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Neuordnung hin zu nur noch drei großen Agrochemie-Konzernen schreitet voran

Die EU-Kommission macht den Weg frei zur weiteren Konzentration des Agrochemie-Markets. Die zuständige EU-Kommissarin Margrete Vestager hat vorhin durch den folgenden Tweet bestätigt, dass nach Erfüllung…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Die EU-Kommission macht den Weg frei zur weiteren Konzentration des Agrochemie-Markets. Die zuständige EU-Kommissarin Margrete Vestager hat vorhin durch den folgenden Tweet bestätigt, dass nach Erfüllung von Auflagen (ganz aktuelle Info unten im Artikel im Wortlaut) die Fusion der beiden US-Giganten Dow Chemical und DuPont genehmigt wird.

Wir erinnern an dieser Stelle an die ursprüngliche Intention der beiden Fusionspartner, dass man nach der Fusion den Konzern in drei gleich große Teile aufspalten wolle. Ob das nach den jetzigen Auflagen noch so gemacht wird, ist fraglich. Zitat Dow aus Dezember 2015:

INTENDED SEPARATION INTO THREE INDEPENDENT, PUBLICLY TRADED COMPANIES

It is the intention of both companies’ boards of directors that, following the merger, DowDuPont would pursue a tax-free separation into three independent, publicly traded companies with each targeting an investment grade credit rating. Each would be a strong, focused business with powerful innovation capabilities, enhanced global scale and product portfolios, focused capital allocation, and a distinct competitive position. The three businesses that the boards intend to separate are:
Agriculture Company
Material Science Company
Specialty Products Company

Wie auch immer. Dow und DuPont haben Glück, dass sie in ihrer Branche quasi die ersten waren mit einer Großfusion. Erst danach kamen China National Chemical Corp mit der Übernahme der Schweizer Syngenta und Bayer mit der Übernahme von Monsanto. Die Prüfungen von EU und USA werden bei diesen Käufen vermeintlich strenger ausfallen. Wenn auch hier Teilauflagen ausreichen, schrumpft die Anzahl der Anbieter in Richtung eines „Oligopols“, also einer Art „Beinahe-Monopol“, einem Kreis sehr weniger Anbieter gegenüber vielen Nachfragern.

Hier die EU-Kommission aktuell im Wortlaut zu den Auflagen:


Die Europäische Kommission hat den geplanten Zusammenschluss zwischen den US Chemiekonzernen Dow und DuPont nach der EU Fusionskontrollverordnung freigegeben. Die Genehmigung erging vorbehaltlich der Veräußerung großer Teile der globalen Pestizidsparte von DuPont einschließlich der zugehörigen globalen FuE-Kapazitäten.

Die für Wettbewerbspolitik zuständige EU-Kommissarin Margrethe Vestager erklärte: „Pestizide sind ein wichtiges Thema – für Landwirte, Verbraucher und die Umwelt. Der Wettbewerb muss in dieser Branche funktionieren, damit sich die Unternehmen veranlasst sehen, Produkte zu entwickeln, die Gesundheit und Umwelt möglichst wenig belasten. Der heutige Beschluss verhindert, dass der Wettbewerb auf dem Markt für erhältliche Pestizide durch die Fusion von Dow und DuPont beeinträchtigt wird und die Innovationstätigkeit zur Entwicklung besserer Produkte in der Zukunft abnimmt.“

