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Nach Aufstand von Flake und Corker droht Trump das nächste Hindernis auf dem Weg zur Steuerreform!

Nach der Fehde zwischen Trump und Bob Corker bzw. Jeff Flake droht der Trumpschen Steuerreform eine neue Gefahr im Abgeordnetenhaus, weil einige Republikaner gegen die Streichung von steuerlichen Abzugsmöglichkeiten Sturm laufen..

Redaktion

Veröffentlicht

am

FMW-Redaktion

Bekanntlich liefert sich Donald Trump derzeit eine Fehde mit seinem „Parteifreund“ Bob Corker, dazu erklärte gestern der republikanische Seantor Jeff Flake, dass Trump – ohne ihn beim Namen zu nennen – den USA schweren Schaden zufüge.

Damit könnte sich der Versuch von Trump, die altehrwürdige Partei von Abraham Lincoln von Grund auf umzukrempeln und einen neuen Geist einzuhauchen, zu einem Boomerang entwickeln. Trump hat eine Rebelleion innerhalb der Partei angezettelt, nun rebellieren Teile der Partei gegen ihn. Neben Corker und Flake gehrt auch McCain zum harten Kern der „Rebellen“ – aber es könnte sich weitere Mitglieder der Partei im Kongreß oder im Abgeordnetenhaus anschließen und ihren Unmut über den Revoluzzer Trump dadurch zum Ausdruck bringen!


Jeff Flake

Wohl aufgrund dieser Konstellation hat ein namentlich nicht genannter Berater von Mitch McConell, dem Mehrheitsführer der Republikaner im Senat, davor gewarnt, dass die Steuerreform derzeit wenig Aussicht habe, durch den Senat zu kommen. Die Wall Street jedoch nimmt diese Warnung eines Partei-Insiders bislang nicht wirklich ernst..

Trump wiederum trat heute per Twitter verbal erneut gegen Corker und Flake nach:

Er wähnt sich in Sicherheit, was die Durchsetzung der Steuerreform angeht:

Aber kann er sich wirklich sicher so sein? Eher nicht, denn nun formt sich im Abgeordnetenhaus Widerstand! Bekanntlich hatte das Abgeordentenhaus selbst eine Budget Resolution verabschiedet, Mitte letzter Woche folgte dann der Senat, der damit den Weg frei macht, dass die Republikaner die Steuerreform mit einfacher Mehrhei (also 51 von 100 Stimmen im Senat) verabschieden können.

Im nächsten Schritt muss das Abgeordnetenhaus seine eigene Budget Resolution mit der des Senats synchronisieren – erst dann kann der eigentliche Gesetzgebungs-Prozeß für die Steuerreform beginnen. Aber wie so oft, und gerade bei so immens wichtigen Fragen wie Steuern, geht es um sehr viele, sehr handfeste finanzielle Interessen von Millionen von Menschen. Von Menschen also, die von den Republikanern im Abgeordnetenhaus vertreten werden. Denn die Steuerreform hat einen ziemlich großen Haken aus der Sicht vieler Steuerzahler: man freut sich zwar über geringere Steuern, aber ob die zu zahlenden Steuern wirklich weniger werden durch die Trumpsche Steuerreform, ist für viele Menschen alles andere als sicher.

Und zwar deshalb, weil es bei der Steuerreform auch um eine Vereinfachung des Steuersystems geht. Und wo es um Vereinfachung geht, werden Sonderregelungen oder Abschreibungsmöglichkeiten gleich mit entsorgt, wie in der derzeitigen Version der Steuerreform vorgesehen. Das betrifft vor allem die Möglichkeit, Steuern an die Lokalverwaltung oder an die Bundesstaaten (bekannt unter „local and state tax deduction“) von der Steuer abzusetzen, die an das US-Finanzministerium abgeführt wird.

Diese Möglichkeit der steuerlichen Gegenrechnung ist vor allem in eher wohlhabenden Regionen der West- und Ostküste besonders relevant. Und nun fürchten einige Republikaner im Abgeordnetenhaus, dass ihnen von Seiten ihrer eher einkommensstarken Wählerschaft heftiger Gegenwind entgegengeblasen würde, wenn sie der Streichung der „local and state tax deduction“ widerstandlos zustimmen würden.

