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Netflix-Quartalszahlen heute Abend – hier eine kurze Vorschau

Claudio Kummerfeld

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am

Fernbedienung zeigt auf Netflix-Schrift auf Fernseher

Heute Abend kurz nach Börsenschluss um 22 Uhr wird Netflix seine Quartalszahlen präsentieren. Wir werden dann umgehend berichten. An dieser Stelle wollen wir eine kurze Vorschau bieten. Der Umsatz lag im Vorjahresquartal bei 5,24 Milliarden Dollar, und im zweiten Quartal 2020 bei 6,15 Milliarden Dollar. Für heute liegen die Erwartungen bei 6,4 Milliarden Dollar. Nicht mehr? Kann es da also heute Abend eine „tolle Überraschung“ nach oben geben, oder fand der Großteil des Corona-Wachstums im ersten und zweiten Quartal statt? (die Leute sitzen in Corona-Zeiten zuhause und gucken in die Flimmerkiste)

Erwartungen zu Gewinnen und Abos bei Netflix

Der Gewinn pro Aktie bei Netflix lag vor einem Jahr bei 1,47 Dollar, und im zweiten Quartal bei 1,59 Dollar. Für heute liegen die Erwartungen im Durchschnitt von 38 Analystenschätzungen bei 2,13 Dollar. Und die Abos? Die Zahl von netto neu hinzugewonnenen Abonnenten ist bei Netflix stets die wichtigste Kennzahl. Es geht darum, ob die seit Jahren kräftig laufende Wachstumsstory aufrechterhalten werden kann. In diesem besonderen Jahr 2020 geht es darum zu sehen, ob das große Corona-bedingte Wachstum jetzt vorbei ist. Mit +15,77 Millionen Abos im ersten und +10,09 Millionen Abos im zweiten Quartal hatte das Unternehmen schon blendend von der Coronakrise profitiert. Hier zeigte sich bereits, dass Millionen von Menschen vor Corona-Langeweile (zuhause rumsitzen) wohl Netflix-Abos gebucht haben. Für heute werden für das 3. Quartal 2,5 Millionen neue Abos erwartet (entspricht auch der Erwartung von Netflix selbst), aber es gibt auch optimistischere Schätzungen von +3,26 Millionen.

Quartalszahlen heute Abend mit Überraschung?

Wird Netflix mit den heutigen Quartalszahlen doch überraschend mehr Wachstum präsentieren können bei den neuen Abonnenten? Das könnte der Aktie einen weiteren Schub geben. Denn mehr als 3 Millionen neue Abos im dritten Quartal wären wohl ein Zeichen, dass das Nutzerwachstum weiter anhält, trotz der bereits zwei extrem starken vorigen Quartale. Und es wäre ein Zeichen, dass Netflix sich weiter kräftig behaupten kann gegen seine neuen Streaming-Konkurrenten wie den Giganten Disney mit seinem neuen Angebot „Disney+“. Der folgende Chart zeigt den Verlauf der Netflix-Aktie in den letzten 12 Monaten. Interessant sind die drei Hochpunkte seit Juli. Über 575 Dollar müsste die Aktie laufen für einen großen frischen Ausbruch in neue Sphären (gestern 530,72 Dollar).

Chart zeigt Kursverlauf der Netflix-Aktie in den letzten 12 Monaten

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Aktienmärkte: „Die Coronakrise ist vorbei“ – wirklich?

Markus Fugmann

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am

„Die Coronakrise ist für die Aktienmärkte vorbei“, sagt der Mathematiker und Vermögensverwalter Andreas Beck. Diese Aussage überrascht, schließlich stecken wir mitten im zweiten, diesmal „differenzierten Lockdown“ (O-Ton Markus Söder) mit enormen wirtschaftlichen Folgeschäden. Andreas Beck rechnet aber dennoch mit einem guten Jahrzehnt für die Aktienmärkte – schon mangels Alternative angesichts der von den Notenbanken manipulierten Anleihemärkte. Die Nullzinsen, so Beck, hätten sich bereist bei Immobilien niedergeschlagen, es sei nur eine Frage der Zeit, bis das auch die Aktienmärkte vollständig einpreisen.

Aktienmärkte und Coronakrise: Das Jahrzehnt der Aktie?

