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Neue Jahreshochs – Deal USA-China perfekt? Videoausblick

Heute Nacht die Meldung der „Financial Times“, wonach die Verhandlungen zwischen den USA und China (wieder einmal) in der finalen Phase seien..

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Heute Nacht die Meldung der „Financial Times“, wonach die Verhandlungen zwischen den USA und China (wieder einmal) in der finalen Phase seien – 90% des Deals sei geschafft, man ringe noch um die restlichen 10%. Aber es sind doch genau diese 10%, um die es doch eigentlich geht und für die man seit nun vier Monaten offensichtlich immer noch keine Lösung gefunden hat (darunter Chinas Forderung, die bestehenden US-Zölle gegen chinesische Waren abzuschaffen). Faktisch enthält also der Artikel der „FT“ nichts Neues, aber er sorgt dennoch für eine Rally des Nikkei und der US-Futures – und das dürfte den Dax zu Handelsstart sogar auf ein neues Jahreshoch über der 11825er-Marke hieven, auch wenn damit die selbe Sau wieder einmal durch das selbe Dorf getrieben wird und der meist angekündigte Deal der Weltgeschichte faktisch immer noch nicht absehbar ist..

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6 Kommentare

6 Comments

  1. Avatar

    Nico

    3. April 2019 08:11 at 08:11

    Dieselbe Sau wird durch das Dorf getrieben? Ja, das erinnert mich an das Jahr 2017, als man hier ständig die Steuerreform infrage gestellt hat. Die Realität war dann eine andere. Jetzt muss ich mal Wasser in den Bärenwein schütten. Was ist denn, wenn aus taktischen Gründen ein Deal zustande kommt und die US-Börsen auf neue Höchstkurse steigen? Was hat denn dann die monatelange Skepsis gebracht? Schön formulierter Sarkasmus, aber an der Börse brotlose Kunst? Die Börse hat recht und nicht die fundierte Analyse. Der Dax ist über die viel beachtete 200-Tageslinie gesprungen und liefert ein Kaufsignal (wieder einmal). Was ist, wenn er darüber bleibt? Nein, diese Meldung muss weg. Es zählt der Zynismus, oder ist es bereits der Galgenhumor von gequälten Bären?

    • Avatar

      HeMe

      3. April 2019 09:00 at 09:00

      Skepsis ist der Treiber der Märkte. Steigt hier die Stimmung, gilt es vorsichtig zu werden. Deswegen ist Herr Fugmann, so wie er ist, einer der beste Indikatoren.

  2. Avatar

    Columbo

    3. April 2019 08:49 at 08:49

    Derzeit scheint alles möglich, auch ein langfristiges Bullenparadies.
    Markus Fugmann könnte aber auch als der Roger Babson der neuen Zwanziger-Jahre in die Geschichte eingehen(nicht zynisch gemeint). Dann wäre das Gejammere groß.

    • Avatar

      HeMe

      3. April 2019 09:12 at 09:12

      Also, wenn der Herr Fugmann eine Rede vor der Wirtschaftskammer hält, gehe ich 100% short! Herr Fugmann, bitte bitte geben Sie den Termin vorher bekannt ;-)

  3. Avatar

    Macwoiferl

    3. April 2019 09:32 at 09:32

    Schade, gestern dachte ich, @Markus Fugmann hätte es verstanden, als er -Anflug von Satire- die ganzen Negativmeldungen ins bullische Terrain zog. Das war sehens- und erlebenswert. Ein lichter Moment.
    Heute startet FMW wieder dieselbe Endlosschleife wie in den vergangenen Jahren: Wir wollen erklären (was nicht erklärbar ist)…
    Rückgang hier, nix gelöst dort, da MÜSSTE es doch fallen, sagt FMW.
    Nönö.
    Man treibt die Kurse auf neue Höhen mit immer neuen sinnlosen Meldungen. Natürlich,
    Da könnte die Financial Times „Pieps“ melden und das Handelsblatt „Pups“ – es steigt, weil es MUSS.
    Wer soll sonst Donald Kim Yong wiederwählen? Oder Angela Merkel?
    Wenn nicht glückliche Besitzer von steigenden ETF-Rentendepots.
    Wer soll sonst I-Phones, Wohnungen, Huawei-Geräte etc. pp. einkaufswagenweise nach Hause fahren?
    Wenn nicht glückliche Chinesen, denen man „ihren“ Bitcoin wieder auf 20.000 und mehr hochgejuckelt hat!

