News kompakt: Kanadas Immobilienblase platzt gerade, in China Turbulenzen, ETFs und Amazon

FMW-Redaktion

Hier eine Zusammenstellung einiger Meldungen in kompakter Form:

1. Apple – so schnell wird das nichts mit dem neuen iPhone8. Statt wie sonst üblich im September wird das neue iPhone8 nicht vor November kommen, vielleicht auch erst im Dezember. Laut der chinesischen Zeitung „Economic Daily News“ werde Apple aufgrund von Verzögerungen bei Lieferanten erst im Dezember, also recht spät für das Weihnachtsgeschäft, das neue iPhone8 ausliefern können. Das aber auch nur mit geringen Volumina.

2. A propos China: im Reich der Mitte ist der technologielastige Nebenwerte-Index ChiNext um knapp über 5% eingebrochen. Ebenfalls stärker unter Druck der Shenzhen Composite mit -2,2%. Der Grund für die Schwäche ist ein Treffen der Parteiführung mit der Absicht, die Risiken an den Finanzmärkten weiter zu begrenzen. Dazu soll angeblich eine neue Superbehörde geschaffen werden. Für die chinesischen Aktienmärkt heißt die Devise wohl weitere Enthebelung, und das mit beschleunigtem Tempo! Dafür spricht, dass Chinas Präsident Xi Xinping persönlich anwesend war, in der Abschlusserklärung des Meetings findet sich dreißigmal das Wort „Risiko“, achtundzwanzig mal das Wort „Reguliering“.

3. Anfang vom Ende der Immobilienblase in Kanada? Wie heutige Daten zeigen, sind die Preise für bestehende Häuser in Kanada um -6,7% zum Vormonat gefallen. In der letzten Woche hatte die Bank of Canada die Leitzinsen angehoben und in ihrem Statement klar gemacht, dass sie wohl noch einmal in 2017 die Zinsen anheben wird. Die Märkte vermuten, dass die Notenbank damit die lange bestehende Überhitzung am Immobilienmarkt ausbremsen will. Der heute vermeldete Rückgang ist der dritte Monatsrückgang in Folge, im Juni fielen die Preise so stark wie zuletzt im Jahr 2010:


Bald keine gute Laune mehr? Kanadas Premier Trudeau mit seinem allerbesten Freund Donald Trump
Foto: Office of the President of the United States, Gemeinfrei

4. Schwache Zahlen von BlackRock, des größten Vermögensverwalters und größten Anbieter von ETFs weltweit. Das Unternehmen verfehlte sowohl nach Gewinn pro Aktie als auch nach Umsatz die Erwartungen. Doch die ETFs setzten ihren Siegeszug fort: im 2.Quartal diesen Jahres flossen 74 Milliarden Dollar, so viel wie noch in einem Quartal. Damit ist liegt das Volumen bei BlackRock-ETFs nun bei 1,5 Billionen Dollar. das entspricht 27% der von BlackRock verwalteten Gelder.

5. Das US-IPO Blue Apron stürzt weiter ab, weil Amazon auch dieser Firma das Geschäftsmodell kaputt macht. Demnach will Amazon „Food kits“ anbieten, als etwa Fleisch, Fisch und Gemüse so vorbereiten, dass man es nur noch zu Ende kochen muß. Genau das ist eigentlich das Geschäftsmodell von Blue Apron – und der Markt geht nun davon aus, dass Blue Apron von Amazon platt gewalzt wird. Die Aktien von Blue Apron, vor wenigen Wochen zu 10 Dollar an den Markt gekommen, verlieren heute deutlich und kosten aktuell 6,55 Dollar.


Kommentare

News kompakt: Kanadas Immobilienblase platzt gerade, in China Turbulenzen, ETFs und Amazon — 4 Kommentare

  1. In Muenchen ist die Immo.-Blase ,schon laengst zum platzen ueberfaellig geworden!
    So so…,hat man die „Herde“ in guenstige Bauzinsen getrieben,(Klumpenrisiko)!

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