöpft (Griechenland, Brexit, Trump) aber immer wieder voll aufs Maul bekommen. Aktien gegen Cash tauschen macht in dieser Konstellation einfach keinen Sinn.
          Und wenn es einen Einbruch geben wird, werd ich wieder auf der Käuferseite sein. Das ganze wird (irgendwann) mit einem totalen Vertrauensverlust und Währungscrash enden und auch DANN ist es besser Aktien zu haben (oder andere Sachwerte).

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            Lars

            10. April 2017 21:13 at 21:13

            @PK „Immer und immer wieder haben die Bären Hoffnung geschöpft (Griechenland, Brexit, Trump) aber immer wieder voll aufs Maul bekommen.“
            Ich sehe das genau anders herum: All diese Ereignisse haben es nicht geschafft, den EUR auf und unter die von den Bullen so sehr erhoffte und proklamierte Parität und darunter zu drücken.
            Europa ist erstaunlich stark und zäh, trotz Draghi, eines von der Wallstreet ausgebildeten und dahingehend sozialisierten Insiders in absolut führender Position.
            Europa hat auch noch viele weitere herbeigeredete Krisen und Untergangsszenarien mal locker 5% über dem Bullentraum weggesteckt.
            Europa ist stabil und einigermaßen kritisch-hinterfragend (im Ggs. zu tumbling Wonderland), weshalb ich hier für grenzenlose Überbewertungen ganz normaler Firmen keinen Anlass sehe.
            Außer die Gier von fragwürdigen Permabullen, die nur noch ihre Monitore, Charts und von-links-unten-nach-rechts-oben-Kurven im Blick haben. Auch umgekehrt lässt sich Geld verdienen, das ist nur eine kleine psychologisch-pädagogische Korrektur, die jedes Kleinkind sofort versteht, anscheinend nicht jedoch ein Permabulle.

        • Avatar

          Lars

          11. April 2017 00:49 at 00:49

          „Das Universum und die menschliche Dummheit sind unendlich, beim Universum bin ich mir nicht so sicher“, sagte Einstein.
          Hätte Einstein die heutigen Verhältnisse an den Börsen miterleben dürfen, gäbe es vielleicht neben der allgemeinen und speziellen Relativitätstheorie eine dritte universelle unendliche Variante: Die alles ignorierende und beherrschende „Realität“ der Gier, die Kraft, welche die Fähigkeit des Menschen zur Vernunft widerstandslos außer Kraft setzt.
          Die Fähigkeit eines vernunftbegabten Wesens, jederzeit Tier sein zu können und sein zu wollen…

      • Avatar

        Marko

        10. April 2017 18:33 at 18:33

        „hör ich schon seit die FED angefangen hat mit QE.“

        M.E. ist es höchste Zeit, dass die EZB „aufwacht“, sooo furchtbar schlecht geht es „uns“ in Europa nicht.
        Ein anderes Thema : Habe da ein paar ein lustige Artikel wegen des Brexits (übrigens,die größte Sensation Jahres 2016 !!!) gelesen, auf zeit.de. So dumm sind die Briten, mir fehlen die Worte…

  9. Avatar

    Marko

    10. April 2017 18:17 at 18:17

    Aktien sind Sachwerte, das kapieren „wir Deutschen“ offenbar nicht, wenn ich bei einer Aktie 2-5 % Dividendenrendite (kein Pennystock) „einsacke“ und das mit dem Anleihenmarkt vergeleiche – dem „sicheren Anleihenmarkt“ (!!!)
    Da sträuben sich mir die Nakenhaare… ihr werdet sagen, gut, bei der aktie gibt es Kursschwankungen, ja, aber : ist der BUFU mit 163 Punkten gerecht bewertet“, se sky is se limit ? :D

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Wer an der Börse seine Gefühle ausschaltet, gewinnt! – Werbung

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Lieber Börsianer,

was ist Ihre Lieblingsaktie? Welchem Titel halten Sie unbedingt die Treue und gehen quasi mit ihm durch dick und dünn? Hier verzeihen Sie auch einmal schlechte Nachrichten, weil Sie von dem Unternehmen wirklich überzeugt sind. Das Phänomen der Lieblingsaktie kann auch gleich für eine ganze Branche gelten. So schworen viele Privatanleger vor einigen Jahren auf Unternehmen aus der Edelmetall-Branche. In fester Erwartung eines Euro-Untergangs wurde diese Branche für viele Privatanleger zum bevorzugten Ort der Investition.

