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Nach Schock bei GE-Zahlen: Spekulieren gegen Siemens-Aktie, weil dort das selbe Problem besteht?

Und Siemens? Dort ist man auch groß im Kraftwerksgeschäft engagiert. Und wir erinnern uns: Was hatte Siemens zu dem Thema gesagt? Beim letzten Quartalsbericht…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Siemens ist genau wie General Electric ein globaler industrieller Mischkonzern. Man beackert grob gesagt die selben Geschäftsfelder. Von daher macht es Sinn, sich heute auch mal Siemens anzuschauen. Denn wie wir vorhin berichteten, hat GE die Erwartungen des Marktes (ca 50 Cents) mit 29 Cents drastisch verfehlt. Nochmal kurz der GE-CEO zu den Gründen, denn die meisten Konzernbereiche laufen angeblich normal:

“This was a very challenging quarter. While a majority of our businesses had solid earnings performance, this was offset by a decline in Power performance in a difficult market. Our Industrial CFOA*-a) for the quarter was down principally because of lower Power volume, resulting in lower earnings and higher inventory. We believe that the new leadership team at Power and the cost actions that we are taking will better position the Company in 2018 and beyond.”
— John Flannery, Chairman and CEO

Also bereitet der Energiemarkt (Kraftwerke, Turbinen etc) GE derzeit enorme Probleme. Geringere Verkäufe führen zu geringeren Gewinnen und höheren Lagerbeständen. Und Siemens? Dort ist man auch groß im Kraftwerksgeschäft engagiert. Und wir erinnern uns: Was hatte Siemens zu dem Thema gesagt? Beim letzten Quartalsbericht (2. Kalender-Quartal ist bei Siemens das 3. Geschäfts-Quartal) verkündete man einen massiven Einbruch bei den Auftragseingängen von 41% im Bereich „Power & Gas“, also genau dem Geschäftsfeld, das derzeit auch GE so viel Bauchschmerzen bereitet.

Und der Gewinn brach um gut 1/4 ein. Finanzvorstand Ralf Thomas hatte dazu gesagt, dass diese für Siemens sehr wichtige Sparte ein extrem hartes Jahr vor sich habe. Strukturelle Veränderungen seien unvermeidlich, und es müsse einen Kurswechsel geben. Das war vor drei Monaten. Und heute: Nach einem aktuellen Bericht des „Manager Magazins“ prüft Siemens derzeit 11 seiner 23 Standorte in genau diesem Segment „Power & Gas“ zu schließen, was besonders Ostdeutschland hart treffen könne.

Was kann man daraus schlussfolgern? Erst mal noch gar nichts. Denn Siemens hat diese Gerüchte und Berichte bisher nicht bestätigt. Aber man kann ja mutmaßen. Wenn GE exakt das selbe Geschäft betreibt wie Siemens, und beide Unternehmen übereinstimmend bestätigen, dass in diesem Bereich große Probleme beim Umsatz vorherrschen, dann könnte man auch davon ausgehen, dass Siemens bei den nächsten Quartalszaheln für diesen Bereich wie GE deutlich schwächre Erträge meldet.

Das wiederum könnte den Konzerngewinn genau so schwächen wie bei GE. Siemens vermeldet seine Quartalszaheln am 9. November. Wie gesagt, das ist nur eine Hypothese, aber sie ist logisch nachvollziehbar. Als Börsianer könnte man auf dieses Ereignis spekulieren, in dem man die Siemens-Aktie shortet, sie als CFD verkauft, oder Put-Optionen bzw. sonstige Derivate erwirbt. Aber das ist natürlich jedem Trader selbst überlassen. Es ist eine reine Spekulation für die nächsten 2 1/2 Wochen, bei der man selbst entscheiden muss, ob man diese Meinung vertritt!

Seit Veröffentlichung der GE-Zahlen heute Mittag fällt die Siemens-Aktie von 118,40 auf jetzt 116,60 Euro. Schon mal eine kleine Einpreisung bevorstehender Ereignisse? Wer gegen Siemens spekulieren will, hat bis 9. November Zeit.

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Christoph

    21. Oktober 2017 11:37 at 11:37

    GE schließt im plus….wahnsinn! Nur noch Casino das ganze….

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Aktienmärkte: „Die Coronakrise ist vorbei“ – wirklich?

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„Die Coronakrise ist für die Aktienmärkte vorbei“, sagt der Mathematiker und Vermögensverwalter Andreas Beck. Diese Aussage überrascht, schließlich stecken wir mitten im zweiten, diesmal „differenzierten Lockdown“ (O-Ton Markus Söder) mit enormen wirtschaftlichen Folgeschäden. Andreas Beck rechnet aber dennoch mit einem guten Jahrzehnt für die Aktienmärkte – schon mangels Alternative angesichts der von den Notenbanken manipulierten Anleihemärkte. Die Nullzinsen, so Beck, hätten sich bereist bei Immobilien niedergeschlagen, es sei nur eine Frage der Zeit, bis das auch die Aktienmärkte vollständig einpreisen.

Aktienmärkte und Coronakrise: Das Jahrzehnt der Aktie?

Seit dem 09.November – der Meldung von BioNTech/Pfizer – haben die Aktienmärkte einen Paradigmenwechsel vollzogen: Man kauft die „Corona-Verlierer“. Für Andreas Beck bedeutet das: die Aktienmärkte blicken schon auf die Zeit nach der Coronakrise (auch die Rohstoff-Märkte, siehe etwa die Rally bei Kupfer, das für die Industrie sehr wichtig ist). Man preist also eine vollständige Erholung der Wirtschaft ein, eben weil die Coronakrise vorbei doch vorbei sei. Der Wirtschaft sei der zweite Lockdown faktisch „egal“ – sie habe sich an die neuen Umstände angepaßt.

Nun ist Andreas Beck Vermögensverwalter und Mathematiker, kein Epidemologe. Nun hat kürzlich der britische Epidemologe und Berater des britischen Premiers Boris Johnson, Jonathan Van-Tam, kürzlich davon gesprochen, dass die Coronakrise „niemals“ vorbei gehen werde (hier seine Aussage im Video). Ist es vielleicht doch so, dass Andreas Beck und mit ihm die Aktienmärkte die Coronakrise zu früh abhaken, also das Fell des Bären schon verteilen, bevor er erlegt ist?

Eines ist für Andreas Beck klar: die Schulden der Staaten werden niemals zurück gezahlt werden können – daher weredn sich die Staaten am Privatvermögen sener Bürger bedienen (müssen). Auch klar für Beck ist weiterhin: die demokratischen Länder werden sich die Dominanz der US-Tech-Unternehmen nicht mehr lange gefallen lassen. Er geht daher davon aus, dass in diesem Jahrzehnt daher dann „value“ besser laufen sollte als „growth“ und erklärt, wie er selbst investiert ist:

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Für die Aktienmärkte ist die Coronakrise vorbei, sagt Vermögensverwalter Andreas Beck

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