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Neues aus Trump-Land: Sonderermittler Mueller biegt in die Zielgerade – und der Fall Khashoggi

Eine Kolumne von Herbert Bauernebel aus New York

Trumps Präsidentschaft an der Kippe? Sonderermittler Mueller biegt in die Zielgerade!

Seit eineinhalb Jahren untersucht FBI-Veteran Bob Mueller Trumps Russenkontakte und mögliche Verbrechen der Justizbehinderung. Jetzt ist das Finale in Sicht – und es könnte für den Präsidenten eng werden.

Muellers Ankläger wollen gerade die „letzten offenen Fragen“ klären, wie Trump-Verteidigern mitgeteilt wurde, enthüllte Aufdecker-Reporter Michael Isikoff.

Diese Woche werden Enthüllungen im Tages-Takt erwartet: Memos sollen in den nächsten Tagen im Rahmen der drei hochkarätigsten Verfahren gegen ehemalige Trump-Vertraute – Michael Flynn, Paul Manafort und Michael Cohen – eingebracht werden.

Aus den Gerichtsakten, in denen die Kläger ihre Forderungen für ein mögliches Strafausmaß darlegen, werden laut Experten wichtige Details herauszulesen sein, wie viel Munition Mueller gegen Trump gesammelt hat.

 

US-Senator nach CIA-Briefing über Khashoggi-Mord: Bin Salman „verrückt“

CIA-Chefin Gina Haspel präsentierte Dienstag elf Senatoren in einem abhörsicheren Raum im Keller des Kapitol-Gebäudes die gesammelten Beweise über die Rolle des Saudi-Kronprinzen Mohammed bin Salman (MBS) beim Horror-Mord an Saudi-Dissidenten Jamal Khashoggi.

Es herrschte unter den Senatoren selten noch so überparteiliche Einigkeit nach dem Briefing: MSB wäre der Auftraggeber des Mordes, sagte Senator Bob Corker (R). „Es gibt null Zweifel daran, dass er den Mord angeordnet hat“, so Corker.

Und: „Wenn man diese Beweise Geschworenen vorlegen würde, wäre er in 30 Minuten verurteilt“.

Donald Trump, der längst Zugang zu allen CIA-Infos hat, beharrt jedoch bis jetzt darauf, dass es keine „eindeutigen Beweise“ für MBSs Rolle gäbe.

Corker warf dem US-Präsidenten vor, den Mord an einem Journalisten einfach zu dulden.

Senator Lindsey Graham machte deutlich, dass MBS „verrückt“ und „gefährlich“ sei und es Konsequenzen geben müsse. Graham sagt auch, es gäbe bei dem Fall statt eines Beweises wie ein „rauchender Colt“ eine „rauchende Säge“, ein Seitenhieb auf die Knochensäge, die beim Zerstückeln der Leiche von Khashoggi verwendet worden war.

 

Herbert Bauernebel ist freier US-Korrespondent in New York seit 1999. Er leitet dazu das Info-Portal AmerikaReport.de mit Blogs, Analysen und News – von „Breaking News“ bis Politik-Aufregern, von Trends aus dem „Silicon Valley“ bis zur Wall Street. 

 

Von This image or media was taken or created by Matt H. Wade. To see his entire portfolio, click here.@thatmattwadeThis image is protected by copyright! If you would like to use it, please read this first. – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5004719

 



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2 Kommentare

  1. Trump wollte die Clinton einsperren, schützt aber Kashoggi, Toleranz ist doch eine sehr menschliche Eigenschaft ! Die Börsenanalysten sollten langsam an ein Szenario ohne Aktienturbo Trump nachdenken.
    Der Nasdaq ist doch seit der Trump – Wahl über 40% gestiegen.Da Trump mit seiner Diplomatie alle Weltmärkte für die USA weiter öffnet, ist der Anstieg fundamental natürlich gerechtfertigt. ? ?
    P.S. Das Aktienniveau war schon bei Amtsantritt sehr hoch, erwarteten doch viele schon damals eine grosse Korrektur.Also Nasdaq minus 25%, dann sind wir wieder bei Stunde Null.

  2. Nein, bislang sind offenbar alle belastenden Informationen gesammelt und von Müller sicher verwahrt worden. Was ist, wenn Müller gar kein Interesse daran hat die gesammelten Werke gehen Trump anzuwenden.

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