Folgen Sie uns

Allgemein

Nach dem Gewaltexzess: Spanien in seiner derzeitigen Form ist nicht mehr zu retten!

Nach den Gewaltexzessen gestern ist Spanien in seiner derzeitigen Form wohl kaum mehr zu Halten: das Vorgehen der Polizei diskreditiert Madrid in Katalonien weiter, kaum vorstellbar, wie hier noch einmal so etwas wie Normalität einkehren soll!

Redaktion

Veröffentlicht

am

FMW-Redaktion

Nach den Gewaltexzessen gestern ist Spanien in seiner derzeitigen Form wohl kaum mehr zu Halten: das Vorgehen der Polizei diskreditiert Madrid in Katalonien weiter, kaum vorstellbar, wie hier noch einmal so etwas wie Normalität einkehren soll!

Hier klicken, um den Inhalt von Twitter anzuzeigen

Hier klicken, um den Inhalt von Twitter anzuzeigen

Unterdessen hat Carles Puigdemont, der Ministerpräsident Kataloniens, die Unabhängigkeit angekündigt:

„With this day of hope and suffering, the citizens of Catalonia have won the right to an independent state in the form of a republic. My government in the next few days will send the results of today’s vote to the Catalan parliament, where the sovereignty of our people lies, so that it can act in accordance with the law of the referendum.“

Spaniens Justizminister hat erklärt, dass Spanien die Unabhängigkeit, sollte sie erklärt werden, nicht anerkennen werde, da diese verfassungswidrig sei.

Die EU-Kommission dagegen mit einer windelweichen Erklärung, die das Dilemma auf den Punkt bringt:

– Katalonien sei eine innerspanische Angelegenheit

– alle Beteiligten sollten zum Dialog zurück kehren

– Gewalt könne kein Mittel der Politik sein

– die Kommission habe Vertrauen, dass Ministerpräsident Rajoy die Situation lösen werde

– Juncker wird heute Rajoy treffen

Hier die Bilder des Schreckens:

https://youtube.com/watch?v=3GnIutPfCyY


Foto: Canaan, Wikipedia Creative Commons 3.0

41 Kommentare

41 Comments

  1. Avatar

    Forexmonkey

    2. Oktober 2017 13:22 at 13:22

    Unvorstellbar, wären solche Bilder aus Polen oder Ungarn zu sehen wäre die EU am ausflippen! Bis jetzt habe ich nichts aus Brüssel das dieses Vorgehen verurtailt würde gehört.

    Good Trades

    • Avatar

      sabine

      3. Oktober 2017 09:18 at 09:18

      Unglaublich, auf wehrlose Menschen einzuprügeln mit Stangen. Sowas hab ich noch nie gesehen. Das erinnert an Stalin oder Hitlerzeiten.
      In Hamburg haben die Linken provoziert, Autos angezündet, waren teilweise vermummt, Scheiben eingeschlagen, mit Steinen, Böller und Flaschen nach Polizisten geworfen, Läden geplündert, Straßenfeuer errichtet. Selbst da war unsere Polizei noch zurückhaltend.
      Hätten die Roten solche Taten der Polizei in der Hand, wären sie vor den europ. Gerichtshof gezogen, Merkel hätte zurücktreten müssen usw.
      https://www.youtube.com/watch?v=XYPx6IdPcjM

      Was ein Unterschied.

      • Avatar

        sabine

        3. Oktober 2017 15:35 at 15:35

        https://www.youtube.com/watch?v=OMBJ9Y0wQmM
        Da springt sogar ein Polizist absichtlich auf einen am Boden liegenden Wähler.
        „Lustig“: ein junger Mann wird blutig geschlagen und jammert danach, er wollte gegen das Reverendum stimmen und wurde trotzdem von Staatspolizei verprügelt. Bzw. konnten sie ja nicht unterscheiden…

  2. Avatar

    Lossless

    2. Oktober 2017 13:31 at 13:31

    Diese Situation hat die Kraft den Zerfall der Europäischen Union zu beschleunigen.

  3. Avatar

    gerd

    2. Oktober 2017 13:44 at 13:44

    Nur die ersten zwei Minuten hier noch mal gesondert anschauen.
    Da werden menschliche Körper einfach durch die Gegend geschleudert.
    https://www.youtube.com/watch?time_continue=9&v=APsHNIrS7-s

    Da kann man Hass auf die Staatsgewalt kriegen.

    • Avatar

      Michael

      6. Oktober 2017 20:27 at 20:27

      @gerd und @sabine
      Sehr lehrreich und aufschlussreich. Als ich vor kurzem über staatliche Gewaltexzesse in der jüngeren Geschichte Deutschlands schrieb, wurde dagegen polemisiert und ich teilweise persönlich beleidigt, weil es politisch anscheinend unpassend war.
      Glauben Sie mir, das bisschen Körpereinsatz, das Ihre Videolinks hier zeigen, sind Streicheleinheiten im Gegensatz zu dem, was hier an Gewalt gegen Menschen abgezogen wurde, die zum größten Teil sogar ältere, treue, friedliche und brave CSU-Wähler waren:
      http://www.mittelbayerische.de/bayern/oberpfalz/widerstand-gegen-die-waa-nachrichten/berliner-polizei-schlug-zu-23703-art839156.html
      Um der Mainstream-Lügen-Lücken-Theorie gleich vorzubeugen: Die Mittelbayerische Zeitung ist übrigens auch heute noch wirklich alles andere als ein linksorientiertes Blatt aus der sog. Mainstream-Lügenpresse und war in der entsprechenden Zeit eher reaktionäres schwarz-braunes CSU-Kampfblatt, denn einigermaßen objektiver Berichterstatter.
      Und jetzt auf einmal hört man von Ihrer Seite solche Töne: „Da kann man Hass auf die Staatsgewalt kriegen … Das erinnert an Stalin oder Hitlerzeiten.
      Nur, weil es Ihrer Anti-Europa-Hetze gerade in den Kram passt, sind faschistische und Nazi-Vorwürfe auf einmal gerechtfertigt?! Wie ganz am Anfang bereits gesagt: Sehr lehrreich und aufschlussreich.

