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News kompakt: Wilders über Merkel, Monte dei Paschi muß gerettet werden, Euro, Gold, türkische Lira

Absonderliches, Absurdes – und der ganz normale Wahnsinn..

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FMW-Redaktion

Nach dem vergleichsweise unspektakulären Handelstag gestern heute mehr Bewegung. Hier ein paar Highlights:

1. Monte dei Paschi muss wohl durch italienischen Staat gerettet werden! Laut Angaben von Indsidern hat die italienische Krisenbank kaum noch Chancen, bis zum Jahresende die erforderlichen fünf Milliarden Euro einzusammeln. So hat Katar als größter „Ankerinvestor“ bislang noch keine Zusage geben und dürfte wohl von einem Engagemenent Abstand nehmen, heißt es. Auch andere größere Investoren (George Soros, John Paulson) haben bisher keinerlei Bereitschaft signalisiert, maßgeblich zur Rettung der Bank bei zu tragen.
Darüber hinaus ist die Umtauschquote von Anleihen in Aktien bislang offenkundig gering und mit 200 Millionen Euro weit unter den Erwartungen geblieben – Minte dei Paschi wollte mit diesem Debt-to-equity-swap ca. 1,5 Milliarden Euro erlösen.

Die Aktien von Monte dei Paschi unter Druck:

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2. Der Euro auf dem teifsten Stand seit dem Jahr 2003! Wie bereits beschrieben, geht der Markt nach den Berliner Anschlägen davon aus, dass Merkels Chancen auf eine Widerwahl gesunken sind – daher die Euro-Schwäche. Warum aber dann die Dax-Schwäche? Freut sich der Dax über gesunkene Chancen Merkels?
Nun hat jedenfalls der niederländische Rechtspopulist Geer Wilders folgenden Tweet abgesetzt:

Dabei sieht es bekanntlich derzeit so aus, als sei der festgenommene Pakistani gar nicht der Täter von Berlin. Damit also alles offen, auch wenn damit natürlich ein islamistischer Anschlag alles andere als vom Tisch ist..

3. Der Dollar-Index auf dem höchsten Stand seit dem Jahr 2003! Faktisch haben wir heute also weniger eine Euro-Schwäche, als vielmahr Dollar-Stärke. Und das liegt wohl an den gestrigen Aussagen Janet Yellens, die den amerikanischen Arbeitsmarkt als so stark wie seit einem Jahrzent nicht mehr bezeichnet hatte – auch die Löhne und die job openings würden steigen:

„The short version of what I have to say is that while I expect workers will continue to face some challenges in the coming years, I believe, for two reasons, that the job prospects and career opportunities for new graduates at this time are very good. First, after years of a slow economic recovery, you are entering the strongest job market in nearly a decade. The unemployment rate, at 4.6 percent, is near what it was before the recession. This is a level that has been associated with good job opportunities. Job creation is continuing at a steady pace; the layoff rate is low; and job openings are up over the past couple years, which is another sign of a healthy job market. There are also indications that wage growth is picking up, and weekly earnings for younger workers have made strong gains over the past couple of years.“

dollar-index20-12-16
(Dollar-Index, continuos future)

4. Wenn der Dollar stark ist, sind häufig Gold und Silber schwach. So auch heute:

xauusd20-12-16
(Gold)

xagusd20-12-16
(Silber)

5. Die türkische Lira unter Druck! Die türkische Notenbank hat heute den Leitzins bei 8,0% belassen:

usdtry20-12-16
(Dollar-Lira)

Weil Erdogan als bisher einziger Mensch auf der Welt erkannt hat, dass nur sinkende Zinsen die Inflation bekämpfen (in der Türkei ca. 7%), werden zu Lebzeiten Erdogans – also in den nächsten 2500 Jahren – die Zinsen nicht mehr gesenkt. Und wenn doch, wäre das ein direkter Beleg für die Unterwanderung der Notenbank durch Gülen-Anhänger..

Ein Kommentar

Ein Kommentar

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    Hinterfrager

    20. Dezember 2016 16:01 at 16:01

    Ein zudem antisemitischer Hintergrund, wie schon bei den Anschlägen in Paris (hierzulande übrigens seinerzeit kaum aufgegriffen)?

    http://www.stern.de/panorama/weltgeschehen/der-anschlag-auf-das-bataclan-war-gegen-juden-gerichtet-6559478.html

    Der polnische Speditionsbesitzer trägt einen jüdischen Namen…

    http://www.timesofisrael.com/police-berlin-truck-attack-that-killed-12-was-intentional

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Wirecard: Die Shorties geben immer noch nicht auf!

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Eigentlich hätte dies ein Befreiungsschlag sein müssen, die Zahlen von Wirecard zum vierten Quartal 2019 und zum Gesamtjahr! Denn sie fielen besser aus als erwartet, so dass die Firma im Vergleich zu ihrer Bewertung (KGV 2020 – 24) fundamental sogar als billig einzustufen ist.

Die Zahlen von Wirecard – und die Reaktion

Der CEO von Wirecard, Hannes Braun, hatte gute Zahlen versprochen und bei der Präsentation sogar noch eine Schippe draufgelegt. Der Umsatz der Firma steigerte sich im vierten Quartal um 46,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg um 40,6 Prozent. Da diese Zahlen die Entwicklung der ersten drei Quartale übertraf, hätte man eigentlich von einer positiven Reaktion der Börse ausgehen müssen. Diese kam auch zunächst mit einem Sprung bis auf 145 Euro, anschließend ging es aber knapp 3,5 Prozent ins Minus. Eine erste Erklärung war, dass man enttäuscht darüber sei, dass es kein Statement zur Sonderprüfung durch KPMG gegeben hätte. Aber auch die nächsten Tage ging es weiter nach unten. Glauben die Leerverkäufer immer noch an einen negativen Prüfbericht?

