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Gold/Silber

„Nicht auf steigendes Öl setzen“, und warum Gold weiter steigen könnte

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Von Naeem Aslam, Chief Market Strategist bei ThinkMarkets

WTI-Öl und Brent-Öl sind seit Jahresbeginn um fast 10,93% bzw. 12,50% gestiegen. Diese prozentualen Gewinne haben eine besondere Bedeutung, wenn wir die Dinge aus der Sicht der Verlangsamung des globalen Wirtschaftswachstums betrachten. In den letzten zwei Tagen haben Spekulanten ihr Bestes getan, um die Preise nach oben zu treiben, nachdem bekannt wurde, dass genau am Donnerstag zwei Öltanker im Golf von Oman angegriffen wurden. Betrachtet man die Geschichte, so könnte ein solches Ereignis die Preise leicht um 5-7% nach oben treiben, aber dieser besondere Vorfall führte nicht zu ähnlichen Bewegungen bei den Ölpreisen. Wir sahen, dass die Rohölpreise aufgrund dieses Ereignisses um 2% höher stiegen, aber diese Gewinne deckten lediglich die wöchentlichen Verluste.

Externe Kräfte sollten den Krieg im Nahen Osten nicht fördern

Der Grund dafür ist ziemlich einfach, dass die Ölpreise nicht explodieren wie 1991 während der US-Operation „Desert Storm“ gegen den Irak. Einfach ausgedrückt, wir haben immer noch eine riesige Menge an Öl, und das hält den Deckel über den Ölpreis. Betrachtet man die jüngsten Daten von der EIA, so zeigt sich, dass die Rohölvorräte immer noch steigen. Die Zahl stieg um 15,7 Millionen Barrel, was den größten monatlichen Anstieg darstellt, der für den Monat Mai bis 1991 zurückreicht.

Das soll nicht heißen, dass die andauernden Konflikte nicht mehr aufgelöst werden können

Die externen Kräfte sollten sich nicht in die Angelegenheiten des Nahen Ostens einmischen. Das liegt daran, dass es die Situation nur noch verschlimmern wird. Die USA geben dem Iran eindeutig die Schuld für diese jüngsten Angriffe auf Öltanker, während der Iran die beschuldigenden Aussagen ablehnt. Der Nahe Osten ist ein sehr sensibler Teil der Welt. Wir haben den Iran und Saudi-Arabien, die beide seit Jahrzehnten in unkonstruktiven Dialogen gefangen sind. Externe Kommentare und Einschaltungen verschlimmern die Situation in der Region nur noch. Erinnern Sie sich, dass die USA in den 1980er Jahren ein ziviles iranisches Flugzeug abgeschossen haben, das 300 Passagiere tötete, nachdem es mit einem Jagdflugzeug verwechselt worden war. Die Bemühungen sollten darin bestehen, den Frieden zu fördern und zu schaffen, anstatt Anschuldigungen zu erheben und sich auf ein bestimmtes Land zu konzentrieren.

Die beiden wichtigsten Faktoren

Noch wichtiger ist, dass die USA ihre eigenen Angelegenheiten zuerst lösen müssen, anstatt mit anderen Ländern in verschiedenen Teilen der Welt Partei zu ergreifen. Der anhaltende Handelskrieg zwischen den USA und China ist das größte Problem, das die Ölnachfrage dämpft. Die beiden Hauptgründe, warum wir den Anstieg des Ölpreises nicht gesehen haben, sind:

  • Der massive Anstieg der US-Schieferölproduktion aufgrund der höheren Ölpreise
  • Der endlose Handelskrieg zwischen den USA und China

Nach den Daten der EIA ist die US-Schieferölproduktion auf ein solches Niveau gestiegen, dass das Land im März nur noch 1.000.000 Barrel Öl pro Tag aus den Ländern am Persischen Golf kaufen musste. Im Jahr 2003 lag diese Zahl noch bei 3.000.000 Barrels pro Tag.