    Die sinnlose Bullenstampede einen auf den anderen Tag zu kritisieren führt am Thema vorbei.

    Wirklich schlimm finde ich, dass die Politik die Märkte längst in Geiselhaft hat.
    Da muss eine FED zurückrudern weil sonst, wie in der fürchterlichsten Dikatur: Kopf ab, Herr Powell.
    Da werden Ereignisse wie der Handelskrieg „kurstreibend“ inszeniert.
    Und ohne Rücksicht auf Verluste machen die gewählten Verbrecher Schulden – man schaue sich nur die Entwicklung der USA an.

    Die Zukunft interessiert diese weltweiten Nieten in Nadelstreifen keinen Deut. Ebenso die Menschen.
    Es geht darum die Börsen so lange nach oben zu ziehen bis die Wiederwahl gesichert ist.
    Egal wer, da sind alle gleich – gibt ihnen ein Amt, und sie werden: Versager, die noch nicht einmal eine Zeitumstellung beschließen können.

    Auch diese Schleife lasse ich nun wieder aus und schaue mal bei DAX 13.100 vorbei…

  4. Avatar

    Hesterberg

    3. April 2019 13:05 at 13:05

    Einen schlussendlichen Handelsdeal braucht es doch gar nicht. Auch die Notenbanken müssten Zinssenkungen oder Bilanzreduzierungen gar nicht tatsächlich durchführen. Erwiesenermaßen reicht doch bereits regelmäßig die Ankündigung solcher Maßnahmen, um die Kurse nach oben zu treiben. Dieses Phänomen konnte man doch auch bei Mario Draghi vor Jahren immer wieder beobachten. Nun sollte man doch eigentlich glauben, dass die Märkte sich dann spätestens nach der 3. Ankündigung nicht mehr nur mit Ankündigungen, sondern nur noch mit Fakten zu Käufen bewegen lassen. Nein, das ist nicht so. Tatsächlich löst auch die 27. Ankündigung noch die gleiche Euphorie aus, wie die erste. Es gibt tatsächlich keinen Abnutzungseffekt. Was doch dann zwangsläufig zu er Erkenntnis führen muss, dass die Märkte derart einfältig reagieren, dass auch noch die 100. Ankündigung ein und derselben Hoffnungsbotschaft genauso gefeiert wird, wie das Ereignis selbst und letzteres gar nicht eintreten muss. Selbst kleine Kinder könnte man nicht derart oft an der Nase herumführen.

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Dax: Jahresausblick – Anleger sehen mehr Gefahren als Chancen

Stephan Heibel

Veröffentlicht

am

Der Dax ist 2021 bereits angesprungen, der Bitcoin hatte die 40.000 USD geknackt und Tesla konnte in den ersten Tagen des neuen Jahres bereits um 30% zulegen!

Der Quadratmeter Bauland wird in meiner Nachbarschaft auf 2.200 Euro taxiert, ich war bis vor kurzem von 800-1.000 Euro ausgegangen. Ja, liebe Notenbanken, von Inflation keine Spur, oder? Ich habe gelesen, dass die EZB im Rahmen ihrer strategischen Neuausrichtung nach Möglichkeiten sucht, den Zins für langfristig laufende Anleihen zu beeinflussen, ohne über den Geldmarkt gehen zu müssen. Abenteuerlich.

Für uns Anleger sind das goldene Zeiten, wobei der Gradmesser der Inflation, das Gold, tatsächlich nicht anschlägt. Die Feinunze Gold verlor diese Woche 1,4%. Ich denke, die überschüssige Liquidität der Anleger wandert derzeit eher in den Bitcoin als ins Gold. Den Bitcoin können Sie problemlos über Landesgrenzen mitnehmen, beim Gold ist das nicht so einfach.

Durch Disruption zum Milliardär

„Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.“ Mahatma Gandhi

1990-2000:

Es ist nicht leicht, Milliardär zu werden: Bill Gates lief sich in der Industrie die Hacken wund, niemand wollte Computer für den Privatanwender bauen. Das solle man den Profis überlassen, war die Antwort und IBM hatte eine ganze IT-Industrie erschaffen, die von den Personal Computern nichts wissen wollte. Der IBM Mainframe fristet heute ein Nischendasein, Bill Gates wurde mit seinem Betriebssystem für Personal Computer, dem Windows, zum reichsten Mann der Welt.