Also formiert sich dieser Widerstand republikanischer Abgeordneter heute, offenkundig unter Führung von Tom MacArthur, der im Abgeordnetenhaus New Yersey vertritt. Er glaube, so MacAtrthur, dass er genug republikanische Abgeordnete finden werde, die die morgen zur Abstimmung stehende Budget Resolution blockieren würden. Im Klartext: fallen die Abschreibungsmöglichkeiten weg, wird das Abgeordnetenhaus keine Budget Resolution verabschieden können als Voraussetzung für die Steuerreform! Heute spätabends wollen jene Unzufriedenen zusammen kommen, um sich abzustimmen, wie man die Budget Resolution blockieren könne!

Ob Trump sich dessen bewußt ist in seiner Siegessicherheit? Wohl eher nicht. Das Totschlagargument der Befürworter der Steuerreform lautet: wenn die Steuerreform nicht käme, gäbe es einen heftigen Rückschlag an den US-Aktienmmärkten – das hat kürzlich US-Finanzminister Mnuchin gegenüber „Politico“ gesagt. Subtext: wer sich der Steuerreform verweigert, schadet den amerikanischen Aktieninhabern (ca. 50% der amerikanischen Bevölkerung).

Sachlogisch ist das völlig richtig, weil die Wall Street eben das Gelingen der Steuerreform weitgehend eingepreist hat. Aber das dürfen die oppositionellen US-Demokraten natürlich nicht zugeben – daher sagt Chuck Schumer, Sprecher der Demokraten im US-Senat, dass diese Warnung von Mnuchin „absurd“ sei – und überhaupt glaube sowieso niemand den Worten von Steve Mnuchin..

24 Kommentare

24 Comments

  1. Avatar

    Bademeister

    25. Oktober 2017 17:21 at 17:21

    Super Beitrag und danke für die schnelle Info. Vielleicht der Grund, warum der Markt gerade fällt. Aber mal ganz ehrlich: Wer soll glauben, dass 50% der Amerikaner Aktienbesitzer sind? Sollte das so sein, dann zu grossen Teilen auf Pump…und dann wissen wir ja was geschehen würde, wenn das Wolkenkuckucksnest gen Süden reist!
    50% der Bevölkerung….nie und nimmer…

    • Avatar

      Bademeister

      25. Oktober 2017 17:47 at 17:47

      Lt. Wikipedia hielten 2016 ca. 25% der Amerikaner Aktien, für 2017 fand ich keine Daten….wobei 25% find ich, schon sehr hochgegriffen scheinen.

    • Avatar

      PK

      25. Oktober 2017 17:48 at 17:48

      https://dai.de/files/dai_usercontent/dokumente/Statistiken/MAR%202013_Factbook_08_6_Aktionaersstruktur_Laendervergleich.pdf

      scheint schon zu stimmen.
      Die Altersvorsorge ist dort komplett anders aufgebaut als bei uns.
      z.B. IRA accounts etc.

      • Avatar

        Bademeister

        25. Oktober 2017 18:04 at 18:04

        …sind uralte Zahlen, tw. aus Zeiten der Tech-Blase. Lt. WIKI warens für die USA im 11er Jahr ja auch 56%. Zahlenmässig verfügt ein grosser Teil der Amerikaner weder über adäquate und uns bekannte Altersvorsorge noch nennenswertes Vermögen. Ins positive verzerrt nur durch die überdurchschnittliche Dichte von „einzelnen“ Millionären und Milliardären…

    • Avatar

      Segler

      25. Oktober 2017 17:57 at 17:57

      Ha ! – Wieder einen Gebetsmühlendreher erwischt

      „.. nie und nimmer .. “
      Mühle I – Ich habe meine Vorurteile !
      Mühle II Verschonen Sie mich mit Tatsachen !
      Hey PK .. wieder ein potentieller Kunde :-)

      es sind sogar 56 %
      Zieh die Badekappe ab, schmeiss die Chlorbrille ins Becken und guckst Du hier
      https://www.comdirect.de/cms/ueberuns/media/factbook_aktie_20130627.pdf