Typisch für eine solche Situation ist, dass wir die Nachrichtenlage dann nur noch sehr eingeschränkt wahrnehmen. Schlechte Nachrichten zu unserer Lieblingsaktie blenden wir aus. Gute Nachrichten hingegen bewerten wir in ihrer Bedeutung für die Kursentwicklung über.

Mehr noch: Oftmals bilden wir in unseren Lieblingsaktien deutliche Übergewichtungen in unseren Depots, weil wir hier gerne mehrfach kaufen. Plötzlich steht Ihre Lieblingsaktie dann für 10 oder 20 % Ihres Gesamtdepots.

Aber wie entsteht eigentlich so eine Lieblingsaktie in unserem Depot? In aller Regel steht am Anfang zunächst eine starke Performance. Folglich mögen wir diese Aktie, weil sie uns eben zunächst viel Rendite beschert hat. Am besten können wir die Produkte unseres Lieblingsunternehmens im Alltag auch noch erfahren und quasi anfassen.

Tatsächlich schätzten in der Vergangenheit viele deutsche Privatanleger die Aktien von BMW oder Daimler, weil sie privat ein entsprechendes Auto fuhren. Studien haben diesen Zusammenhang mehrfach belegt.

Investieren Sie nicht in der Branche, in der Sie arbeiten

Für die Entstehung einer Lieblingsaktie oder einer Lieblingsbranche ist auch oft unser ausgeübter Beruf von Relevanz. So habe ich jahrelang in meinen Depots Bank-Aktien übergewichtet, weil ich ein Kind der Branche bin. Hier fühlte ich mich wohl, hier kaufte ich gerne. Richtig clever war diese Übergewichtung freilich nicht, wie die Performance vieler Bank-Aktien im Rückblick zeigt. Ich habe Zeit gebraucht, um diesen Wirkfaktor zu verstehen und schließlich abzuschalten.

Ein ähnliches Beispiel: Ein Ingenieur im Maschinenbau wird mit großer Wahrscheinlichkeit sein Depot erheblich mit Aktien dieser Branche befüllen. Er liebt die Arbeit, die er tut. Er mag die Produkte, mit denen er arbeitet. Folglich liebt er auch

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Dax und die Risikoaversion – aktuelle Analystenmeinungen

Redaktion

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Risikoaversion und der Dax - wie geht es weiter?

Werden Dax, Dow und Co nach dem jüngsten Kursverlusten weiter fallen? Risikoaversion (auch Risk Off genannt) ist das Wort der Stunde, also die Flucht in den sicheren Hafen namens US-Dollar und hochwertige Anleihen, in Zeiten immer weiter steigender Corona-Ängste, welche die wirtschaftliche Erholung gefährden. Hier zunächst zwei aktuelle Video-Beiträge von Jochen Stanzl von CMC Markets:

Milan Cutkovic

Hier drucken wir die aktuelle Meinung von Milan Cutkovic ab, Marktanalyst bei Axitrader:

Die Börsen wurden zum Start in die neue Handelswoche von der Realität eingeholt. Dank des billigen Geldes der Notenbanken, drastischer Stützungsmaßnahmen der Regierungen weltweit sowie einer starken Nachfrage nach den Technologieaktien als Pandemie-Gewinner kannte der Aktienmarkt in den vergangenen Monaten nur den Weg nach oben. Die jüngsten Corona-Warnungen nach dramatisch steigenden Infektionszahlen sind nun eine kalte Dusche für die Investoren und die Erinnerung daran, dass wir uns weiterhin inmitten einer globalen Pandemie befinden.