  4. Avatar

    Dieter G.

    2. Oktober 2017 14:00 at 14:00

    Hier sieht man doch wunderbar, warum Katalonien eigenständig werden will. Mit einer solch kriminellen spanischen Regierung hätte ich auch keinen Bock mehr.

    Demokratie und Toleranz schaut anders aus. Und damit ist für mich bestätigt, die Phantasieblase EU wird nicht funktionieren.

    Liebe Grüße

    Dieter

  5. Avatar

    asyoulike

    2. Oktober 2017 14:04 at 14:04

    Ziel erreicht, Trennung von Spanien. Mehr sollte ja auch nicht erreicht werden.
    Ist aber schon komisch, wie hilflos sich die Katalanen verprügeln lassen. Das wäre unseren Autonomen in HH uns sonst wo nicht passiert.

  6. Avatar

    Marko

    2. Oktober 2017 14:11 at 14:11

    Na, der Kataolinen-Kram interessiert keinen, für die Katalanen ist es schon schade, dass sie Spanien durchfinanzieren müssen.
    (Da könnte man „uns“ sagen : Bayern bezahlt alles, ist aber nicht der Fall :Baden-Würtemberg und Hessen sind nicht „arm“.)
    Um ehrlich zu sein : würde mich auch ärgern.
    Und dass die „Zentralregierung“ in Madrid soo reagiert ?

  7. Avatar

    Altbär

    2. Oktober 2017 14:25 at 14:25

    @Lossless, wäre schön wenn Sie wieder einmal eine Ihrer Super-Analysen zum DAX aufschalten würden.
    Danke.

    • Avatar

      Lossless

      2. Oktober 2017 14:58 at 14:58

      @Altbär da bahnt sich gerade etwas an. Der DAX ist in der fünften Welle und in einer extremen Ausdehnung. Hilfe den Bullen wenn die Ausdehnung korrigiert wird. Die Medien sprechen ja von einer Rally. ;-)

      • Avatar

        Gixxer

        3. Oktober 2017 06:51 at 06:51

        Gibt es auch Marken?
        Marke or Break, etc.

        • Avatar

          Lossless

          4. Oktober 2017 12:08 at 12:08

          @Gixxer 4/10/2017 Bei 13055 sollte es zu einem Rücklauf bis in den Bereich 12877 kommen. Marke or Break ist im Moment irrelevant. Viel Glück!

          • Avatar

            Gixxer

            5. Oktober 2017 15:23 at 15:23

            Danke.
            Schade, dass es Ihre Kolumne nicht mehr gibt.

  8. Avatar

    Trigo

    2. Oktober 2017 14:58 at 14:58

    Die Regierung hat richtig gehandelt. Gesetze müssen eingehalten werden, sonst kann ja hier jeder kommen. Ich finde es lustig wie die Deutschen immer den Oberlehrer spielen und zu jedem Mist einen Kommentar „erbrechen“. Wie wäre es denn, wenn Bayern einfachen eine Illegale Unabhängigkeitsabstimmung macht. Es wird hier mal wieder das Volk missbraucht um von vielen Problemen und Korruption der Katalanischen Regierung abzulenken.

    • Avatar

      Gixxer

      3. Oktober 2017 09:05 at 09:05

      Ich bin kein Jurist, aber wenn ich richtig weiß, steht im Völkerrecht drin, dass jedes Volk das Recht hat mittels eines Referendums über seine Unabhängigkeit abzustimmen. Wenn man die Katalanen jetzt als Volk bezeichnet, würden sie nach dem Völkerrecht also auch das Recht für so ein Referendum haben.
      Des Weiteren würde ich sagen, dass das Völkerrecht als supranationales Recht über dem nationalen spanischen Gesetz steht, d.h. wenn es im spanischen Recht verboten ist, hat das keine Bedeutung, da das Völkerrecht stärker wiegt.

  9. Avatar

    Marko

    2. Oktober 2017 16:22 at 16:22

    Die Situation ist im Vergelich zu „uns“ / Bayern eine komplett andere, Spanien ist abhänig von Katalonien, so kann und darf man nicht seinen Bürgern umgehen !

    Gehen wir mal davon aus, Katalonien ist „weg“, was machen „die“ dann ? Die werden dem EUR beitretren. So so,der EUR ist also tot ? Das da, ist eine „interne Sache“ Spaniens ! Es geht hier um den Dialog zwsichen Madrid und Barcelona ! Um einen DIALOG, um keine Schlägerei !

    • Avatar

      Petkov

      2. Oktober 2017 16:56 at 16:56

      Achso, d.h. Deutschland ist nicht abhängig vom Bundesland mit den meisten DAX30-Konzernen? Soll das Berlin oder Sachsen-Anstalt ausgleichen? Marko, du alter besonnener, zurückhaltender, objektiver, stets ausgeglichener halbfinnischer „Iceman“: wie schreibt man „Länderfinanzausgleich“ auf Finnisch?