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        Bademeister

        25. Oktober 2017 18:11 at 18:11

        ….alter Schinken in einer sich immer schneller drehenden Gebetsmühle. Komm jetzt nicht mit Zahlen, die im 12er Jahr schon Geschichte waren…

        • Avatar

          Bademeister

          25. Oktober 2017 18:17 at 18:17

          Lass uns schnell noch ein paar Bitcoins kaufen gehen für nen Hunderter…

        • Avatar

          Segler

          25. Oktober 2017 18:35 at 18:35

          Hier eine Statistik aus den USA.
          Sie belegt über mehrere Jahre einen Anteil zwischen 52 und 62 % Anteil
          https://www.statista.com/statistics/270034/percentage-of-us-adults-to-have-money-invested-in-the-stock-market/

          Ob die Zahen aus 1995 oder 2000 oer 2015 sind ..
          Uralt würde ich sie nicht nennen.
          Vermutlich ist er heutige Anteil eher im oberen Bereich – schon wegen der steigenden Kurse.
          Du siehts: 50 % ist eher die unterste Grenze.
          Gruss in die Badeanstalt

      • Avatar

        Michael

        25. Oktober 2017 19:10 at 19:10

        Ist es eigentlich nicht furchtbar frustrierend, in dem Bewusstsein zu leben, dass man schon alles über dieses Universum weiß, die Lösung für jedes noch so kleine Geheimnis bereits kennt und in jeder Wissenschaftsdisziplin ausnahmslos der Beste ist? Wenn man gleichzeitig von einem gigantischen globalen Kindergarten voller ignoranter, unwissender Dummköpfe umgeben ist, deren man sich nur noch mit überheblichem Sarkasmus erwehren kann? Fühlt man sich da nicht irgendwie einsam, selbst wenn man zu zweit ist?
        Ich schlage vor, nehmen Sie doch noch Petkov mit ins Boot bzw. Segelflugzeug, denn das ist der Mensch mit der weltweit größten Lebenserfahrung.
        Damit wäre sie dann perfekt vollendet, die Allwissende Dreifaltigkeit.

        • Avatar

          Segler

          25. Oktober 2017 19:47 at 19:47

          Hahah .. ;-)
          Schön formuliert. Auch die HTML Formatierung mit BOLD klappt.
          Nein – Nach einem Vierteljahrhundert „Börse“ ist von Frustration nichts zu spüren. Eher im Gegenteil
          Und das was Sie unter Sarkasmus verstehen, bzw. wie es bei Ihnen ankommt,
          entspringt meiner Freude am Recherchieren, am Trading und am Formulieren.
          Wenn es Ihnen unangenehm ist, oder wenn Sie es als Überheblichkeit ansehen – schade. Sie verbauen sich mit solcher Einstellung den Blick.

          Die ‚Dreifaltigkeit‘ ist ausserhalb dieser kleinen fmw-Kommentarwelt bereits Realität. Auf die Idee sind wir längst gekommen.
          Aber danke für den Tipp.
          Auch einige andere als die von Ihnen genannten sind darunter.
          Zwei Handvoll Trader, die mit Witz und Freude aber doch Ernsthaftigkeit an die Sache gehen, und die alle voneinander profitieren.

          Ich freue mich auf weitere Postings von Ihnen
          Gruss

          • Avatar

            Michael

            25. Oktober 2017 20:37 at 20:37

            @Segler
            Sicher haben Sie als alles überblickendes Wesen Verständnis, dass Menschlein, die von den verschiedenen Mitgliedern der Heiligen Dreifaltigkeit als linksverblendete Luschen, Vollpfosten, Idioten, Hobby-Photoshopler, als Menschen, die von ihrem Beruf keine Ahnung haben, als Kindergarten, Gebetsmühlentreter und Ähnliches bezeichnet werden, nicht sofort verstehen, dass es sich dabei lediglich um die Freude am Formulieren und am Traden handelt.
            Ich werde künftig versuchen, in herablassenden Bemerkungen lediglich Witz und Freude am Leben zu erkennen und meinen eigenen beschränkten Scheuklappenblick zu erweitern.
            P.S. Übrigens war es @Gerd, der Probleme mit der Formatierung hatte, bei mir hat es von Anfang an funktioniert. Das war sogar der Auslöser für eine kleine Verschwörungstheorie hier auf FMW ;)

