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Aktien

Netflix mit hervorragendem Chance/Risiko-Verhältnis!

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Von Robert Schröder, www.Elliott-Waves.com

Direkt nach Deutschland-Start des weltgrößten Streaming-Anbieters am 16. September diesen Jahres ging der Aktienkurs von Netflix auf Talfahrt und erreichte in der zurückliegenden Handelswoche erst mit gut 315 USD die Tiefs aus dem Frühjahr. Warum Netflix trotz des Abverkaufs von 35 % in den letzten Wochen ein klarer Kauf ist, lesen Sie in folgender Analyse.

Netflix Inc. – ISIN: US64110L1061 – Börse: Nasdaq – Symbol: NFC – Währung: USD

Meine letzte Einschätzung zu Netflix “Wie reagieren am neuen Allzeithoch?” vom 7. Juli ging auf, wenn auch diese etwas ungewohnt unkonkret formuliert wurde: “Seit dem April-Tief bei 300 USD hat sich nach Elliott Wave ein 5-teiliger Aufwärtsimpuls, der meiner Meinung nach impliziert, dass die Rally vorläufig beendet ist. Ich gehe daher jetzt mind. von einer mehrwöchigen Gegenbewegung aus, nach der sich unter Umständen ein Neueinstieg ergibt. Deren Kursziel ist mir jedoch aktuell eher unklar.”

Rückblickend war es also jedoch kein Fehler sich im Bereich der 472 USD aus der Aktie zu verabschieden und danach einfach abzuwarten. Zwar ging es bis zum 9. September nochmals weiter rauf auf gut 489 USD. Der dann folgende Absturz führt aber vor Augen, dass man mit dem Ausstieg bei 472 USD nichts verpasst hat.

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Auf den ersten Blick sieht der Abverkauf um über 35 % seit dem Jahres- bzw. Allzeithoch dramatisch aus. Auf den zweiten Blick relativiert sich dieser allerdings, wenn wir uns diesen im Gesamtkontext anschauen. Zum einen sehen wir seit dem Jahreshoch einen 5-teiligen Abwärtsimpuls à la Elliott Wave, der allein schon andeutet, dass jetzt mind. eine Gegenbewegung folgen wird.

Mit Blick auf die Kursstruktur seit Ende Februar, seit dem ersten signifikatem Hoch in diesem Jahr, fügt sich dieser 5-Teiler dann in einer mehrmonatige riesige ABC-Korrektur im langfristigen Aufwärtstrend ein.

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Im Monats-Chart wurde in diesem Jahr zwei Mal eine äußerst wichtige diagonale Unterstützungslinie direkt getestet und auch jeweils verteidigt. Solange diese Linie, die aktuell bei ca. 321 USD verläuft, nicht per Monatsschlusskurs unterschritten wird, ist das Chartbild von Netflix in meinen Augen positiv zu werten.

Aus den genannten Gründen ergibt sich für Netflix auf dem aktuellem Niveau wieder eine schöne Kauf-Chance. Sofern das Tief vom 16. Dezember mit 315,54 USD nicht mehr unterschritten wird, hat die Aktie in den kommenden Wochen und Monaten die Chance die obere Trendkanallinie und damit neue Allzeithochs im Bereich der 520 USD zu erreichen. Daraus ergibt sich ein aktuelles Chance/Risiko-Verhältnis von 7,9.

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Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in dem besprochenen Wertpapier derzeit nicht investiert.

Viele Grüße,

Ihr Robert Schröder

www.Elliott-Waves.com

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Markus Koch LIVE zum Handelsstart in New York – die Wirtschaft entscheidet und nicht die Wahlen

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Trump oder Biden, Rettungspaket JA oder NEIN? Egal was passiert, die Börse läuft weiter?

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Coronakrise: Die unheimliche Hausse der Schusswaffen-Hersteller

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Amerikaner kaufen in der Coronakrise Waffen, Deutsche dagegen Toilettenpapier – wie Analysen aus dem Frühjahr gezeigt haben. Kurz vor den US-Wahlen steigt die Unsicherheit in vielerlei Hinsicht – und die Aktienkurse von Waffenherstellern. Waffenkäufe in den USA sind in Zeiten der Coronakrise schon seit längerer Zeit feststellbar –  jetzt aber gesellen sich noch weitere Ursachen dazu. Die Steigerungen bei den Kursen der Waffenfirmen brauchen sich nicht einmal hinter den Tech-Werten zu verstecken. Und wieder einmal könnte ein Regierungswechsel einen Boom auslösen.

Das Recht des Amerikaners zum Waffenbesitz

Wie oft wurde in den USA schon über eine Verschärfung des Waffenrechts diskutiert, zumeist im Zusammenhang mit Amokläufen! Stets beruft sich die US-Waffenlobby in Gestalt der NRA – National Rifle Association of America, Nationale Schützen-Vereinigung – auf das verfassungsrechtlich garantierte Recht der Amerikaner zum Waffenbesitz.