Eine technische Sicht

Aus Sicht der technischen Analyse ist der Rohölpreis um fast 22% niedriger als sein Höchststand von 66,37 $, der im April 2019 erreicht wurde. Das Tages-Chart zeigt, dass der Relative Strength Index immer noch in einem überverkauften Bereich handelt, so dass es wahrscheinlich ist, dass sich die Preise nach oben bewegen werden. Allerdings kann jede Aufwärtsbewegung durch den Widerstand von 54,81 $ begrenzt werden. Ein Bruch dieses Levels wird den Raum zum nächsten Widerstand von $59,12 öffnen, hier sitzt der 100-Tage-Gleitende Durchschnitt.

Öl Chart

Gold

Nach einer weiteren schwachen wirtschaftlichen Lektüre aus China wetten Händler, dass die Federal Reserve Bank in den USA nicht in der Lage sein wird, die Zinsen höher zu treiben. Schlechte Nachrichten sind eine gute Nachricht, und aufgrund dieser Tatsache dürften die Zentralbanken auf der ganzen Welt in Bezug auf ihre Geldpolitik akkommodierend bleiben. Die US-Futures sind in die Höhe geschnellt, aber die europäischen Märkte handeln immer noch höher, was zu einer negativen Öffnung für die US-Märkte führen könnte.

Der größte Anstieg, den wir gesehen haben, ist bei Gold zu beobachten. Der Goldpreis hat das Niveau von 1.350 Dollar überschritten, und es ist wahrscheinlich, dass Händler den nächsten Widerstand von 1.370 Dollar ins Visier nehmen werden. Tatsache ist, dass es eine große Anzahl von rückläufigen Wetten auf den Dollar-Index gibt, und es ist wahrscheinlich, dass die Fed in Bezug auf ihre Geldpolitik eine Trendwende einleiten wird.

2 Kommentare

2 Comments

  1. Columbo

    14. Juni 2019 12:34 at 12:34

    Hatte nicht vor nicht allzu langer Zeit ein Henrik Becker hier ein langfristig sehr negatives Goldszenario gezeichnet? Was wohl die Wellen derzeit lispeln?
    Vielleicht meldet er sich?

  2. Marko

    14. Juni 2019 14:26 at 14:26

    Und genau das ist „Bären-Sprech“, es ist Eure Kohle.

    Bitte , das sind ABS-GS-Billigstzinsen, wenn Ihr sagt, dass ein Bufu mit katastrophalsten Billigitszensten, die „Realität“ „wiederspiegelt ? – Marktrealität ?

    O.k. ! Dann volle Kanne rauf auf den Bufu, um die 200-250 Punkte (beim Bufu), nebst den damit verbunden „Negativzinsen“, dürften Euch bestimmt „reich machen“ ..

    – Nur: die Frage dürfte doch sein, viele würden so genauso denken? Was ist, wenn dann, Markt „abstürtzt“ ?

    Liebe Leute, der Immobilien-Markt ist durch die Notenbank-Politik katastrophalst hoch bewertet…

    Wenn Ihr „Bären“ anderer Meinung seid, na dann… – Volle Kanne „rein“ in den Immobilien-Markt, ist doch sowieso „geschenktes Geld“… ? 😀

    Wie Sieht es dann mit Zinsfinanzierung der Banken aus – Ihr bekommt Eurer „Bude/Haus“ geschenkt ?

    Ist das „logisch ? Die

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Gold/Silber

Goldpreis fällt wieder unter die $1.500 Marke

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Der Goldpreis hat in der vergangenen Woche etwas Schwäche gezeigt und konnte sich nicht über der wichtigen $1.500 Marke halten, die einen starken psychologischen Widerstand darstellt. Der Goldpreis nähert sich nun wieder dem Vormonatstief, welches sich bei $1.470,5 befindet.

Der abgebildete Monatschart (mit logarithmischer Skalierung) zeigt die Kursentwicklung des in New York gehandelten Gold-Futures (GC) seit Anfang 2010 bei einem letzten Kurs von $1.493,5. Jeder Kursstab stellt die Kursbewegung für einen Monat dar.

Das aktuelle Monatshoch liegt bei $1.525,7 und damit fast punktgenau am Tief des Jahres 2012, welches ebenfalls ein relevanter Widerstand ist.

