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Nach der Tesla-HV: Jetzt gibt es kein Zurück mehr für Elon Musk

Redaktion

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Auf der vor wenigen Stunden beendeten Hauptversammlung von Tesla hat Elon Musk einen Sieg verbuchen können. Zwei Anträge gab es. Der wichtigste Antrag kam von einem Kleinaktionär, der gerade mal 12 Tesla-Aktien besitzt. Er bat die Aktionäre gestern darum zuzustimmen, dass Musk als Chairman (Aufsichtsratsvorsitzender) abgelöst wird, weil er bisher in Personalunion CEO und Chairman ist. Das hätte zweifellos mehr Transparenz gebracht.

Aber dieser Antrag scheiterte. Die Hürde war eh schon hoch, weil Musk selbst 22% der Tesla-Aktien besitzt. Auch hatte ein größerer Profi-Investor beantragt drei weitere Aufsichtsräte abzulösen, darunter den Bruder von Elon Musk. Auch dieser Antrag scheiterte. Damit ist Musk´s Machtbasis bei Tesla gefestigter denn je. Ein „netter kleiner Familienbetrieb“, möchte man fast spöttisch sagen.

Tesla bekräftigt Shanghai-Pläne

Gestern berichteten wir bereits über massenhaft stornierte Modell 3-Aufträge, weil inzwischen fast jeder vierte Besteller seine Anzahlung zurückerhalten hat. Das bedeutet enorme Einnahmeverluste, die Tesla wohl schon als zukünftige Erträge verplant hatte. Umso erstaunlicher ist es, dass man gerade gestern vor den Aktionären seine Pläne bekräftigt hat bald eine eigene Fabrik in China hochziehen zu wollen, genauer gesagt in Shanghai.

Diese Fabrik solle ein richtiges Schlachtschiff werden („Dreadnought Factory“). Dort sollen Autos und Batterien gleichzeitig produziert werden. Frage: Wie will Musk das Geld dafür auftreiben? Schließlich hatte er jüngst immer wieder bestätigt, dass Tesla es nicht nötig haben werde nochmal frisches Geld aufzunehmen (Schulden und/oder Eigenkapital). So sagte Musk auch gestern Abend, dass er „nicht erwarte“, dass man nochmal Kapital aufnehmen müsse. Man bedenke die Wortwahl „erwarten“ und nicht „versprechen“.

Produktionsziele und Cash Flow-Ziele

Auch hat Musk gestern auf der Hauptversammlung zwei seiner wichtigsten Aussagen wiederholt, und damit zementiert. Ja, das Produktionsziel von 5000 Autos pro Woche bis Ende Juni werde man schaffen. Und ja, wie bei den letzten Quartalszahlen verkündet, bestätigte er seine Aussage, dass man bis Ende des Jahres wohl eine positiven Cash Flow erreichen werde. Das sind große Worte.

Mit diesen Aussagen hat Elon Musk seine Ziele quasi zementiert. Mehr Autos, Profite, neue Fabrik, keine neuen Schulden – all das werde man bald erreichen. Da gibt es kein Zurück mehr für ihn. Für die Erreichung des Produktionsziels bleiben Tesla noch drei Wochen. Es ist mehr als fraglich, ob es erreicht werden kann. Gestern Abend stieg die Tesla-Aktie nachbörslich in den USA sogar noch um 1%. Die Börse scheint Musk´s Worten also zu glauben.

Tesla-Chef Elon Musk
Tesla-Chef Elon Musk. Foto: Heisenberg Media / Wikipedia (CC BY 2.0) – Ausschnitt aus Originalfoto

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Hinterfrager

    12. Juni 2018 23:26 at 23:26

    Oops, erst kommt die Bilanz trotz vieler Drehversuche nicht so recht auf einen grünen Zweig – und irgendwann dann auch die Mitarbeiter…

    https://www.abendblatt.de/wirtschaft/article214562395/Tesla-will-fast-jeden-zehnten-Mitarbeiter-entlassen.html

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Wie lange handeln Sie schon mit Aktien? – Werbung

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Lieber Börsianer,

sind Sie auch einer der zahlreichen Neu-Börsianer, die seit Ausbruch der Corona-Krise mit dem Aktienhandel begonnen haben? Wenn ja, dann beglückwünsche ich Sie zu diesem Entschluss.
Im Wesentlichen haben in diesem Jahr drei Faktoren zur Stärkung der Aktionärskultur beigetragen:

1) Die Niedrigzinsen lassen die Menschen nach Alternativen zum klassischen Sparkonto suchen.
2) Online-Broker machen den Aktienhandel auch mit kleinen Geldbeträgen attraktiv.
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Die Millenials entdecken die Börse

In den vergangenen Monaten habe ich bemerkt, dass vor allem junge Menschen die Börse für sich entdecken. Menschen, die um die Jahrtausendwende geboren wurden, zeigen ein großes Interesse an Geldanlagethemen. Das freut mich umso mehr, gelten die Deutschen doch oftmals als Aktienmuffel. Die Rendite der Anlageportfolios hinkte den Menschen in Aktienländern wie den USA deshalb oft deutlich hinterher. Das könnte sich jetzt mit einer neuen Generation von Aktionären ändern.

Doch es ist auch Vorsicht geboten. Viele Neu-Börsianer lassen sich vom Versprechen auf den schnellen Gewinn verführen. Manche vergessen, dass Sie mit echtem Geld agieren und lassen sich von den spielerisch gestalteten Apps der Online-Broker blenden.

Manchmal scheint es tatsächlich sehr einfach zu sein, an der Börse Geld zu verdienen. Doch vergessen Sie niemals: Die Flut hebt alle Boote. In Zeiten steigender Kurse, wie nach dem Corona-Crash am Anfang des Jahres, konnten Sie kaufen was…..

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