      • Avatar

        Lossless

        3. Oktober 2017 14:36 at 14:36

        Treffend formuliert lieber Petkov.

        • Avatar

          Masud79

          3. Oktober 2017 15:39 at 15:39

          Lossless gibt es noch irgendein short Szenario? Nein oder

          • Avatar

            Lossless

            5. Oktober 2017 14:21 at 14:21

            @Masud79 Entschuldigung sehe Ihre Frage jetzt erst.

            Ihr wisst gar nicht wie eng der Markt an einer Katastrophe vorbei gerutscht ist. DAX und DOW waren drauf und dran richtig tief abzutauchen… Da haben nur ein paar Punkte gefehlt. Aber dieses blöde Geschwätz vom „New normal“ höre ich zu oft in den Medien. „Kauft, kauft, kauft“ rufen sie aus und die Herde rennt von einer Blase in die nächste. Ja man denkt sogar darüber nach, den Bitcoin oder eine andere Kryptowährung ins Portfolio aufzunehmen. Es gibt Mittlerweile eine Kaufpanik, jeder will sein Stückchen vom Kuchen. Es gibt aber auch zarte Anzeichen für ein Bärenmarkt. Stopps eng ansetzen! Auf’s Volumen achten und bloß keine Angst vor Fehlentscheidungen.

            Ob ich ein Short-Szenario sehe? Ja bei soooo viel Euphorie, unbedingt!

    • Avatar

      Trigo

      2. Oktober 2017 21:41 at 21:41

      Klar wäre ein Dialog wichtig aber mit zwei Alphatieren Ist das fast nicht möglich. Ich hoffe sie werden alle noch vernünftig und reden miteinander. Spanien und die Katalanen können nur verlieren wenn es eskaliert. Die Firmen haben schon seit Jahren keine Lust mehr auf Nationalismus und wandern aus Katalonien ab. https://www.google.es/amp/s/alnavio.com/mvc/amp/noticia/11508/ (spanisch).

      Hier noch eine gute Zusammenfassung –
      https://youtu.be/47HVvl1qL6c

  10. Avatar

    Jan

    2. Oktober 2017 19:25 at 19:25

    Leute Leute Ruhe!
    Hier werden nationalismus und wirtschaft vermischt.
    Die Katalanen haben über hunderte Jahren immer ihre eigene Kultur und Sprache gehabt, sind immer wieder einverleibt in das übermächtige Spanien. Jetzt nun Katalonien ausreichend eigene Stärke hat ein sovielsten Versuch abhängig zu werden. Aus Kalanischer Sicht verständlich. Aus wirtschaftlicher Sicht lästig für Spanien und vielleicht gar nicht so positiev für Katalonien. Morgen unabhängig, übermorgen EU Beitritt und dann mitzahlen in dem großen Topf ohne Boden um die schwachere Brüder mit auf dem Beinen zu halten. Wenn diese Grundgedanke nicht mehr funktioniert, besteht die EU nicht mehr. In dieser Grundgedanke muss Raum sein für nationale Unterschiede. wenn nicht können wir die Lokalregierungen der EU Länder schließen und gibt es nur noch Brüssel.
    Außerdem ist die ganze Argumentation wegen Korrupt hier und dort doch völlig unrelevant.
    Wer ohne Sünden ist werfe den ersten Stein. Lass liegen die Steine, bringt nur Elend.

  11. Avatar

    Steve

    3. Oktober 2017 07:22 at 07:22

    Das Völkerrecht gesteht jeder Volksgruppe eine Abstimmung über ihrer Abhängigkeit zu. ENDE DER GESCHICHTE !

    Niemand ist gestorben . Deswegen ist es ein guter Tag und ein weiterer schlechter für die EUfanatiker

    • Avatar

      Gixxer

      3. Oktober 2017 09:11 at 09:11

      Hätte erst alle Kommentare lesen sollen. Dasselbe habe ich oben auch als Antwort geschrieben.

  12. Avatar

    Beobachtet

    3. Oktober 2017 11:39 at 11:39

    Nicht vorzustellen die Kommentare unserer „neutralen “
    Presse wenn die Bilder aus Russland gekommen wären.

  13. Avatar

    Lossless

    6. Oktober 2017 10:26 at 10:26

    @Gixxer Make or Break liegt bei 12952 aufpassen wenn diese unterschritten wird.

    Schönes Wochenende!

    • Avatar

      Segler

      6. Oktober 2017 11:35 at 11:35

      @lossless @PK
      Ich bin gestern aus allen Longs ausgestiegen.
      Seit dem 28. September steigt der Fear&Greed Index kontinuierlich über die 80.
      Aktuell steht Fear&Greed Index jetzt bei 95 !
      Verhältnis New Highs /New Lows an der NYSE gestern 253 / 9
      Das heisst Achtundzwanzig zu eins !
      Ich bin schon ziemlich lange im Geschäft, aber solche Werte habe ich noch nie gesehen.
      Für einen grösseren Downmove ist es noch nicht die Zeit.
      Auch im ES könnten gut noch die 2600 kommen.
      Im aktuellen Profil ist eine neue Distribution aufgebaut mit „Acceptance higher“
      Für den DAX bleibe ich bei meiner Einschätzung von neulich.
      Heute werden erste Long Calls auf den VIX gekauft.
      Ach noch etwas … für die anderen
      Bitte bitte bitte nicht immer VIX mit VXX verwechslen .. das ist peinlich
      Das ist, als vergliche man einen Knock Out Schein auf Allianz mit der Aktie selber.