2000-2010:

Man muss in Büchern herumblättern, wenn man sich eine Kaufentscheidung bilden möchte, so das Dogma des Buchhandels vor 20 Jahren. Jeff Bezos bot die Bücher im Online-Versand an und hatte nicht nur alle Buchhändler der Welt, sondern später auch alle Einzelhändler der Welt gegen sich. Eine kleine Nische, die kaum Potential habe, urteilten viele damals. Amazon liefert heute so ziemlich alles, was das Herz an materiellen Wünschen hat. Jeff Bezos löste Bill Gates als reichsten Mann der Welt ab.

2010-2020:

Wenn Sie sich einmal die Ölindustrie und deren weltweite Logistiknetze anschauen, dann können Sie sich vorstellen, dass nicht nur die Autoindustrie gegen die Ablösung der Verbrennermotoren war: Als wichtiger Abnehmer der Ölindustrie liefen also gleich mehrere Branchen weltweit Sturm gegen das Elektroauto. Elon Musk peitschte sein Projekt durch, baute weltweit mangels Kooperationswillen in der Ölindustrie (denen gehören die meisten Tankstellen) ein eigenes Netz an Ladesäulen auf, die weltweit größten Batteriefabriken (Giga-Factories). Durch den Kurssprung in den Tesla-Aktien löste Elon Musk gestern Jeff Bezos als reichten Mann der Welt ab.

2020-2030:

Vielleicht steht der nächste Milliardär ja schon in den Startlöchern. Der Erfinder des Bitcoin ist nicht bekannt. Die mRNA-Technologie wird von mehreren Unternehmen genutzt, aber Moderna und BionTech scheinen die Nase vorn zu haben. Beyond Meat krumpelt die Nahrungsmittelindustrie um. Und Zoom Video und Twilio verändern die Art und Weise, in der wir untereinander kommunizieren. Spannend! Und es lohnt sich, am Ball zu bleiben.

Ich habe den Eindruck, dass die Coronakrise in einigen Bereichen Entwicklungen der kommenden Jahre vorweg genommen hat. So konnten die Aktien von BionTech, Zoom Video usw. im vergangenen Jahr exorbitant anspringen. Im Jahr 2021 wird sich zeigen, welche Entwicklungen tatsächlich beschleunigt wurden, und welche lediglich eine Sonderkonjunktur erfuhren.

Dax: Jahresausblick 2021

Bereits seit sechs Jahren führe ich die Jahresumfrage unter Lesern des Handelsblatts durch. Im Sinne der Sentiment-Theorie interpretiere ich die Mehrheitsmeinung dahingehend, dass es unwahrscheinlich ist, dass genau diese Erwartung eintritt. Vielmehr haben Untersuchungen gezeigt, dass an den Finanzmärkten in der Regel das Unerwartete passiert.

Das Ergebnis meiner Analyse der Jahresumfrage vor einem Jahr war die Erwartung, dass der DAX frühzeitig im Jahr 2020 ausverkauft würde, um dann bis in den November hinein stark anzusteigen. Den Jahresschlusskurs hatte ich sodann auf knapp unter das Jahreshoch taxiert. Optisch betrachtet habe ich damit ziemlich gut gelegen.

Wenn wir jedoch die Beschriftung der X-Achse zufügen, könnte ich nicht schlechter gelegen haben: Das Tief hatte ich auf über 12.000 festgelegt und als Jahreshoch hielt ich die 15.000 Punkte für möglich.

Nun könnte man sagen, die Corona-Pandemie hat ohnehin alles auf den Kopf gestellt. Doch gerade solche unvorhersehbaren Ereignisse sollen ja mit Hilfe technischer Instrumente, wie beispielsweise dieser Jahresumfrage, berücksichtigt werden. Dennoch würde ich sagen, dass wir den Verlauf recht gut prognostiziert haben, wenngleich die Intensität durch Corona nach unten verstärkt wurde. Heute werden wir untersuchen, ob der Lauf in Richtung 15.000 nur um ein Jahr verschoben wurde, oder ob sich nach Corona eine vollständig neue Situation ergibt.

Bei unserer Jahresumfrage vor einem Jahr wurde die Anlage in Immobilien als beste Investmentchance bezeichnet, gefolgt von Aktien und Edelmetallen. Industriemetalle (bspw. Kupfer) und Nahrungsmittel (bspw. Getreide) wurden als mäßig attraktiv betrachtet.