Dass die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus im Herbst wieder steigen würde, wurde generell erwartet. An den Aktienmärkten bestand jedoch die Hoffnung, dass die Regierungen die Situation nun deutlich besser unter Kontrolle haben und weitere Lockdowns nicht nötig sein würden. In Großbritannien aber kalkuliert die Regierung aber bereits wieder mit einem solchen Szenario und bereitet weitere landesweite Restriktionen vor. Es besteht die Sorge, dass weitere Länder in Europa dem Beispiel folgen werden und die Wirtschaft erneut zum Stillstand kommt.

In den USA steht kein Durchbruch im Ringen um ein neues Corona-Hilfspaket in Sicht. Für die Anleger ist dies frustrierend, vor allem nach dem die Federal Reserve nicht weit genug ging. Ohne weitere Stimulus-Maßnahmen der Regierung könnte die Konjunkturerholung auf der anderen Seite des Atlantiks ins Stocken geraten.

Auch am Devisenmarkt ist in naher Zukunft mit erhöhter Volatilität zu rechnen. Neben der Pandemie dürften die US-Präsidentschaftswahl, die Brexit-Verhandlungen und geopolitische Spannungen die Wechselkurse wieder stärker bewegen. Aktuell sind aufgrund der Risikoaversion vor allem der US-Dollar und der japanische Yen gefragt.

Jasper Lawler

Jasper Lawler von LCG sagt aktuell (hier auszugsweise zitiert), dass er heute die Reaktion der Anleger auf den gestrigen großen Risiko-Off-Tag an allen Märkten, den so genannten „Battery Day“ von Tesla und die Aussage des Fed-Vorsitzenden Jay Powell beobachten werde. Der gestrige Tag sei ein klassischer Risiko-Off-Moment gewesen, an dem Aktien und Kryptowährungen einbrachen, während Staatsanleihen, der US-Dollar und der Yen zulegen konnten. Tech-Aktien würden sich seit einigen Wochen zurückziehen, aber gestern sei der Ausverkauf breiter gewesen, da die Industrieunternehmen im Dow schwer getroffen wurden. Der Silberpreis fiel am Montag an einem Punkt um 10%.

Einige Marktteilnehmer hätten auch argumentiert, dass das traurige Ableben der Richterin Ruth Bader Ginsburg und der Streit um ihre Nachfolge im Obersten Gerichtshof ein neues US-Konjunkturpaket noch unwahrscheinlicher gemacht habe. Wenn der Rückgang nur auf die Stimmung zurückzuführen ist, dann erhöhe dies die Chance auf einen Rückschlag am nächsten Tag – auch wenn einige wichtige technische Niveaus, darunter die 50 DMA im S&P 500 nachgegeben haben – dies begünstige weitere Abwärtsbewegungen.

Teslas Battery Day sei zum Teil ein PR-Gag, und zum Teil etwas Wesentliches für die Zukunft der Elektrofahrzeuge. Jede neue Generation von Tesla-Batterien sollte in der Lage sein, mehr Energie zu speichern und eine längere Lebensdauer zu haben – und damit die Reichweite und Kosten von Elektrofahrzeugen auf ein Niveau zu bringen, das von der breiten Masse akzeptiert werde.

Jasper Lawler weist auch darauf hin, dass Jerome Powell heute Nachmittag bei einer von drei Gelegenheiten in dieser Woche vor dem Finanzdienstleistungsausschuss des Repräsentantenhauses über das CARES-Gesetz aussage – d.h. über das erste Konjunkturpaket. Für Großbritannien wird erwartet, dass Premierminister Boris Johnson gegen Mittag in einer Erklärung vor dem Unterhaus weitere Sperrmaßnahmen ankündigen wird.