      • Avatar

        PK

        6. Oktober 2017 12:50 at 12:50

        interessant auch der Skew/Vix Ratio.
        https://www.tradingview.com/chart/?symbol=INDEX:SKEW/TVC:VIX
        ebenfalls auf einem ATH.
        Ja, es ist unbestritten, daß alle Indikatoren am Anschlag sind.
        Ich hab immer das „Problem“, daß ich Aktienpositionen absichern muss, die ich noch 2008 steuerfrei erworben hab.
        Das ist ziemlich schwierig da das Timing zu erwischen. Im Grunde muss man es als seperaten Shorttrade betrachten.
        In meiner Gesamtaktienquote gehe ich sowieso nie unter 50%.
        Auf 0% Aktienquote gehen würde ja bedeuten, daß ich 100% sicher bin nochmal tiefer erneut einsteigen zu können. Eine solche Sicherheit existiert aber an der Börse einfach nicht.
        Zu den ganzen „die können ja nicht alle aussteigen“ Postern:
        Das stimmt zwar, ich bin aber recht sicher, daß alle die das hier posten bereits mehr Geld dadurch verloren haben daß sie nicht im Markt waren als dadurch, daß sie zu spät ausgestiegen sind.
        Für mich sind entgangene Kursgewinne genau so liegengelassenes Geld wie verloren durch zu spät ausgestiegen. Ich denke da vollkommen symmetrisch.

      • Avatar

        Lossless

        6. Oktober 2017 22:08 at 22:08

        Equity Trader decken sich mit Absicherungen ein. Dow ist klasse gelaufen (ohne ernsthafte Rücksetzer) eine Korrektur liegt in der Luft. Der Russell erklimmt ungeahnte Höhen.

        Die Anleger hoffen auf eine starke US-Berichtssaison. Das Wort „Hoffnung“ hat nichts an den Börsen zu suchen. Nordkorea ist nach wie vor auf Konfrontation aus. Der Riese USA wird bald reagieren.

        Long exit – Short entry …don’t miss the warning!

  14. Avatar

    Andreas

    6. Oktober 2017 11:55 at 11:55

    @Losless, PK, Segler

    Guten Tag,
    betreibt einer von ihnen auch eine Webseite, einen Blog oder dergleichen, wo man ihre eigenen Börseneinschätzungen und Prognosen etwas häufiger lesen kann?

    Eine hohe fachliche Kompetenz beweisen sie alle. Wäre schön, wenn man diese öfters lesen könnte…

    Gruß und ein schönes Wochenende

    P.S: Danke auch an Herr Fugmann und die FMW-Redaktion für ihre Markteinschätzungen.

    • Avatar

      Segler

      6. Oktober 2017 14:21 at 14:21

      @Andreas
      Ich bin Ihnen noch eine Antwort schuldig. Sie hatten kürzlich etwas gefragt, aber leider verschwinden Postings (oder zum Glück) innerhalb von Minuten oder Stunden.
      Die FMW-Seite ist halt kein Forum, sondern ein CMS Blog mit freigeschalteter Kommentarfunktion (WordPress 4.8).

      Ich schreibe von Zeit zu Zeit in einem schweizer Forum.
      Werde aber hier keinen Link einstellen.
      Aber auch dort sind die Reaktionen auf meinen Optionshandel gering bis garnicht vorhanden. Anfangs habe ich es bedauert und war enttäuscht.
      Ich konnte nicht verstehen, weshalb so wenige Leute auf die Möglichkeit regelmässiger Einnahmen eingehen. Inzwischen habe ich akzeptiert, dass es der überwiegenden Zahl Leser vorwiegend um Bestätigung eigener Vorurteile geht.
      Das Wort „Stillhaltergeschäft“ könnte Herr Pavlow erfunden haben, um Trader zu konditionieren, damit sie auf dieses Reizwort ohne Enschaltung des Gehirns reflexartig die Schwarze-Schwan-Gefahr absondern.
      Nein, Andreas – Ich schreibe wenig öffentlich.
      Wer tägliche Murmeltiergrüsse liebt, darf das gerne tun und sich eine Weile suhlen.
      Ja die Vorurteile ..
      Eine ganze Industrie lebt davon, Ihnen Call- oder Put Optionsscheine anzudrehen.
      Es ist ein Milliardengeschäft. Oft denke ich: Der DAX wurde nur erfunden, damit Warrant-Emittenden eine Gelddruckmaschine bekommen.
      Sie konkurrieren zwar untereinander, aber bisweilen brauchen sie für eine grosse Party wieder Kohle und dann tun sie sich zusammen, um schnell mal einige Knockout Barrieren wegzuknattern.
      Frage: Mögen Sie lieber weggeknattert werden, oder möchten Sie mit auf die Party ?