  2. Avatar

    m.d

    25. Oktober 2017 17:31 at 17:31

    hallo, seh ich das richtig sind die indizes rot oder bin ich farbenblind geworden

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      25. Oktober 2017 17:35 at 17:35

      @m.d., ganz sicher farbenblind! Rot gibt es nicht mehr an den Aktienmärkten, das wurde von den Jüngern Trumps abgeschafft und verboten, damit Donald jeden Tag neue Allzeithochs twittern kann..

      • Avatar

        Michael

        25. Oktober 2017 17:58 at 17:58

        @Markus Fugmann, richtig, das wäre Blasphemie, nicht mehr und nicht weniger. Rot wurde von den Jüngern Trumps, deren Fühler natürlich auch bis hier in die FMW reichen, bereits politisch verboten, da fangen wir an den Aktienmärkten gar nicht erst an damit. Grün allerdings passt diesen Jüngern auch nicht ins politische Weltbild, also ansteigende Kerzen bitte auf blau bis violett in den Charts umstellen ;)

  3. Avatar

    Beobachter

    25. Oktober 2017 19:05 at 19:05

    Bitte googeln: Privatverschuldung USA
    Auch die Privatverschuldung ist in letzter Zeit in den USA stark angestiegen.
    46% der Befragten Leute hätten Mühe eine Notfallausgabe von 400 Dollar zu bezahlen.Ich glaube nicht dass viele Amerikaner viel Aktienvermögen halten.

    • Avatar

      Michael

      25. Oktober 2017 20:06 at 20:06

      @Beobachter, amerikanische Statistiken sind ja ohnehin ein Thema für sich ;)
      All diese Zahlen sagen nichts darüber aus, welches Volumen an Aktien gehalten wird. Es heißt ja nur, dass, sagen wir mal, 56% aller erwachsenen Amis irgendwie Geld im Aktienmarkt investiert haben, direkt oder indirekt.
      Investieren Sie mal eben 600 $ für ein Jahr, um auf den Link oben vom @Segler zugreifen zu können: https://www.statista.com/statistics/270034/percentage-of-us-adults-to-have-money-invested-in-the-stock-market/
      Zu teuer? percentage-of-us-adults-to-have-money-invested-in-the-stock-market dürfte auch so Bände sprechen.
      Oder lesen Sie sich die 88 Seiten des anderen Links durch: https://www.comdirect.de/cms/ueberuns/media/factbook_aktie_20130627.pdf
      Nicht verzweifeln, auf Seite 12 finden Sie eine kurze Bemerkung dazu.
      Ich gebe ja offen und ehrlich zu, dass ich als professionelles Hobby-Designerchen auf diesem Gebiet der Allwissenden Dreifaltigkeit weit unterlegen bin und die Terminologie mal wieder nicht verstehe.
      Vermutlich sind also folgende Aussagen wie immer irrelevantes schleimiges und kommunistisches Gesülze, aber ich traue mich mutig dennoch zu schreiben/fragen, mit der Bitte um Korrektur:
      Rein theoretisch könnte es also sein, dass 55% eine einzige Schrott-Aktie im Wert von 2 USD zur Einschulung vom Grandpa geschenkt bekamen, die jetzt nur noch 10 Cent wert ist.
      Eine typisch deutsche (aktien)fondsgebundene Lebens- oder Rentenversicherung würde man danach auch zu den indirekten Beteiligungen am Aktienmarkt zählen.