Der heutige Beschluss ist das Ergebnis einer eingehenden Prüfung des Zusammenschlusses. Die Kommission hatte Bedenken, dass der Zusammenschluss in der angemeldeten Form auf einigen Märkten für bereits erhältliche Pestizide den Wettbewerb in Bezug auf Preis und Wahlmöglichkeiten der Verbraucher eingeschränkt hätte. Auch die Innovationstätigkeit wäre durch den Zusammenschluss deutlich zurückgegangen. Innovationen zur Verbesserung bereits erhältlicher Produkte und zur Entwicklung neuer Wirkstoffe sind ein zentrales Element des Wettbewerbs in der Pestizidbranche, in der nur fünf Marktteilnehmer global über den gesamten Forschungs- und Entwicklungsprozess hinweg tätig sind.
Durch die Verpflichtungszusagen von Dow und DuPont werden die Bedenken der Kommission in vollem Umfang ausgeräumt. Die beteiligten Unternehmen werden die beanstandeten Überschneidungen auf den kritischen Märkten durch Veräußerung großer Teile der Pestizidsparte von DuPont beseitigen. Auch fast die gesamte globale Forschungs- und Entwicklungssparte von DuPont soll verkauft werden. Die Kommission kam zu dem Schluss, dass der Käufer zum Nutzen der europäischen Landwirte und Verbraucher in der Lage sein dürfte, DuPont als Wettbewerber auf den betreffenden Märkten zu ersetzen und weiterhin Produktinnovationen hervorzubringen.

Im petrochemischen Bereich, in dem beide Unternehmen wichtige Marktteilnehmer sind, werden entsprechende Vermögenswerte von Dow veräußert, damit der Wettbewerb erhalten bleibt.
Neben diesem Zusammenschluss sind in der Agrochemiebranche weitere Zusammenschlüsse geplant. Die Kommission prüft jeden Fall unter Berücksichtigung der Sachlage. Im Einklang mit ihrer Beschlusspraxis geht sie bei parallelen Zusammenschlüssen nach der „Vorrangregel“ vor, d. h., die geplanten Zusammenschlüsse werden in der Reihenfolge der Anmeldung geprüft. Bei der Beurteilung des Zuammenschlusses von Dow und DuPont wurde die aktuelle Marktlage zugrunde gelegt.

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Ballard Power vor gewaltigem Kursrutsch? – Werbung

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Lieber Börsianer,

da stimmen Sie mir sicherlich zu. Die Stimmung an den Börsen hat sich im Oktober eingetrübt. Vor allem das europäische Infektionsgeschehen schlägt uns aufs Gemüt. Auch im Alltag werden wir die Folgen nächstens wieder alle ganz gegenständlich spüren, wenn Deutschland in den Lockdown light geht. Das nämliche Bild bei unseren Nachbarn. In Wien werden derzeit ähnliche Maßnahmen vorbereitet, um die zweite Covid-Welle zu brechen. In Frankreich gelten sogar wieder harte Ausgangssperren. Man darf dort zur Arbeit und zum Einkauf fahren. Ansonsten gilt: Rien ne va plus.

Da überrascht es nicht, dass der DAX südwärts läuft und derweil auf Wochensicht über 8 % eingebüßt hat. Ähnlich wie im vergangenen Februar und März sind auch die Ölpreise wieder massiv rückläufig und verlieren zur Vorwoche rund 9 %. US-Aktien halten sich noch recht wacker, aber auch hier sehe ich Gefahr im Verzug.

Verstehen Sie mich bitte nicht falsch, ich mache jetzt hier nicht den Pessimisten. Gleichwohl halte ich es für ratsam, kurzfristig in unseren Depots die Cashquoten zu erhöhen und den ein oder anderen Titeln zu veräußern, um dann am Ende zu günstigeren Kursen wieder in den Markt zurückzukommen.

Diese Taktik dürfte etwa bei dem Wasserstoff-Titel Ballard Power reizvoll sein, denn hier kündigt sich ein scharfer Ausverkauf an. Schauen wir uns zunächst einmal die letzten Zahlen aus dem zweiten Quartal an. Das kanadische Unternehmen meldete einen Umsatz in Höhe von 25,8 Millionen USD. Das entspricht einem recht vernünftigem Wachstum im Vergleich zum Vorjahresquartal in Höhe von 9 %. Den Verlust konnte man spürbar eingrenzen, gleichwohl hat das…..

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