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Nach Regel-Verschärfung: Aktien von CFD-Brokern brechen massiv ein + erste Reaktionen aus der Branche

Weniger Hebelwirkung beim Trading, das mag das Kommissionsvolumen und die Spread-Gewinne der Broker mindern, so die aktuelle Logik der Börsianer. Die Platzhirsche reagieren sofort…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Na so was, warum das denn? Die britische Finanzaufsicht hat heute beschlossen die Regulierung für CFD-Anbieter zu verschärfen (wir berichteten vorhin), was im besten Sinne der Kunden sein soll. Weniger Hebelwirkung beim Trading, das mag das Kommissionsvolumen und die Spread-Gewinne der Broker mindern, so die aktuelle Logik der Börsianer. Die Platzhirsche reagieren sofort. Die Nummer 1 in UK „IG Markets“ reagiert mit diesem Statement Zitat:

„IG firmly believes in robust and proportionate regulatory oversight of the CFD sector in the UK and Europe. The Company recognises that there are shortcomings in the approach to the marketing of CFDs and binaries by certain firms, often operating from outside the UK. The Company has operated and will continue to operate to the highest standards in the industry, and its initial view is that certain of the FCA proposals could enhance client outcomes. The Company notes, however, that the FCA’s proposals do not appear to directly apply to firms operating from outside the UK offering CFDs and binaries to clients in the UK on a cross-border services passport from another EU member state. IG will carefully consider the implications of the FCA Consultation Paper and the courses of action open to it, and will respond in accordance with the timeline provided of 7 March 2017.“

Im Klartext: Man selbst sei top seriös (IG ist in der Tat ein etablierter und hoch angesehener Anbieter wie andere Große der Branche auch). Aber leider gäbe es bei einigen Anbietern, die außerhalb Großbritanniens sitzen würden, Mängel. Das ziehe die seriösen Anbieter jetzt mit runter, so kann man IG´s Äußerungen sinngemäß interpretieren. Auch weist man auf das Problem hin, dass anscheinend CFD-Anbieter außerhalb Großbritanniens, die ihre Produkte an UK-Kunden offerieren, von so einer Einschränkung wie dem maximalen Trading-Hebel von 50 nicht betroffen sind. Folglich wäre dies ein Wettbewerbsnachteil, so ist IG´s Äußerung zu verstehen (nachvollziehbar).

Auch die Nummer 2 in UK CMC Markets hat sich umgehend geäußert. CMC selbst konzentriere sich auf hochwertige und erfahrene Kunden, die die Märkte und Risiken verstehen würden. Auch lege man großen Wert auf die Schulung und Risikoaufklärung der Kunden. Man lebe von der langfristigen Generierung von Kommissionserlösen, und sei daher an langfristigen Kundenbeziehungen interessiert. Zitat:

„In its consultation paper, numbered CP16/40, the FCA has identified the risks to inexperienced retail investors posed by firms with a business model predicated on high churn of clients with a high loss rate. CMC has consistently focused on higher-value experienced premium clients who understand the markets and products they are trading. Furthermore, an integral part of CMC’s „client first“ proposition over the last five years is ongoing client education about markets, products and associated risks. CMC’s business model and ongoing strategy is focused on generating revenue from client trading costs and therefore believes in establishing long-term client relationships. CMC recognises that in its consultation paper the FCA is endeavouring to ensure that any regulation is delivered in a balanced fashion and looks forward to working closely with the FCA over the coming months.“

Das Resultat der aktuellen Regulierungsoffensive: Die Aktien der börsennotierten britischen CFD-Broker brechen heute massiv ein. Die Aktie von CMC Markets verliert heute 34% an Wert. IG verliert 35%, Plus500 ist mit -25% dabei. Die Aussichten auf deutlich rückläufige Erlöse treiben die Kurse nach unten.

cmc-markets
Die CMC Markets-Aktie seit August. Ganz rechts der große rote Balken zeigt den heutigen Absturz.

ig-group
Die Aktie der IG Group (IG Markets) seit August. Ganz rechts der große rote Balken zeigt den heutigen Absturz.

plus500
Die Aktie von Plus500 seit August. Ganz rechts der große rote Balken zeigt den heutigen Absturz.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York: Biden vs Trump – Wall Street in Wartestellung

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die Amerikaner warten heute gespannt auf die heute Nacht um 3 Uhr deutscher Zeit stattfindende erste Debatte zwischen Donald Trump und Joe Biden.

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Wie lange handeln Sie schon mit Aktien? – Werbung

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Lieber Börsianer,

sind Sie auch einer der zahlreichen Neu-Börsianer, die seit Ausbruch der Corona-Krise mit dem Aktienhandel begonnen haben? Wenn ja, dann beglückwünsche ich Sie zu diesem Entschluss.
Im Wesentlichen haben in diesem Jahr drei Faktoren zur Stärkung der Aktionärskultur beigetragen:

1) Die Niedrigzinsen lassen die Menschen nach Alternativen zum klassischen Sparkonto suchen.
2) Online-Broker machen den Aktienhandel auch mit kleinen Geldbeträgen attraktiv.
3) Während der Corona-bedingten Zwangspause des öffentlichen und oft auch beruflichen Lebens hatten viele Menschen erstmals Zeit, sich mit Ihrer Geldanlage und Altersvorsorge zu beschäftigen.

Die Millenials entdecken die Börse

In den vergangenen Monaten habe ich bemerkt, dass vor allem junge Menschen die Börse für sich entdecken. Menschen, die um die Jahrtausendwende geboren wurden, zeigen ein großes Interesse an Geldanlagethemen. Das freut mich umso mehr, gelten die Deutschen doch oftmals als Aktienmuffel. Die Rendite der Anlageportfolios hinkte den Menschen in Aktienländern wie den USA deshalb oft deutlich hinterher. Das könnte sich jetzt mit einer neuen Generation von Aktionären ändern.

Doch es ist auch Vorsicht geboten. Viele Neu-Börsianer lassen sich vom Versprechen auf den schnellen Gewinn verführen. Manche vergessen, dass Sie mit echtem Geld agieren und lassen sich von den spielerisch gestalteten Apps der Online-Broker blenden.

Manchmal scheint es tatsächlich sehr einfach zu sein, an der Börse Geld zu verdienen. Doch vergessen Sie niemals: Die Flut hebt alle Boote. In Zeiten steigender Kurse, wie nach dem Corona-Crash am Anfang des Jahres, konnten Sie kaufen was…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – TINA is back!

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die Alternativlosigkeit zu Aktien sei zurück, sowie die Angst bei der Rallye Gewinne zu verpassen.

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