Europa

Nachhaltige Inflation in Deutschland: Auch Importpreise weiterhin mit starken Zuwächsen

Die Importpreise der deutschen Industrie sind im August gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,1% gestiegen nach 1,9% im Juli. Neben den letztlichen Verbraucherpreisen zeigen somit weiterhin alle...

FMW-Redaktion

Die Importpreise der deutschen Industrie sind im August gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,1% gestiegen nach 1,9% im Juli. Neben den letztlichen Verbraucherpreisen zeigen somit weiterhin alle vorlaufenden Indikatoren, dass die Inflation in Deutschland keine Eintagsfliege ist, sondern nachhaltig über die Vor-Indikatoren hineinweht in die Einzelhandelsgeschäfte.

Auszugsweise vom Statistischen Bundesamt:

Der Anstieg der Importpreise gegenüber dem Vorjahr ist vor allem durch die Entwicklung der Einfuhrpreise für Vorleistungsgüter beeinflusst. Importierte Vorleistungsgüter (Güter, die im Produktionsprozess verbraucht, verarbeitet oder umgewandelt werden), die einen Anteil am Gesamtindex von 35 % haben, waren im August 2017 um 4,0 % teurer als im August 2016. Gegenüber dem Vormonat stiegen die Preise geringfügig um 0,1 %. Im Vergleich zu August 2016 verteuerten sich insbesondere importierte Nicht-Eisen-Metallerze (+ 23,7 %) und Eisenerze (+ 13,3 %). Dies galt auch für Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen (+ 17,3 %) sowie für Nicht-Eisen-Metalle und Halbzeug daraus (+ 8,9 %). Hier lagen vor allem die Preise für Rohkupfer (+ 27,9 %) und Rohaluminium (+ 13,0 %) über dem Niveau des Vorjahres, während sich Edelmetalle verbilligten (– 6,9 %). Chemische Grundstoffe waren erheblich teurer als im August 2016 (+ 6,4 %). Dagegen sanken unter anderem die Preise für elektronische Bauelemente (– 1,4 %).

Die Grafiken zeigen auch, wie kräftig einige Teilbereiche ansteigen im Jahresvergleich.

Die folgende Grafik zeigt, wie kräftig die Importpreise seit nun fast einem Jahr durchgehend ansteigen. Wie dumm nur, dass Deutschland zwar schon längst die Inflationsziele der EZB erreicht hat, aber andererseits die Zinsen für Deutschland erst steigen, wenn auch der „schwächere“ Schnitt der Eurozone (in ferner Zukunft?) nachzieht.



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