      Wer mit Worthülsen bekleidet ist oder stinkenden Unfug verbreitet, der kommt da nicht rein. Soll ich Sie mal mitnehmen ?
      Mit diesem Post will ich meine bissigen Kommentare beenden.
      Ich bevorzuge überschaubare Kleingruppen in geschlossenen Chats, wo alle mit Klarnamen schreiben und sich in der Regel persönlich kennen. Manchmal laden wir jemanden zu Gast ein. Wenn es passt, und wenn es konstruktiv ist, dann bleibt er.
      Vielleicht melde ich mich Anfang nächsten Jahres zurück und stelle in einer Kolumne meine Handelsabläufe für das Vola-System real und täglich ein.
      Wer mitmachen möchte, ist herzlich eingeladen.
      Es wird vermutlich zwei Systeme geben:
      A) Kontogrösse mindestens 5000 $ – Long Optionen XIV
      B) Kontogrösse (marginkonto) mind. 25 000 $ – Short VXX und Short SVXY

      bis dahin
      Viel Spass und Erfolg

      • Avatar

        Gerd

        6. Oktober 2017 14:48 at 14:48

        Bevor Sie sich in die Bergwelt zurückziehen.
        Ich habe mir seit langer Zeit auch mal wieder die Stillhalterstrategien mit Optionen der Eurex zur Brust genommen. Ist ja nicht ganz schlecht. Allerdings billig ist das auch nicht gerade, da bereits die Spreads sehr groß sind. Da muss man wohl höllisch aufpassen.
        Konkret: Call 12/17
        Commerzbank 12,50 – 0,22 zu 0,27 (oder in dieser Art) sind keine Seltenheit.
        1 Kontrakt (100 Aktien betreffend) kostet jeweils 1,50E Brokerprovision
        d.h. 10 Kontrakte (1000 Aktien) bringen im besten Fall Einnahmen von ca. 250E abzüglich 2x15E Brokerprov., abzüglich Eurex-Gebühr = verbleiben rund 220E Netto. O.k., besser als NIX.

        Aber bis zum Verfall im Dezember macht die BNP Paripas womöglich wirklich ein Übernahmeangebot zu 12,50 plus X (warum nicht 15Euro?), dann schaue ich aus der Wäsche. Aber wie.
        Will sagen, dass das Geld einfach so auf der Straße rumliegt und man sich nur bücken müsste, kann bei Optionstrategien auch nicht in jedem Fall richtig sein.

        • Avatar

          Segler

          6. Oktober 2017 16:04 at 16:04

          @Gerd
          Freut mich sehr, dass Sie sich für das Thema interesssieren.
          Meine ernste Bitte: Machen Sie eine gute Ausbildung auf dem Gebiet.
          Einfach reinspringen und learning by doing .. uhhhh
          Kein Wunder, wenn hier viele gebrannte Kinder sind.
          Mein Tipp: Gucken Sie im Netz unter
          Optionsstrategien und Webinar für kleines Konto.
          Ein sehr erfahrener Freund und Kollege gibt demnächst wieder ein Webinar.
          Lohnt sich unbedingt ! (Er war vor Jahren mein Lehrer und Mentor)
          Wenn Sie da durch sind, dann haben Sie ein solides Fundament, auf dem Sie aufbauen können. Und Fragen dürfen Sie im Schweizer Forum stellen.
          Sie werden mich nicht lange suchen müssen ;-)
          Hier bei FMW ist das systembedingt nicht möglich. Schade.
          Aber das Thema haben wir bereits ausführlich bedauernd kommentiert.
          Diese Zeilen sind nicht gegen Herrn Fugmann gerichtet.
          Im Gegenteil – Ein Anpiekser, um ein anstehendes Relaunch zu machen.
          Ein blog System à la WordPress gibt nicht mehr her.

          Uhhh Eurex Optionen ??
          Tun Sie sich das nicht an. Kaum Infos, keine Software, Spreads so breit wie Scheunentor und Liquidität trocken wie die Atacamawüste
          Gruselig.
          Wirklich schade, dass hier technisch bedingt keine persönliche Kommunikation möglich ist. Aber sie wissen ja jetzt, wo Sie suchen können.
          Würde Sie gern an die Hand nehmen.

          • Markus Fugmann

            Markus Fugmann

            6. Oktober 2017 16:11 at 16:11

            @Segler, ich würde Ihnen ein eigenes Forum anbieten bzw. eine (wenn Sie wollen regelmäßige) Kolumne. Ist das eine Option?

    • Avatar

      Lossless

      9. Oktober 2017 17:24 at 17:24

      @Andreas, ich schreibe sehr selten da die Zeit fehlt und kann mich den Äußerungen des Seglers nur anschließen.

      Ich denke, Sie sind auf der FMW gut aufgehoben …da sich hier einige Artikel keineswegs dem Mainstream unterwerfen.

      Beste Grüße

  15. Avatar

    Segler

    6. Oktober 2017 17:02 at 17:02

    @Herr Fugmann
    ein ganzes Forum moderieren übersteigt meine Kapazitäten.
    Das müsste organisatorisch von Ihrer Seite kommen.
    Schwierige Entscheidung für Sie. Ist mir schon klar. Es würde eine komplette Neuausrichtung Ihrer Seite zur Folge haben. Durchaus eine Chance.
    Einfach ein Forum auf die WordPress Anhängerkupplung hängen .. das ginge technisch schon. Aber sehen Sie das Beispiel Ihrer Kollegen an: W:O.
    Wollen Sie das wirklich ? – Wenn ja, schicke ich Ihnen vom nächsten Optionstrade eine Wagenladung Eimer. Die werden Sie dann brauchen.
    Und werden sich fragen, ob Sie soviel essen können, wie sie k…..n möchten.
    Aber eine Kolumne würde ich machen
    Bin aber bis Ende des Jahres mit Vorträgen und Coaching ausgelastet.
    Danach könnte es losgehen
    Anderer Vorschlag:
    Wir richten unabhängig von Ihrer Seite einen Slack Chat ein.
    Dort können fachlich interessierte und versierte Kollegen ihren gesammelten Senf auf die FMW-Wurst streichen und konkrete Vorschläge sozusagen auf externer Basis ausarbeiten und diskutieren
    Damit bliebe Ihre Blog Seite leichter und sie bliebe das, was ein Blog System kann:
    News einstellen mit Kommentarfunktion, Klicks generieren, Sponsoren bei Laune halten.
    In einem solchen Chat kann man ein wenig experimentieren und eine schlagkräftige Truppe aufstellen
    Ich kann Ihnen anbieten, einen solche Platform einzurichten, Sie bekommen die Admin-Rechte und können per email jene einladen, die sie gerne möchten.
    Kostet anfangs nichts. Wenn Sie es umfangreich professionell nutzen wollen, dann sind Lizenzgebühren fällig.
    Aber so zum probieren und Ideen sammeln ist das nicht schlecht.