      • Avatar

        Segler

        25. Oktober 2017 20:34 at 20:34

        Kann natürlich sein.
        Theoretisch.
        Die Realität ist aber eine komplett andere Einstellung zu Aktien in den USA, wie in Deutschland.
        Nicht nur die Einstellung zu Aktien ist eine andere.
        Die dortigen IRA (Individual Retirement Accounts) sind eine staatlich geförderte und steuerlich begünstigte Art der dortigen Altersvorsorge.
        Im Gegensatz zu Europa (und hier speziell Deutschland und Frankreich) wird bereits im Schulunterricht auf die Möglichkeit und die Vorgehensweise des Vermögensaufbau mit Dividendenwerten hingewiesen.
        Man kann es drehen wie man will:
        Aktien haben in den USA einen ganz anderen Stellenwert als hierzulande.
        Statistiken mögen in die eine oder andere Richtung „verbogen“ sein.
        Es ändert nichts am Grundsätzlichen.
        Das Volumen der privaten IRA Konten und den Aktien dürfte im Datenmaterial zu finden sein.
        Vielleicht hat ein anglophiler Kollege Lust zum graben ?
        So – Feierabend jetzt. Schönes Reversal im Index.
        Das kachelt morgen, wie die Saturn V.
        Ach nein .. das ist ja gar nicht möglich.
        Segeln habe ich übrigens eingestellt. Das Risiko am Rande runterzufallen ist mir zu gross geworden !
        Viel Spass noch
        :-)

        • Avatar

          Michael

          25. Oktober 2017 21:24 at 21:24

          Auch Ihnen noch viel Spaß, und nicht vergessen: Götter können nicht runterfallen, daher ist denen kein Risiko zu groß :)

        • Avatar

          Michael

          25. Oktober 2017 22:00 at 22:00

          Segeln habe ich übrigens eingestellt. Das Risiko am Rande runterzufallen ist mir zu gross geworden !
          Aha, aber steht das nicht im Widerspruch zur kürzlichen Ermunterung an @PK:
          Lass uns ne Runde gemeinsam fliegen. Von mir aus auch segeln?
          Oder wollten Sie damit nur noch einmal Ihrer Freude am Recherchieren, am Trading und am Formulieren Ausdruck verleihen?

    • Avatar

      Michael

      25. Oktober 2017 20:51 at 20:51

      @Beobachter, soll heißen, ich stimme voll mit Ihrer Ansicht überein und glaube auch nicht dass viele Amerikaner viel Aktienvermögen halten. Vermutlich halten sehr wenige Amerikaner sehr viel Aktienvermögen, aber da wird man uns sicherlich bald aufklären, was Sache ist.

        • Avatar

          Michael

          25. Oktober 2017 22:29 at 22:29

          Und was sagt uns dieser Artikel über das, was ich oben hinterfragt habe? Über das Volumen an Aktien im Verhältnis zu den Marktteilnehmern: All diese Zahlen sagen nichts darüber aus, welches Volumen an Aktien gehalten wird. Es heißt ja nur, dass, sagen wir mal, 56% aller erwachsenen Amis irgendwie Geld im Aktienmarkt investiert haben, direkt oder indirekt … Rein theoretisch könnte es also sein, dass 55% eine einzige Schrott-Aktie im Wert von 2 USD zur Einschulung vom Grandpa geschenkt bekamen, die jetzt nur noch 10 Cent wert ist.?
          Keine Verschwörung, nur eine berechtigte statistische Frage, die sogar der Große Segler nur lapidar und unzureichend beantworten konnte: Das Volumen der privaten IRA Konten und den Aktien dürfte im Datenmaterial zu finden sein. Vielleicht hat ein anglophiler Kollege Lust zum graben ?

  4. Avatar

    PK

    25. Oktober 2017 21:13 at 21:13

    Hier nochmal direkt die Umfrage:
    http://media.factmyth.com/2016/12/half-of-americans-own-stocks.png
    Wenn die Zahl 50% nicht stimmt, dann müssen die wohl gelogen haben ?
    Oder eine gigantische Verschwörung ?