Warten auf das Quartalsende?

Bereits seit dem Monat November laufen die Untersuchung des Wirtschaftsprüfers KPMG, so dass man annehmen muss, dass dieser schon einen großen Überblick über die Geschäfte der Firma haben muss. Da beginnt das Rätselhafte: Hätte man Unregelmäßigkeiten gefunden, müsste dies die Firma nach den Börsenregeln veröffentlichen. Die ad-hoc-Verpflichtung lautet:

„Nur wenn börsennotierte Unternehmen alle Marktbeteiligten schnell und umfassend über Insiderinformationen aufklären, können Anleger fundierte Entscheidungen treffen und sind gegenüber Insidern nicht benachteiligt. Inlandsemittenten sind daher verpflichtet, unverzüglich zu diesem Zweck – also ad hoc – die Öffentlichkeit über unbekannte Umstände aus ihrem Unternehmen ins Bild zu setzen, wenn diese so beschaffen sind, dass sie auf den Preis des Finanzinstruments einwirken und wenn sie den Emittenten unmittelbar betreffen“ (Art. 17 Abs. 1 Marktmissbrauchsverordnung MAR – BaFin)

Hätte man in der Zwischenzeit etwas Kursrelevantes gefunden, so hätte der neue Aufsichtsratsvorsitzende Thomas Eichelmann eine solche Meldung hinaussteuern müssen. Aber was hat der neue Chef im Aufsichtsrat getan? Am 22. Januar hatte er in einem Interview mit dem manager magazin festgestellt:

„Aus der Tatsache, dass wir noch keine Ad-hoc-Meldung abgegeben haben, können Sie Ihre Schlüsse ziehen“. Der erfahrene Manager, der bereits Finanzvorstand der Deutschen Börse AG gewesen ist, muss wissen, dass Verstöße gegen ad-hoc-Verpflichtungen gerichtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Die Leerverkäufer scheinen sich für seine Aussage jedoch nicht zu interessieren.

Fazit

Es ist eine spannende Geschichte, die sich um die größte Wachstumsaktie im Dax, dem Finanzdienstleister Wirecard aus Aschheim bei München, entwickelt.

Und eine etwas seltsame. Man spekuliert auf Unregelmäßigkeiten aus den Jahren 2016/2017 und interessiert sich nicht für das laufende und die Aussichten für das künftige Geschäft. Obwohl keiner der ständig anwachsenden Partner von Wirecard bisher einen Rückzieher gemacht hat: Börsen bewertet Zukunft, heißt es. Selbst große Verluste werden toleriert, wenn ein Unternehmen überzeugende Argumente für die Zukunft offeriert. Nur nicht bei Wirecard, die Shortseller halten anscheinend ihre Positionierung aufrecht. Noch sind es ja 30 Börsentage bis zum Quartalsende.

Der Kampf zwischen der Führung von Wirecard und den Shortsellern geht weiter
Firmenzentrale in München. Foto: Kaethe17 CC BY-SA 4.0 – Ausschnitt aus Originalfoto

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Alstom größter Profiteur der deutschen Bahn-Subventionen? – Werbung

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Lieber Börsianer,

Deutschland möchte 86 Milliarden Euro in die Deutsche Bahn investieren! Einer der größten, wenn nicht DER größte Nutznießer dieser Investitionen könnte der französische Konzern Alstom sein. Denn der ist neben Siemens der letzte verbliebene große Anbieter von Fernverkehrszügen in Europa. Die Aktie erwachte bereits aus einem zwanzigjährigen Winterschlaf!

Die europäische Zugindustrie befindet sich schon länger in der Krise. Größere Investitionen gab es schon lange nicht mehr und exportiert wird auch zu wenig. Die Musik spielt inzwischen in China, die aber nach ersten Importen inzwischen die Schnellzüge lieber selbst herstellen, als sie teuer aus Europa zu kaufen. Der rasche Erfolg der chinesischen Hersteller hat möglicherweise auch etwas damit zu tun, dass Siemens bereitwillig ihren ICE3 nach China verkaufte, der sicherlich intensiv studiert wurde, bevor chinesische Anbieter binnen weniger Jahre eigene Züge für mehr als 300km/h Geschwindigkeit auf den Markt brachten.

Um Kosten zu sparen, versuchten Alstom und Siemens ihre Zugsparten im vergangenen Jahr zu fusionieren, was aus kartellrechtlichen Gründen untersagt wurde. Alstom wagt nun den nächsten Versuch und möchte die Zugsparte des kriselnden kanadischen Anbieters Bombardier übernehmen.

Für die Deutsche Bahn als Kunde ist die Marktbereinigung natürlich fatal. Weniger Auswahl bedeutet letztendlich höhere Preise. Ohnehin wird die üppige Finanzierung, die Bund und Länder der Deutschen Bahn zusagten, Begehrlichkeiten bei den Zugherstellern wecken. Der Bund macht 86 Milliarden Euro in den kommenden zehn Jahren locker, um Schienennetz und Wagenpark zu erneuern. Zusammen mit schon bestehenden…..

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Mit Börsianer-Grüßen,
Thomas Kallwaß
Chefanalyst Profit Alarm

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Sophie Schimansky LIVE zum Handelsstart an der Wall Street – „Glas halb voll“

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Sophie Schimansky berichtet ganz aktuell im folgenden Video zum Handelsstart an der Wall Street. Die Grundstimmung scheint zu lauten „es wird schon wieder“ bezüglich der wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus.

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