Das aktuelle Jahreshoch sehen wir weiterhin bei $1.566,2 und somit nur etwas mehr als $20 unter der 61,8 % Fibonacci Korrektur, die sich bei $1.588,2 befindet. Auch dieses viel beachtete Kursniveau ist ein wichtiger Widerstand, der auf steigende Kurse drücken kann.

 

Goldpreis – wie geht es weiter mit der Kursentwicklung?

Aus Sicht des Monatcharts liegt ausgehend vom Vorjahrestief bei $1.167,1 ein definierter Aufwärtstrend vor. Die Wahrscheinlichkeit für längerfristig weiter steigende Kurse am Goldmarkt beträgt somit etwa 60 %. Allerdings konnte der zurzeit relevante charttechnische Widerstand bei $1.526,7 (Tief des Jahres 2012 und rote gepunktete horizontale Linie im Chart) bislang nicht nachhaltig nicht überschritten werden, was negativ zu werten ist.

Nach dem kräftigen Kursanstieg der vorangegangenen fünf Monate setzten im September Gewinnmitnahmen ein, die den Goldpreis zeitweise deutlich unter $1.500 drückten. Die Monatskerze des Septembers stellt sich als negative Umkehrkerze dar und könnte auch darauf hindeuten, das die Aufwärtsdynamik des Goldpreises unterbrochen ist. Das Chartbild würde sich dann weiter verschlechtern, wenn das Septembertief bei $1.470,5 unterschritten wird. Möglicherweise besteht dann weiteres Korrekturpotential, welches zunächst bis zum Augusttief bei $.1412,1 führen könnte.

Der Aufwärtstrend würde erst dann wieder bestätigt werden, wenn das Jahreshoch bei $1.566,2 überschritten wird. In diesem Fall könnte sich weiteres Aufwärtspotential bis zum 61,8 % Fibonacci-Korrekturniveau ergeben.

 

Mehr von Karsten Kagels unter https://www.kagels-trading.de/chartanalysen/

 

Der Goldpreis handelt in Sichtweite der Marke von 1500 Dollar

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Aktien

Deutsche Bank baut ab, Handelskrieg, Apple, Silber

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Diese Woche ist einiges los an den Märkten. Volatilität kommt in die Kurse durch den Handelskrieg. Sissi Hajtmanek und Manuel Koch besprechen im folgenden Video die aktuelle Gemengelage mit ihrer möglichen Auswirkung auf die Börse. Aber auch viele andere Themen bewegen die Börsianer derzeit wie die Deutsche Bank, Commerzbank, Apple und Silber.

Deutsche Bank und Commerzbank

Die Commerzbank schließt 250 Filialen. Die Deutsche Bank hat im Aktiengeschäft viel abgebaut. Wie geht es weiter? Es wird wohl zunehmend mehr weg verlagert von den Filialen ins Digitale. Die DB hatte jüngst nach Medienberichten eine Klarstellung veröffentlicht. Hier nochmal im Wortlaut:

Die Deutsche Bank plant keinen weiteren Stellenabbau über die Pläne hinaus, die der Vorstand am 7. Juli verkündet hat. Damals gab die Deutsche Bank eine neue Strategie bekannt, die mit dem Abbau von weltweit 18.000 Stellen bis 2022 auf dann 74.000 Stellen einhergehen soll. Ziel des Abbaus ist es, die bereinigten Kosten des Deutsche-Bank-Konzerns um mehr als ein Viertel auf 17 Milliarden Euro zu senken. Eine Aufteilung nach Regionen und Bereichen haben wir damals nicht kommuniziert, und wir werden dies auch weiterhin nicht tun. Sobald Entscheidungen über den konkreten Stellenabbau gefallen sind, werden sie zu allererst mit den Kolleginnen und Kollegen in den betroffenen Bereichen besprochen. Wiederholt hat der Vorstand deutlich gemacht, dass alle Teile unserer Bank ihren Beitrag leisten müssen. Selbstverständlich wird auch in Deutschland eine substanzielle Zahl von Stellen wegfallen, da es der mit Abstand größte Standort der Deutschen Bank ist. Dabei ist der schon geplante Abbau von Arbeitsplätzen im Zuge der Integration der Postbank bereits in der Gesamtzahl von 18.000 Stellen enthalten.