Tatsächlich haben gerade Industriemetalle (+26%) und Nahrungsmittel (+16%) im abgelaufenen Jahr eine gute Performance gezeigt. Der DAX konnte sich auf Jahressicht knapp ins Plus retten (+3,5%).

Immobilien muss man für das Jahr 2020 detailliert betrachten: Bauland zeigt mit +13% den stärksten Wertzuwachs, gefolgt von Wohnimmobilien mit +8%. Gewerbeimmobilien litten stark unter der Corona-Pandemie, wobei Büroimmobilien Einbußen erlitten, während Flächen für logistische Nutzung gefragt waren.

Wenngleich der Wertzuwachs bei Wohnimmobilien nicht mit Industriemetallen und Nahrungsmitteln mithalten konnte, so ändert sich das Bild wenn wir berücksichtigen, dass Immobilien in der Regel zu einem großen Teil finanziert werden. Die Wertentwicklung des Eigenkapitals ist, auch nach Abzug der derzeit niedrigen Zinsen, deutlich höher anzusetzen.

Hier die Jahresperformance:

· Kupfer +26%

· Getreide +16%

· Gold +12%

· Immobilien 8%

· DAX +3,5%

· Anleihen +0,5%

· Öl -25%

· Dow Jones +6%

· Nikkei +16%

· Shanghai A-Aktien +12%

In einem Punkt haben die Umfrageteilnehmer vor einem Jahr gut gelegen: Der Median der Umfrageerwartung von vor einem Jahr erwartete einen DAX-Jahresschluss 2020 bei 13.750 Punkten, was einem Plus von 3,8% entsprochen hätte. Mit dem tatsächlichen Jahresschlusskurs von 13.719 (+3,5%) wurde dieser Median ziemlich gut getroffen.

In den vergangenen 50 Jahren hat der DAX nur fünfmal mit einem so kleinen Plus (kleiner 5%) geschlossen.

Nun hat die Corona-Pandemie zu einem durchweg überraschenden und untypischen Börsenjahr geführt, sowohl im Ergebnis als auch im Verlauf. Ich wäre daher vorsichtig, unseren Umfrageteilnehmern vorschnell eine hohe Trefferquote zuzusprechen: Auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn.

Gedämpfte Erwartungen für Aktien im Jahr 2021

Für das Jahr 2021 erwarten Anleger nicht viel vom Aktienmarkt: zum Jahresende dürfte sich der DAX in etwa erneut auf dem aktuellen Kursniveau bewegen, wenn unsere Umfrageteilnehmer Recht haben.

Wo steht der Dax Ende 2021?
Abbildung 1: Jahresumfrage Handelsblatt: Jahresschlusskurs DAX

Die meisten gehen von einem Jahresschlusskurs im Bereich von 13.600 bis 13.900 aus, was im Mittel einem Jahresplus von mageren 0,2% entspräche. Wenn wir die durchschnittliche Erwartung unter Einbeziehung aller Antworten errechnen, ergibt sich sogar nur ein Wert von 13.726 Punkten, also +0,1%.

Interessant dabei ist, dass die Streuung der Erwartungen sehr gering ist: 60% aller Teilnehmer erwarten einen Jahresschlusskurs zwischen 13.500 und 14.400 Punkten. Werte außerhalb dieses Bereiches wurden nur vereinzelt ausgewählt. Einen Schlusskurs unter 13.000 befürchtet fast keiner mehr. Nach oben gibt es vereinzelte Stimmen, die sogar einen DAX bis 16.000 Punkte erwarten.

Wo wird der Höchststand beim Dax 2021 sein?
Abbildung 2: Jahresumfrage Handelsblatt: Jahreshoch im DAX

Das Jahreshoch wird gemäß der Erwartung unserer Umfrageteilnehmer mindestens über 13.950 Punkten liegen, im Mittel wird ein Jahreshoch bei 14.250 (+3,9%) Punkten erwartet. Berechnen wir den Durchschnitt aller Erwartungen, so erhalten wir einen Wert von 14.385 Punkten (+4,9%). Ein Jahreshoch über 14.850 Punkte (+8,2%) hält kaum jemand für möglich.

Wo wird das Tief beim Dax sein?
Abbildung 3: Jahresumfrage Handelsblatt: Jahrestief im DAX

Auch beim Jahrestief sind die Erwartungen etwas pessimistischer: Unter 12.750 Punkte (-7,1%) sollte der DAX nach der Erwartung unserer Umfrageteilnehmer mindestens nochmals rutschen. Im Mittel wird sogar ein zwischenzeitliches Abrutschen bis auf 12.150 Punkte (-11,4%) befürchtet. Das durchschnittlich erwartete Tief im Jahr 2021 liegt bei 11.910 Punkten (-13,2%). Immerhin fürchtet kaum jemand ein erneutes Abrutschen unter 11.250 Punkte (-18%).

Ich finde dieses Ergebnis merkwürdig: Im Jahr 2019 sprang der DAX um 25% an. Im Corona-Jahr 2020 betrug die Schwankungsbreite im DAX über 60%! Für das Jahr 2021 gehen Anleger jedoch nur von einer maximalen Schwankungsbreite von 24% aus, die meisten erwarten eine Schwankungsbreite von nur 17%. Es wäre schön, wenn’s so kommt.

Für den DAX erwarten die meisten Anleger das Jahreshoch im Mai. „Sell in May and go away…” heißt eine Börsenweisheit, die sich offensichtlich in den Köpfen der Anleger festgesetzt hat. Doch in den vergangenen Jahren galt diese Regel kaum.

Das Jahrestief wird im August erwartet, ebenfalls entsprechend der obigen Börsenregel: „… and always remember to come back in September”.

Bis zum Jahresschluss würde der DAX dann wieder in Richtung seiner Höchststände marschieren, wenn wir der Erwartung unserer Umfrageteilnehmer glauben. Soweit wird hier eine durchaus typische Jahresentwicklung erwartet.

Untypisch ist jedoch die Befürchtung eines unmittelbar anstehenden Ausverkaufs zum Jahresbeginn: Verhältnismäßig viele Anleger befürchten, dass wir bereits im Februar das Jahrestief sehen können. Daraus können wir zwei Schlussfolgerungen ziehen:

Zum einen wird der Markt aktuell als überhitzt wahrgenommen, so dass kurzfristig keine weiteren Kurssteigerungen erwartet werden. Nach dem Jahresschlussspurt wird nun eine Konsolidierung bis hin zu einer Korrektur erwartet.

Zum anderen spiegelt die Erwartung der Kurstiefs bereits so früh im Jahr die optimistische Erwartung der Anleger wider, dass die Kurse im Jahr 2021 überwiegend steigen werden.

Diese Erwartung widerspricht offensichtlich der weiter oben formulierten Erwartung der geringen Sprunghöhe im DAX: Wenn der DAX schon in den kommenden Wochen sein Tief sieht und dann für den Rest des Jahres steigt, dann erscheint das Kursziel bis zum Jahresende bei durchschnittlich 13.726 Punkten (+0,1%) sehr konservativ. Einzige Erklärungsmöglichkeit wäre ein heftiger Ausverkauf in den kommenden Wochen, so dass der DAX von tiefem Niveau aus dann das ganze Jahr steigen kann, ohne über die 14.000 Punkte zu springen.

Das wäre eine Entwicklung, die der DAX-Entwicklung aus dem Pandemie-Jahr 2020 entspräche. Ich halte das für sehr unwahrscheinlich.

Umfragen zum Dax im Jahr 2021

 

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Finanznews

Aktienmärkte: Warum fallen sie denn? Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

Veröffentlicht

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Ja warum fallen sie denn, die Aktienmärkte? Dass die so verwöhnte Wall Street (und auch der Dax) heute unter Druck kommt, hat mehrere Gründe: erstens Zweifel, ob Biden wirklich sein Stimulus-Programm verwirklichen kann. Dann, zweitens, wieder schwache US-Einzelhandelsumsätze – und schließlich die Nachricht, dass Pfizer deutlich weniger Impfstoff in den nächsten Wochen für die EU liefern wird. Im Grunde sind angesichts der absehbaren Verschärfungen der Lockdowns in Europa die Prognosen für ein starkes wirtschaftliches Jahr 2021 schon jetzt obsolet. Aber ein Rücksetzer der Aktienmärkte war ohnehin überfällig, zuletzt fehlte es deutlich an Dynamik auf der Oberseite. Vielleicht spielt auch die Unruhe vor der Amtsübernahme von Biden schon eine Rolle, man fürchtet erneute Ausschreitungen..

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Gold/Silber

Rüdiger Born: Charttechnik bei Dow, Nasdaq und Silber

Redaktion

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Ganz so einfach ist die Lage bei Dow Jones, Nasdaq und Silber derzeit nicht. Schauen wir genauer auf die Charts im folgenden Video.

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