Im 2. Zusatzartikel der Verfassung der Vereinigten Staaten, verabschiedet bereits am 15. Dezember 1791 hieß es:

„Da eine wohlgeordnete Miliz für die Sicherheit eines freien Staates notwendig ist, darf das Recht des Volkes, Waffen zu besitzen und zu tragen, nicht beeinträchtigt werden.“ Obwohl es immer wieder Versuche gibt dieses uralte „Grundrecht“ abzuändern, unterstützen insbesondere die Republikaner mit ihrem Präsidenten Donald Trump die Interessen der NRA. Da ein Regierungswechsel zu den Demokraten sehr wahrscheinlich geworden ist, haben die Aktien von Waffenherstellern einen weiteren Aufwind bekommen – man erwartet Hamsterkäufe im Falle eines Wahlsiegs von Joe Biden.

Die Hausse der Revolveraktien im Jahr der Coronakrise – oder Amerikaner kaufen Waffen, Deutsche Toilettenpapier

So lautete eine etwas scherzhaft gemeinte Feststellung zu Zeiten des Lockdowns im April. Betrachtet man sich aber die Entwicklung der Aktien von Pistolen-, Revolver-, und Gewehrherstellern in den letzten neun Monaten, so erkennt man, dass dies kein billiger Kalauer gewesen ist. Im Übrigen waren die Regale mit dem Toillettenutensil eine Zeitlang wirklich Mangelware in Deutschland.

Die Performance:

Konnte der große S&P 500 in diesem Jahr bisher um sieben Prozent zulegen, so ging es mit den Aktien der weltbekannten Waffenfirma Smith&Wesson um 135 Prozent nach oben, die weniger bekannte Firma Sturm Ruger aus Southport (Connecticut) bringt es immerhin auf 51 Prozent. Allein im Monat Oktober ging es bereits um 8 beziehungsweise 9,5 Prozent nach oben.

Waren es im Spätwinter Sorgen der Amerikaner vor Plünderungen infolge der Coronakrise, später die Angst vor Unruhen im Lande wegen des gewaltsamen Todes des Afroamerikaners George Floyd, so fürchtet man sich jetzt vor einem möglichen Chaos nach dem 3. November, sollte es keinen eindeutigen Sieger geben. Zusätzlich sorgen sich die Waffennarren vor härteren Regelungen, insbesondere von Schnellfeuerwaffen, die für die Demokraten ein echtes Übel darstellen. In Deutschland würde manche Waffengattung unter die Regelungen des Kriegswaffenkontrollgesetzes (KrWaffKontrG ) fallen. Die Chefs der Waffen-Firmen in den USA hingegen freuen sich über die Nachfrage, man komme mit den Auslieferungen kaum hinterher.

Absonderliche Entwicklungen unter den Reps und Dems

Die eindeutige Positionierung von Demokraten und Republikanern haben in der Vergangenheit zu seltsamen Entwicklungen der Aktienkurse von Waffenfirmen geführt. Unter den acht Jahren von Präsident Barrack Obama stiegen die Aktien von Sturm Ruger um etwa 900 Prozent, weil der Demokrat zwar immer für schärfere Waffengesetze eintrat, dieses im Kongress aber nicht durchsetzen konnte. Unter Donald Trump stieg die Aktie dieser Firma nur um mickrige 16 Prozent, weil sich die NRA der Unterstützung des Präsidenten sicher sein konnte. Jetzt könnte Joe Biden aufgrund der Coronakrise ins Weiße Haus zurückkehren, um die Ideen von Barack Obama in die Tat umzusetzen.

Wozu brauchen die Amerikaner so viele Waffen?

Diese Frage kommt einem sofort in den Sinn, wenn man sich die Statistiken über den Waffenbesitz in den USA betrachtet – eine „kleine“ Privatarmee. 43 Prozent aller Amerikaner leben in einem Haushalt mit mindestens einer Schusswaffe. Es gibt in den USA 300 Millionen Waffen, Pistolen und halbautomatische Sturmgewehre.

Fazit

Es ist für uns Europäer schon eine schauerliche Vorstellung: Dass es in fast jedem zweiten Haushalt Schusswaffen gibt, dass Millionen von Amerikanern selbst im Handschuhfach ihres Wagens eine Waffe mitführen. Gerade in der jetzigen Situation eines gespaltenen Landes, in dem sich bestimmte Gruppierungen im Lande unversöhnlich und fanatisch gegenüberstehen, bei einem Präsidenten, der vieles gewähren lässt, um es höflich auszudrücken. Dazu die Coronakrise mit ihren wirtschaftlichen Folgen: Gestiegene Waffenkäufe und gestiegene Aktienkurse bei Smith&Wesson und Co, ob das nicht der gefährlichste Teil der Aktienhausse in den USA ist?

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