Apple und Silber

Die Apple-Aktie wird im folgenden Video ab Minute 3 im Detail besprochen, fundamental wie auch charttechnisch. Ist die Aktie ein Kauf? Im Video werden auch konkrete Kursmarken genannt. Aber auch Silber wird besprochen mit 37% Plus in wenigen Monaten. Auch hier wird für einen möglichen Kauf ein Einstiegsszenario besprochen.

Kursverlauf der Deutsche Bank-Aktie seit Mitte 2018
Kursverlauf der Deutsche Bank-Aktie seit Mitte 2018.

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Devisen

Schweizer Franken und Gold fallen – zwei Gründe für RISK ON Trade

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RISK ON Sprung ins Risiko - Schweizer Franken und Gold fallen

Es ist ein normaler menschlicher Mechanismus. Wenn man der Meinung ist, dass bezüglich eines bestimmten Sachverhalts weniger Probleme vorhanden sind, wird man abenteuerlustiger. Und ist man am Kapitalmarkt der Meinung, dass der globale Konjunkturabschwung sozusagen „abgesagt“ wird, ist man auch bereit wieder aus den vermeintlich sicheren Häfen rauszugehen, und in Assets zu investieren, die ein höheres Risiko beinhalten, weil dort höhere Renditen erzielt werden können (Aktien, Schwellenländer-Anleihen uvm). Genau diesen Vorgang (RISK ON Trade genannt) kann man derzeit gut besichtigen bei Schweizer Franken und Gold.

Schweizer Franken

Der Schweizer Franken ist der „Sichere Hafen“ schlechthin. Seit Jahren leidet er darunter, dass gefühlt der ganze Planet in den Fränkli flüchtet, weil die Schweiz halt eben Stabilität ausstrahlt in einer unruhigen Welt. Die Schweizer Notenbanker tun seit Jahren wirklich alles um den Schweizer Franken zu schwächen. Aber kommt Gefahr auf, steigt er sofort wieder an. Diese Woche passiert nun das Gegenteil. Seit zwei, drei Tagen mehren sich vorsichtig die Chancen, dass sich im Handelskrieg zwischen den USA und China eine Besserung abzeichnet. Heute Abend um 20:45 Uhr (wir werden berichten) wird Donald Trump auf den chinesischen Verhandler treffen. Die Euphorie hält an, obwohl niemand weiß, ob wirklich etwas dabei rauskommt, oder ob Trump die nächste Grantler-Runde einläutet (hier dazu ein aktueller Artikel von Wolfgang Müller).

Auch die Lage rund um den Brexit scheint sich just in diesem Minuten weiter zu entspannen, was ebenfalls zur guten Stimmung am Gesamtmarkt beiträgt. Ob die Gespräche in Brüssel heute gut ausgehen, weiß man jetzt noch nicht. Es ist Stand 13 Uhr wie bei den Gesprächen China-USA noch nur eine Art Hoffnung. Euro vs Schweizer Franken jedenfalls hat seit Mittwoch früh von 1,0877 auf aktuell 1,1002 zugelegt. US-Dollar vs Schweizer Franken konnte von 0,9925 auf 09980 zulegen. Der Franken wertet also ab, die Anleger gehen wieder mehr in riskantere Anlageformen. Der folgende Chart zeigt Euro vs Franken im Verlauf der letzten 30 Tage.

Euro vs Schweizer Franken im Verlauf der letzten 30 Tage

Gold

Obwohl der Trend für Gold zuletzt eher bullisch aussah, und es dafür auch gute Gründe gab (siehe hier), hat der Goldpreis als ebenfalls sicherer Hafen ein wenig eingebüßt (Chart seit 30. September). Seit Mittwoch früh hat Gold in US-Dollar von 1.510 auf 1.493 Dollar verloren. Entspannt sich die Lage noch weiter, könnten Gold und Schweizer Franken weiter fallen, weil Anleger ihr Geld umschichten in riskantere Anlagen.

Preisverlauf im Gold seit 30. September

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