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      6. Oktober 2017 17:11 at 17:11

      @Segler, der Vorschlag klingt gut! Werde das noch mit Kollegen besprechen, aber stehe dem sehr aufgeschlossen gegenüber!

    • Avatar

      Michael

      6. Oktober 2017 23:24 at 23:24

      @Segler, Eine eigene Kolumne, wie von Herrn Fugmann angeboten, wäre doch nicht schlecht. So könnten Sie die feuchten Anlegerträume von vielen Interessierten hier auf FMW befriedigen, ohne dass Themen wie „Gewalt in Katalonien“ auf einmal in kilometerlange Posts über „Call- oder Put Optionsscheine“ ausufern.
      Professionelle und kommerzielle Links auf Webinare und Foren, Vorträge und Coachings könnten dort ggf. veröffentlicht werden.
      Nicht, dass ich diese Themen oder Ihre Meinung und Kompetenz nicht schätzen würde, ganz im Gegenteil, mir geht es einzig um die Logik und Struktur in den spezifischen Themengebieten.
      Wer freie und fundierte Informationen schätzt, kann hoffentlich noch lange kostenlos FMW lesen, wer Nachhilfe benötigt, weil er ständig gegrillt wird, fände ebenfalls seine Plattform.
      Eine klasse Win-Win-Win-Situation :)

  16. Avatar

    Ich hasse Schlümpfe

    6. Oktober 2017 18:15 at 18:15

    @segler – Ich wäre echt froh gewesen, wenn ich Lehrling bei Ihnen gewesen wäre. Sie sind echt eine Koryphäe und Ihren Kommentaren nach auch extrem tiefenentspannt.

    Nun möchte ich auch noch meine Meinung zu den Indicies sagen:

    Grossvolumige Abverkäufe bei den Amis und auch im DAX. Tritt wohl alles ein was vorhergesagt wurde. Mal schauen was die News am Wochenende, resp. am Montag ergeben. Bin gespannt, ob am Montag das Volumen nochmal feste zulegt und die Türe enger wird um rauszukommen. Das heute Volumeprofile zeigt eine schöne Ausdehnung nach unten und formt ein schönes P (Die Verkäufer sitzen immer oben).
    Die Chancen auf eine anständige Korrektur vor den 13.000 stehen ganz gut. Bin gerade Short gegangen mit einer Unit. Sollten wir im DAX die 12.900 sehen kann es gut sein, dass der arme DAX durch die Values durchrauscht bis in die Zone um die 12.540.
    Wäre ein schönes und gesundes Szenario…. Es bleibt spannend.

    Ich wünsche allen Tradern, Investoren, Optionisten und dem Herrn Fugmann ein schönes Wochenende.

    • Avatar

      berti

      6. Oktober 2017 19:25 at 19:25

      Ich muss zugeben, das ich oft nur die Hälfte,viell. auch weniger verstehe, aber schließe mich dem voll an.

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Allgemein

Jerome Powell – seine Aussagen auf der PK + Live-Feed – Impressionen einer surrealen Veranstaltung..

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Was wird Jerome Powell heute sagen? Im Statement der Fed kein Wort zu den jüngsten spekulativen Exzessen – werden die Journalisten diesmal nachhaken und die wirklich wichtigen Fragen stellen?

– Powell muss erstmal tiefer durchatmen..

– Wirtschaftsentewicklung hängt von Virus ab – Wirtschaft hat sich wieder abgeschwächt, Konsum hat sich abgeschwächt

– Immobilienmarkt hat sich erholt (FMW: eine Umschreibung für massiv steigende Preise..)

– Arbeitsmarkt bleibt schwach, Menschen mit geringem Einkommen am stärksten betroffen

– Inflation bleibt niedrig, aber könnte anziehen wegen Impfungen

– Wirtschaft aber robuster als zu befürchten war

Ups, das war kurz – Powell „hat schon fertig“, jetzt kommen Fragen..

—–

Und gleich die Frage nach Gamestop, wow.. Powell: ich äussere mich nicht zu bestimmten Firmen (FMW: sondern behaupte einfach, dass wir mit unserer Geldpolitik nicht Blasen begünstigen…)

– Powell: beobachten Finanzbedingungen sehr genau

– jetzt Steve Liesman von CNBC zu Bewertungen, am Beispiel von Bitcoin, Gamestop etc. (FMW: Liesman ist der einzige, der ernsthafte Fragen stellt!). Und sinngemäß sagt Powell: wir kümmern uns um die Wirtschaft, nicht um Blasen..

– Powell: es ist nicht die Geldpolitik der Fed, die Bewertungen der Märkte bedingt, sondern die Sache mit dem Impfstoff (FMW: viel dreister kann man eigentlich nicht die Unwahrheit sagen! Klar: der Impftstoff ist ein zentraler Treiber, aber wo stünden die Aktienmärkte ohne die Fed??)