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Aktuell: Lufthansa veröffentlicht Maßnahmen für weiteren Kahlschlag

Claudio Kummerfeld

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Der Lufthansa A380 wird wohl nicht mehr fliegen

Die Lufthansa hatte bereits Maßnahmen zum Kahlschlag angekündigt. Aber es ist wie es ist. Die Fluggastzahlen erholen sich nicht V-förmig wie (auf den ersten Blick) die Gesamtkonjunktur. Weltweit gibt es ständig neue Corona-Restriktionen und viele Unklarheiten. Und offenkundig haben zu viele potenzielle Flugreisende wohl einfach keine Lust auf diese ganze Unsicherheit und dazu noch auf stundenlanges Maskentragen an Flughäfen und im Flugzeug. Jetzt hat die Lufthansa vor wenigen Minuten die nächsten Maßnahmen zum Kahlschlag verkündet. Weiter Runter-Schrumpfen, um nicht in den Kosten zu versinken, so könnte man es ausdrücken. Hier drucken wir die wichtigsten Infos von der Lufthansa im Wortlaut ab. Die Headline-Aussagen:

– Erholung des Luftverkehrs deutlich langsamer als noch im Sommer erwartet
– Tiefere Einschnitte bei Flottengröße und für Personal
– Langfristig geparkte sowie zur Ausflottung vorgesehene Flugzeuge werden im dritten Quartal mit bis zu 1,1 Mrd. EUR wertberichtigt
– Operative Mittelabflüsse sollen um 100 Mio. EUR pro Monat reduziert werden

Details:

Der Kapazitätsausblick für die Passagierairlines wird deutlich nach unten korrigiert; die bisherige Annahme, im vierten Quartal des Jahres ein durchschnittliches Produktionsniveau von 50 Prozent des Vorjahreswertes zu erreichen, erscheint nicht mehr realistisch. Bei Fortsetzung des aktuellen Trends werden die angebotenen Sitzkilometer im Vorjahres-vergleich voraussichtlich nur noch in einer Spanne zwischen 20 und 30 Prozent liegen.

Die mittelfristige Flottenplanung wird angepasst und sieht aktuell ab Mitte des Jahrzehnts eine dauerhafte, konzernweite Kapazitätsreduktion von 150 Flugzeugen vor .

In Ergänzung der bereits kommunizierten Flottenentscheidungen wurde folgendes beschlossen: Nachdem bereits im Frühjahr sechs Airbus A380 endgültig außer Dienst gestellt worden sind, werden die verbleibenden acht Flugzeuge vom Typ A380 sowie zehn Flugzeuge vom Typ A340-600, die bislang noch für den Flugdienst vorgesehen waren, in einen sogenannten Langzeitparkmodus (long-term storage) überführt und aus der Planung genommen.

Aus den vorgenannten Flottenentscheidungen werden sich weitere Wertberichtigungen in einer Größenordnung von bis zu 1,1 Mrd. EUR ergeben. Der Betrag soll noch im dritten Quartal des laufenden Jahres verbucht werden.

Der bisher avisierte rechnerische Personalüberhang von 22.000 Vollzeitstellen erhöht sich in Folge der Entscheidungen für das dritte Paket des Restrukturierungsprogramms. Die Anpassung der dauerhaften Personalstärke in den Flugbetrieben wird an die weitere Marktentwicklung angepasst.

Die überarbeitete Finanzplanung sieht trotz des eingetrübten Ausblicks vor, die Mittelabflüsse durch striktes Kostenmanagement weiter zu senken. Der Liquiditätsabfluss soll von aktuell rund 500 Mio. EUR pro Monat auf durchschnittlich 400 Mio. EUR pro Monat im Winter 2020/21 gesenkt werden. Das kommunizierte Konzernziel, im Jahresverlauf 2021 wieder operativ positive Mittelzuflüsse zu erwirtschaften, wird bekräftigt.

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