    • Avatar

      leftutti

      25. Oktober 2017 23:45 at 23:45

      @PK Einmal ganz sachlich und ohne Animositäten betrachtet, hat doch @Bademeister geschrieben: Sollte das so sein, dann zu grossen Teilen auf Pump…und dann wissen wir ja was geschehen würde, wenn das Wolkenkuckucksnest gen Süden reist! 50% der Bevölkerung….nie und nimmer…
      50% der Bevölkerung würde doch Kinder und Jugendliche mit einschließen, nicht wahr? Also dürfte er hiermit statistisch betrachtet erst einmal recht haben. Haarspalterei? Ok, zwischen den Zeilen betrachtet verstehe ich ihn eher so, dass er sich auf das gesamte Handelsvolumen bezieht, dass er also anzweifelt, dass 50% und mehr der Bevölkerung aktiv regelmäßig „unser tägliches ATH gib uns heute“ zelebrieren, sondern dass sich ein Großteil der Märkte in den Händen relativ weniger Anleger befindet.
      Noch vielmehr recht hat er jedoch mit seiner anderen Bemerkung, was „auf Pump“ angeht. Dazu ist in Ihrem Link zu lesen: According to inequality.org the richest 1% of Americans hold about 35% of all privately held wealth in the United States. Meanwhile, according to a 2014 article in the NY Times, the bottom 90% hold 73% of all debt. These numbers differ by source and date, but specifics aside, the point is, the cards are stacked against you unless your last name is Buffet or Icahn.
      Also was hat Bademeister so verschwörerisch Falsches gesagt, dass man ihm schon wieder die Anti-Verschwörungskeule über das Haupt ziehen muss?

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Aktien

Tesla: Frank Thelen ist voll des Lobes über den „Battery Day“ -Video

Claudio Kummerfeld

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am

Innenansicht eines Tesla-Autos

Für die Börsianer war der diese Woche stattgefundene „Battery Day“ von Tesla eine Enttäuschung. Die Produktion viel günstigerer Autos mit sehr langer Batterielaufzeit dauere noch drei Jahre. Und zack, die Aktie von Tesla fiel spürbar. Aber der aus der „Höhle der Löwen“ bekannte Investor und Tech-Experte Frank Thelen singt im folgenden Instagram-Video ein Loblied auf den Battery Day von Tesla. Er sieht hier von A-Z ein sensationelles Konzept, und einen großen Schub hin zu einem wirklich erschwinglichen Auto. Dass so ein riesiger Sprung nach vorne nun mal nicht sofort funktioniere, sondern drei Jahre dauere, sei ganz normal. Aber sehen Sie selbst.

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Aktien: Vermögensreport offenbart, Deutsche investieren mehr

Entdecken die Deutschen plötzich ihre Liebe zu Aktien? Die Enteignung der Geldsparer durch die Zinspolitik wirkt, die Bürger wenden sich stärker Aktien zu

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Entdecken die Deutschen plötzich ihre Liebe zu Aktien? Der aktuelle Allianz Global Wealth Report hat es dargelegt: Die Notenbankpolitik der Länder wird dazu führen, dass das Vermögen der Wohlhabenden global trotz Corona ansteigen wird – auf 198 Billionen Euro zu Jahresende – FMW berichtete darüber. Der Report zeigt aber auch, dass sich die deutschen Sparer mehr den Aktien als Anlagevehikel zuwenden.

Aktien: Corona und die Vermögensbildung

Die Volkswirte der Allianz werteten Daten aus 57 Nationen aus, zum Vermögen aus Bargeld und Bankeinlagen, angelegtem Geld in Versicherungen und Pensionskassen sowie Anlagen in Wertpapieren und Fonds. Trotz der Pandemie erhöhte sich dies im ersten Halbjahr des Jahres um 1,5 Prozent, der Frühjahrseinbruch von geschätzten 4,3 Prozent ist damit mehr als ausgeglichen. Über die Gründe braucht nicht großartig spekuliert zu werden: Staatliche Rettungsprogramme, die Geldpolitik der Notenbanken, eine erhöhte Sparneigung der Konsumenten und natürlich der Anstieg der Aktien. Noch ein kurzer Blick auf die Vermögensübersicht der Länder pro Bürger:

USA: 209.524 Euro
Schweiz: 195.388 Euro
Singapur: 116.657 Euro

18. Deutschland: 57.097 Euro

An dieser Übersicht wird wieder einmal das Problem einer statistischen Erfassung von Durchschnittswerten ersichtlich. Die vier reichsten Amerikaner besitzen ein Vermögen von über 500 Milliarden Dollar, verteilt auf die 331 Millionen Amerikaner würde dies bereits 1500 Dollar pro Bürger ergeben. Dabei gab es 2019 allein schon 607 Milliardäre in den Vereinigten Staaten. Man bräuchte aus so einer Statistik nur den reichsten Mexikaner, Carlos Slim, aus der Liste entfernen und schon hätte man veränderte Zahlen für das Land. Aber erstaunlich ist diese Vermögensverteilung auf der Welt dennoch. Im Jahr 2019 lagen von den 192 Billionen Euro Weltvermögen nicht weniger als 83,7 Billionen in den USA.