– Powell zu Inflation: wird vielleicht vorübergehend steigen, aber nicht nachhaltig, weil deflationäre Trends seit langem bestehen. Es sei viel schwieriger, mit Deflation umzugehen als mit Inflation (FMW: puh..)

– jetzt die Frage, ob die Fed-Mitglieder bereits geimpft seien..Powell: ich wurde einmal geimpft und hoffe die zweite Dosis bald zu bekommen

– jetzt redet Powell über die Wirtschaft und Menschen – aber was hat die Fed mit Menschen und Wirtschaft zu tun??

– Frage von einem Bloomberg-Moderator: seid ihr als Fed überhaupt noch handlungsfähig, weil ihr die Zinsen weder senken noch anheben könnt? Powell: unsere Geldpolitik funktioniert, zum Beispiel am Immobilienmarkt

– Powell: es gibt keinen Grund. bei Erholung der Wirtschaft nicht die Zinsen anzuheben und unsere ultralaxe Geldpolitik einzustellen (FMW: is klar, Jerome..)

– Powell insistiert: nachhaltige Inflation unwahrscheinlich..

– Powell: werde gut mit Yellen zusammen arbeiten, habe aber mit ihr noch nicht gesprochen, auch nicht mit Biden

– Frage nach Furcht vor Immobilienblase oder Blase bei Unternehmensanleihen – Powell: extrem steigende Nachfrage nach Immobilien vorübergehend, bei Unternehmensanleihen sehe ich die Tatsache, dass es weniger Insolvenzen gibt (FMW: es wird immer surrealer, wie Powell versucht, die Blasen-Bildungen weg-zureden!)

FMW: bleiben sie dran bei FMW – wir bringen die Zahlen von Tesla, Facebook und Apple und die Marktreaktionen darauf!

Der Live-Feed:

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

Jerome Powell über das Evangelium der Fed

weiterlesen

Allgemein

Fed: Das sagt das Statement der US-Notenbank – weit und breit keine Blasen, nirgends..

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Von der US-Notenbank Fed ist eigentlich heute nicht viel neues zu erwarten. Eigentlich. Aber wird dennoch etwas gesagt im Statement der Notenbank zur derzeitigen Spekulations-Euphorie? Hier die wichtigsten Aussagen der Notenbank in Stichpunkten:

– Wirtschaftswachstum hat sich abgeschwächt: „The pace of the recovery in economic activity and employment has moderated in recent months, with weakness concentrated in the sectors most adversely affected by the pandemic“
Beim letzten Statement hatte es noch geheißen in Sachen Wirtschaft: „Economic activity and employment have continued to recover but remain well below their levels at the beginning of the year.“

– keine Erwähnung spekulativer Exzesse (Gamestop!)

– wenn Situation verschlechtert, wird Notenbank handeln: „would be prepared to adjust the stance of monetary policy as appropriate if risks emerge that could impede the attainment of the Committee’s goals“

– Inflation bleibt moderat wegen Ölpreisen: „Weaker demand and earlier declines in oil prices have been holding down consumer price inflation“

FMW: Subtext der Fed – kauft alles, wir bailen euch aus. Gamestop ist cool!

Das Statement im Wortlaut:

The Federal Reserve is committed to using its full range of tools to support the U.S. economy in this challenging time, thereby promoting its maximum employment and price stability goals.

The COVID-19 pandemic is causing tremendous human and economic hardship across the United States and around the world. The pace of the recovery in economic activity and employment has moderated in recent months, with weakness concentrated in the sectors most adversely affected by the pandemic. Weaker demand and earlier declines in oil prices have been holding down consumer price inflation. Overall financial conditions remain accommodative, in part reflecting policy measures to support the economy and the flow of credit to U.S. households and businesses.

The path of the economy will depend significantly on the course of the virus, including progress on vaccinations. The ongoing public health crisis continues to weigh on economic activity, employment, and inflation, and poses considerable risks to the economic outlook.

The Committee seeks to achieve maximum employment and inflation at the rate of 2 percent over the longer run. With inflation running persistently below this longer-run goal, the Committee will aim to achieve inflation moderately above 2 percent for some time so that inflation averages 2 percent over time and longer‑term inflation expectations remain well anchored at 2 percent. The Committee expects to maintain an accommodative stance of monetary policy until these outcomes are achieved. The Committee decided to keep the target range for the federal funds rate at 0 to 1/4 percent and expects it will be appropriate to maintain this target range until labor market conditions have reached levels consistent with the Committee’s assessments of maximum employment and inflation has risen to 2 percent and is on track to moderately exceed 2 percent for some time. In addition, the Federal Reserve will continue to increase its holdings of Treasury securities by at least $80 billion per month and of agency mortgage‑backed securities by at least $40 billion per month until substantial further progress has been made toward the Committee’s maximum employment and price stability goals. These asset purchases help foster smooth market functioning and accommodative financial conditions, thereby supporting the flow of credit to households and businesses.

In assessing the appropriate stance of monetary policy, the Committee will continue to monitor the implications of incoming information for the economic outlook. The Committee would be prepared to adjust the stance of monetary policy as appropriate if risks emerge that could impede the attainment of the Committee’s goals. The Committee’s assessments will take into account a wide range of information, including readings on public health, labor market conditions, inflation pressures and inflation expectations, and financial and international developments.

