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Pause oder Ende beim KI-Hype? Nasdaq: Tech-Aktien – erstmals seit acht Wochen fließt Geld ab

Nasdaq Tech-Aktien

Zuletzt war viel Geld in Tech-Aktie geflossen und hatte so den Nasdaq nach oben gehievt. Der Hype um künstliche Intelligen hatte in der Vorwoche zu Rekordzuflüssen in diese Tech-Aktien geführt – nun aber fließt erstmals seit acht Wochen Geld aus diesem Sektor ab, wie Bloomberg berichtet.

Nasdaq: Tech-Aktien erstmals seit acht Wochen mit Abflüssen

Der KI-Rausch, der zu massiven Zuflüssen in Tech-Aktien geführt hat, legt nach Angaben der Bank of America eine Pause ein.

Nach Angaben der Bank, die sich auf Daten von EPFR Global beruft, verzeichneten Tech-Fonds in der Woche bis zum 7. Juni Abflüsse in Höhe von 1,2 Milliatden Dollar – damit ist erstmals seit acht Wochen Geld aus diesem Sektor abgezogen worden. Zuvor hatten Tech-Aktien in der vergangenen Wochen Rekordzuflüsse verzeichnet hatte und damit zum Anstieg des Tech-Index Nasdaq maßgeblich beigetragen.

„Die Zentralbanken kehren zu Zinserhöhungen zurück“, schrieben die Strategen um Michael Hartnett am Donnerstag in einer Mitteilung und verwiesen auf die jüngsten überraschenden Zinserhöhungen in Kanada und Australien. Angesichts der niedrigen Arbeitslosigkeit und der hohen Inflation sei die Fed mit Zinserhöhungen noch nicht am Ende, fügten sie hinzu.

Tech-Aktie und Nasdaq weichen von Anleihen ab

Anleihen und Aktien weichen im Vorfeld der Fed-Sitzung erneut voneinander ab – Händler warten auf Hinweise auf den weiteren Weg der Zinserhöhungen

Nachdem der S&P Information Technology Index in diesem Jahr um mehr als 30% zugelegt hatte, zeigte die durch den Hype um künstliche Intelligenz ausgelöste Rallye in diesem Monat Ermüdungserscheinungen – der Sektor schnitt schlechter ab als alle anderen Branchengruppen. Der Grund: Unklarheit über das Potenzial einer weiteren Zinserhöhung durch die Federal Reserve in der nächsten Woche. Dennoch trugen die schwächer als erwartet ausgefallenen Arbeitsmarktdaten am Donnerstag dazu bei, dass die Tech-Aktien zulegen konnten und der US-Leitindex S&P 500 20% seit seinem Tief zulegen konnte und damit nun in einem Bullenmarkt ist.

Für Hartnett und sein Team haben sich die Rezessionsängste des ersten Quartals in eine „Goldlöckchen-Gier“ des zweiten Quartals aufgelöst. Aber steigende Zinsen und der Liquiditätsabfluss durch US-Anleiheemissionen seien negative Risiken für Long-Positionen in KI und US-Tech im dritten Quartal.

Nasdaq und Tech-Aktien: „Wir bleiben pessimistisch“

„Wir bleiben pessimistisch“, schrieben die Strategen, die mit einem Leitzins von 6% rechnen, während eine Inflation von unter 3% eine Arbeitslosenquote von über 4% voraussetzen würde. Sie betrachten die steigenden Gewinnprognosen der Wall Street-Analysten in Verbindung mit sinkenden Zinsen als „unhaltbar“.

Hartnett von der BofA – der den Einbruch der Aktien im Jahr 2022 richtig vorausgesagt hat – bleibt angesichts der Aussicht auf eine Verschärfung der finanziellen Bedingungen insgesamt negativ gegenüber Aktien eingestellt.

Weitere Höhepunkte der Daten:

– Barmittel verzeichneten in dieser Woche mit 70,6 Milliarden Dollar die größten Zuflüsse, womit sich die Zuflüsse im bisherigen Jahresverlauf auf 837 Milliarden Dollar erhöhten und den Rekordwert von 917 Milliarden Dollar aus dem Jahr 2020 fast erreichten.

– Rentenfonds verzeichneten durchweg starke Zuflüsse in Höhe von 13,4 Milliarden Dollar, angeführt von Schatzanleihen und IG-Anleihen

– Aktienfonds verzeichneten in der zweiten Woche mit 7,7 Milliarden Dollar die stärksten Zuflüsse seit Januar, angeführt von den Schwellenländern und Japan, während Europa mit 2,6 Milliarden Dollar die 13. aufeinander folgende Woche mit Abflüssen zu verzeichnen hatte.

FMW/Bloomberg

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