Die Entwicklung in Deutschland

Was bedeutet das für das Land der (Geld-)Sparer, mit deren 2,4 Billionen Euro auf nicht verzinslichen Konten? Die Allianz stellt fest, dass sich die Bankeinlagen um 3,5 Prozent und damit weniger als in anderen Ländern erhöht haben (Frankreich plus 6 Prozent, China plus 9 und die USA plus 10 Prozent).

Dennoch stieg das Vermögen der Haushalte um 1,3 Prozent im ersten Halbjahr und sollte nach der Schätzung der Allianz zum Jahresende 6,8 Billionen Euro erreichen. Da dies nicht am Geldmarkt zu verdienen war, deutet dies auf eine Verhaltensänderung im Sparverhalten hin.

Die langsame Hinwendung zu Aktien

Lange hatte man es eigentlich schon erwartet, dass die Enteignung der Geldsparer durch die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank wirkt und sich die Bürger stärker den Aktien zuwenden. Die Allianz stellt fest, dass die deutschen Sparer in den vergangenen drei Jahren 20 Prozent ihrer verfügbaren Ersparnisse direkt in Aktien angelegt haben. Auf Sechsjahressicht waren dies 5,8 Prozent und das Interessante daran ist, dass US-Bürger in dieser Zeit nur 0,7 Prozent in Aktien investiert haben. Das bevorzugte Investment waren börsengehandelte Indexfonds. Allerdings beziehen sich diese Werte auf die Zeit vor Corona und seither gibt es den großen Hype um die gebührenfreien Brokerdepots – Stichwort RobinHood. Diesen Trend gibt es auch in Deutschland mit der riesigen Zahl neu eröffneter Depots bei günstigen Direktanlagebanken.

Es verändert sich auch der so genannte Home Bias, also die Bevorzugung heimischer Titel. Deutsche Anleger investieren verstärkt in ausländische Aktien, die Quote stieg in den vergangenen sechs Jahren von 25 auf 38 Prozent. Aber noch ist Deutschland weit von der angelsächsischen Aktienpräferenz entfernt.

In den USA liegen 53 Prozent der Ersparnisse auf Wertpapierkonten, in Deutschland 25 Prozent.

Fazit

Auch wenn das Pflänzchen Anlage in Aktien in Deutschland langsam wächst, sind es laut Allianz vorwiegend die Haushalte mit einem höheren Einkommen, die sich an diese Assetklasse heranwagen. 30 Prozent unserer Haushalte besitzen kaum Geldvermögen. So zählt auch Deutschland zu den Ländern, in dem „die Vermögensverteilung relativ ungleich verteilt ist“, so Arne Holzhausen, Leiter Insurance und Wealth Markets bei der Allianz.

Die Deutschen entdecken ihre Liebe zu Aktien

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Abwarten beim Dax, ifo steigt, 5G startet, Tradingideen bei Adidas und Mastercard

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Sollte man sich jetzt in den Dax reinkaufen? Im folgenden Video bespricht Manuel Koch die aktuelle Lage und die Aussicht für die nächsten Wochen mit einem Experten. Noch 3 bis 4 Wochen solle man abwarten. Würden die Kurse dann zurückkommen, seien es Kaufkurse. Wenn nicht, dann sehe der Markt neue Jahreshöchststände.

Der heute veröffentlichte ifo-Index gebe weiteren Optimismus für die deutsche Konjunktur. Auch im Video angesprochen wird das von Telefonica an den Start gebrachte 5G-Netz.

Konkret besprochen werden im folgenden Video zwei Handelsempfehlungen der trading house Börsenakademie. Die Aktien von Adidas und Mastercard seien beide ein Kauf. Man könnte mit einer Stop-Buy-Order einsteigen.

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