Seit dem 09.November – der Meldung von BioNTech/Pfizer – haben die Aktienmärkte einen Paradigmenwechsel vollzogen: Man kauft die „Corona-Verlierer“. Für Andreas Beck bedeutet das: die Aktienmärkte blicken schon auf die Zeit nach der Coronakrise (auch die Rohstoff-Märkte, siehe etwa die Rally bei Kupfer, das für die Industrie sehr wichtig ist). Man preist also eine vollständige Erholung der Wirtschaft ein, eben weil die Coronakrise vorbei doch vorbei sei. Der Wirtschaft sei der zweite Lockdown faktisch „egal“ – sie habe sich an die neuen Umstände angepaßt.

Nun ist Andreas Beck Vermögensverwalter und Mathematiker, kein Epidemologe. Nun hat kürzlich der britische Epidemologe und Berater des britischen Premiers Boris Johnson, Jonathan Van-Tam, kürzlich davon gesprochen, dass die Coronakrise „niemals“ vorbei gehen werde (hier seine Aussage im Video). Ist es vielleicht doch so, dass Andreas Beck und mit ihm die Aktienmärkte die Coronakrise zu früh abhaken, also das Fell des Bären schon verteilen, bevor er erlegt ist?

Eines ist für Andreas Beck klar: die Schulden der Staaten werden niemals zurück gezahlt werden können – daher weredn sich die Staaten am Privatvermögen sener Bürger bedienen (müssen). Auch klar für Beck ist weiterhin: die demokratischen Länder werden sich die Dominanz der US-Tech-Unternehmen nicht mehr lange gefallen lassen. Er geht daher davon aus, dass in diesem Jahrzehnt daher dann „value“ besser laufen sollte als „growth“ und erklärt, wie er selbst investiert ist:

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Für die Aktienmärkte ist die Coronakrise vorbei, sagt Vermögensverwalter Andreas Beck

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Steigenden Renditen? Tesla, Snowflake, China-Aktie

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Zahlreiche Themen werden besprochen wie die Arbeitsmarktdaten für November, Anleiherenditen, Tesla uvm.

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BioNTech: Das plant das Unternehmen wirklich – Werbung

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Lieber Börsianer,

die Aktien der Impftstoff-Entwickler wie BioNTech, Curevac oder Moderna gehen derzeit durch die Decke. Die Story ist auch zu gut und für jeden offensichtlich. Denn wir alle wissen, in den kommenden Monaten und Jahren müssen große Teile der Weltbevölkerung gegen das Covid-Virus geimpft werden, wenn die Menschheit die Pandemie tatsächlich besiegen will. Marktbeobachter sehen teilweise ein Marktpotenzial für die führenden Impfstoffe, so sie denn flächendeckend eingesetzt werden, von bis zu 100 Milliarden USD. Wahnsinn, oder?

Trotzdem muss ich Wasser in den Wein gießen. Ich behaupte die Impf-Party ist weitgehend gefeiert, die Story ist in den Aktien der BioNTech und Moderna weitgehend eingepreist.

Noch ein Problem dieser Covid-Geschäftsmodelle: Wenn die Vakzine tatsächlich so funktionieren, wie es derzeit den Anschein hat, machen sich diese Unternehmen am Markt ziemlich rasch überflüssig, zumindest zunächst. Denn BioNTech und Co. haben kein Produkt mehr, wenn das Virus nach Erreichung einer relativen Herdenimmunität gehen wird. Weitsichtige Börsianer fürchten diesen Effekt jetzt schon und rechnen mit massiven Kursrückgängen.

Ist die Euphorie rund um die Impfstoff-Entwickler also übertrieben? Droht hier nächstens ein böser Rückschlag?

Die Frage ist unvollständig gestellt. Denn es geht bei BioNTech und Co. nur vordergründig um das Covid-Vakzin. Die eigentliche Sensation der letzten Monate und Wochen ist eine andere, nämlich die Technologie, mit der den Unternehmen der Durchbruch gelungen ist.

Erstmals wurde ein Vakzin auf der Basis der sog. Boten-RNA entwickelt. Von dieser Gentechnologie spricht die Branche schon seit einigen Jahren, ohne dass jemals irgendein ein marktfähiger Wirkstoff das Licht der Medizinwelt erblickt hätte.

Das hat sich nun geändert. BioNTech und Moderna haben sich früh der Erforschung dieser Boten-RNA gewidmet und dabei nun sehr wahrscheinlich diesem gentechnischen Ansatz zum Durchbruch verholfen. Dabei brauchen wir diese Technologie im Moment zur Bekämpfung der Covid-Pandemie. Solche Jahrhundert-Pandemien…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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