Voting for the monetary policy action were Jerome H. Powell, Chair; John C. Williams, Vice Chair; Thomas I. Barkin; Raphael W. Bostic; Michelle W. Bowman; Lael Brainard; Richard H. Clarida; Mary C. Daly; Charles L. Evans; Randal K. Quarles; and Christopher J. Waller

Die Fed - was wird sie heute sagen?

weiterlesen

Aktien

Mit Zocken reich werden – der neue „American dream“ ersetzt den Traum vom eigenen Haus

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

American Dream Symbolfoto

Man erinnere sich an die Zeiten von Bill Clinton und George Bush, und auch von Notenbank-Chefs wie Alan Greenspan. Die inoffizielle Staatsraison der 1990er und 2000er in den USA war (unter anderem): Jedem Amerikaner solle es möglich sein in seinem eigenen Haus zu leben. Das war der American Dream. Unterschwellig (so meine Meinung) war damit die Aussage an die eigene Bevölkerung verbunden, dass man sagen konnte: Schaut her, wir sind das größte, reichste und stärkste Land der Welt. Unsere Bürger können sich alle ein eigenes Haus leisten.

Die Regulierungen am US-Häusermarkt wurden dramatisch runtergefahren. Millionenfach wurden von der Regierung befeuert Hauskredite vergeben an Menschen, die in vielen Fällen noch nicht mal eine Arbeit hatten. Sie hatten noch nicht mal bei beschönigender Betrachtung irgendeine Art von Bonität. Die Katastrophe war vorprogrammiert, und das ganze Kartenhaus brach ab 2007 zusammen – was wir heute als Finanzkrise 2008 bezeichnen. Es war ein großer Traum, der für viele Amerikaner zum Albtraum wurde und für viele mit einem Schlafplatz unter einer Brücke endete.

Im Corona-Jahr 2020 entstand offenbar ein neuer American Dream. Nicht mehr Häuser auf Kredit kaufen, sondern ohne Arbeit, Wissen, Recherche oder sonst etwas reich werden, vom eigenen Computer, von zuhause aus. Durch stumpfes, sinnbefreites Zocken in Aktien, die man selbst gar nicht kennt. Einfach drauf los zocken, und schnell und einfach reich werden. Das ist wohl der neue amerikanische Traum. In der Coronakrise hockten auf einmal Millionen Amerikaner zuhause, betätigungslos. Sehr üppige staatliche Hilfen beschwerten Millionen arbeitsloser Amerikaner ein höheres monatliches Einkommen, als sie es vor Corona mit Arbeit hatten.

Klar erkennbar war die daraufhin folgende Welle an Millionen neuer Brokerkonten in den USA. Unglaublich aber wahr. Unzählige Menschen kauften sich von den staatlichen Hilfen nichts zu essen (sinnbildlich ausgedrückt), sondern überwiesen die Gelder auf ihre frisch eröffneten Brokerkonten. Hinzu kommen die neuen Broker wie „Robinhood“, bei denen man ganz ohne Gebühren zocken kann. Dadurch wurde es möglich auch mit Kleinstbeträgen von mehreren hundert Dollar drauf los zu zocken. Rein, raus, rein, raus, immer weiter.

Robinhood-Chef beschreibt den neuen American Dream

Vlad Tenev, CEO und Mitbegründer von Robinhood, des bekanntesten dieser neuen Broker für die junge wilde Zocker-Meute, hat heute einen Gastkommentar auf CNBC veröffentlicht (hier nachzulesen). Er spricht davon, dass es der neue American Dream sei ein „Investor“ zu werden, nach dem vormaligen Traum vom eigenen Haus. Er erwähnt, dass viele seiner Kunden Aktien kaufen und dann langfristig halten würden. Will da jemand Kritik am stumpfen und sinnbefreiten Zocken vorbeugen? Die Mission von Robinhood sei es nach seinen Worten, das Finanzwesen zu demokratisieren – dies sei im amerikanischen Idealismus verwurzelt. Amerika sei schon immer stolz auf seine Fähigkeit gewesen, Aufwärtsmobilität und Chancen mit wenigen Barrieren zu fördern. Dieses nationale Ethos des „American Dream“ sei so alt wie die Nation selbst. Im 20. Jahrhundert habe sich alles um den Erwerb von Wohneigentum gedreht, was unter anderem durch die 30-jährige Hypothek vorangetrieben wurde. Jetzt, wo es im Börsenhandel keine Provisionen und Mindestbeträge mehr gibt, sei die Bühne frei für einen neuen amerikanischen Traum, bei dem nahezu 100 Prozent der US-Bürger Investoren werden sollen. „Lassen Sie uns das schaffen – gemeinsam“, so seine finalen Worte.

Dazu möchte ich final anmerken: Ist das noch „Investieren“, was wir derzeit am US-Aktienmarkt sehen? Wohl kaum. Völlig wertlose Unternehmen unbegrenzt nach oben traden, ohne jeglichen Sinn und Verstand? Auf Dauer kann das nicht gut gehen. Wir haben es auf finanzmarktwelt.de die letzten Tage mehrfach angesprochen (hier der letzte Video-Kommentar von Markus Fugmann heute früh). Die ganz frische Generation von Tradern hat das Platzen der Dotcom-Blase und die Finanzkrise 2008 gar nicht erlebt. Damals waren diese Trader gerade erst geboren oder noch in der Grundschule. Sie kennen nur steigende Kurse, nur Party, nur nach oben, völlig sinnbefreit. Auch sie werden wohl eines Tages einen großen Knall erleben. Einige von ihnen werden auch nach so einem Crash immer noch kräftig Geld auf der Kante haben – andere werden nach dem „All In“ wohl ähnliches erleben wie viele Menschen nach der Zwangsräumung ihrer Häuser in den Jahren 2005, 2006 und 2007.

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage