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Deutsche Bank: Neue Milliardenklage und Zittern um Ertragskraft

Es nimmt einfach kein Ende. Wie hört man es immer wieder aus dem Management der Deutschen Bank? Man ist dabei endlich all die Klagen abzuarbeiten, man tue alles dafür usw. Jetzt aber kommt die nächste…

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FMW-Redaktion

Es nimmt einfach kein Ende. Wie hört man es immer wieder aus dem Management der Deutschen Bank? Man ist dabei endlich all die Klagen abzuarbeiten, man tue alles dafür usw. Jetzt aber kommt die nächste Milliardenklage. Ein Bundesgericht in New York hat jetzt eine Sammelklage gegen die Deutsche Bank, die Royal Bank of Scotland und Wells Fargo zugelassen. Dabei geht es um den die bereits pleite gegangene „NovaStar Mortgage“, einen Hypothekenfinanzierer, bei dem diese Banken bei der Emission hypothekenbesicherter Wertpapiere geholfen haben.

Die Investoren fühlen sich über die Qualität der Kredite getäuscht, und reklamieren einen Schaden über 7,7 Milliarden Dollar. NovaStar hatte gerade 2006 und 2007 viele Hypotheken in Pakete verpackt und an Investoren verkauft. Da die Firma selbst nichts mehr hergibt, sind jetzt die emissionsbegleitenden Banken dran. NovaStar kümmerte sich vor allem um Immobilienkredite mit geringer Bonität der Schuldner (Subprime). Hauptkläger ist ein Gesundsheitsfonds für Zimmerer aus dem Bundesstaat New Jersey, der vor der Finanzkrise hier investierte. Man dachte wohl es handele sich hierbei um ganz seriöse Geldanlagen in Schuldverschreibungen, oder?

Die Investoren fühlen sich durch Angebotsbroschüren getäuscht – man sei davon ausgegangen, dass die Kredite so toll abgesichert worden seien, wie es beworben war. Und man beklagt, dass im Verkaufsmaterial beworben wurde, dass die Wertpapiere sicherer gewesen seien, als es später in der Realität der Fall war. Ausgang ungewiss, Urteilszeit ungewiss. Diese Sammelklage geht jetzt erst los. Also hat man hier erneut ein Milliardenrisiko, bei dem die Chancen wohl gar nicht so schlecht stehen dürften, dass die Kläger gewinnen. Möchte man bei der Deutschen Bank seine Risikovorsorge nicht doch nochmal etwas anheben? Egal, vielleicht kann man die Entschädigungssumme auch durch „gutes Zureden“ runterdrücken, wie man es jetzt gerade beim US-Justizministerium versucht?

Ungemach droht für die Deutsche Bank auch aus einer anderen Ecke. Aus Börsenkreisen hört man seit ein paar Tagen erneut die Befürchtungen, dass man Angst davor hat, dass die Deutsche Bank nicht in der Lage sein könnte aus eigener Kraft genug Gewinn zu erwirtschaften, um das Eigenkapital wie geplant aufstocken zu können. Auch stellt sich die Frage, ob schon für das kommende 1. Quartal Kostensenkungen sichtbare Erfolge liefern können.

Man munkelt in Börsianerkreisen, ob die Ratingagentur Fitch eventuell im Laufe des ersten Quartals oder nach Verkündung der Zahlen für das 1. Quaratl (als dann im 2. Quartal) das Rating für die Deutsche Bank herabstufen könnte. Dazu gibt es aber noch nichts Konkretes. Fest steht: Kommt es in den nächsten Monaten durch diesen hier erwähnten neuen Rechtsstreit zu weiteren Milliarden-Strafzahlungen für die Deutsche Bank in den USA, ist das ein weiterer Rückschlag für das aktuelle Motto von John Cryan mit dem Namen „Wir bekommen die Rechtsstreitigkeiten ja gerade nach und nach in den Griff“. Es sieht bisher nicht danach aus.

2 Kommentare

2 Comments

  1. John Cryan

    7. November 2016 14:55 at 14:55

    Gähn,… wird schon irgendwie langsam langweilig.
    Immer diese negativen News über uns und dann bleibt sowieso alles wie es ist.
    Das WIM System funktioniert einwandfrei… Wurstel,Improvisier,Mauschel
    …fröhliche Urstände, ätsch!
    J.C

  2. Ines43

    8. November 2016 13:35 at 13:35

    2006 waren die Hypotheken sicher gut besichert.
    Aber wenn der ganze Markt plötzlich verfällt,
    bröckelt jede Sicherung.

    Wie wäre es, wenn man das Ganze mal aus der Sicht des Jahres 2006 betrachtet und nicht immer aus der Sicht des Jahres 2009.
    Auch in der deutschen Bank saßen keine zertifizierten Propheten.

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Aktuell: Quartalszahlen von zwei Dow-Konzernen

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Aktuell haben mit Johnson&Johnson und Travelers zwei Dow-Konzerne ihre Quartalszahlen veröffentlicht. Hier zeigen wir die wichtigsten Kennzahlen.

Johnson & Johnson

Der Umsatz liegt bei 20,4 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 20,2/erwartet 20).

Der Gewinn liegt bei 1,97 Dollar pro Aktie (Vorjahreswert 1,75/erwartet 1,95).

Die Jahresprognose beim Umsatz (bisher 82,7) liegt jetzt bei 81,2 Milliarden Dollar. Die Jahresprognose beim Gewinn pro Aktie (bisher 8,60) liegt jetzt bei 8,50-8,65 Dollar.

Die Aktie notiert vorbörslich mit 0,2% im Plus.

Travelers

Der Umsatz liegt bei 6,69 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 6,42 /erwartet 7,7).

Der Gewinn liegt bei 2,32 Dollar pro Aktie (Vorjahreswert 1,98/erwartet 2,20).

Die Aktie notiert vorbörslich mit -0,4%.

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Aktien

Kurz und knapp: UBS zieht Europas Banken nach unten

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Ein Kurzkommentar von Wolfgang Müller

Die Schweizer Großbank UBS legt beim Gewinn zu, wird aber dennoch abgestraft!

Die UBS meldete für das 4.Quartal 2018 einen Gewinn von 4,9 Mrd.$, aber ohne die Neubewertung von Steueransprüchen wäre das Ergebnis um 275 Millionen geringer ausgefallen.

Der Gesamtgewinn des Jahres legte um 2% auf 6,4 Mrd.$ zu, was die Märkte aber am Vormittag dennoch mit einem Minus von 4% abstraften. Im Zuge dessen fiel auch der deutsche Konkurrent, die Deutsche Bank, um 3,5%.

Konzernchef Sergio Ermotti sprach von „historisch schwierigen Marktbedingungen“ und versprach den Aktionären eine höhere Dividende (70 Schweizer Rappen) und – sieh an – den Rückkauf eigener Aktien in Höhe von 1 Mrd.$.

Auch im laufenden Quartal sollen sich die Handelskonflikte auf das Ergebnis negativ auswirken.

Wohin man in Europa blickt, die Aktienrückkäufe werden oft als letztes Mittel gegen den Kursrutsch angekündigt. Müssen wir den Amerikanern alles nachmachen?

Der UBS-Präsident und ehemalige Bundesbankchef Axel Weber sagte vor wenigen Minuten in Davos, dass eine Konsoldierung der europäischen Bankenlandschaft notwendig sei: „Es gbt zu viele von Ihnen“. Auf globaler Eben seien die europäischen Banken zu klein. Und Weber weiter: man müsse das Geschäftsmodell europäischer Investmentbanken neu ausrichten – was impliziert, dass man derzeit nicht wirklich ein tragfähiges Geschäftsmodell hat!


The UBS Investment Bank’s Offices at 299 Park Avenue in New York City.
By Urbanrenewal – Own work, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=11109797

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EU-Regularien wirken: Führender CFD-Broker mit schwachen Zahlen

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Die EU hat die CFD-Branche letztes Jahr stark reguliert, vor allem mit den Hebel-Beschränkungen im CFD- und Forex-Handel. Diese bewirken, dass die Brutto-Umsätze der Kunden geringer ausfallen, und somit auch die Provisionserlöse der Broker.

CFD-Handel beschränkt durch maximalen Hebel

Die IG Group (IG Markets) gilt als Marktführer in Europa im CFD-Handel für Privatkunden. Heute früh hat IG seine Halbjahreszahlen veröffentlicht für die ersten sechs Monate im Bilanzjahr 2019 (bis Ende November 2018). Der Umsatz ist im Jahresvergleich von 268,4 auf 251 Millionen Pfund gesunken. Der Umsatz in der gesamten EU (inklusive UK) sank von 176 auf 145 Millionen Pfund. In der Region „Asien und Pazifik“ (APAC) stieg der Umsatz von 66 auf 74 Millionen Pfund. In der Region „Naher Osten und Afrika“ stieg der Umsatz von 17,4 auf 20,6 Millionen Pfund. Der „Umsatz pro Kunde“ in der Festland-EU sank um 17%!

Man sieht also: Dort wo die EU-Regularien gelten, sind die Umsätze rückläufig. Außerhalb nehmen sie zu. Der Gewinn von IG im ersten Halbjahre sinkt von 108 auf 91 Millionen Pfund. Die Relation zwischen Umsatz und Gewinn ist immer noch atemberaubend hoch und zeigt, wie profitabel das CFD-Geschäft für die Broker immer noch ist!

Ausweichen

Die Anzahl der aktiven Kunden in der EU sank bei IG um 15% laut heutiger Veröffentlichung. Das mag wohl auch daran liegen, dass zahlreiche aktive Kunden ihren Status von „Privatkunde“ auf „Profikunde“ ändern ließen, womit sie nicht mehr unter die Hebel-Beschränkungen der EU fallen. Wir haben schon mal darauf hingewiesen. Treiben die Broker es zu bunt und klassifizieren zu viele Kunden um, könnte die EU auch dort einen Riegel vorschieben. Abgesehen von der Umklassifizierung dürften einige Kunden auch ihre IG-Konten in der EU gekündigt, und neue Konten bei rechtlich eigenständigen IG-Töchtern außerhalb der EU eröffnet haben.

Für die Branche brechen insgesamt härtere Zeiten an dank der Hebel-Beschränkung. Frage: Warum hat die EU eigentlich die Hebel bei Optionsscheinen und Zertifikaten nicht auch beschränkt? Haben die CFD-Broker nicht so viel Geld und Einfluss wie die Lobbyisten der Banken? Die Aktie von IG ist von gestern Abend auf heute früh übrigens von 640 auf 560 Pence gefallen. Aktuell erholt sie sich wieder etwas auf 602 Pence.

CFD-Broker IG Group

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