Devisen

News am Morgen: Was abläuft in Blitz-Meldungen

Vorab: während der Dax wenig Lust zeigt, zu steigen, sind die US-Futures deutlich nach oben gegangen – warum auch immer..

Hier wichtige Fakten vom Vormittag:

Irans Parlament wird heute bei einer Sitzung Gegenmaßnahmen beschließen wegen der Kündigung des Atomabkommens durch Trump. Die Maßnahmen würden „proportional“ erfolgen. Im iranischen Parlament haben Politiker die Fahen der USA verbrannt:

die Europäer wollen am Iran-Abkommen festhalten: das Abkommen sei „nicht tot“, so Frankreichs Aussenminister Le Drian. Frankreichs Präsident Macron wird heute mit seinem iranischen Amtskollegen Ruhanis telefonieren, vermutlich am kommenden Montag kommt es zu einem Treffen zwischen dem Iran, Deutschland, Frankreich und Großbritannien
Fakt ist: Europa hat in Sachen Iran sehr viel mehr zu verlieren als die USA:

Aufgrund der Kündigung des Iran-Abkommens sind die Aktien von Airbus unter Druck: damit ist ein von Airbus bereits verbuchter Auftrag aus dem Iran im Volumen 38,3 Milliarden Dollar in Gefahr – IranAir hatte 200 Flugzeuge bestellt. Auch die Aktien der französischen Autobauer Peugeot und Renault fallen, beide Firmen sind im Iran engagiert

der Ölpreis (WTI) stieg heute vormittag erstmals seit November 2014 über die Marke von 71 Dollar, das Plus heute beträgt fast 3% – nächstes Ziel ist die 100-Tage-Linie bei 75,24 Dollar

die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe steigt aktuell wieder über die Marke von 3%!

der Reigen schwacher Konjunkturdaten aus Europa setzt sich fort: die Industrieproduktion Frankreichs fällt überrraschend um -0,4% zum Vormonat, erwartet war ein Anstieg von +0,4%. Enttäuschend auch die Einzelhandelsumsätze aus Italien mit -0,2% zum Vormonat (Prognose war 0,0%). Schwächer als zunächst erwartet dürfte das in der nächsten Woche veröffentlichte BIP aus Deutschland ausfallen, so nun die Erwartung

der Abverkauf von Währungen der Emerging Markets geht weiter – die türkische Lira mit einem frischen Allzeittief zum US-Dollar bei 4,37:

The trend is not your friend – wenn man long in der türkischen Lira war:

die US-Berichtssaison ist fast vorbei, fraglos mit starken Zahlen. Aber das Beispiel aus dem Zeitraum zwischen 1972 bis 1974 zeigt, dass die US-Aktienmärkte trotz steigender Gewinne pro Aktie fallen können. Damals (1972 bis 1974) steigende Ölpreise und steigende Inflation – Ähnlichkeiten mit der Lage heute sind rein zufällig und natürlich nicht beabsichtigt:

die Bilanzsumme der EZB ist zuletzt erstaunlicherweise leicht geschrumpft – hat da aus versehen jemand bei der EZB den falschen Knopf gedrückt?:



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1 Kommentar

  1. „die Europäer wollen am Iran-Abkommen festhalten“
    Ich frage mich, wie das gehen soll?
    Trump hat gestern eindeutig gesagt, jedes Land, dass dem Iran bei der Entwicklung der Atombombe hilft, wird ebenfalls sanktioniert. Man kann jetzt natürlich sagen, wenn die EU weiter „normalen“ Handel mit dem Iran betreibt, dass sie dem Iran ja nicht behilflich sind, die Atombombe zu entwickeln. Ich gehe aber nicht davon aus, dass das Trump nicht zufriedenstellen würde. Ich gehe viel eher davon aus, dass der Druck auf die EU, ebenfalls keinen Handel mehr mit dem Iran zu treiben, zunehmen wird. Die Zölle auf Stahl und Alu zB sind ja nur ausgesetzt bis zum 01.06. Wenn aber die EU nun keinen Handel mehr mit dem Iran betreibt, wie soll dann seitens der EU das Abkommen aufrecht erhalten werden.
    Der Iran wird sich wohl kaum als einziger an ein Abkommen halten, dass dann vollkommen einseitig eingehalten wird.

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